Geocaching & Wandern: Rund um den Carolafelsen

Im Mai 2016 verbrachten saarzwerg und ich ein paar Tage in Dresden und wollten natürlich auch dem Elbsandsteingebirge einen Besuch abstatten: Dazu suchten wir uns eine Wanderung zu einem der schönsten Aussichtsfelsen in der Region heraus, dem Carolafelsen.

Auf unserer Wanderung haben wir den ersten Kontakt zu leichten Stiegen, tollen Felsen und grandiosen Aussichten. Ein paar Geocaches liegen auch auf dem Weg. Kommt mit auf eine abenteuerliche Wanderung durch die Sächsische Schweiz …

 

 

Unsere Vorbereitung

Da wir vorher noch nie in der Sächsischen Schweiz gewesen waren, kauften wir uns in der Vorbereitung der Tour den Kompass Wanderführer „Sächsische Schweiz Elbsandsteingebirge“ (Provisionslink). Darin hat uns die Tour 37 „Beuthenfall – Schrammsteine, durch die Affensteine“ neugierig gemacht. Aus dem Wanderführer erfahre ich, dass die Strecke 11 Kilometer lang ist und dabei 333 Höhenmeter überwindet. Sie ist mit dreieinhalb Stunden angegeben.

Da wir unterwegs noch einen Earthcache mitnehmen wollen, habe ich sie etwas abgewandelt. Sie wurde dadurch einen guten Kilometer kürzer.

 

Wir starten am Beuthenfall

Nach dem Frühstück fahren wir an unserem Hotel in Dresden los und erreichen den Wanderparkplatz am Beuthenfall um halb elf Uhr. Dort ergattern wir einen der letzten freien Parkplätze. Gerade als wir unser Auto abstellen, fährt die historische Straßenbahn der Kirnitzschtalbahn vorbei.

Diese Straßenbahn verkehrt hier seit 1898. Sie fährt von Bad Schandau durch das Kirnitzschtal bis zum Wasserfall Lichtenhain und dient touristischen Zwecken.

Allmählich füllen sich die letzten leeren Stellplätze.

Dieser Wanderparkplatz scheint sehr beliebt zu sein und Ihr solltet also nicht zu spät hier ankommen um nicht das Nachsehen zu haben.

 

Unterwegs zum Bloßstock

Wir schultern unsere Rucksäcke und folgen der Beschilderung zum Fuß des Bloßstocks.

Nach etwa zwanzig Minuten gemütlichen Wanderns taucht der Bloßstock vor uns im Wald auf. Seine Vorderseite ragt fast senkrecht in die Höhe.

Um zu seinem Fuß zu gelangen, steigen wir die erste von vielen Treppen an diesem Tag hinauf.

Oben angekommen stehen wir vor einer hohen und fast glatten Wand.

Bei genauem Hinschauen entdecke ich einen Sicherungshaken in der Wand. Dabei dachte ich immer, dass im Elbsandsteingebirge ohne Sicherungsmittel aus Metall geklettert werden muss?

Hier teilt sich der Weg. Nach rechts geht es zur Häntzschelstiege, einem Klettersteig. Wir entscheiden uns jedoch für den normalen Wanderweg und folgen nun weiter dem Weg nach links um den Bloßstock herum. Dabei geht es immer mal wieder aufwärts.

Die Wände dieses Felsmassives sind schon beeindruckend: Sie strecken sich fast senkrecht in die Höhe.

Ich mache noch unzählige Fotos, bevor sich unser Weg von der Felswand entfernt.

 

Über den Königsweg hinauf zur Friensteinflössel

Wir wandern leicht aufsteigend durch einen schönen Nadelwald. Als wir eine Lichtung passieren, sehen wir, dass wir auf einen großen Felsen zulaufen.

Kurze Zeit später können wir über die Baumkronen hinweg etwas in die Ferne blicken. Es ist echt toll, wie viele Felsen hier auf engstem Raum zusammenstehen.

Um 11:30 Uhr kommen wir zu einer Abzweigung mit einer langen Stiege. Mein GPS-Gerät zeigt mir an, dass es jetzt hier hinauf geht. Das ist der Weg, den unser Kompass Wanderführer vorschlägt. Also, auf geht’s!

So eine Stiege hat auch ihre Vorteile: Innerhalb kürzester Zeit gewinnen wir hier an Höhe. In engen Serpentinen führen die Stufen nach oben. Dieser Weg ist mit T1 (leicht) bewertet.

Als technisch schwierig empfinde ich diesen Weg nicht, dennoch ist er anstrengend und gibt an einigen Stellen auch Blicke in die Tiefe frei. Auch hier solltet ihr keine Probleme mit der Höhe haben.

Durch eine sehr zerklüftete Felsenlandschaft steigen wir kontinuierlich nach oben.

Und je höher wir kommen, um so besser werden die Ausblicke. An dieser Stelle können wir schon recht weit in die Ferne schauen.

Allmählich wird unser Wanderpfad flacher und nach einer weiteren Kurve kommen wir so gegen 12:15 Uhr zum Friensteinflössel, einer eingefassten Quelle. Bei diesem Aufstieg haben wir knapp 100 Höhenmeter überwunden.

Leider habe ich die Tour nicht gut genug vorbereitet. Jetzt, wo ich fünf Jahre später diesen Reisebericht schreibe, fällt mir auf, dass wir ein auf der Strecke liegendes Highlight gar nicht besucht haben. Hier in der Nähe vom Friensteinflössel müsste ein kleiner Wanderpfad zur Idagrotte abzweigen. Wenn ich mir die im Internet verfügbaren Bilder anschaue, bin ich echt traurig, dass wir diesen Abstecher nicht mitgenommen haben. Dort erwartet Euch dazu noch ein Earthcache: „Die Friensteinhöhle (Idagrotte)„. Im Wanderführer und im Listing steht, dass ihr für den Besuch der Idagrotte auf jeden Fall trittsicher und schwindelfrei sein müsst!

 

Über den Reitweg zum Carolafelsen

Wir wandern weiter über den markierten Weg und biegen anschließend nach rechts in den Reitweg ein. Um 12:25 Uhr erreichen wir einen tollen Aussichtspunkt. Auf der linken Seite des Weges bietet sich uns ein Felsenpanorama ohne Gleichen.

Vorsichtig laufen wir über die glatten Felsen nach vorne an die Kante. Hier geht’s echt tief runter! Vor uns ragen senkrechte Felswände in die Höhe. Ich nehme an, dass es sich dabei um die im Wanderführer beschriebenen Wenzelwände handelt.

Hier gönnen wir uns einige Zeit, um die Aussicht zu genießen und viele Fotos zu machen.

Anschließend folgen wir weiter dem Reitweg in Richtung des Carolafelsens.

 

Auf dem Carolafelsen

Da wir uns auf einem Plateau befinden, wandern wir ohne größere Höhenunterschiede weiter. Dann kommen wir zu einer Abzweigung, wo der Weg zum Carolafelsen vom Reitweg nach rechts abzweigt. Schon zehn Minuten später erreichen wir den Aussichtspunkt am Carolafelsen. Auch hier ist Vorsicht geboten, da es keinerlei Geländer oder Absperrungen gibt.

Inzwischen ist es schon Viertel nach Ein Uhr und es wird Zeit für unser Mittagspicknick. Wir laufen über eine zerklüftete Felsplatte und suchen uns einen schönen Platz mit Aussicht zum Hinsetzen.

Wir sind heute nicht die Einzigen hier – der Aussichtspunkt ist recht voll. Das war aber auch zu erwarten, da der Carolafelsen zu den beliebtesten Wanderzielen in der Sächsischen Schweiz gehört.

Die Aussicht von hier oben ist einfach unbeschreiblich. Leider wird das Wetter allmählich schlechter und der Himmel verdunkelt sich. Ich erwarte einen kräftigen Regenschauer.

Aber noch möchte ich den Carolafelsen nicht verlassen. Auf meinem GPS wird hier in der Nähe ein Geocache angezeigt.

Ich suche den Tradi Carolafelsen. Trotz Spoilerbild habe ich so meine Mühe. Ich klettere etwas ab und schaue zwischen den Felsbrocken. Nach einiger Zeit der Suche kann ich die Dose dann endlich finden.

 

Weiter über die obere Affensteinpromenade

Wir laufen zurück bis zur letzten Abzweigung am Reitweg und biegen dann in die obere Affensteinpromenade ein, der wir immer weiter folgen. Kurze Zeit später verlasse ich die Route meines Wanderführers und bleibe weiter auf der Affensteinpromenade, da ich noch an zwei Geocaches vorbeiwandern will. Wir wandern weiter durch einen schönen Nadelwald.

Nach einer großen Kurve taucht vor uns eine riesige Buche mit einem sehr großen Wurzelkranz auf. Dahinter erkenne ich hinter den Blättern ein Felsentor. Da piepst auch schon mein GPS-Gerät.

Wir haben den Earthcache Das Tor unter der Buche erreicht. Wir beantworten die Fragen und machen noch schnell ein Handy-Selfie von uns. Dann folgen wir dem Weg um das Felsentor herum. Von der anderen Seite ist es auch viel besser zu sehen.

Danach wandern wir wieder weiter. Der Weg ist leicht absteigend. Wir scheinen uns dem vorderen Rand dieses Plateaus zu nähern, da wir nun auch immer mal wieder eine schöne Aussicht haben.

Dann piepst mein GPS schon wieder – nun befinden wir uns in der unmittelbaren Nähe des Tradis Allgipfelparty. Diesen können wir (auch ohne Spoilerbild) recht gut finden.

 

Über die kleine Domstiege nach unten

Nun verlassen wir das Plateau und steigen wieder nach unten: Wir verlassen die obere Affensteinpromenade und biegen in die kleine Domstiege ein, welche mit T2 (leicht) bewertet ist. Über Stege und Treppen geht’s nach unten. Gegen 14:20 Uhr beginnen wir den Abstieg.

Dabei haben wir immer mal wieder eine schöne Aussicht auf die umliegenden Felsen.

Unterwegs tauchen ein paar interessante Felsformationen am Wegesrand auch. Der beeindruckende Felsen im Vordergrund sollte der Domwächter sein.

Die Holzleitern sind zwar nicht schwer – bei feuchtem Wetter ist aber trotzdem Vorsicht geboten.

Langsam kommen wir tiefer und können talauswärts in die Ferne schauen.

Dort ragt ein freistehender Felsturm in den Himmel. Soweit ich im Internet recherchieren konnte, müsste das der Falkenstein sein.

Wir wandern weiter und passieren eine Felswand.

Über viele Stufen geht es immer weiter nach unten zum Talgrund.

Unten angekommen wandern wir über den Sandlochweg talauswärts …

… und haben dabei immer einen Blick auf die beeindruckenden Felsen rechts und links des Weges.

 

Über den Zeughausweg zurück nach Beuthenfall

Inzwischen ist es schon kurz nach 15 Uhr. An der nächsten größeren Kreuzung biegen wir nach rechts in den Zeughausweg ein. Dieser breite Forstweg dient auch als ausgeschilderte Radroute durch den Nationalpark.

Wir folgen dem Zeughausweg bis zum Bloßstock, den wir schon nach gut zehn Minuten erreichen.

Von dort ist es dann nicht mehr weit bis zum Parkplatz am Beuthenfall. Da es noch früh am Tag ist, halten wir auf dem Rückweg zu unserem Hotel in Dresden noch in Pirna, wo wir die Zeit zum Abendessen mit etwas Geocaching überbrücken.

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den Verlauf unserer Wanderung rund um den Carolafelsen und natürlich hin zu diesem besonderen Aussichtspunkt sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen.

** ** ** ** **

Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Elbsandsteingebirge unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

 Facebooktwitterpinterest

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.