Entdecke bei einem faszinierenden Wochenendtrip Deutschlands älteste Stadt und tauche ein in 2000 Jahre Geschichte – von beeindruckenden römischen Monumenten wie der Porta Nigra und den Kaiserthermen bis zu einem stimmungsvollen geführten Rundgang durch das winterliche Trier.
Erlebe, wie antike Ingenieurskunst auf moderne Multimedia-Shows trifft, während du die UNESCO-Welterbestätten erkundest und dabei sogar noch spannende Geocaches findest!
Inhaltsverzeichnis
Lab- und Geocaching in Trier
Obwohl Trier vom Saarland aus nur einen Katzensprung entfernt ist – gerade mal eine Stunde mit dem Auto oder entspannte zwei Stunden mit der Bahn – zieht es mich immer mal wieder dorthin. Die älteste Stadt Deutschlands ist für mich mittlerweile ein echtes Lieblingsziel geworden.
Bei meinen bisherigen Besuchen stand die Stadt natürlich unter intensiver Geocaching-Beobachtung: Knapp 100 Funde konnte ich im Stadtgebiet bereits verbuchen, von kniffligen Tradis bis hin zu abwechslungsreichen Lab-Adventures.
Mein persönlicher Geheimtipp für euch: Wenn ihr euch die historische Altstadt nicht einfach nur anschauen, sondern sie spielerisch entdecken wollt, solltet ihr unbedingt den Wherigo „Linus, der kleine Römer – Stadtführung“ laden.
Daher sind für diesen Besuch nur noch wenige Lab- und Geocaches übrig geblieben. Insgesamt fünf lagen unmittelbar auf meinem Weg durch die Stadt. Ich habe sie euch weiter unten in der interaktiven Karte eingezeichnet.
Meine Übernachtungsempfehlung für Trier
Als „Basis“ für meine Stadtrundgänge habe ich mir die Jugendherberge in Trier ausgesucht. Sie liegt in der Nähe der Altstadt unmittelbar am Moselufer und verfügt über einen großen Parkplatz, auf dem ich mein Auto für eine kleine Gebühr parken darf. Während meines Aufenthalts in Trier benötige ich mein Auto nicht mehr, da ich alles entweder zu Fuß oder mit dem ÖPNV machen kann.
Wegen des günstigen Hammerpreises, welcher noch bis Mitte März gilt, entscheide ich mich für Vollpension.
Mein Zimmer ist recht geräumig. Es verfügt über ein eigenes, recht modernes Bad mit Dusche und WC.
Das Frühstück und Abendessen wird in Buffetform angeboten. Meine Mittagessen tausche ich in Lunchpakete, die ich mit Brötchen vom Frühstücksbuffet, die ich mir selbst belegen kann, füllen darf. Das Essen ist recht gut und für diesen günstigen Preis in dieser Qualität sonstwo in Trier sicherlich nicht zu bekommen.
Der Weihnachtsmarkt in Trier
Nachdem ich in der Jugendherberge eingecheckt habe, mache mich am frühen Nachmittag auf, den bekannten Weihnachtsmarkt in der Altstadt zu besuchen. Unmittelbar vor der Jugendherberge fährt der Bus ab, den ich mit meinem Deutschlandticket kostenlos nutzen kann. Ein Blick auf den Fahrplan zeigt mir jedoch, dass diese Haltestelle nur während der Woche und auch nur bis zum frühen Abend angefahren wird, was ich für die Jugendherberge echt schade finde.
Unmittelbar an der Porta Nigra verlasse ich den Bus und schlendere in Richtung Hauptmarkt.
Auf dem mittelalterlichen Hauptmarkt genieße ich das trubelige Markttreiben inmitten historischer Fachwerkkulissen, während der angrenzende Domfreihof vor der imposanten Fassade des Doms eine fast feierliche und weitläufigere Atmosphäre bietet. Zwischen nostalgischen Karussells und regionalem Winzerglühwein verschmelzen hier Geschichte und Adventszauber zu einem der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands.
Am Dom biege ich in eine Seitengasse ein und suche dort den Tradi Sieh Dich um, den ich recht schnell loggen kann. Anschließend fahre ich zur Jugendherberge zurück, wo das Abendessen auf mich wartet. Danach mache ich mich ein zweites Mal auf zum Weihnachtsmarkt in der Altstadt. Dieses Mal muss ich jedoch etwas weiter laufen, da um diese Zeit nur noch die Haltestelle „St.-Mergener-Straße“ angefahren wird, die knapp 600 Meter entfernt liegt.
Am Hauptmarkt suche ich mir einen Verkaufsstand mit Winzerglühwein.
Anschließend schlendere ich noch durch die schön beleuchtete Fleischstraße zum Kornmarkt, wo eine Eislauffläche aufgebaut wurde. Nach einem leckeren Crêpe mache ich mich dann wieder auf zur Bushaltestelle und fahre zurück zur Jugendherberge.
Besuch der antiken Stätten in Trier
Zur Vorbereitung auf diese Tour habe ich mich an die Trier Tourismus und Marketing GmbH gewandt und um Eintrittskarten für die antiken Stätten gebeten. Ich habe mich sehr gefreut, dass meinem Wunsch entsprochen wurde. Ich durfte eine spezielle Variante der AntikenCard Premium sowie ein Ticket für den geführten Rundgang „Winterliches Trier“ entgegennehmen. Dafür möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bedanken – das hat meine Vorfreude auf die Reise wirklich gesteigert.
Jede antike Stätte (Kaiserthermen, Amphitheater, Thermen am Viehmarkt und Porta Nigra) kostet für Erwachsene 6 € Eintritt und das Rheinische Landesmuseum 10 €. Sobald ihr euch das Museum und zwei oder vier antike Stätten anschauen möchtet, lohnt sich eine AntikenCard.
Nach dem Frühstück breche ich an der Jugendherberge auf, um die antiken Stätten zu erkunden. Dafür laufe ich zunächst über den Mosel-Radweg flussaufwärts.
Unterwegs komme ich an einem historischen Kran vorbei.
Die Römerbrücke
Nach einem Spaziergang von gut zwei Kilometern entlang der Mosel erreiche ich die Römerbrücke.
Die Trierer Römerbrücke ist der älteste Brückenbau Deutschlands. Ihre massiven Steinpfeiler wurden bereits im 2. Jahrhundert nach Christus errichtet und tragen bis heute den Verkehr über die Mosel. Als Teil des UNESCO-Welterbes ist sie ein faszinierendes Zeugnis römischer Ingenieurskunst, das seit fast 2.000 Jahren Bestand hat. Ein kleines Denkmal befindet sich auf der Brücke.
An diesem Denkmal und gleich gegenüber am Kreuz kann ich zwei Labcaches spielen und erfolgreich abschließen.
Die Kaiserthermen
Anschließend verlasse ich die Mosel und laufe stadteinwärts zu den Kaiserthermen. Die im 4. Jahrhundert als monumentale Palastthermen für Kaiser Konstantin begonnene Anlage beeindruckt noch heute durch ihre gewaltigen oberirdischen Mauerreste und das weit verzweigte System unterirdischer Gänge. Obwohl sie nie vollendet und später zur Reiterkaserne umgebaut wurden, zählen sie als eine der größten römischen Badeanlagen ihrer Zeit zum stolzen UNESCO-Welterbe von Trier.
Da es gerade zu regnen beginnt, bin ich froh, mich in der Unterwelt der Kaiserthermen umschauen zu dürfen.
An der Seite eines Raumes kann ich sogar noch die Fußbodenheizung erkennen, die von den Römern entwickelt wurde.
Bevor ich diese antike Stätte wieder verlasse, fahre ich noch kurz mit dem Fahrstuhl auf den Aussichtsturm hinauf und schaue mir das Gelände von oben an.
Das Amphitheater
Von den Kaiserthermen sind es etwa 800 Meter zu Fuß zum Amphitheater. Das im 2. Jahrhundert errichtete Amphitheater bot einst bis zu 18.000 Zuschauern Platz für blutige Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen, wobei sogar die Arena unterkellert war, um technisch aufwendige Inszenierungen zu ermöglichen. Heute ist die antike Spielstätte Teil des UNESCO-Welterbes und beeindruckt Besucher vor allem durch ihre monumentale Akustik und das noch begehbare, düstere Kellergewölbe.
Heute befinden sich die beiden Zugänge mit den Treppen in der Mitte der Arena. Natürlich schaue ich mich auch hier in der Unterwelt um.
Anschließend laufe ich zu einem der beiden Zugänge, die in Richtung der ehemaligen römischen Stadt zeigen.
Von dort führt ein kleiner Pfad nach oben zu einem Aussichtspunkt, von dem ich das ganze Amphitheater überblicken kann. Schade nur, dass das Wetter heute wirklich bescheiden ist.
Anschließend laufe ich auf demselben Weg, den ich gekommen war, wieder zurück in die Stadt.
Die Konstantinbasilika
Unterwegs komme ich am Kurfürstliches Palais und der dahinterliegenden Konstantinbasilika vorbei.
Die im 4. Jahrhundert als Thronsaal für Kaiser Konstantin errichtete Basilika beherbergt den größten säulenlosen Hallenraum der Antike und beeindruckt noch heute durch ihre monumentale Größe und schlichte Erhabenheit. Ursprünglich ein Machtzentrum römischer Herrscher, dient der imposante Backsteinbau heute als evangelische Erlöserkirche und ist als Teil des UNESCO-Welterbes ein fester Ankerpunkt der Trierer Geschichte.
Die Thermen am Viehmarkt
Ich laufe weiter zu den Thermen am Viehmarkt, die erst um 11 Uhr morgens öffnen.
Die Thermen am Viehmarkt aus dem 1. Jahrhundert nach Christus wurden eher zufällig bei Bauarbeiten entdeckt und offenbaren heute unter einem modernen Glaspavillon die eindrucksvollen Schichten der Trierer Stadtgeschichte. Als jüngste der drei römischen Badeanlagen der Stadt zeigen sie neben antiken Mauern eine mittelalterliche Abfallgrube und die Kellerräume eines barocken Kapuzinerklosters, was sie zu einem faszinierenden „Zeitfenster“ der Archäologie macht.
Auch hier schaue ich mich ausgiebig um und nutze die Möglichkeit mir an mehreren Stellen Informationsfilme anzuschauen.
Zum Schluß fahre ich mit dem Fahrstuhl wieder nach oben und nehme dann die Treppe zum Aussichtspunkt, um mir die Ausgrabungen von oben anzuschauen.
Die Porta Nigra
Danach laufe ich durch die Fußgängerzone zur vierten und letzten römischen Stätte, die ich mir heute anschauen möchte.
Die im 2. Jahrhundert aus riesigen Sandsteinquadern errichtete Porta Nigra ist das besterhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen und verdankt ihren Namen der dunklen Patina, die sich über die Jahrhunderte auf dem Gestein bildete. Dass das einstige Verteidigungsbauwerk heute noch steht, ist seiner mittelalterlichen Nutzung als Doppelkirche zu verdanken, die das Tor vor dem Abbruch als Steinbruch bewahrte.
Im höheren Turm befindet sich der Eingang und eine neue Wendeltreppe, die Zugang zu den verschiedenen Ebenen der Porta Nigra gewährt.
Da das römische Stadttor im Mittelalter zu einer Kirche umgebaut wurde, ist das Gebäude erhalten geblieben. Andere römische Stätten hatte nicht so viel Glück und wurden als Steinbruch für Baumaterial genutzt.
An den Ornamenten, die in den Stein geschlagen wurden, ist die kirchliche Nutzung noch gut zu erkennen.
Von den oberen Fenstern habe ich einen tollen Blick über die Fußgängerzone bis zum Marktplatz.
Im unteren Teil befand sich die Kirche für das Volk und hier im oberen Teil die Kirche für die Kleriker.
Auch die ehemaligen Altarräume sind noch zu erkennen.
Anschließend verlasse ich die Porta Nigra wieder und schlendere hinüber zum Dom.
Der Dom St. Peter zu Trier
Der Dom St. Peter in Trier gilt als die älteste Bischofskirche Deutschlands und steht auf den Fundamenten einer gewaltigen Palastanlage aus der Zeit Kaiser Konstantins. Über die Jahrhunderte hinweg vereinten sich hier römische Mauern, romanische Erhöhungen und barocke Details zu einem einzigartigen UNESCO-Welterbe, das die Geschichte des Christentums wie kein zweites Bauwerk widerspiegelt.
Auf dem kleinen Weihnachtsmarkt davor verbringe ich die Zeit bis zum Beginn meines gebuchten Stadtrundgangs.
Stadtführung durch das winterliche Trier
Unser Stadtführer begrüßt uns herzlich und erzählt allerlei Annekdoten über Trier. Anschließend beginnen wir den Rundgang und steuern die Konstantinbasilika an.
Hier erfahre ich unter anderem, dass die Römer schon Glasscheiben hatten, was ich so nicht erwartet hatte. Danach schlendern wir durch die Fußgängezone zur Kirche St. Gangolf, die bis auf einen kleinen Zugang komplett von Häusern umgeben ist.
Von dort laufen wir quer über den Marktplatz zur Steipe. Die im 15. Jahrhundert errichtete Steipe am Hauptmarkt diente ursprünglich als repräsentatives Fest- und Empfangshaus des Stadtrates und verdankt ihren Namen den charakteristischen Pfeilern (Stützen), auf denen das spätgotische Gebäude ruht.
Hier soll vermutlich 2028 das neue Welterbe-Erlebniszentrum seine Türen öffnen. Ich bin gespannt!
Zum Abschluss des Rundgangs laufen wir zurück zur Porta Nigra, wo wir im SIM den im Ticket enthaltene Winzerglühwein bekommen. Damit geht ein toller und informativer Stadtrundgang zu Ende.
Das Rheinische Landesmuseum
Am letzten Tag meines Aufenthalts in Trier parke ich mein Auto an einer E-Ladestation nahe der Konstantinbasilika. Außer den Ladekosten fallen hierfür keine Parkgebühren für mich an. Dann laufe ich zum Rheinischen Landesmuseum.
In der Ausstellung
Zunächst folge ich dort dem ausgeschilderten Rundgang durch die Ausstellung. Besonders beeindruckend finde ich das berühmte „Neumagener Weinschiff“ aus dem 3. Jahrhundert. Dieses Schiff war ursprünglich Teil eines monumentalen Grabmals eines wohlhabenden Weinhändlers und ist heute eines der wertvollsten Exponate im Rheinischen Landesmuseum. Das detaillierte Relief mit seinen fröhlichen Ruderern gilt als eindrucksvolles Zeugnis für die frühe Bedeutung des Weinhandels und den Wohlstand in der Region zur Römerzeit.
Bei meiner Radtour entlang des Mosel-Radwegs konnte ich schon die Nachbildung in Neumagen-Dhron sehen.
Gut gefällt mir auch die Präsentation der römischen Mosaike.
Im obersten Stockwerk finde ich dieses detailgetreue Modell der ehemaligen römischen Stadt. Hier sind alle antiken Stätten, die ich gestern besucht habe, gut zu erkennen.
Kurz vor dem Ende meines Rundgangs entdecke ich dieses Modell, welches die zur Doppelkirche umgebaute Porta Nigra zeigt.
Das ehemalige römische Stadttor ist doch hier überhaupt nicht mehr zu erkennen, findet ihr nicht auch?
Im Reich der Schatten
Um zwölf Uhr mittags findet im Museum die Multimedia-Show „Im Reich der Schatten“ statt, die in meinem Presse-Ticket enthalten ist. Natürlich schaue ich sie mir an.
Nach der Ticketkontrolle werden wir in den Bereich des Museums geführt, wo die großen Grabmale ausgestellt sind.
Dann geht das Licht aus und wir tauchen ein in eine stimmungsvolle Welt aus Licht und Ton zu Zeiten der Römer.
Die Projektoren erwecken die Grabmähler zum Leben. So eine Technik habe ich bisher noch nirgends erleben dürfen.
Die Geschichte ist spannend gemacht und vermittelt kurzweilig viel Wissen über die „alten Römer“. Falls ihr euch für Geschichte interessiert und Spaß an moderner Technik habt, so lege ich euch diese Multimedia-Show ans Herz.
Damit geht mein Wochenende in Trier vier zu schnell zu Ende und ich fahre zurück ins Saarland. Aber das war sicherlich nicht mein letzter Besuch in Trier, zumal am ersten Wochenende im August ein Megaevent in Trier geplant ist.
Transparenzhinweis & Fotonachweis
Ein herzliches Dankeschön geht an die Trier Tourismus und Marketing GmbH, die mich bei dieser Reise unterstützt hat: Ich erhielt kostenlose Tickets für die römischen Ausgrabungsstätten sowie für das Rheinische Landesmuseum – inklusive der beeindruckenden Multimedia-Show „Im Reich der Schatten“ und des winterlichen Stadtrundgangs durch die Trierer Altstadt.
Wer mich kennt, weiß jedoch: Diese Unterstützung hat keinen Einfluss auf meine Objektivität. Meine Erfahrungsberichte spiegeln stets meine ehrliche Meinung und meine persönlichen Erlebnisse wider – so, wie ich sie vor Ort wirklich empfunden habe.
Ein Hinweis zum Bildmaterial: Alle Fotos innerhalb der antiken Stätten und des Rheinischen Landesmuseums wurden mit freundlicher Genehmigung der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) aufgenommen. Auch hierfür bedanke ich mich recht herzlich!
Interaktive Karte meiner Tour durch Trier
Auf der folgenden Karte könnt ihr die von mir besuchten Sightseeing-Spots meiner Tour durch die historische Altstadt und die antiken Stätten von Trier sehen. Die Lab- und Geocaches, die ich geloggt habe, habe ich euch ebenfalls in die Karte eingezeichnet. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Lab- und Geocaches öffnet sich das Listing bei einem Klick auf den Cachenamen.
Falls euch meine Tour interessiert, so könnt ihr hier meine gpx-Datei herunterladen. Inzwischen habe ich diese Tour auch in meinem Komoot eingestellt.
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Wie hat euch mein Bericht von meinem Besuch in Trier gefallen? Seid ihr selbst schon dort gewesen? Was habt ihr in der Stadt unternommen und angeschaut? Wie immer freue ich mich auf eure Kommentare unter diesem Beitrag.











































