Geoaching & Sightseeing in Zadar und im Nationalpark Paklenica

Im ersten Teil meiner Artikelserie über unsere Balkan-Rundreise berichte ich Euch von Zadar, wo wir einen halben Tag und zwei Abende und Nächte verbracht haben – natürlich mit Geocaching und Sightseeing – und von unserem Abstecher in den Paklenica-Nationalpark und der Wanderung dort.

Kommt mit auf diese virtuelle Reise nach Kroatien …

 

 

Zadar

Vom Flughafen bis in die Stadt ist es mit dem Mietwagen eine halbe Stunde. Bei der Einfahrt in die Stadt halten wir am ersten Supermarkt und kaufen viel Wasser und ein Picknick für unsere geplante Wanderung am folgenden Tag ein. Nach dem Einchecken in unserem „Hotel“ machen wir uns am frühen Nachmittag auf, die Stadt kennenzulernen …

 

Rund um die Kathedrale

Unser Hotel liegt unmittelbar im historischen Zentrum von Zadar. Rechts und links der Fußgängerzone versuchen Händler Ihre „Touristenutensilien“ an die Frau oder den Mann zu bringen.

Im historischen Zentrum von Zadar liegen drei Kirchen recht dicht beieinander. Die meiner Meinung nach schönste ist die römisch-katholische Kirche des Heiligen Donatus aus dem neunten Jahrhundert. Sie gilt laut Wikipedia als das besterhaltene kroatische Baudenkmal aus alt-christlicher Zeit. Auf dem Platz davor stehen die Reste alter Säulen.

An der Kirche befindet sich der Earthcache „Limestone of St. Donatus„, dessen Fragen wir beantworten. Davor schießen wir ein Beweis-Selfie! Als wir um die Kirche herumlaufen, fällt uns dieses Schild ins Auge: der Kirchturm kann (gegen eine kleine Gebühr) bestiegen werden.

Nach dem Bezahlen steigen wir eine schmale Treppe hinauf. Über mehrere Etagen geht es unaufhörlich nach oben. Wir kommen ganz dicht an den Glocken vorbei. ich hoffe, dass sie nicht gerade in diesem Moment anfangen zu läuten.

Oben angekommen, steige ich durch eine kleine Luke auf einen Rundgang, der um die Turmspitze führt. Von dort oben habe ich einen tollen Ausblick über die Altstadt.

Zum Glück ist kaum jemand hier oben. Der Rundgang ist so eng, dass es wohl nicht einfach wäre, an jemanden vorbei zu gehen. Eine knappe halbe Stunde verbringen wir auf dem Tour und schauen uns in allen Richtungen um: Die Altstadt ist auf drei Seiten von Wasser umgeben.

 

Durch die Altstadt

Um nicht einfach ziellos durch die Altstadt zu laufen, haben wir uns einen Multi-Cache herausgesucht, der uns laut Beschreibung durch den kompletten historischen Stadtkern führt. Wir beginnen den „Zadar sightseeing“ und laufen durch die engen Gassen der Fußgängerzone …

… zum Startpunkt am Marktplatz, wo wir das Gebäude suchen, um die sich die erste Frage dreht.

Gleich gegenüber dieses Platzes steht ein schöner Uhrenturm – der muss es sein … und wir haben den ersten Buchstaben zur Berechnung des Finals bestimmt.

Viele weitere werden bei diesem Rundgang noch folgen. Dieser Multi hat insgesamt zehn Stationen und das Final. Wir spazieren weiter durch die Fußgängerzone und kommen zum Eingang der Kathedrale, dessen Turm wir ja schon bestiegen haben. Auch davor ist ein schöner Platz, der teilweise von den angrenzenden Restaurants vereinnahmt wurde.

Der Multi führt uns weiter durch die Altstadt. Im Park einer weiteren Kirche ist die nächste Frage zu beantworten. In der Altstadt von Zadar gibt es sehr viele Kirchen …

Wer erreichen das nördliche Ende der Altstadt. Dort ist der Hafen für die großen Kreuzfahrtschiffe. Während unseres Aufenthaltes kommt zum Glück keines an – denn sonst wäre die kleine Altstadt von Zadar sicher aus allen Nähten geplatzt. Am Hafen laufen wir nach Westen in Richtung des Tradis „Zadar Sea Organ„, den ich recht schnell finden kann.

Beim Schreiben ins Logbuch höre ich sonderbare Geräusche, die ich nicht wirklich zuordnen kann …

 

Entlang der Uferpromenade

Wir spazieren zur Uferpromenade und kommen dort zu zwei Metalltafeln im Boden, die uns auf die Meeres-Orgel von Zadar hinweisen. Von ihr stammen die „Töne“ …

Dort lösen wir den gleichnamigen Earthcache „Waving a hello at Zadar Sea Organ (Morske orgulje)„, der sich ebenfalls mit der Orgel befasst. In die Promenade sind Röhren verbaut, in die Meerwasser ein- und ausläuft und so eine Luftbewegung erzeugt, die in den Orgelpfeifen zu Tönen wird. Eine schöne Idee, wenn auch nicht sehr „melodisch“. Wir spazieren an der Promenade nach Süden …

… und kommen wieder am Eingang zur Fußgängerzone vorbei, die wir links liegen lassen.

An einem ehemaligen Hotel suchen wir den Tradi „Waterfront Zadar„, den wir nach etwas Suchen finden können. Kaum sind wir fertig kommt ein Pärchen, welches recht auffällig an der falschen Stelle sucht. Wir geben einen Tipp und spazieren weiter bis zum südlichen Ende der Uferpromenade.

 

Am Stadttor

Wir laufen an der hohen Stadtmauer entlang. Davor befindet sich der alte Hafen von Zadar.

Wir folgen der Stadtmauer und kommen zum Haupttor der Stadt. Es ist recht pompös und noch gut erhalten. In der Mitte thront über dem Eingang der venezianische Löwe.

Gleich hinter dem Tor biegen wir nach rechts ab und kommen zu einem großen Platz. Auch dort beantworten wir eine Frage für unseren Multicache.

 

Pause an der Bastion

Nach der Beantwortung der Frage wollen wir uns eine Bastion der Stadtmauer genauer anschauen. Auf der Bastion ist heute ein Park.

In diesem Park liegt der Tradi „Zadar´s first“ aus dem Jahr 2011. Bei Split liegt der älteste Cache von Kroatien aus dem Jahr 2001. So hat es scheinbar noch zehn Jahre gedauert, bei Zadar auch einen Geocache bekommen hat?!

Im Park müssen wir etwas suchen und auf die Muggels aufpassen. Trotz Spoilerbild tun wir uns etwas schwer. Nach einer guten viertel Stunde stehen wir endlich im Logbuch. Als wir vom Cache nach unten schauen, fällt uns diese Lounge ins Auge: der ideale Ort um Pause zu machen!

Inzwischen ist es recht heiß geworden – wir haben gefühlt mehr als 30°. Da läuft das Bier im „Ledana Lounge Bar and Club“ besonders gut!

 

Durch die Altstadt zurück

Nach einer knappen Stunde chillen setzen wir unseren Weg durch die historische Altstadt von Zadar fort. Durch Enge Gassen spazieren wir in Richtung Nordosten.

Wir erreichen die Stadtmauer. Von dort oben habe ich eienn schönen Blick auf die Brücke, die die Altstadt mit den neueren Stadtteilen verbindet. Auf der Brücke liegt der Tradi „City bridge Zadar„, den wir schnell loggen. Das größte Problem ist dabei ungesehen zuzugreifen.

Nun geht es noch einmal auf die Stadtmauer zur letzten Frage unseres Multis und schon können wir die Finalkoordinaten berechnen, die ebenfalls auf der Stadtmauer liegen.

Wir haben richtig gerechnet und so tragen wir uns zum Abschluss des Tages ins Logbuch ein und haben damit alle Geocaches, die in der historischen Altstadt gelistet sind, gefunden.

 

Zadar bei Nacht

Langsam wird es Zeit für das Abendessen in einem gemütlichen Restaurant. Am ersten Abend landen wir dabei einen Glückstreffer. Wo wir waren, könnt Ihr im nächsten Absatz im Hotel- und Restaurant-Tipp nachlesen.

Nach dem Essen spazieren wir noch einmal gemütlich durch die Altstadt, die inzwischen schön beleuchtet ist.

Wenn Ihr Zeit habt, sollte Ihr am Abend unbedingt zur Meeresorgel am nordwestlichen Ende der Altstadt laufen. Dort findet Ihr neben der Orgel dieses toll illuminierte Kunstwerk:

Modernes Kunstwerk zu Ehren der Sonne, bestehend aus Solarkollektoren mit bunten nächtlichen Lichteffekten.

 

Hotel & Restaurant-Tipp

Für die beiden Nächte in Zadar buchen wir uns Zimmer im 3-Sterne Hotel „Bed and Breakfast Four Rooms“ (Provisionslink), was eine traumhafte Lage mitten in der historischen Altstadt mit Meerblick hat. Das Hotel hat keine Rezeption – bei Ankunft bekommen wir unsere Zimmerschlüssel von der netten Dame, die sich um alles kümmert. Bei Ihr bezahlen wir auch gleich und brauchen so nicht mehr auszuchecken – wir lassen die Schlüssel einfach im Zimmer liegen.

Die Zimmer sind modern und geräumig. Das Wlan funktioniert überwiegend gut. Unseren Mietwagen stellen wir auf den großen öffentlichen Parkplatz gleich nebenan. Das Frühstück gibt es im Restaurant eine Tür weiter. Dort sitzen wir jeden Morgen auf der Terrasse direkt an der Uferpromenade. Das Hotel ist günstig und gut und ich kann es Euch empfehlen.

Für unser erstes gemütliches Abendessen in der historischen Altstadt haben wir uns das „Teatro Konoba“ ausgesucht und essen verschiedene Drei-Gänge-Menüs, die alle echt lecker und noch günstig waren.

Am zweiten Abend haben wir das „Restaurant Groppo“ an Hand der ausgehängten Karte ausgewählt. Leider hat uns der Kellner gesagt, dass die Karte noch aus dem letzten Jahr stamme und daher etwas die Hälfte aller Speisen nicht verfügbar sei. An der Stelle wären wir besser gegangen, haben aber doch bestellt. Das Essen war OK, der Preis etwas gehobener …

 

Paklenica Nationalpark

Morgens fahren wir gemütlich nach dem Frühstück am Meer los Richtung Nationalpark. Von Zadar bis zum Eingang benötigen wir eine gute Stunde. Am Kassenhäuschen müssen wir kurz parken um die Eintrittskarten zu kaufen. Pro Erwachsener kostet uns das 60 Kuna, also weniger als 10€. Pro Auto kommen dann noch 10 Kuna „Parkgebühr“ dazu. Anschließend dürfen wir in die Schlucht einfahren bis zum letzten freien Parkplatz, der uns von einem Parkranger gezeigt wird.

Dort packen wir unsere Rucksäcke und wandern los. Wir haben uns vorher eine Rundwanderung von ca. 12 Kilometer ausgesucht. Es geht gemütlich durch einen schattigen Wald parallel zur Straße.

Kurz vor dem Ende der Straße erreichen wir diese über eine Brücke.

Dann geht es es durch die engste Stelle der Schlucht, wo schon keine Autos mehr fahren dürfen, als uns dieser „Gepäcktransporter“ entgegenkommt. Ich nehme an, dass damit eine Berghütte am Ende des Tals versorgt wird.

Langsam wird es steiler. Obwohl der Weg noch aus altem Pflaster besteht, werden ab hier stabile Bergschuhe empfohlen!

Im Berg ist ein altes Hohlgangsystem, welches zu einer Gedenkstätte und einem Biergarten umgebaut wurde. Hier gibt es auch die letzten sanitären Anlagen auf der Tour.

Leider ist es schon wieder sehr heiß geworden. In der Sonne dürften das so um die 35° sein. Laut unserem Track müssten wir hier den Bach queren.

Es gibt ein Schild, welches den Weg zeigt. Leider ist der Bach zu hoch und wir schaffen es nicht ihn zu passieren.

Laut der Karte gibt es einen zweiten Weg, welcher aber fünf Kilometer Umweg bedeutet. Was soll’s – wir kommen an einer Quelle vorbei. Ein Schild sagt, dass es Trinkwasser sei – wir kühlen uns ab, was dringend nötig ist!

Dann nehmen wir den Aufstieg in Angriff. So etwas 500 Höhenmeter liegen vor uns: zunächst schattig und dann in der Sonne. Da wir bei der Affenhitze nur sehr langsam vorankommen, machen wir nach 400 Höhenmetern die Mittagspause mit dem Picknick. Die Aussicht ist grandios. Hier wurden die Winnetou-Filme gedreht. Den älteren von Euch sagt das vielleicht noch etwas?

Da es immer noch wärmer wird, beschließen wir nach der ausgedehnten Mittagspause die Tour abzubrechen und den gleichen Weg zurückzulaufen. An einem Bach hängen wir die Füße ins Wasser. Eine gelungene Abkühlung. Dann erreichen wir den Biergarten, wo wir die nächste ausgedehnte Pause bei einem kühlen Radler einlegen. So geht der Tag auch vorbei!

Da wir an diesem Tag noch keinen Geocache suchen konnten – alle geplanten Dosen liegen auf dem zweiten Teil der Tour – schauen wir jetzt was noch machbar ist. Bei der Ausfahrt aus der Schlucht ist noch eine Dose an einer alten Mühle. Wir halten kurz und loggen den Tradi „FalconCieszkow 3“ .

Kurz nach der Ausfahrt aus dem Nationalpark an einem kleinen urigen Restaurant suchen und finden wir noch den Tradi „Starigrad Paklenica – Old tree“ und einen weiteren bei der Ausfahrt aus dem Ort: „Starigrad Paklenica – Eastern entrance“ . Damit geht ein schöner Wandertag – wenn auch nicht wie geplant – zu Ende.

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Dieser Blogbeitrag ist Teil einer Artikelserie über unsere Mietwagen-Rundreise durch drei Länder auf dem Balkan: Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro. Den Übersichtsartikel mit den Links zu den anderen Beiträgen findet Ihr unter „Geoaching & Sightseeing auf dem Balkan: Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro“ .

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Wie hat Euch unser Besuch in Zadar und im Paklenica-Nationalpark gefallen? Wäre das auch etwas für Euch? Welche Caches oder welche Sightseeing-Spots hätten wir noch besuchen sollen? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag.

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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