Aug 032017
 

Vor einiger Zeit wurde ich auf ein Needs-Archived-Log aufmerksam, welches dazu führte, dass ein Geocache umbenannt wurde. Nach der Umbenennung war dieses NA-Log nicht mehr zu sehen. Andere Logs, die sich darauf bezogen, sind nun nicht mehr verständlich.

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Ich bin der Sache mal nachgegangen und habe mit dem zuständigen Reviewer gesprochen. Diese Geschichte und seine Hinweise helfen Euch vielleicht leichter zu verstehen, was derzeit in den Geocache-Listings verboten ist.

 

 

Das Vorspiel

Am 21.07. wurde morgens ein Traditional-Geocache mit dem Namen “We ♥ Nutella” veröffentlicht. Am gleichen Abend loggte ein Geocacher ein “Needs Archived” mit der Begründung, dass die Verwendung eines Markennamens Werbung darstellt und somit ggen die aktuellen Guidelines verstößt. Als ich einige Zeit nach dem NA-Log mal in die Logs dieses Caches geschaut habe, habe ich weder den NA-Log noch eine Reviewer-Note vorgefunden?! Eine Rückfrage bei dem Geocacher, der den NA-Log geschrieben hat, ergab, dass er seinen NA-Log nicht selbst gelöscht hatte. Zu diesem Zeitpunkt war der Name dieses Geocaches schon auf “We ♥ Nuss-Nougat Creme” geändert worden.

 

Die Guidelines

In den aktuellen Geocaching-Richtlinien finde ich eine eindeutige Aussage zu der Verwendung von Markennamen in Listings. Den zweiten Absatz in Kapitel 1 Punkt 4 übersetze ich wie folgt:

Gewerbliche Geocaches sind nicht erlaubt.

Cache-Listings, die als gewerblich wahrgenommen werden, werden nicht veröffentlicht. Ein gewerbliches Cache-Listing hat eines oder mehrere der folgenden Merkmale:

  • Es hat Anzeichen von Marketing oder Werbung.
  • Es schlägt vor oder verlangt, dass der Finder in ein Geschäft geht, mit Mitarbeitern interagiert und/oder ein Produkt oder eine Dienstleistung kauft.
  • Es enthält Links zu Unternehmen, Agenturen, Werbetreibenden, Wohltätigkeitsorganisationen oder zu politischen oder sozialen Ansichten.
  • Es enthält das Logo eines Unternehmens oder einer Organisation, einschließlich gemeinnütziger Organisationen.
  • Es enthält den Namen eines Geschäfts- oder Handelsproduktes.

Gerade der letzte Punkt ist in Bezug auf den ursprünglichen Namen des Geocaches gut anwendbar: Nutella ist ein Handelsprodukt und sogar eine eingetragene Marke.

 

Die Ansicht des Reviewers

Zu der Geschichte von “We ♥ Nutella” habe ich mit Rukubi, dem zuständigen Reviewer für diesen Cache, gesprochen. Er hat sowohl den Cache freigeschaltet als auch den NA-Log bearbeitet.

Weshalb hast Du den Cache zunächst freigeschaltet – der Produktname war ja nicht wirklich zu übersehen?

Freigeschaltet hab ich es aus dem ganz einfachen Grund – weil ich davon ausgegangen bin, dass ein Listing mit Nutella – als große Marke – nicht zu dem Thema Werbung, sondern eher zu dem Thema Pop-Kultur gehört und passt. Dasselbe passiert ja momentan massenweise z.B. mit den Minions oder ist meiner Meinung auch z.B. mit der bekanntesten Giraffe überhaupt (GC13Y2Y) zu vergleichen.

Als dann der NA Log kam, wurde ich natürlich auch aufmerksam darauf und habe meine Entscheidung dann noch einmal überdacht und mit Kollegen gesprochen – da wir uns auch dort nicht 100%ig einig waren, habe ich die Initiative ergriffen und mit dem HQ gesprochen – nicht nur wegen diesem Cache, sondern auch für eine generelle Entscheidungshilfe zwischen Pop-Kultur und Werbung.

Das HQ konnte meine Verwirrung, was nun Pop-Kultur ist und was nicht, nachvollziehen und hat mir dann noch eine kleine Hilfe für zukünftige Listings gegeben – und empfohlen, dass der Cache geändert wird.

Diesen Wunsch habe ich dem Owner mitgeteilt – woraufhin das Listing auch dann direkt korrigiert wurde.

Irgendwie hat mir diese Antwort noch nicht ausgereicht – ich habe noch einmal nachgefragt, warum er diese Werbung “übersehen” hat.

Ich muss dir recht geben, dass die Richtlinien hier zwar eindeutig sind, aber in der Praxis schwierig so umzusetzen sind – siehe das Beispiel, bei dem Cacher sogar “Coca-Cola” aus einer Getränkeliste bei einem Event entfernen musste. Das finde ich persönlich zu viel und so weit würde ich dann nicht gehen – es sind ja auch *RICHT*linien. Wenn ich das Ganze auf die Spitze treibe und genauso eindeutig umsetze, darf ich ja auch in einem Eventlisting auch z.B. den Namen der Gaststätte nicht mehr zulassen.

Für Pop-Kultur ziehe ich gerne mal Wikipedia (Alltagskultur) heran: “Mit Alltagskultur werden Gebräuche, Gewohnheiten und Gegenstände des Alltags, die nicht als Kultur im Sinne von Bildender Kunst, Musik und Literatur in der Sinngebung durch eine definierende Elite (Hochkultur) wahrgenommen werden, bezeichnet.”

Nutella (oder auch Lego – oder auch Minions) sind m.E. Gegenstände des Alltags, die zumindest in unserer westlichen Kultur dazugehören und nicht mehr aus dem täglichen Leben wegzudenken sind und einfach einen überregionalen Bekanntheitsgrad haben. Das Ganze ist natürlich ein subjektives Empfinden – daher habe ich diese – dann wohl fälschlicherweise – unter dem Thema Pop-Kultur abgetan und solche Geocaches freigeschaltet.

Da ich neugierig bin, habe ich Rukubi gefragt, was mit dem ursprünglichen NA-Log passiert war:

Der NA Log wurde vom Owner, nachdem alles ausgebessert wurde, gelöscht – ein Listing ist ja wie bereits bekannt keine Diskussionsplattform und wenn die Wartung erfolgt ist, darf der Log natürlich auch gerne gelöscht werden. Reviewer sehen diesen ja bei Streitigkeiten immer noch. Der Owner hat sich aber vorher bei den Reviewern versichert, dass das Listing nun in Ordnung ist.

Bis dahin wusste ich noch nicht, dass ein Cache-Owner NA-Logs für seinen Cache löschen kann. Also hab’ ich weiter gefragt …

Als Owner kannst du die bei deinem Cache platzierten NA Logs gerne löschen. Wie gesagt, Reviewer sehen diese ja trotzdem noch – und wenn der Owner das Listing gerne sauber hätte, darf er es gerne tun. In diesem konkreten Fall war es so, dass der NA Log in einem Teil etwas über das Ziel hinausgeschossen ist und der CO ihn deswegen gelöscht hat. Ich denke, ein einfacher Verweis auf “Bitte die Werbung entfernen” hätte hier auch genüge getan.

Ich möchte mich bei Rukubi für seine ausführlichen Antworten bedanken, die uns vielleicht ein wenig dabei helfen mögliche Fallstricke bei zukünftigen Listings zu vermeiden.

Zum aktuellen Umgang der Reviewer mit Werbung in Listings gibt er noch einen Hinweis auf die “Biltema”-Caches. Hierzu ist mir auch ein Blogbeitrag von Geocaching-Franken ins Auge gefallen, in dem erläutert wird, was bei “Angler-Caches” zu vermeiden ist.

 

Mein Fazit

Was lerne ich aus dieser Geschichte?

Auf jeden Fall: dass Reden hilft! … und dass die Richtlinien (ob sinnvoll oder nicht) von den Reviewern umgesetzt werden müssen.

Muss ich immer gleich einen NA-Log schreiben? … sicher nicht!

Ist ein NA-Log etwas, wofür mich die Community verurteilen solle? … sicher auch nicht – denn es bedeutet ja schließlich nur, dass bei einem Cache Fragen offen sind, auf die ein Reviewer bitte Antworten finden sollte.

Generell ist meine Meinung zum Thema Werbung, dass unsere amerikanischen Freunde in den Richtlinien etwas über das Ziel hinausgeschossen sind. Ich verstehe und befürworte, dass Listings von Geocaches nicht zu Werbezwecken verwendet werden dürfen und dass ich nicht etwas kaufen oder bezahlen muss, um einen Cache heben zu können. Dass jedoch alle Markennamen in Listings tabu sind, finde ich persönlich etwas fragwürdig. Absurd wird es dann, wenn aus diesem Grund Preislisten (enthalten oft Produktnamen) bei Events nicht mehr im Listing aufgenommen werden dürfen – das hindert doch eher Geocacher bei Ihrer Entscheidung, ob sie kommen oder nicht als das es sie schützt.

Schade finde ich auch, dass es in diesem Fall keinerlei Rückmeldung an den Geocacher gegeben hat, der das NA-Log geschrieben hat. Wenn ich die Geocaching-Richtlinien so ernst nehme (wie es sich das HQ wünscht), so verdiene ich doch auch – wenn ich im Sinne der Richtlinien handele – eine Rückmeldung!

Und deshalb nochmal zum Abschluss die Erinnerung: Reden hilft!

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Wie ist Eure Meinung zu dieser Geschichte? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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  16 Antworten zu “Verbotene Werbung im Listing: Wo fängt sie an?”

  1.  

    Pop Kultur? Eher Popp Kultur.
    Wichtig zu erwähnen wäre noch das der Rewiever einen Teil des Teams seinen Schatz nennen kann.
    Das ist ein äusserst WICHTIGER Bestandteil dieser Story und wirft auch ein anderes Licht auf die Pop Kultur.
    Aber so ist es überall in diesem Land, nur noch Vetternwirtschaft.

  2.  

    […] Verbotene Werbung im Listing […]

  3.  

    Jetzt muß ich doch nochmal :)
    Zu Werbung generell: Es wäre gut, sich einfach mal zu entspannen und zwar auf beiden Seiten. Ich war im Ausland schon bei Caches, die in Cafes auslagen, ich habe einige Dosen geholt, die “Aldi schönen Dinge” o.ä. hießen und ich könnte jedes Mal den Kopf schütteln, bis ich Muskelkater hab, wenn es um “Werbung” in Eventlistings geht (weil die Speisekarte zu verlinken ja Werbung für die Eventlocation wäre…). Leben und leben lassen, mir ist es scheißegal (und ich muß das genau so drastisch sagen), ob der Cache vielleicht gegen irgendein Wort der heiligen Guidelines verstößt. Er hat mich vielleicht in ein Cafe gebracht, aber ich wurde noch nie gezwungen, irgendwo etwas zu kaufen. Wer einmal in Riga im Teehaus war, weiß, wie geil es da ist. Generell scheinen die Reviewer im Ausland bei dem Thema wesentlich entspannter zu sein.

    Zum NA: Kindergarten. Ich hätte ihn aber nicht gelöscht. Aber gut, so habe ich zumindest etwas über die Beziehungen der Cacher mit den Reviewern im Saarland mitbekommen. Sodom und Gomorra^^

    Zu Nutella (was ich übrigens nicht mag, selbst dann nicht, wenn ich den Cache gefunden hätte): Nutella ist IMHO inzwischen ein Synonym für Nussnougatcreme, so wie Tempo für Taschentuch. Noch ein Punkt gegen den Werbeaspekt. https://de.wikipedia.org/wiki/Gattungsname#Markenname

    •  

      Zu deinem letzten Punkt: so sahen wir das auch. Das HQ am Ende des Tages leider nicht.
      Wenn man das Ganze auf die Spitze treibt, dürfte man ja keinen einzigen Cache mehr publishen.
      Sei es ein Mystery über eine Fernsehsendung oder ein Multi mit Hintergedanken zu irgendwelchen Filmen.
      Von daher ist hier die Grenze wirklich schwer zu erkennen.
      Da bleibt einem zukünftig wohl keine andere Wahl, als im Zweifel direkt beim HQ nachzufragen, bevor ein Reviewer nachher auf die Ohren bekommt, weil er es anders sieht als andere oder es eben einfach auch mal unter gehen kann.
      Schade eigentlich.

  4.  

    Also speziell in diesem Fall finde ich die Reaktionen auch wahnsinnig übertrieben, ein NA-Log ist wirklich in diesem Fall viel zu viel.
    Warum es dazu kam kann man nur mutmaßen. Entweder hatte der NA-Schreiber einfach Frust, weil einer seiner Caches mit Werbung nicht durchging oder weil die Diskussion mit der Werbung im Listing auch immer ein wenig aufgebauscht wird.

    So gab es in der letzten Zeit einige Caches bei denen Biltema im Listing nicht verwendet werden durfte. Beispiel ist zum Beispiel die Stippvisite in Quierschied. Da musste Biltema-Cache durch Stippruten-Cache ersetzt werden.
    Bei einem anderen Cache “Angeln an der Deiwelsläääder” hingegen, darf “ECA – Da Biltema” im Cachehint drin stehen. Es kommt halt immer drauf wie das ganze durchgesetzt wird und wie damit dann umgegangen wird.

    Jeder Reviewer ist anders (ist auch gut so) und dadurch kommt es dann auch drauf wie derjenige es sieht. Werbung oder nicht? In diesem Fall hat sich Rukubi dafür entschieden, den Cache so zu publishen, ob er das jetzt gemacht hat weil er in Beziehung mit dem Owner steht, oder nicht ist da jetzt erstmal zweitrangig. Er argumentiert so und dann ist das für mich völlig in Ordnung. Habe mir als der Cache kam auch nichs weiter dabei gedacht. Als dann der NA-Log kam dachte ich so “oh, ja, wenn man das so sieht haben die schon recht” rein in Bezug auf die Werbung, könnte man das auch so sehen.

    Und dann kommt jetzt noch der Mensch ins Spiel mit seinen Gefühlen. Wie man in dem Log lesen konnte dass “da die Nähe zum Reviewer” eine Rolle spielen würde. Dies war eine reine Frustreaktion, weil das jetzt halt in den Köpfen einiger Cacher im Saarland so rum geht. Ich habe auch schon gehört, dass manche sagen “Oh Rukubi hat gepublisht, da machen die Saar-Könige wieder FTF” und “Typisch”. Das verklompiziert die Sache gewaltig. Aber was soll man da machen: Sollen jetzt die Saar-Könige nicht mehr auf Goldjagd gehen nur weil Rukubi geplublisht hat? Oder sogar private Konsequenzen ziehen? Ein ganz klares NEIN. Falls die Beziehung irgendweine Rolle spielt, dann bescheissen Sie sich ja nur selbst.

    Es ist ein Spiel und der virtuelle Schw***vergleich den sich einige abhalten ist einfach unter aller Sau. Es ist halt so, findet euch damit ab. Und wenn ihr das ganze zu verbissen seht, solltet ihr das Hobby wechseln und lieber Boxen gehn oder so.

    Die beiden sind ja nicht zusammen weil es einen Geocaching-Vorteil hat!!!!

    Ich finde die Reviewer bei uns im Saarland machen einen guten Job. Es brauchte eine kurze Eingewöhnungsphase nachdem Earl Silas die Listing an den Nagel gehängt hat, aber mittlerweiler klappt das alles sehr gut. Ich würde den Job nicht machen wollen, vor allem wegen solchen Aktionen. Ihr habt meinen tiefsten Respekt.

    In diesem Sinne wünsche ich euch allen Happy Caching und gutes Finden

    PS: @Saar-Könige: Regt euch nicht zu sehr darüber auf, Neider gibts immer. Ihr seid schon in Ordnung :-)

  5.  

    Und ich glaube das hier dem oder der Owner(in) und dem Reviewer eins ausgewischt werden sollte, weil der Reviewer zufällig mit dem oder der Owner(in) befreundet ist und man persönlich mit dem ein Problem hat.

    Das ist der Grund warum Reviewer lieber anonym blieben oder bleiben.
    Jetzt haben wir mal einen der kein Geheimniskrämer ist und sich damit auch angreifbar macht und schon wird das auch in die Tat umgesetzt.

    Schade eigentlich.

    •  

      Schön geschrieben! Ja – auch ich mach mal Fehler & dazu steh ich auch. Sowas passiert halt & dann kann man auch gerne drüber reden. Leider bin ich bisher von niemandem hier selbst mal drauf angesprochen worden – Nur Jörg hat für den Artikel alles kritisch hinterfragt und konnte wahrscheinlich dann auch meine Beweggründe vollends nachvollziehen.

    •  

      Ich weiss nicht, was das eine mit dem anderen zu tun haben soll. Hier wurde ein Fehler gemacht und der NA, gut ich h#tte wahrscheinlich ein NM geloggt, hat dies aufgezeigt. Wieso man daraus jetzt eine Hexenjagd konstruiert, erschließt sich mir nicht so ganz.
      Reviewer und Könige sind auch Menschen und dürfen auch auf Fehler aufmerksam gemacht werden.
      Oder darf man das nicht mehr, weil es sonst heißt: Das ist ja nur, weil die ein Paar sind…
      Also künftig lieber die Klappe halten, sonst ist man selbst der Böse.

      •  

        Jörg hat in seinem Artikel nie darüber gesprochen. Wer den NA Log gelesen hat, hat auch gesehen, dass solch dumme Anspielungen auch darin enthalten waren, genau wie in manch Kommentaren hier. Könnten wir nun einfach so stehen lassen, tun wir aber nicht. Wie du ja sagst, hat das eine mit dem anderen nichts zu tun.
        Der Cache wurde nach Rücksprache mit mehreren Parteien (die selbst nicht 100% sicher waren) geändert. Wo ist daran nun ein Problem? Der NA Log wurde also keinesfalls ignoriert “weil sich die Saar-Könige das erlauben dürfen”.
        P.S.: die Saar-Könige bestehen übrigens aus mehreren Personen und sind nicht alle mit einem Reviewer liiert ;-)

  6.  

    Ein NA Log geht gar nicht, zumindest nicht bei diesen Owner, da ist ja eher noch Hostienfrevel und ne Liegestütze auf dem Altar statthaft.
    Gemauschelt, aufgefallen, Pech gehabt.

  7.  

    Schön Christian Bärwang, dass dich unsere privaten Probleme nichts angehen ;-)
    Es soll noch Leute geben, die das Eine von dem Anderen trennen können. Mag für manche wohl schwer zu verstehen sein.

  8.  

    Also die Guidlines sind ja in diesem Punkt mal eindeutig, wie von Dir beschrieben. Aber warum ist das so streng. Dies m.E. an der wesentlich schärferer Gesetzgebung in den Staaten s. z.B. Produkthaftung und Schadensersatzsummen. Meiner Meinung nach sollte hier der gesunde Menschenverstand immer noch funktionieren. Wenn ich bei mir auf der Arbeit ein paar Tempos benutze sieht das der Arbeitgeber auch nicht als Werbung. Anders empfinde ich es, wenn hier wirklich auf den Kauf eines Produktes oder den Besuch eines Geschäfts in vertrieblicher Art und Weise hingewiesen wird. Wobei vielen von uns auch schon Dosen in Restaurants oder Geschäften gemacht haben z. B. In Maastricht. Ist das nicht auch Werbung? Ich finde nicht, da ich nicht eingeladen oder aufgefordert werde hier was zu konsumieren. Ich selber hatte letztens ein ähnliches Problem mit einem Eventlisting. Ich wollte ein Schkokusswettessen (öffentliche Lokation, keine Kosten für die Teilnehmer) als Event machen. Dies wurde abgelehnt, da es und Werbung für einen Wettkampf handelte und den sozialen Aspekt des Geocaching verfehlte. Ich habe nach mehreren Diskussionen und Anpassung des Listings aufgeben und habe es archiviert.

  9.  

    Es ist halt schon so, dass alle Cacher gleich sind. Nur manche sind dann eben doch gleicher.
    So geschehen bei dem Nutella Cache.
    Wäre der Owner von diesem Cache nicht gleichzeitig die Freundin des bearbeitenden Reviewer, könnte ich mir vorstellen, dass das Listing wohl nicht so ohne Weiteres durchgewunken wäre.
    Und das ist wohl hier der springende Punkt.

    •  

      Ach Christian … deine Meinung hast du dir anscheinend ja schon gebildet ohne vorher mit mir zu reden. Ich habe Jörg eine lange Liste mit Caches (die ich auch freigeschaltet habe) geschickt bei denen dann der Owner auch gleicher sein müsste. Fehler passieren nunmal – und ich finde es gut darüber zu diskutieren und verschiedene Ansichten zu sehen – dann aber bitte auch auf einer Ebene die auf Fakten basiert.

  10.  

    Ich halte es auch für überzogen, Cachelistings von Markennamen o.ä. freizuhalten. Allerdings würde ich aus einer anderen Richtung an die Frage herangehen: Will der CO erreichen, dass mehr oder überhaupt Menschen Nutella (oder ein anderes Produkt) kaufen? Nein! Werbung bedeutet, dass jemand etwas in der Öffentlichkeit verkaufsfördernd verbreiten möchte. Was für ein Interesse hätte ein CO, dass mehr Nutella gekauft wird? Keins. (Es sei denn, man könnte ihm nachweisen, dass Nutella ihn für die Überschrift sponsort.) Soll er doch in Gottes Namen selber Spaß mit der Schokocreme haben.

  11.  

    In meinem Listing stand etwa das hier: “Durch die Merceddes-Benz-Arena, die Schleyer-Halle und das Mercedes-Benz-Museum ist der Neckarpark ein Magnet für auswärtige Besucher.” Das ging nicht durch wegen “Werbung”.

    Der selbe Reviewer hat etwas später dann den Cache “Mercedes-Benz Welt” freigeschaltet. Ich hab mir meinen Teil gedacht. Meinen Cache “Staengel & Ziller” (Esszet Schnitten) durfte ich auch ziemlich entschärfen. In meinen Augen sollte man das nicht so eng sehen. Schließlich erzählen wir hier Geschichte.

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