Feb 112016
 

Da saarzwerg und ich beide keine Faschingsenthusiasten sind,  haben wir den Rosenmontag für einen Ausflug nach Paris genutzt.

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Leider hat das Wetter nicht so mitgespielt. Aber auch bei Regen ist Paris immer noch eine interessante Stadt! Und Dosen kann man dort auch suchen…

Von Saarbrücken ist Paris mit dem ICE in knapp zwei Stunden zu erreichen. Bucht man früh genug, so kann man die Tickets für 29€ pro Person und Strecke bekommen. Von Frankfurt dauert die Fahrt ca. 4 Stunden und ist ab 39€ zu haben…

Um 8 Uhr morgens ist unser ICE mit fünf Minuten Verspätung am Saarbrücker Hauptbahnhof mit uns an Bord losgefahren. Leider hat er auch unterwegs eher Zeit verloren statt die Verspätung wieder einzuholen. So erreichen wir erst kurz nach 10 Uhr den Kopfbahnhof Paris-Est.

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Als Erstes verlassen wir den Bahnsteig in Richtung der Metro – sie ist im Untergeschoss des Bahnhofes. Dort kaufen wir je eine Tageskarte für die Zonen 1-2 für je 7€. Damit sind wir flexibel und können jederzeit unsere Pläne ändern.

Leider hat der Wetterbericht für heute starken Regen bis ca. 13 Uhr prophezeit und so wollen wir zunächst dem Louvre einen Besuch abstatten. “Sightseeing first!”

Die Metro ist in Paris das ideale Fortbewegungsmittel, um schnell und einfach von A nach B zu kommen. An den Informationsstellen fragen wir nach einem Metroplan und bekommen einen kostenlos.

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Als wir am Louvre den Untergrund verlassen, haben wir blauen Himmel – was ist das denn? Schön, dass der Wetterbericht unrecht hat.

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Am Louvre ist eine kilometerlange Menschenschlange vor dem Ticketverkauf. Angesichts dieser Schlange und dem aktuell guten Wetter planen wir um: Wir fahren zum Eiffelturm und wollten etwas “Geocachen”. Um einen schönen Blick auf den Turm zu haben, steigen wir am Trocadero aus. Von dort oben hat man einen schönen Ausblick auf Eiffelturm, Marsfeld und den Tour Montparnasse dahinter. Leider zieht sich der Himmel mit Gewitterwolken zu. Sollte der Wetterbericht doch recht gehabt haben?

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Wir laufen die Treppen vom Trocadero zum Eiffelturm hinunter. Unterwegs fängt es leicht zu regnen an – hört aber auch schnell wieder auf.

Ja, auch wir haben jetzt so ein “Deppenzepter”! Mit dem Turm im Hintergrund probieren wir unser erstes Selfie. Ihr seht – das müssen wir noch etwas üben…

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Aber nun zur Dosensuche! Zuerst schauen wir nach dem Tradi “Les Deux Tours“. Hier müssen wir etwas länger suchen…

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Ist schon ein komisches Gefühl – in Frankreich herrscht wegen der Attentate immer noch Ausnahmezustand. Unter den Eiffelturm läuft eine schwer bewaffnete Militäreinheit in Kampfanzügen Streife, während wir hier an einer Mauer “rumfingern”…

Bingo – da ist er – nun aber schnell ins Logbuch eintragen und weitergehen!

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Wir wechseln die Seite und suchen nun den Tradi “Merci Pour La Construction Mr Eiffel !“. Leider kein schönes Versteck: ein Tradi, der Gefahr läuft von den Hunden der Gassi-Geh-Muggel angepinkelt zu werden. Zum Glück haben wir Handschuhe dabei!

Nachdem wir auch diese Dose gefunden haben, wenden wir uns einer kleinen Kletteraufgabe zu. Ebenfalls in unmittelbarer Nähe des Eifelturms liegt der Tradi “Eiffel Power“, der seinem Namen alle Ehre macht.

Schön dekoriert hängt eine kleine Dose außen an einem weit ausladenden Baum. Ich muss mich hier schon etwas anstrengen, um an die Dose zu kommen.

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Für den nächsten Geocache haben wir extra aus Deutschland eine Plastikflasche mit Wasser mitgeschleppt! Damit wollen wir den “En cherchant la boîte branchée…” angehen. Im Vorfeld hatte ich einen netten Email-Verkehr mit dem Owner, der mich auf dieses kleine Detail hingewiesen hat – der Hint ist meiner Meinung nach nicht so eindeutig, als dass man als Tourist hier das Nötige dabei hätte!

Auch diesen Cache loggen wir.

Nun wollen wir einen kleinen Spaziergang in die Nähe des Invalidendomes unternehmen. So laufen wir über das Marsfeld…

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… bis zur École militaire. Unterwegs begegnen uns einige Segway-Fahrer, was mich daran erinnert, dass ich noch einen Gutschein habe, um das auch mal ausprobieren zu können.

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Noch hält das Wetter. Zwischendurch scheint sogar mal die Sonne. Wir genießen unseren Spaziergang. Schon von Weitem strahlt die goldene Kuppel des Invalidendoms im Mittagslicht. Auch hier gibt es eine starke Militärpräsenz. Alle Touristenspots werden derzeit gut bewacht.

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Wir laufen rechts am Dom vorbei bis zur Vorderseite. An der Ecke, im Eingang zu einem Park, soll der Tradi “Les Schtroumpfs – #3 La Schtroumpfette” versteckt sein. Vor Ort angekommen müssen wir leider feststellen, dass sich die Dose laut GPS im abgesperrten Bereich dieses Parks verbrirgt. Ein Blick auf das Spoilerbild bestätigt unsere Vermutung. Normalerweise wäre ich über den Zaun gestiegen – aber bei diesem Ausnahmezustand habe ich keine Lust mich beim Militär verantworten zu müssen… also kein Fund!

Mittlerweile hat ein starker Regen eingesetzt. Da uns auch der Magen in den Knien hängt, beschließen wir die nächste Metro zu nehmen und zum Montmatre zu fahren, um dort ein kleines Restaurant fürs Mittagessen zu suchen.

Dort angekommen landen wir – nach einigem Suchen und Studieren der Speisekarten – bei einem Kambodschaner. Das Essen ruft Erinnerungen an unseren Indochina – Urlaub wach.

Nach einer gemütlichen Mittagspause brechen wir wieder auf und laufen zum Schrägaufzug, den wir mit unserer Tageskarte kostenlos nutzen können.

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So bequem bin ich bisher noch nie nach Sacre Coeur hochgekommen. Inzwischen ist das Wetter wieder richtig gut geworden. Wir haben einen blauen Himmel und die Sonne blitzt ab und zu zwischen den Wolken hervor.

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Natürlich wollen wir auch hier nochmal unseren Deppenzepter ausprobieren. Inzwischen klappt das doch schon recht gut, oder?

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Nun ist etwas Sightseeing angesagt! Wir wollen hoch in die Kuppel der Basilika steigen. Vor dem Aufstieg müssen wir pro Person 6€ zahlen. Dann warnt uns ein Schild: 300 Stufen bis nach oben.

Über eine sehr enge Wendeltreppe beginnen wir unseren Aufstieg. Nach Zweidritteln der Strecke führt unser Weg ins Freie auf das Dach. Inzwischen ist das Wetter so richtig schlecht geworden. Der Wind pfeift uns sehr stark um die Ohren. Es hat wieder begonnen zu regnen. Irgendwie hat uns doch der Wetterbericht versprochen, dass es ab 13:00 Uhr besser werden soll? Nun ist es schon nach 14 Uhr und es wird immer schlechter. Na toll!

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Bei den Wolkenkratzern am Horizont braut sich ein gewaltiges Gewitter zusammen. Der Himmel wird immer dunkler. Zum Glück sind wir hier ja im Trockenen.

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Der Weg führt über eine weitere enge Wendeltreppe im Inneren kontinuierlich nach oben. Endlich erreichen wir den Rundgang in der Kuppel. Von hier oben haben wir eine atemberaubende Aussicht über Paris.

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Leider haben auch hier die Vandalen zugeschlagen – ich kann einfach nicht verstehen, warum manche Leute überall ihren Namen hinkritzeln müssen?

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Wir gönnen uns noch einen letzten Blick zum Eiffelturm, bevor wir wieder unseren Abstieg in Angriff nehmen. Inzwischen war es dort oben sehr zugig und feucht geworden.

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Kurioserweise hat das Wetter während unseres Abstieges schon wieder gewechselt: Es hat aufgehört zu regnen und wir können schon wieder einige Stellen blauen Himmels entdecken.

Wir nutzen die Gelegenheit etwas durch das Viertel am Montmatre zu schlendern.

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saarzwerg gönnt sich ein Eclaire und ich mir eine herzhafte Crêpe. So macht ein Paris-Besuch doch richtig Spaß!

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Oben auf dem Hügel rund um Sacre Coeur ist ein Touristenhotspot. Überall gibt es etwas zu schauen und zu kaufen.

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Auch viele Künstler bieten hier ihre Werke an.

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Auf dem Montmatre fallen mir zwei Tradis auf dem GPS auf, bei denen wir vorbeischauen wollen. Zunächst besuchen wir den ältesten Weinberg von Paris. Am unteren Ende ist der Nano “Vignes de Montmartre – Vines of Montmartre” versteckt, den wir leider nicht finden können.

Auch der Versuch den Tradi “Square Nadar (18e Arr.)” zu heben, scheitert, da wir den auch hier abgesperrten Park nicht betreten wollen.

Zwei DNFs in Folge – also weiter zum nächsten. Wir wagen einen Versuch bei dem Tradi “Droit dans l’mur“, der uns wieder in Richtung der Metro bringt. Im Moment als wir die Dose loggen, geht ein Platzregen nieder. Schon wieder ein Gewitter… so macht Geocaching in Paris aber keinen Spaß!

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Wie entscheiden uns abzubrechen und beim Louvre einen neuen Versuch zu wagen.

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Die Metro ist schnell erreicht. Dieses Mal betreten wir den Louvre durch das unterirdische Einkaufszentrum “Carousel”. Wow – das ist groß und hat sogar einen Apple-Store.

Auch Eintrittskarten in den Louvre gibt es hier ohne eine lange Schlage. Leider erfahren wir von der Verkäuferin, dass das Museum nur noch eine Stunde offen ist. Für 15€ Eintritt erscheint uns das etwas kurz.

So nutzen wir die Gelegenheit hier mal etwas zu shoppen. Im Swatch-Store sehe ich dann sogar noch die Mona-Lisa… passt doch – warum dafür 15€ Eintritt zahlen?

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Da um 19:00 Uhr unser Zug nach Saarbrücken am Gare de l’Est abgeht, wird es auch langsam Zeit an die Rückfahrt zu denken. Draußen ist immer noch Weltuntergangsstimmung. Es regnet ununterbrochen.

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Die Pyramiden am Louvre sind inzwischen beleuchtet.

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Und auch davor gibt es eine schöne Lichtinstallation.

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Ich mache noch ein paar Bilder und wir fahren mit der Metro zum Bahnhof.

Dort haben wir noch etwas Zeit für weiteres Shopping. Dann fährt unser Zug pünktlich nach Deutschland zurück.

Wow – trotz des schlechten Wetters war es wieder ein Tag mit vielen schönen Eindrücken. Es hat zwar nur zu fünf Dosen gereicht. Aber es müssen ja nicht immer hunderte sein – Hauptsache, der Tag hat Spaß gemacht!

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Wart Ihr auch schon in Paris? Wie hat es Euch dort gefallen? Und habt Ihr auch Dosen gesucht? Welche könnt Ihr empfehlen? Wir fahren sicher bald mal wieder dahin! Ich freue mich auf Euer Feedback unter diesem Artikel!

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  4 Antworten zu “Paris: Eine Eintages-Geocaching-Tour”

  1.  

    Na nu, denke ich: Den Typ in der Wand kennst Du doch? Und den Baum am Eifelturm doch auch? Richtig? Richtig: http://cacheback.de/?p=495

    Witzig, dass bei soooo vielen Orten schon mindestens 2 uns beide (bzw. 4) angeloggt haben. Urban Invasion ( http://coord.info/GCGW89 ) habt Ihr Euch aber nicht angeguckt, oder? Dafür würde ich noch mal einen Tag hin ;-)

  2.  

    Tolle Idee für Rosenmontag.
    Ich glaube das machen wir nächstes Jahr auch oder vielleicht zum Valentinstag.
    Ein Ausflug in Die Stadt der Liebe wäre ja da genau richtig.
    Danke für deinen Bericht.

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