Sightseeing & Geocaching – “Cachedorado” Rothenburg ob der Tauber

Über das Pfingstwochenende besuchten saarzwerg und ich die historische Altstadt von Rothenburg ob der Tauber. Zu diesem Zeitpunkt fand dort das große Mittelalterspektakel “Der Meistertrunk” statt.

Neben viel Geocaching (die Stadt ist ein echtes “Cachedorado”) haben wir auch Sightseeing betrieben und natürlich auch einige Veranstaltungen des Mittelalterspektakels besucht. Kommt mit auf die virtuelle Tour durch Rothenburg ob der Tauber!

 

 

Unsere Ankunft in Rothenburg ob der Tauber

saarzwerg hat für uns ein schönes Hotel mitten in der historischen Altstadt von Rothenburg ob der Tauber gebucht. Ein paar Tage vor unserer Anreise erfahren wir, dass dort ein großes Mittelalterfest namens “Der Meistertrunk” stattfinden wird und wir deshalb nicht in die Altstadt einfahren dürfen – wir sollen außerhalb parken. Als wir gegen Mittag dort ankommen, finden wir zum Glück einen der letzten freien Parkplätze vor der Stadtmauer, stellen unser Auto ab und rollen klackernd unsere Koffer über das Kopfsteinpflaster.

Am Tor der Stadtmauer erfahren wir, dass wir am kompletten Wochenende trotz unserer Hotelbuchung wegen des Festes Eintritt zahlen müssen. Was soll‘s, wir entscheiden uns für das große Drei-Tage-Ticket und können so auch an allen Freiluftveranstaltungen kostenlos teilnehmen. Nun werden wir eingelassen und laufen durch die kleinen Gassen von Rothenburg ob der Tauber.

Gleich der erste Eindruck begeistert mich – eine wirklich schöne Altstadt!

 

Unsere Hotel- und Restaurant-Empfehlung für Rothenburg ob der Tauber

Für diese beiden Übernachtungen hat uns saarzwerg das “Rothenburg Erlebnis-Schnuppertage zum Kennenlernen”-Arrangement im Hotel Reichs-Küchenmeister (Provisionslink) gebucht. Darin enthalten sind:

  • 2 x Übernachtung mit reichhaltigem Frühstücksbuffet
  • 1 x 4-Gang-Menü mit Aperitif
  • 1 x fränkisches 3-Gang-Menü
  • 1 x Eintritt Reichsstadtmuseum
  • 1 x Eintritt Kriminalmuseum
  • 1 x Stadtführung am Tage oder am Abend mit dem Rothenburger Nachtwächter

Bis auf die Kommunikationsprobleme zum Parkplatz und dem Mittelalterfest hat es uns im Hotel Reichs-Küchenmeister sehr gut gefallen. Die vorher reservierten Parkplätze wurden uns kostenlos storniert.

Das Essen hat uns gut gefallen und war bis auf das Dessert sehr abwechslungsreich und lecker. Das Frühstücksbuffet war ebenfalls sehr reichhaltig und lecker. Unser Zimmer wurden kostenlos aufgewertet und wir hatten daraus einen tollen Blick auf den Umzug, der am Sonntagmittag stattgefunden hat. Während die anderen Zuschauer im Regen stehen mussten, konnten wir uns den Umzug gemütlich aus den Fenstern unseres Hotelzimmers anschauen. Das Badezimmer war ebenfalls sehr geräumig und modern eingerichtet.

Wir haben auch die beiden Museen besucht und an der Nachtwächter-Führung teilgenommen. Doch dazu später mehr.

Dieses Hotel würden wir jederzeit wieder buchen – wir haben uns dort sehr wohlgefühlt und die Lage mitten in der Altstadt ist toll. Bis zum Rathausplatz sind es nur zwei Minuten zu Fuß!

 

Geocaching in Rothenburg ob der Tauber

Wenn Ihr Euch die interaktive Karte am Ende dieses Beitrages anschaut, werdet Ihr sehen, dass es innerhalb der historischen Altstadt von Rothenburg ob der Tauber viele Geocaches und Labcaches gibt. Dabei handelt es sich meist nicht um in die Gegend geworfene Petlinge oder Nanos, die an Schildern kleben, sondern um liebevoll gebastelte Dosen oder andere schöne Überraschungen. Insgesamt loggen wir während netto zwei ganzen Tagen in Rothenburg ob der Tauber 20 Labcaches, 9 Traditionals, 3 Mysterys, einen Multi und einen Earthcache.

Damit ich nicht zu viel spoilere, werde ich Euch nicht erzählen, um welche Caches es sich im Folgenden handelt – dennoch möchte ich Euch ein paar Bilder zeigen, die Euch einen Eindruck vermitteln sollen, was Euch dort erwartet.

Die Dosen sind zum Teil an echt schönen oder besonderen Orten versteckt und erfordern manchmal etwas Suche, um sich ins Logbuch eintragen zu können.

 

Eine erste Runde durch die Altstadt

Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, machen wir uns auf, um eine erste Runde durch die historische Altstadt zu laufen. Wir gehen zur nördlichen Stadtmauer.

Dort steigen wir über einen der kostenlosen Zugänge zur Mauer hinauf und laufen ein gutes Stück über die Mauer. Die Stadtmauer ist durchgehend auf zwei Seiten der Stadt begehbar und überdacht, was gerade bei schlechtem Wetter ein großer Vorteil ist.

Am Klingenturm verlassen wir den Weg über die Stadtmauer wieder.

Von dort laufen wir in einem Bogen in Richtung des Rathauses, wo gerade zwei Soldaten, die zum Mittelalterfest “Der Meistertrunk” gehören, sich am Unterhalten sind.

Als wir durch diesen langen Durchgang laufen, fällt uns eine Hinweistafel ins Auge: Hier scheint es ein Verlies zu geben, was man sich anschauen kann.

 

Besichtigung des Historien-Gewölbes mit Staatsverlies

Wir gehen in das kleine Museum hinein und stellen fest, dass es nicht zu unserem Arrangement gehört, weshalb wir an der Kasse den Eintritt entrichten.

Drinnen gehen wir zunächst nach rechts und steigen die enge Treppe in den Keller hinab. Hier unten werden uns einige Foltergeräte und Verliese zum Anschauen geboten.

Der Keller besteht aus wenigen Räumen, die wir uns schnell angeschaut haben. Alle sind liebevoll eingerichtet und vermitteln einen Eindruck, wie grausam das Mittelalter gewesen sein muss. Anschließend gehen wir wieder nach oben und schauen uns die Ausstellung im Erdgeschoss an. Hier gibt es zum Beispiel die Nachbildung des Labors von Andreas Libavius. Er gilt als früher Vertreter der Chemiatrie und Mitbegründer der modernen Chemie.

Eine gute halbe Stunde verbringen wir im Museum bevor wir unseren Rundgang durch die historische Altstadt von Rothenburg ob der Tauber wieder fortsetzen.

 

Durch den Burggarten

Unser nächstes Ziel ist der Burggarten, der im östlichen Teil der Altstadt vor der Stadtmauer auf einem kleinen Plateau liegt. Durch kleine, fachwerkgesäumte Gassen laufen wir dorthin.

Von der kleinen Mauer, die den Burggarten umgibt, haben wir eine tolle Sicht auf den südlichen Teil der Altstadt.

Im Burggarten haben einige der Teilnehmer des Mittelalterfestes “Der Meistertrunk” gerade ihr Feldlager aufgeschlagen.

Gleich daneben befindet sich die Blasiuskapelle, die im Jahr 1400 zum Sakralbau umfunktioniert wurde und heute eine Gedächtnisstätte für die Gefallenen der beiden Weltkriege ist.

Im Burggarten gibt es das LabAdventure Der Burggarten von Rothenburg ob der Tauber, den wir gut und schnell abschließen können. Auch die Fragen des Earthcaches Kalktuff in der alten Burg von Rothenburg o.d.T. beantworten wir.

 

Weiter in den südlichen Teil der Altstadt

Vom Burggarten schlendern wir durch die kleinen Gassen zunächst zum Kobolzeller Tor, wo wir den Tradi Nano am Tor loggen.

Nachdem das erfolgreich erledigt ist, steigen wir die Treppen zum Spitalviertel hinauf und laufen an der Stadtmauer entlang, wo wir immer wieder einen schönen Blick auf die mittelalterlichen Befestigungsanlagen haben.

Wir biegen in die Spitalgasse ein und sehen schon am Ende den großen Spitalturm, in dem sich einer der Zugänge zur Altstadt befindet.

Hinter dem Spitaltor beginnt die mächtige Spitalbastei, die wie eine Acht gebaut ist und den Zugang zur Stadt schützt.

Wir laufen einmal durch die Bastei und schauen uns den Eingang von draußen an. Es war damals sicher sehr furchteinflößend.

Danach gehen wir wieder in die Bastei zurück und nehmen die kleine Treppe, die ins Innere der Bastei führt.

An einigen Scharten stehen heute noch Kanonen.

Anschließend schlendern wir vom Spitaltor wieder durch das Spitalviertel zurück und suchen dabei noch ein paar Dosen und Labcaches.

Auch in diesem Bereich ist die Stadtmauer begehbar.

Überhaupt, mir gefällt diese Stadtmauer sehr gut und ich finde es toll, dass sie kostenlos besichtigt werden darf.

 

Weiter zum Heerlager mit der Feuershow

Durch die Hauptstraße laufen wir zurück zu unserem Hotel, wo wir uns mit einem mehrgängigen Abendessen verwöhnen lassen.

Gut gestärkt machen wir uns anschließend auf, das Heerlager und die Abendveranstaltung, die in unserem “Rothenburg-Eintritt” enthalten ist, zu besichtigen.

Sobald es dunkel geworden ist, beginnt eine spektakuläre Feuershow.

Hier zeigt uns die Künstlerin den Umgang mit ihrer brennenden Peitsche …

… und natürlich darf auch ein Feuerspucker nicht fehlen.

Die Show dauert eine knappe Stunde.

 

Durch die nächtliche Altstadt

Von Heerlager laufen wir in einem großen Bogen durch die beleuchtete Altstadt zurück.

Da es noch angenehm warm ist, ist in den Restaurants rund um den Rathausplatz noch Einiges los.

Wir gehen zurück ins Hotel.

 

Schlechtwetterprogramm

Am nächsten Morgen meint es der Wettergott leider nicht gut mit uns: Es regnet. Daher machen wir zunächst einen ausgedehnten Spaziergang über die Stadtmauer, die komplett überdacht ist.

So laufen wir trocken bis zum Spitaltor und packen dann den Schirm aus, um die Labs der Wildbad-Runde samt dem Tradi dort unten einzusammeln. Zum Abschluss des Vormittags schauen wir uns das wirklich sehr sehenswerte Kriminalmuseum an, dessen Eintrittspreis in unserem Arrangement enthalten ist. Danach gehen wir zurück ins Hotel, um uns aus unserem Fenster den großen Umzug des Meistertrunks anzuschauen. An der Stelle nochmal herzlichen Dank an unser Hotel für das Zimmer mit dieser tollen Aussicht.

Nach dem Umzug besuchen wir noch das Reichsstadtmuseum, welches ebenfalls in unserem Arrangement enthalten ist. Es befindet sich in einem ehemaligen Kloster und zeigt neben Waffen und Rüstungen auch Globen und ein wenig der mittelalterlichen Klosterausstattung. Auch dieses Museum finden wir sehr informativ und sehenswert!

 

Hoch hinaus

Am späten Nachmittag zieht es uns wieder zur Stadtmauer. Auf der Suche nach einer Dose bekommen wir auch einen Blick auf das Heerlager von oben.

Beim Röderturm finden wir ein Schild, welches darauf hinweist, dass der Turm heute gegen eine kleine Gebühr von nur 2 € pro Person bestiegen werden kann. Wir nutzen die Gelegenheit, steigen die vielen Treppen hinauf, entrichten dort die Gebühr und schauen aus den offenen Fenstern: Wow – was ein Ausblick!

Danach wird es Zeit für unser Abendessen im Hotel.

 

Nachtwächterführung und Nachtcache

Nach dem Abendessen machen wir uns wieder auf zum Rathausplatz, wo die Nachtwächterführung beginnen soll. Da wir noch etwas Zeit bis dahin haben, laufe ich schnell zum Plönlein hinunter, in der Hoffnung mal ein Bild ohne Touristen machen zu können. Selbst um diese Zeit gelingt mir das nicht.

Dann beginnt die Führung, die uns das nächtliche und beleuchtete Rothenburg ob der Tauber zeigt und dabei allerlei Interessantes aus der damaligen Zeit vermittelt. Dabei kommen wir auch wieder zum Burggarten mit dem mächtigen Burgtor.

Nach der Führung spielen wir den Multi Rothenburg im Dunkel der Nacht (NC), den ich mir unbedingt anschauen will. Einen Nachtcache mitten in der Altstadt finde ich sehr interessant. Die Reflektorstrecke führt uns durch kleine Gassen aus der Stadt hinaus und später wieder hinein.

Die Strecke ist gut gewählt, jedoch sollten meiner Meinung nach an einigen Stellen die fehlenden Reflektoren ersetzt werden. Mit etwas Logik konnten wir uns über diese Stellen retten und uns am Ende ins Logbuch eintragen. Der Nachtcache hat uns ausgesprochen gut gefallen!

 

Interaktive Karte von unserem Besuch

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching- und Sightseeing-Tour durch die historische Altstadt von Rothenburg ob der Tauber sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Die Geocaches und LabAdventures, die wir dort gesucht haben, sind ebenfalls auf der Karte eingezeichnet. Ein Klick auf das Cachesymbol öffnet ein kleines Fenster mit weiteren Informationen. Falls in der Beschreibung eines Markers unten links drei Punkte angezeigt werden, so ist das ein Link zu weiterführenden Informationen. Bitte beachtet, dass alle Links zu Unterkünften und Hotels Provisionslinks sind.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch dieser Reisebericht über unseren Besuch in der historischen Altstadt von Rothenburg ob der Tauber gefallen? Seid Ihr selbst schon dort unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese schöne Altstadt oder die angrenzende Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

4 Kommentare:

  1. Wie im Mittelalter mußtest auch Du Wegzoll entrichten ;-)

  2. Und? Auch Guybrush Threepwood getroffen? Der soll ja nach Monkey / Melee Island zurückgekehrt sein… (Anspielung auf das erste Foto)

  3. Wow – danke für den ausführlichen Bericht. Mit Sohnemann hat es vor ein paar Wochen nur für einen Cappucchino in der Stadt gereicht, aber allein der Weg dorthin war toll. Dein Bericht macht Lust auf mehr!

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