Mai 242012
 

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, das zweite Festungsevent am Unterstand (Abri) Bichel Süd besuchen zu können. Für die Anreise zum Event hatten Saarzwerg und ich uns hierzu was Besonderes überlegt – eine Anreise durch die Maginot-Linie. Dabei haben wir natürlich noch die ein oder andere “Maginot”-Dose mitgenommen.


Von dieser abwechslungsreichen Tour durch die Maginot-Linie möchte ich nun erzählen…

Begonnen haben Saarzwerg und ich unsere Tour an einem kleinen Sperrwerk südwestlich von Bitche. Näheres dazu in einem der kommenden Blogbeiträge! Danach machten wir uns auf in die “Saar-Lücke” – ein spezieller Teil der Maginot-Linie, der als Überflutungsgebiet konzipiert war. Hier suchten wir den Cache Ligne maginot aquatique.


Der künstlich angelegte See diente im Verteidigungsfall als unüberwindliches Hindernis für den Angreifer. Nach einer gemütlichen Pause am See setzten wir unsere Fahrt nach Barst fort.

In Barst befindet sich ein kleines Freilichtmuseum mit einigen Ausstellungsstücken aus dem zweiten Weltkrieg. Zunächst kommt man an einem nachgebauten Schützengraben vorbei.


Am Kommandoposten kann man dann noch eine Dose suchen: Le SD de Barst.


Vom Kommandoposten geht’s weiter vorbei an einer Kasematte, die an bestimmten Sonntagen zu besichtigen ist. Nach der Kasematte kommt noch eine Kanone…


…und dann die zweite Dose, die in diesem Freilichtmuseum zu finden ist: Wagon antichars – eine Panzersperre. Alles liebevoll restauriert.


Von hier fuhren wir weiter nach Hobling, wo ich mir nochmal das kleine Sperrwerk anschauen wollte. An diesem wurde ein Eventcache gelegt: (2EF) Petit ouvrage de Hobling.


Das Sperrwerk selbst scheint mittlerweile in privater Hand zu sein und ist nur noch von außen zugänglich. Als es noch verlassen war, konnte dort auch ein inzwischen archivierter Cache gesucht werden – Necronomicon Ex Mortis.

 
Immer weiter fuhren wir Richtung Thionville. Unterwegs fiel uns dabei noch ein weiterer Eventcache auf dem Navi auf – (2EF) Blockhaus RFM mle39 BB42, l’inachevé. Ein T5-Bunkercache! Der wollte natürlich auch noch mitgenommen werden. An den Koordinaten angekommen, war ich dann von der zweistöckigen Bauweise überrascht – so was hatte ich bisher noch nicht gesehen.


Die Treppe zwischen dem Erd- und dem Obergeschoss fehlte leider, so dass etwas “Improvisieren” angesagt war. Mit etwas gefundenem “Holz” ließ sich die T5-Aufgabe dann doch schneller als erwartet lösen.


Oben angekommen, war die Dose dann auch schnell gefunden.

Weiter ging es dann an den Welschenberg. Dort liegt nahe der Straße ein verlassenes “Abri-surface”, also ein Großunterstand, der an der Oberfläche gebaut wurde. Hier galt es die Dose (ESPB) Le poste avancé du mont des Welches zu finden. Der Diamantgraben vor der Eingangstür ist mit Holzbalken überbrückt, so das sich das Abri recht leicht betreten ließ.


Das Abri selbst ist nicht so spannend, da es fast komplett leer geräumt ist.

Nur in einem Raum finden sich noch die Überreste der Luftfilteranlage.


Auch in der Küche ist nur noch der Luftabzug zu sehen…


Interessante Bilder konnte man hier leider kaum schießen.


Nach diesem kurzen Besuch im Abri ging es für uns zum letzten Cache des Tages – (2EF) Connaissez-vous la Ligne Maginot? Das dazu nötige Rätsel hatte ich schon zu hause gelöst. An den Koordinaten angekommen staunte ich jedoch nicht schlecht. Es handelte sich wieder um ein Abri, von dem wegen des Baus der nahen Autobahn jedoch nur noch ein Eingangsblock übrig ist. Der Einstieg erfolgt durch ein recht enges Loch im Boden.


Hier musste ich dann etwas suchen um die Dose zu finden, was mir dann aber noch gelang. Wegen dem engen Einstieg hatte ich auf Kamera und Fotos verzichtet.

Nachdem wir nun unser Caching-Programm erledigt hatten, ging es weiter zum Event. Inzwischen hatten wir auch einen tierischen Hunger. Auf dem Eventgelände begrüßte uns eine Dudelsackgruppe, die ihr Musikinstrument wirklich gut beherrschte…


Auf dem Event trafen wir noch viele Bekannte – so dass wir uns bei Bier und Merguez nett unterhalten konnten. Einzig für die Führung durch den Unterstand waren wir zu spät.


Die Organisatoren hatten auch einige Verkäufer von Caching-Artikeln hergeholt, so dass wir uns mal die Neuigkeiten der Szene anschauen konnten.


Für uns stand nach diesem abwechslungsreichen und interessanten Tag fest, beim nächsten Festungsevent sind wir wieder dabei!

Wie immer gibt’s noch ein paar mehr Fotos von dieser Tour in meinem Webalbum.

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  Eine Antwort zu “Das zweite Festungsevent an der Maginotlinie”

  1.  

    Cool! Auf dem Bild sind ja unsere Cachedogs! Jetzt weiß jeder um wen's geht! ;-) Wir können bestätigen, dass dies ein sehr schönes Event war. Nicht nur wegen der vielen Bunker sondern auch die Livemusik mit Dudelsack hat uns gefallen! Ganz toll!

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