Cacheempfehlung: Die Erfindung des Telephons bei Bad Homburg

Zwei Multicaches, ein halber Tag, und am Ende weiß man, wer das Telefon wirklich erfunden hat – dieser Beitrag zeigt, wie man Bildung und Spaß im Taunus sinnvoll kombiniert.

Im Beitrag versuche ich Euch ohne zu spoilern die Location und zwei besondere Geocaches vom bekannten Owner TCapitano vorzustellen. Schaut doch mal rein!

 

 

Der Multicache „Die Erfindung des Telephons“

Am letzten Tag unseres verlängerten Geocaching-Wochenendes fuhren wir von Bad Homburg einen Ort weiter nach Friedrichsdorf, um den Multicache „Die Erfindung des Telephons“ vom bekannten Owner TCapitano zu absolvieren. Dieser Cache widmet sich der Geschichte von Philipp Reis und seiner Entwicklung des Telefons. Zeit seines kurzen Lebens – Reis verstarb bereits im Alter von 40 Jahren – blieb ihm die wissenschaftliche Anerkennung für seine Pionierarbeit verwehrt. Als er seine Apparatur 1861 erstmals öffentlich im Frankfurter Physikalischen Verein vorführte, reagierte die Presse zwar begeistert, die Fachwelt tat die Erfindung jedoch als nutzlose Spielerei ab.

Der Rundweg führt an historische Originalschauplätze in Friedrichsdorf, wo Reis lebte, als Lehrer arbeitete und neben dem Telefon weitere Apparate erfand. Die Runde umfasst sechs Stationen sowie ein Finale und verläuft über eine Strecke von rund 2,5 Kilometern auf überwiegend befestigten Wegen. Seit seiner Veröffentlichung im Herbst 2015 verzeichnet der Cache 1.686 Favoritenpunkte bei einer Quote von 86 Prozent. Obwohl das Finale als „Large“ klassifiziert ist, bietet es konstruktionsbedingt nur Platz für kleinere Trackables und Tauschgegenstände. Die Suche ist tagsüber jederzeit machbar, auf nächtliche Besuche sollte jedoch verzichtet werden.

Bitte beachtet, dass ich euch im folgenden nicht die Cachestationen, sondern den tollen Ortskern zeige!

Wir stellten unser Fahrzeug auf dem Rathausparkplatz ab, wo wir die Gelegenheit nutzten, die Batterie an einer der Ladestationen aufzuladen.

Nahaufnahme einem modernen Elektroauto beim Laden auf dem gepflasterten Rathausparkplatz in Friedrichsdorf

Die erste Station der Suche befand sich in unmittelbarer Nähe zum Rathaus.

Blick aus dem Rathaus auf den Vorplatz mit Bücherschrank in Form einer Telefonzelle

Von dort aus führte uns die Route durch den historischen Ortskern, der von gut erhaltenen Fachwerkhäusern geprägt ist.

Straßenzug im historischen Ortskern von Friedrichsdorf mit traditionellen Fachwerkhäusern unter blauem Himmel

Parallel zu den Aufgaben des Multicaches öffneten wir regelmäßig die LabAdventure-App, um die Fragen eines lokalen Labcaches zu beantworten.

Labcache-Station an einem Fachwerkhaus in Friedrichsdorf

Der Weg leitete uns im weiteren Verlauf über den zentralen Marktplatz, den Landgrafenplatz.

Ansicht des weitläufigen, gepflasterten Landgrafenplatzes in Friedrichsdorf mit umliegenden Gebäuden

Danach passierten wir die Friedrichsdorfer Kirche.

Außenaufnahme der historischen Kirche in Friedrichsdorf mit Blick auf den Kirchturm

Kurz darauf warfen wir einen Blick in den ruhigen Innenhof eines ehemaligen Mädchenpensionats.

Blick in den Innenhof des historischen ehemaligen Mädchenpensionats mit Kopfsteinpflaster und gepflegter Bepflanzung

Schließlich gelangten wir zum Philipp-Reis-Haus, einem heute als Museum genutzten Gebäude, das dem Erfinder gewidmet ist. Im zugehörigen Innenhof befassten wir uns mit den Inschriften der dort angebrachten Gedenktafel.

Die bronzene Gedenktafel für Philipp Reis an der historischen Fassade im Innenhof des Philipp-Reis-Hauses

Der nächste Wegpunkt brachte uns zur ehemaligen Wirkungsstätte von Philipp Reis, der Privatschule „Institut Louis Frédéric Garnier“.

Die Außenfassade des ehemaligen Schulgebäudes der Privatschule Institut Louis Frédéric Garnier

Anschließend führte uns die Route etwas außerhalb des Ortskerns zum Friedrichsdorfer Friedhof, auf dem sich das historische Grabmal von Philipp Reis befindet.

Das steinerne Grabmal von Philipp Reis auf dem Friedhof in Friedrichsdorf im Schatten von Bäumen]

Dank eines ausgedruckten Aufgabenzettels, den der Owner TCapitano vorab digital zur Verfügung stellt, ließen sich alle Fragen vor Ort präzise lösen und die finalen Koordinaten ermitteln. Insgesamt benötigten wir für den Multicache, das Fotografieren und die zwölf Stationen des Labcaches gut zweieinhalb Stunden, in denen wir knapp drei Kilometer zu Fuß zurücklegten. Die Stationen sind handwerklich hervorragend ausgearbeitet und boten eine lehrreiche Beschäftigung, weshalb ich diesen Cache ausdrücklich empfehlen kann.

 

Der Multicache „

Anschließend fahren wir nur einen Ort weiter und parken unser Cachemobil an der Seite einer kleinen Straße. Dort wollen wir den Multicache „Daniel Düsentriebs Reste-Rampe“ spielen, der ebenfalls vom bekannten Owner TCapitano ausgearbeitet ist. Den Cache gibt es bereits seit März 2017, und in dieser Zeit kann er 1.523 Favoritenpunkte bei einer Quote von guten 71 % einsammeln. Es erwarten uns sieben kleine Stationen aus Resteteilen der Werkstatt des Owners, die teils zum Knobeln, teils zum Suchen und Finden einladen. Die Wegführung verläuft über verkehrsarme Feldwirtschaftswege mit wenig Schatten.

Ein asphaltierter, sonniger Feldwirtschaftsweg zwischen weiten Feldern unter klarem Himmel

Ohne viel zu fotografieren, sind wir eine gute Stunde unterwegs. Alle Stationen lassen sich gut finden und fair lösen. Unterwegs legen wir auf der baustellenbedingten Wegführung und von unserem nahen Parkplatz aus gerade mal 2,3 Kilometer zurück.

Auch dieser Cache gefällt mir sehr gut, zumal er mir Stationen zeigen kann, die mich echt überraschen. Daher spreche ich auch für diesen Multicache eine klare Empfehlung aus.

 

Weitere Geocaches des Owners TCapitano

Leider war das nun schon der letzte aktive Geocache dieses Owners, der mir noch gefehlt hat. Meiner Meinung nach baut TCapitano tolle Geocaches, die Spaß und Spannung versprechen und nicht übertrieben schwierig sind. Zu seinen besonderen Geocaches habe ich inzwischen die folgenden Blogbeiträge veröffentlicht:

 

Interaktive Karte meiner Tour

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den Kalendercache und die weiteren Lab- und Geocaches sehen, die ich während meiner Tour besucht habe. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Ein Klick auf die Lab- und Geocaches öffnet die jeweilige Beschreibung. Natürlich sind beide Multicaches an ihren Orgiginalkoordinaten in der Karte eingezeichnet.

Falls euch diese Wegpunkte interessieren, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat euch diese Cacheempfehlung gefallen? Welches Caches habt Ihr bei eurem Besuch im Taunus besucht? Was sind eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf euer Feedback unter diesem Artikel!

 

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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