Mrz 242018
 

Am letzten Samstag sind saarzwerg und ich zur Mega-Saison-Eröffung nach Hoorn in die Niederlande gefahren. Das Megaevent „Hoorns Cache Event“ findet nun schon zum vierten Mal in Folge statt.

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Uns hat der Besuch in Hoorn Spaß gemacht – auch wenn dieses Mega für uns nichts Besonderes zu bieten hatte. Hier nun mein Erfahrungsbericht …

 

 

Meet & Greet

Da wir erst am Samstagmorgen im Saarland starten können, haben wir das Meet & Greet leider verpasst. Laut Listing soll es dort sogar eine eigene Labcache-Serie gegeben haben, die nur an diesem Abend spielbar war.

 

Eventgelände & Infrastruktur

Das Megaevent „Hoorns Cache Event 2018“ findet in einer Sporthalle am Stadtrand von Hoorn statt. Hoorn ist eine Stadt mit ca. 70.000 Einwohnern und liegt etwa 30 Kilometer nördlich von Amsterdam. Aus dem Saarland benötigen wir für die 520 Kilometer, die fast ausschließlich über Autobahnen führen, knappe fünf Stunden Fahrzeit. Kurz nach Mittag treffen wir in der Nähe der Halle ein. Wir finden recht schnell einen Parkplatz.

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Das komplette Mega findet in der Halle statt, was an diesem Tag echt passend ist. Draußen ist es knapp unter 0°C kalt – jedoch bläst ein eisiger und böiger Wind, was wir als sehr unangenehm empfinden.

Im kostenlosen Bereich der Halle befinden sich ein Bistro, die Registrierung und die sanitären Anlagen. Im kostenpflichtigen abgesperrten Innenbereich sind genügend Tisch-und- Sitzgarnituren aufgebaut, um etwas Selbstmitgebrachtes bequem essen zu können oder um die beliebten Wooden-Coins zu zeigen und zu tauschen.

In der Halle habe ich einen guten LTE-Empfang. Daher vermisse ich auch das fehlende WLAN für die Geocacher, die in den Niederlanden keinen Mobilfunkempfang haben, nicht. Dank EU-Roaming dürften ja inzwischen fast alle ihr Smartphone nutzen können.

 

Registrierung

Um die Mittagszeit ist an der Registrierung nichts mehr los.

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Gegenüber dem Vorverkauf kostet ein Ticket 0,50€ mehr – ich zahle also 16€ für zwei Erwachsenen-Tickets. Dafür bekomme ich nur eine schöne rote Tasche mit dem Logo der Veranstaltung. In der Tasche finden wir zwei Wooden-Coins der Veranstaltung, zwei Blöcke, zwei Veranstaltungs-Booklets, zwei Einlaßbändchen und einen Einkaufswagen-Chip (ebenfalls mit dem Logo der Veranstaltung). Hier frage ich mich, ob wir zwei Taschen bekommen hätte, wenn jeder von uns beiden seperat bezahlt hätte? Aber, um ehrlich zu sein, spielt das keine Rolle!

 

Catering

Außen in dem Bistro der Halle werden Speisen, Getränke ud Kaffee angeboten. Um die Halle vermisse ich weitere Essenstände, wie ich sie von den meisten anderen Megas kenne. Wir entscheiden uns gegen das Bistro und verlassen die Halle, um ein paar naheliegenden Tradis einzusammeln. Dabei kommen wir an einem Supermarkt vorbei, in dem wir unser Mittagessen einkaufen. Nach der kleinen Cachetour nutzen wir die Sitzgelegenheiten in der warmen Halle, um unser Mittagessen zu genießen.

 

Logbuch

Das Mega hat das Motto „HCE goes Wonderland“ – die Halle wurde dementsprechend mit Elementen aus Märchen geschmückt. Passend dazu ist auch das Logbuch gestaltet: eine Mauer, die von einer Burg stammen könnte.

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An der Mauer ist ein kleiner Becher mit genügend Filzstiften angebracht. Es ist auch mittags noch genügend Platz zum Loggen vorhanden.

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Die Stifte schreiben gut und so loggen wir nebeneinander.

 

Händlermeile

Der komplette untere Teil der Sporthalle dient als Händlermeile. Entlang der Wände sind die Shops aufgebaut. Hier einige Impressionen von der Händlermeile.

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Ich schätze, dass etwa sechs bis sieben Shops auf dem Mega präsent sind. Neben Geocoins, Klamotten und diversem anderen Zeugs, welches man gut zum Geocaching nutzen kann, sind mir in diesem Jahr zum ersten Mal auch die besonders langen Angelruten aufgefallen, die der Geocacher unbedingt benötigt, um die Dosen aus den Bäumen angeln zu können. Leider geht auch hier die Tendenz zu immer höher, da man ja selbst schließlich „den Längsten“ hat … die längste Angel, die ich in der Halle gefunden habe, hatte 10 Meter und wurde für schlappe 50€ angeboten …

 

Ausstellung / In der Halle

Der Eingang zum Innenraum der Sporthalle ist wie ein Burgtor geschmückt. An der Seite prangt das Zeichen der „Hoorns Cache Gilde“, die dieses Mega veranstaltet.

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Nicht weit davon entfernt fällt mir diese Weltkarte auf. Bei anderen Megas werden die Besucher gebeten auf der Karte zu markieren, wo sie herkommen. Hier vermisse ich die Pins. Auch eine weitere Erklärung zu dieser Karte kann ich nicht finden.

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An der Wand dahinter klebt ein Text auf niederländisch, den ich nicht verstehen kann. Auf eine englische Übersetzung wurde verzichtet. Hier vermute ich, dass es ein Spiel oder Rätsel für Kinder ist.

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Natürlich nutzen auch andere Orgas potentieller zukünftiger Megaevents die Gelegenheit, hier Werbung für ihre eigenen Veranstaltungen zu machen. Besonders gelungen finde ich das gemeinsame Plakat von Brugse Beer und dem InFlandersFields-Mega. Das IFF würde mich ja schon interessieren – aber leider ist es parallel zu Stashes’n’Stones, wo ich zwei Workshops anbieten werde.

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Eine Orga ist persönlich mit einem eigenen Stadt vertreten: Schmelli wirbt hier für die Veranstaltung seiner Camper Friends!

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Im vorderen Teil der Halle geht es wild zu: Dort ist die Kinderbelustigung untergebracht. Es gibt eine große Hüpfburg und daneben ein paar Tische und Bänke mit einem „Beschäftigungsprogramm“.

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Gleich neben der Kinderbelustigung fällt uns diese „Fotobox“ ins Auge. Hier kann man sich vor dem großen Veranstaltungsplakat ablichten lassen. Die Bilder werden dann später auf der Webseite der Hoorns Cache Guilde veröffentlicht.

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Natürlich wollen auch wir ein Bild von uns „schießen“ lassen.

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Ist doch schön geworden, oder?

 

Lackeys & Signal

In den drei Stunden, in denen wir uns in der Halle aufhalten, kann ich keinen Lackey aus dem HQ entdecken. Das wundert mich etwas, da dieses Mega doch mit 850 WillAttend-Logs zu den etwas größeren in Europa gehört.

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Aber dafür war der Signal mehrmals in dieser Zeit in der Halle unterwegs! Viele Geocacher und vor allem die Kinder fahren voll auf diesen Frosch ab!

 

Event-Caches

Schaue ich in der geocaching.com-Suche nach Geocaches rund um Hoorn, die „[HCE-2018]“ im Namen tragen, so finde ich ingesamt 52 Dosen, die eigens für dieses Event gelegt wurden. Davon bilden 42 Mysterys ein GeoArt in Form eines Pilzes. Dir Finalkoordinaten sind recht einfach zu finden und wer die Dosen einsammeln möchte, vor dem liegt eine 30 Kilometer lange Radtour, was im flachen Holland jedoch keine so große Anstrengung bedeuten sollte!

Wir hatten leider keine Zeit für diese Radtour, zumal das Wetter an diesem Wochenende einfach zu kalt dafür war.

 

Labcaches

Als bekennende Labcache-Fans versuchen saarzwerg und ich die 10 Fragen richtig zu beantworten. Drei der Labcaches befinden sich im kostenpflichtigen Bereich in der Sporthalle. Die erste richtige Labcache-Antwort bekommen wir dafür, dass wir uns in der Fotobox fotografieren lassen. Für die zweite müssen wir einen Mystery-Gast ausfindig machen. Später stellt sich heraus, dass der Gast im Einhorn-Kostüm gefragt war ,-)

Um die dritte Antwortzu bekommen, müssen wir gehäkelte Märchenpuppen identifizieren und daraus das Lösungswort für die Antwort zusammenbauen.

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Gefühlt benötigen wir ewig zum Ermitteln der richtigen englischen Worte … irgendwann akzeptiert die Labcacheseite dann unsere Eingabe.

Die übrigen sieben Labcaches sind in der Altstadt von Hoorn verstreut. Ich mag es besonders eine neue Stadt zu erkunden und mich dabei von den Labcaches führen zu lassen. Das erste Mal habe ich das beim ersten Meeting Friends in der Schweiz kennengelernt: Wir wurden damals durch die Altstadt von Frauenfeld geführt.

 

Location

Die Altstadt von Hoorn gefällt uns sehr gut. Unterwegs sehen wir viele historische Gebäude aus längst vergangenen Zeiten. Hier einige Impressionen von unserem Stadtbummel, bei dem wir die Lösungswörter der verbliebenen sieben Labcaches bestimmen konnten.

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Gut gefallen hat mir, dass die Beschreibungen zu den Labcaches sowohl in Niederländisch als auch in Englisch verfügbar waren. Bis auf die beiden Labs mit den Märchenfiguren in der Halle und das Coen-Denkmal in der Altstadt kommen wir recht gut zurecht! Leider leiden wir auch bei diesem Außeneinsatz mal wieder unter dem böigen eisigen Wind, so dass wir nach dem erfolgreichen Einsammeln der Antworten unsere Altstadtbesichtigung beenden und ins Hotel fahren.

 

Die Abendveranstaltung

Die Veranstaltung endet laut Listing offiziell um 18:00 Uhr – ein Abendevent wurde von den Veranstaltern nicht vorgesehen.

 

Mein Fazit

Ich glaube, dieses Mega lebt von der Location und den vielen Geocaches und Geocache-Runden in der Umgebung. Wäre das Wetter wärmer gewesen, so hätten wir sicher mehr dieser Dosen gesucht.

So war es für mich aber nur ein Mega unter vielen. Ich finde das Motto Wonderland ist auf dem Eventgelände kaum in Erscheinung getreten. Auch die Labcaches haben kaum zum Motto gepasst.

Trotz der Kälte hat uns die Altstadt von Hoorn sehr gut gefallen und saarzwerg hat gleich den Wunsch geäußert mal wieder hierher zu kommen, wenn es etwas wärmer geworden ist und dann auf jeden Fall auch unsere Fahrräder mitzunehmen.

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Habt Ihr auch „Hoorns Cache Event 2018“ besucht? Wie hat es Euch dort gefallen? Oder warum habt Ihr Euch entschieden nicht dorthin zu fahren? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

Ihr interessiert Euch für weitere Geocaching-Veranstaltungen? Dann werft doch mal einen Blick in den großen Geocaching-Eventkalender.

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  Eine Antwort zu “Hoorns Cache Event 2018 – Mein Besuch beim Mega!”

  1.  

    Wir waren da in einem Team von 10 Cachern von Fr-So vor Ort und haben jede Menge Caches gefunden; aufgrund des extremen Windes haben wir bei der Letterboxmatrix vom letzten Jahr aber die T5er abgewählt, da das Einwerfen unter diesen Bedingungen ein Ding der Unmöglichkeit gewesen wäre; die anderen 72 Caches wurden alle erfolgreich absolviert… :) Wenn 2 Cacher die Leiter halten, konnte man einigermaßen sicher hochklettern und im eisigen Winde die Caches mit höherer Geländewertung loggen… :) Die Events fand ich nicht so toll; vielmehr als aufwärmen in der Halle und mal kurz durchlaufen gaben sie nicht her; keine Workshops, kein Programm, nur Verkaufsstände – da sind wir in DE eventuell schon verwöhnt von diversen Großveranstaltungen… ;)

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