Wandermulti: Traumschleife Oppig-Grät-Weg

Der Oppig-Grät-Weg führt durch zwei naturbelassene Kerbtäler und auf offene Hochflächen mit Blick über die Region – eine Strecke, die sich abwechslungsreich, aber auch fordernd zeigt. Über die komplette Wanderung führt zudem ein Multicache mit acht Stationen.

Natur belassener Schluchtgrund mit verlaufendem Oppigbach und liegendem Totholz

Wer wissen möchte, wie der Weg im Detail verläuft und welche Stellen besondere Aufmerksamkeit verdienen, findet im Beitrag alle Details samt GPS-Track.

 

 

Die Traumschleife Oppig-Grät-Weg

Wir starten unsere Tour in Rimlingen, wo einer der ältesten Premiumwanderwege des Saarlandes seinen Ausgangspunkt hat. Die Erfolgsgeschichte der vom Deutschen Wanderinstitut zertifizierten Premiumwanderwege im Saarland begann im Mai 2005 mit der Eröffnung des „Felsenwegs“ bei Losheim am See, der als erster Weg seiner Art im Saarland und in Rheinland-Pfalz mit damals 73 Erlebnispunkten auf Anhieb die höchste Bewertung aller deutschen Premiumwanderwege erhielt und noch im selben Jahr zum Schönsten Wanderweg des Jahres gekürt wurde. Mit inzwischen rund 70 Premiumwanderwegen verfügt das Saarland heute über eines der dichtesten und qualitativ hochwertigsten Premium-Wegenetze Deutschlands.

Die Traumschleife Oppig-Grät-Weg wurde 2005 erstmals zertifiziert und konnte bei der letzten Überprüfung im Juni 2025 nochmals zwei Punkte zulegen, sodass er vom Deutschen Wanderinstitut aktuell mit 82 Erlebnispunkten bewertet wird. Damit zählt er derzeit zu den zwölf am höchsten bewerteten Premiumwanderwegen im Saarland. Direkt am Startpunkt verschaffen wir uns an einer Informationstafel einen ersten Überblick über den Streckenverlauf und die wichtigsten Eckdaten.

Informationstafel am Startpunkt des Premiumwanderwegs Oppig-Grät-Weg in Rimlingen mit Karte und Routendaten

Laut Wegbetreiber ist der Oppig-Grät-Weg 13,22 Kilometer lang, umfasst 404 Höhenmeter und ist mit einer reinen Gehzeit von 4:45 Stunden als „schwer“ eingestuft, wobei der erste Wegweiser vor Ort eine Distanz von 13,6 Kilometern anzeigt.

Wegweiser des Oppig-Grät-Wegs mit Kilometerangabe 13,6 km und Richtungsweisern

Mein GPS-Gerät nutze ich unterwegs ausschließlich für die Streckenaufzeichnung und das Geocaching, denn die Route selbst ist durchgehend hervorragend ausgeschildert.

Nahaufnahme einer Beschilderung für den Premiumwanderweg im Wald

Als Premiumwanderweg und Traumschleife ist die Strecke mit genauen Kilometermarkierungen versehen. Parallel dazu verläuft der gleichnamige Multicache über die gesamte Distanz. Da wir die Dose suchen, laufen wir entgegen der regulären Nummerierung der Kilometerschilder und passieren als erste die Markierung für Kilometer 13.

Wegmarkierung der Traumschleife mit Kilometerangabe 13 am Wegesrand

Inklusive einer ausgiebigen Mittagspause, Fotostopps und dem Absolvieren der Geocache-Stationen sind wir am Ende ziemlich genau sechs Stunden unterwegs, wobei mein GPS schlussendlich eine Strecke von 13,8 Kilometern sowie 465 Höhenmeter anzeigt.

 

Start in Rimmlingen

Wir parken unser Auto auf dem Wanderparkplatz in der Ortsmitte direkt an der katholischen Pfarrkirche Hl. Kreuz, deren prägender Saalbau mit seinem Turm das Ortsbild von Rimlingen bestimmt.

Wanderparkplatz in der Ortsmitte von Rimlingen mit Blick auf die Pfarrkirche Hl. Kreuz

Von dort laufen wir ein kurzes Stück durch den Ort, biegen nach rechts in den Wald ab und folgen dem Pfad zunächst entlang einer großen Wiese.

Premiumwanderweg verläuft rund um eine große Wiese

Anschließend führt der Weg noch einmal kurz durch die Ortschaft, bevor er wieder im Wald verschwindet.

Wanderweg verschwindet wieder im Wald

Danach geht es leicht ansteigend an Wiesen und Streuobstbäumen vorbei.

Leicht ansteigender Naturweg vorbei an Wiesen und Obstbäumen

Anschließend führt die Route in einer engen Kurve hinab zum Eingang einer kleinen Schlucht.

 

Durch die erste Grät

Im Saarländischen bezeichnet der Begriff „Grät“ ein tief eingeschnittenes, bewaldetes Kerbtal oder eine schmale Schlucht. Der Wanderweg verwandelt sich hier in einen schmalen Pfad, der sich entlang eines kleinen Baches nach oben schlängelt.

Schmaler Wanderpfad verläuft durch eine dicht bewaldete Schlucht entlang eines Bachlaufs

Wasser ist bei unserem Besuch nur wenig zu sehen, und ab und an liegt ein umgestürzter Baum quer in der Schlucht, da man die Natur in diesem Bereich weitgehend sich selbst überlässt.

Natur belassener Schluchtverlauf mit quer liegendem Totholz und geringer Wasserführung

Nach einiger Zeit in dieser Einkerbung verlassen wir sie über Stufen, die direkt in den Steilhang gebaut wurden.

Angesetzte Stufen am Steilhang führen aus der Schlucht nach oben

Danach geht es über eine Kombination aus breiteren Forstwegen und schmalen Naturpfaden kontinuierlich bergan.

 

Hinauf auf die Höhe

Wir wandern über einen schmalen Wanderpfad durch einen schattigen Nadelwald kontinuierlich nach oben.

Schmaler Wanderpfad führt steil ansteigend durch einen dichten Nadelwald

Kurz bevor wir auf der Höhe ankommen, queren wir eine kleine Schlucht, wo ein Schild explizit auf die bestehende Rutschgefahr hinweist.

Warnschild mit der Aufschrift Rutschgefahr an der Überquerung einer kleinen Schlucht

Ich schaue unten in der Grät nach oben, wo sich das Wasser im Laufe der Zeit tief in den Fels und Boden eingegraben hat.

Blick von unten in die tief ausgefurchte Einkerbung der Grät

Oben angekommen, biegen wir auf einen schmalen Pfad ein, der zwischen dicht gewachsenen Dornensträuchern hindurchführt.

Schmaler Naturpfad führt zwischen dornigen Sträuchern und Gebüsch entlang

Dahinter öffnet sich die Landschaft und gibt einen weiten Blick über die umliegende Region frei.

Weitblick über die hügelige saarländische Kulturlandschaft nach dem Waldaustritt

Über einen naturbelassenen Wiesenpfad setzen wir unsere Wanderung auf dem Hochplateau fort.

Grüner Wiesenpfad verläuft flach über eine offene Fläche

Anschließend führt der Weg wieder leicht abwärts hinein in den kühlen Wald.

 

Durch die Oppig-Grät nach unten

Die Grät des Oppigbachs gehört landschaftlich zu den markantesten Passagen des Oppig-Grät-Wegs. Als „Grät“ wird im saarländischen Sprachgebrauch ein tief eingeschnittenes, bewaldetes Kerbtal bezeichnet, das sich über Jahrtausende durch die Erosion des Baches in das Gelände eingegraben hat. In diesem dicht bewachsenen Tal bleibt die Natur weitgehend sich selbst überlassen, wodurch umgestürztes Totholz und der naturbelassene Bachlauf den Charakter der Schlucht prägen.

Der Wegbau in dieser unwegsamen Einkerbung ist eine handwerkliche Besonderheit: Um den Abstieg in die Grät und den Verlauf entlang der Steilhänge sicher zu ermöglichen, wurden schmale Pfade direkt in die Hänge hineingebaut. Zickzack-Serpentinen, in den Hang gesetzte Holz- und Erdtreppen sowie schmale Natursteige führen Wanderer direkt am Abgrund entlang nach unten. Dank dieser durchdachten Wegführung lässt sich die topografisch anspruchsvolle Schlucht sicher durchqueren, ohne den natürlichen Verlauf des Kerbtals stark zu beeinträchtigen.

Hierzu unsere persönlichen Eindrücke: Nach einem kurzen Stück durch den Wald beginnen wir den Abstieg in die Grät des Oppigbaches, wo ein schmaler Bergpfad direkt in den steilen Hang hineingebaut wurde.

In den Steilhang gebauter Bergpfad zu Beginn des Abstiegs in die Oppigbach-Grät

In weiten Serpentinen geht es von hier aus kontinuierlich nach unten, während die Schlucht mit zunehmender Tiefe immer naturbelassener wirkt.

Serpentinenartiger Pfad führt steil hinab in die bewaldete Schlucht

Nach dem steilen Abstieg erreichen wir schließlich den Schluchtgrund und folgen dem Lauf des Oppigbaches zwischen umgestürzten Bäumen hindurch stromabwärts.

Natur belassener Schluchtgrund mit verlaufendem Oppigbach und liegendem Totholz

Allmählich wird die Schlucht breiter, und wir folgen dem schmalen Pfad weiter durch den dichten Bewuchs aus saftig grünen Bodendeckern.

Schmaler Wanderpfad führt durch dicht bewachsenen Waldboden mit grünen Bodendeckern

Kurz vor dem Ausgang der Grät verlassen wir die Schlucht nach rechts und treffen wenig später auf einen breiten Forstweg.

 

Der lange Aufstieg zur Kapelle

Über den Forstweg kommen wir zügig voran, bis sich der Wald allmählich lichtet und wir über einen leicht ansteigenden Wiesenpfad weiter an Höhe gewinnen.

Leicht ansteigender Wiesenpfad am Waldrand mit Blick ins Grüne

Anschließend öffnet sich die Landschaft erneut, während wir zwischen saftigen Wiesen und Weiden hindurchwandern.

Schmaler Wanderweg verläuft zwischen weitläufigen grünen Wiesen und Weideflächen

Oben angekommen, flacht der Premiumwanderweg spürbar ab, sodass wir uns beim Schlendern über die offene Hochfläche vom längeren Anstieg erholen können.

Flacher Naturpfad führt über ein offenes Plateau mit weitem Landschaftsblick

Auf diesem Teilstück bietet der Weg durchgehend freie Ausblicke auf die umliegenden Ortschaften und die sanfte Hügellandschaft.

Panoramaansicht über die hügelige saarländische Kulturlandschaft und nahe gelegene Dörfer

Obwohl die Route durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet verläuft, vermeidet sie breite Fahrwege weitgehend, sodass wir auf einem kleinen Pfad direkt zwischen einem Maisfeld und einem frisch gepflügten Acker entlanggehen.

Schmaler Trampelpfad verläuft genau zwischen einem hohen Maisfeld und einer gepflügten Ackerfläche

In der Ferne ist die Sankt-Donatus-Kapelle bereits gut zu erkennen.

Blick über die Felder auf die silhouettenhaft in der Ferne stehende Kapelle

Der Wanderweg führt jedoch nicht auf direktem Weg dorthin, sondern beschreibt erst noch eine große Schleife um eine weitläufige Wiese.

Gespurter Wanderweg verläuft in einem Bogen um eine große grüne Wiesenfläche

Nach einem knappen Kilometer erreichen wir schließlich die Sankt-Donatus-Kapelle, die 1952 erbaut und dem Schutzpatron gegen Blitz und Unwetter geweiht wurde.

Außenansicht der gemauerten Sankt-Donatus-Kapelle auf der Anhöhe bei Rimlingen

Natürlich werfe ich auch einen Blick in das kleine Gotteshaus.

Blick in das schlicht gestaltete Innere der Sankt-Donatus-Kapelle

Wieder draußen setzen wir uns auf eine der Bänke und genießen den weiten Blick hinab auf Losheim am See.

Freier Blick auf den Ort Losheim im Tal von Kapelle

Dort packen wir unser Rucksackproviant aus und legen eine ausgedehnte Mittagspause ein.

 

Der gemütliche Abstieg nach Rimmlingen

Nach einem kurzen Steilstück über Treppen laufen wir auf einem langsam abfallenden Wanderweg am Waldrand entlang, queren offene Wiesen und passieren einen Aussichtspunkt samt Ruhebank.

Holzbank an einem Aussichtspunkt am Waldrand mit Blick auf die umliegenden Wiesen

Allmählich gelangen wir in ein weites, landwirtschaftlich geprägtes Tal, in dem unser Wanderweg an einem großen Bauernhof vorbeiführt.

Wanderweg verläuft im weiten Tal unmittelbar vorbei an einem großen landwirtschaftlichen Anwesen

Danach bleibt die Strecke für längere Zeit flach, während wir über breite Forst- und Landwirtschaftswege entlang großer Felder gehen.

Breiter Wirtschaftsweg verläuft flach zwischen weitläufigen Feldern

Nach einem kurzen Aufstieg erreichen wir eine finale Passage der Tour, einen mit einem Handseil gesicherten Abstieg durch den Hang, der von einer kunstvollen Holzfeinschnitzerei angekündigt wird.

Kunstvoll geschnitzte Holzfigur am Beginn des seilgesicherten Hangabstiegs

Danach schlängelt sich der schmale Pfad durch einen Nadelwald hinab in Richtung Ortsrand.

Schmaler Naturpfad schlängelt sich unter Nadelbäumen bergab zum Ortsrand

Zum Abschluss unserer Runde – was offiziell den eigentlichen Startpunkt markiert – passieren wir das große hölzerne Wanderportal.

Großes hölzernes Wanderportal des Premiumwanderwegs am Wegesrand

Von hier aus sind es nur noch wenige Meter bis zum Wanderparkplatz, wo unser Auto steht.

 

Der Multicache „Traumschleife Oppig-Grät-Weg“

Über den kompletten Wanderweg führt der Multi „Traumschleife Oppig-Grät-Weg“ mit seinen acht Stationen und dem Final.

Die Fragen an allen Stationen konnte ich gut beantworten, die Finalkoordinaten ohne Probleme berechnen und mit etwas Kraft in den Beinen auch gut finden. Weitere Geocaches auf der Strecke habe ich keine gesehen.

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf meiner Geocaching-Wanderung über die „Traumschleife Oppig-Grät-Weg“ sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei dem Multi öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Das Final des Wandermultis und den Weg dahin habe ich natürlich aus dem Track entfernt.

Falls Euch meine Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen. Bei komoot habe ich unsere Wanderung ebenfalls eingestellt.

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Wie hat Euch mein Bericht über die Wanderung gefallen? Kennt Ihr diese Tour und wäre sie etwas für Euch? Was sind Eure Empfehlungen für die Region rund um Saarburg? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel.

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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