Geocaching in Andalusien – Ronda

Eigentlich war ein Besuch des Caminito del Rey geplant – doch dann kam alles anders – wir sind in Ronda gelandet und vertreiben uns die Zeit mit Geocaching und Sightseeing.

Kommt mit auf die virtuelle Reise durch die historische Altstadt von Ronda und erfahrt, welche Geocaches sich lohnen!

 

 

Der Caminito del Rey

Um diesen  besonderen Wanderweg gehen zu dürfen, benötigt Ihr ein Ticket. Schon vier Monate im Voraus buchen saarzwerg und ich diese auf der Webseite des Wanderwegs. Ein Tag vor der Tour erfahren wir über Facebook von einer Wetterwarnung just für den Tag, an dem wir unsere Tickets gekauft haben. Noch hoffen wir und fahren morgens los Richtung Caminito del Rey. Unterwegs bekommen wir eine SMS, dass der Wanderweg heute geschlossen wird und wir umbuchen sollen. Leider ist das über die Webseite nicht möglich, da uns ein spezieller Code fehlt. Telefonisch ist niemand zu erreichen.

Hier zeigt sich wieder mal ganz deutlich, dass der Kundenservice nicht vorhanden ist und wahrscheinlich gar nicht vorhanden sein muss, da dieser Weg schon Monate vorher komplett ausgebucht ist. Der Weg ist sehr beliebt und die Verwaltung muss sich nicht mehr anstrengen. Dieses Mal hat es uns getroffen. Das Internet ist voll von Beschwerden über mangelnde Kommunikation und Unterstützung. Auch meine Fragen im Vorfeld wurden nicht oder nur halbherzig beantwortet.

Selbst jetzt, fast zwei Wochen nach der Schließung laufen wir noch unserem Geld hinterher.

 

Auf nach Ronda

Nachdem wir unseren ersten Frust überwunden haben, wollen wir dennoch das Beste aus diesem Tag machen. Wir entschließen uns nach Ronda zu fahren. Ronda ist eine kleine spanische Stadt, deren historische Altstadt auf einem Felsen thront. Durch den Felsen zieht sich eine Schlucht mit einem Bach, welche von zwei Brücken überspannt wird.

Kurz vor 11 Uhr erreichen wir das Parkhaus in der Altstadt. Leider ist das Wetter zu diesem Zeitpunkt noch recht bescheiden: es ist kalt und windig, zwischendurch regnet es immer mal wieder.

 

Der nördliche Teil der Altstadt

Wir beginnen unseren Rundgang an der Stierkampfarena, vor der zwei Toreros aufgestellt sind.

Schräg gegenüber schmückt der dazu passende Stier ein Blumenbeet.

Vor der Stierkampfarena ist ein kleiner Platz. Dort findet Ihr öffentliche Toiletten. Aber seid vor dem Klomann auf der Hut. Wir bezahlen den Eintritt, wie es sich gehört – jemand geht nochmal kurz raus um seinen Rucksack abzulegen – und beim Zurückkommen will der Klomann noch ein zweites mal Abkassieren. Erst unser Verweis auf die Polizei bringt etwas Einsicht. Irgendwie haben wir einen Lauf – guter Kundenservice und Freundlichkeit zu Touristen schaut irgendwie anderes aus!

Hinter dem Platz ist ein kleiner Park mit einem Aussichtspunkt. Von dort habt Ihr einen schönen Blick auf die Umgebung.

Der Aussichtspunkt ist recht exponiert und gibt die Sicht nach drei Seiten frei.

Jemand fällt auf, dass hier in der Nähe der Mystery „Who fears antiques? (Ronda tour)“ startet. Dabei sind acht Wegpunkte anzulaufen und historische Bilder (Gebäude) zu bestimmen. Das Gute daran: Die Stadtführung durch den historischen Kern von Ronda ist inklusive. Auf unserem Weg kommen wir an der neuen Brücke vorbei, die zwei Stadtteile von Ronda verbindet. Dort versuchen wir die Antworten des Earthcaches „Tajo de Ronda“ zu beantworten.

Nach einer regenbedingten Mittagspause von über einer Stunde setzen wir unseren Rundgang fort und kommen zu einem Park.

Daneben befindet sich die Kirche, die auf einem unserer Suchbilder abgebildet ist. Langsam kommen wir bei unserem Mystery voran.

Nun geht es in einem großen Bogen durch die Stadt. Wir erreichen den gesuchten Wegpunkt bei einer kleinen Kapelle.

Ihr Dach ist innen besonders verziert. Und wieder haben wir ein Bild für unseren Mystery identifiziert.

Nun geht es bergab. Die Straße wird enger und ist ziemlich zugeparkt. Die vorbeifahrenden Autos fahren auf dem nassen abschüssigen Kopfsteinpflaster sehr vorsichtig.

Weiter unten in der Straße kommen wir zu einem recht alten Brunnen. Auch dieser ist bei den historischen Bildern auf unserem „Aufgabenblatt“ vorhanden.

Ein paar Schritte weiter und wir erreichen die „alte Brücke“, die ebenfalls die große Schlucht überspannt. Auf der anderen Seite beginnt der älteste Teil von Ronda mit seiner Stadtmauer.

Bevor wir die Brücke überschreiten, biegen wir rechts ab in die Gärten. Treppenstufen führen hinauf zu einigen Aussichtsterrassen mit zum Teil bizarren Blicken in diese riesige Schlucht. Die große neue Brücke können wir durch die verwinkelte Schlucht von hier leider nicht sehen.

Wir überqueren die alte Brücke und werfen noch einen Blick zurück auf Ronda. Große dunkle Gewitterwolken warnen vor einem weiteren Gewitterschauer …

… in der Hoffnung, dass es trocken bleibt, setzten wir unseren  Weg fort.

 

Der südliche Teil der Altstadt

Hinter der Brücke geht es zunächst über Kopfsteinpflaster eine Gasse zu einem kleinen und alten Stadttor hinauf. Auch dieses können wir leicht auf unserem Bildersuchrätsel identifizieren.

Nun verlassen wir den Weg unseres Mysteries und gehen wieder hinunter zur alten Brücke. In der Nähe liegt der Tradi „RondaRondero„, den wir ebenfalls noch mitnehmen möchten. Dazu geht es weiter nach unten, immer entlang der Stadtmauer.

Nach einer größeren Suchaktion finden wir die Dose und loggen. Nun geht es wieder durch ein kleines Stadttor hinein in die Altstadt bis zu einem Platz mit Kirche und Rathaus. Damit fehlt uns nur noch ein einziger Wegpunkt.

Dieser liegt am südlichen Eingang zur historischen Altstadt. Auf dem Weg dorthin laufen wir an der Stadtmauer entlang und haben wir tolle Ausblicke in die Umgebung.

Wir haben Glück – das Wetter ist inzwischen besser geworden: die Sonne scheint und es gibt blaue Stellen am Himmel. Wir erreichen das große Stadttor und können nun das Final ausrechnen.

Doch bevor wir dahin laufen, gehen wir noch den Multi „Paseo por la muralla / walk on the wall“ an, der hier an der Stadtmauer versteckt ist.

Das schöne dabei – um ihn zu lösen müssen wir einen Teil über die Stadtmauer laufen, was zum einen Spaß macht und zum anderen uns dem Mystery-Final etwas näher bringt.

 

Hinunter in die Schlucht

Das Final liegt am Eingang der großen Schlucht, welche die beiden Stadtteile von Ronda trennt. In der Nähe des großen Stadttores zweigt ein kleiner Wanderweg in diese Richtung ab. Wir nehmen ihn. Zunächst ist es ein Fahrweg. Dann zweigt ein kleiner Pfad ab. Von dort habe ich wieder einen tollen Blick in die Umgebung.

Der Pfad stößt wieder auf einen Fahrweg. Ich schaue nach unten und wundere mich, dass die Durchfahrt diese Weges mit Barken blockiert ist. Was soll’s – auf unserem Weg war ja bisher noch kein Verbotsschild?!

Wir laufen durch ein weiteres Tor.

Die Mauer am Tor ist schon etwas porös – und gibt einen Blick auf die Umgebung frei.

Wir nähern uns der Schlucht. Von unten sehen wir den kleinen Aussichtspunkt, an dem wir diesen Morgen gestanden haben.

Nun wird auch klar, warum der Weg versperrt war: wir befinden uns in einer großen Baustelle. Der Weg nach unten zum Aussichtspunkt wird gerade neu gepflastert. Am Aussichtspunkt angekommen, haben wir diesen atemberaubenden Blick auf die neue Brücke von Ronda. Sie überspannt die tiefe Schlucht.

In der Nähe finden wir an den berechneten Finalkoordinaten die Box des Mystery und können uns eintragen. Ein wirklich passender Abschluss für die Führung durch Ronda. Auch wir geben diesem Mystery einen Favoritenpunkt.

Wir schauen uns die Karte an: wenn wir diesem Weg folgen, kommen wir wieder oben in die Altstadt. Unterwegs fällt mir dieses kleine Warnschild ins Auge. Hier wird vor einer ernsthaften Lebensgefahr gewarnt. Natürlich folge ich etwas dem Weg und erreiche einen inoffiziellen Aussichtspunkt …

… mit dieser tollen Aussicht. Für mich war es bis dort hin nicht wirklich schwierig oder gefährlich?!

Das Warnschild bezieht sich wohl eher auf den weiteren Verlauf des Pfades. Am Ende scheint er in einen Klettersteig überzugehen. Auch ein Multi mit „Via Ferrata“ im Namen befindet sich in der Nähe. Leider haben wir aber kein Sicherungsmaterial dabei, weshalb dieser Abstecher nun ausfallen muss.

Wir setzen unseren Weg nach oben fort und erreichen die Altstadt. Naja – nicht wirklich. Der Ausgang ist versperrt und zusätzlich mit Stacheldraht gegen das Überklettern gesichert. Für unsere komplette Gruppe ist dieser Durchgang unpassierbar.

Wir müssen umdrehen und den kompletten Weg noch einmal zurück laufen. Zum Glück haben wir mittlerweile echt tolles Wetter und so macht der kleine Umweg richtig Spaß!

 

Wieder zurück in der Altstadt

Wir wandern den gleichen wieder zurück zur Kirche …

… und dem Rathaus. Kaum zu glauben, was Sonne beim Fotografieren ausmacht. Mit blauem Himmel und bei Sonnenschein wirkt dieses Platz doch gleich viel schöner! Toll finde ich die Apfelsinen in den Bäumen. Die in greifbarer Höhe fehlen jedoch schon alle.

Wir spazieren um die Kathedrale herum. Hier gibt es einige kleine Gassen.

Nach einmal links und dann wieder rechts und noch ein letztes Mal links abbiegen erreichen wir die andere Seite des Bauzauns. Wir haben es geschafft und sind angekommen.

Es ist schon später Nachmittag. Wir wollen uns ein Café suchen. Zunächst spazieren wir durch die Gassen immer in Richtung der neuen Brücke.

Kurz davor finden wir diese schöne Kachelarbeit. Sie stellt Ronda dar, wie es früher einmal gewesen sein muss.

Gegenüber gibt es wieder einen tollen Blick auf die neue Brücke und die Gebäude auf den hohen Felsen.

Wir überqueren die Brücke und erreichen so wieder den nördlichen Teil von Ronda.

An der Plaza España kehren wir nun in die Taberna El Puente ein und genießen leckeren Kaffee & Kuchen oder eine Tapas-Platte. Letztere kann ich Euch empfehlen. saarzwerg und ich haben sie uns geteilt und sie war echt lecker!

 

Interaktive Karte vom Rundgang

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unseres Rundganges durch Ronda sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken.

Falls Euch dieser Rundgang interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch mein virtueller Rundgang durch Ronda gefallen? Wäre diese Stadt auch etwas für Euch? Seid Ihr schon dort gewesen? Was ist Euer Tipp für die Stadt? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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