Feb 222015
 

Am letzten Samstag fand die Qualifikation zur Geocaching-Meisterschaft 2015 statt, da sich 33 Teams angemeldet hatten und im Sommer nur 18 Teams teilnehmen können.

12. Deutsche Geocaching Meisterschaft.png

Um es kurz zu machen – in diesem Jahr habe ich die Qualifikation als echte Quälerei empfunden! Aber es ist wieder gut für uns ausgegangen: Alle drei angemeldeten saarländischen Teams konnten sich qualifizieren.

 

Unser Team…

… hat derzeit noch keinen Namen. Wir waren als “Team (Name muss noch gefunden werden)” unterwegs. Auch die Besetzung für die Meisterschaft ist noch nicht vollständig. In der Qualifikation sind wir angetreten mit tower27 nebst Partnerin, corvus1, kayzersose, eddoblaster, Hunter Stingbert, saarzwerg und mir.

Hier ein paar Impressionen von “unserer” Qualifikation

corvus1 und Saarfuchs

Die Ruhe vor dem Sturm – noch können wir lachen!

 

saarzwerg

saarzwerg beim letzten Kaffee bevor es los geht.

 

Alle bei der Arbeit!

Die NSA wäre neidisch: unsere IT-Infrastruktur im Wintergarten.

 

kayzersose

kayzersose schaut sich das Rätsel mal ganz genau an!

 

Hunter Stingbert

Eddoblaster und Hunter Stingbert lösen ganz entspannt ein paar Rätsel…

 

saarfuchs, saarzwerg und der kayzersose

Teamarbeit ist alles: gemeinsam sind wir stark!

 

saarfuchs, saarzwerg und Nella

… und auch die Haushündin Nella will uns unterstützen!

 

Danke an tower27 für diese schönen Bilder, die er mir für den Artikel zur Verfügung gestellt hat.

 

Die Regeln

Auch in diesem Jahr konnten auf der Webseite der Geocaching-Meisterschaft 2015 (die nun leider nicht mehr verfügbar ist) Rätsel gelöst und dafür Punkte eingesammelt werden. Es gab sechs Rätsel-Stränge, die unabhängig voneinander bearbeitet werden konnten. Jeder Strang bestand aus vier Rätseln, von denen das nächste erst freigeschaltet wurde nachdem das vorhergehende gelöst wurde.

Screenshot Infos zur Qualifikation

Screenshot von http://www.gc-meisterschaft.de/?q=Quali

 

Die Regeln wurden kurz vor dem Start auf der Webseite veröffentlicht. Für die Rätsel pro Strang gab es 1,2,3 und 4 Punkte. Der aktuelle Punktestand aller Teams wurde in einem Liveticker auf der Webseite angezeigt – so wusste jedes Team immer, ob es aktuell noch zu den achtzehn qualifizierten gehört.

 

Die Auswahl der Rätselstränge

Interessant fand ich in diesem Jahr die Art und Weise, wie ein Rätselstrang auszuwählen war: Dazu mussten vier “richtige” Kartenausschnitte zusammengesetzt werden um die Dialogbox mit dem Rätsel sowie dem Eingabefeld für die Antwort angezeigt zu bekommen.

Kartennavigation Stufe 1

Richtig angeordnete Karte mit einem gefärbten Kartenelement

 

Ingesamt enthielt die Box Kartenteile aus sechs verschiedenen Karten (für die sechs Rätselstränge). Mit den beiden Knöpfen direkt neben einem Kartenteil konnte dieses gewechselt werden.

Sobald die Karte richtig angeordnet wurde, färbte sich ein Kartenelement bunt und konnte angeklickt werden um das Rätsel zu öffnen.

Wurde ein Rätsel des Stanges richig gelöst, so wurde das auch auf der Karte angezeigt.

Kartennavigation - Stufe 3

Richtig angeordnete Karte mit zwei gelösten Rätseln und einem weiteren gefärbten Kartenelement

 

Es dauerte etwas bis ich mich mit diesem System angefreundet hatte. Nachdem ich für jeden der sechs Rätselstränge ein markantes Kartenteil identifiziert und dokumentiert hatte, konnten wir schnell an die Rätseldialoge kommen.

 

Die Rätsel

Die Rätsel waren sehr abwechslungsreich und kamen aus den unterschiedlichsten Bereichen: Fakten-Ergooglen, Verschlüsselungen brechen, Bilderrätsel lösen, Bits verschieben und noch vieles mehr.

Hier eine kleine Auswahl aus den Rätseln:

Bilderrätsel

Ein klassisches Bilderrätsel, was zu einem Ort führte, auf den sich die folgende Frage bezog.

 

Das Hin und Her Rätsel

Ein fieses Eingangsrätsel, was bei uns verhinderte, dass wir in diesem Rätselstrang auch nur ein einziges Rätsel gelöst bekamen.

 

Kreuzworträtsel

Ein Kreuzworträtsel – hier ein Zwischenstand auf dem Weg zu unserer Lösung

 

Das Rätsel Peak

Bei diesem Rätsel kam man nur weiter, wenn man sich die gegebenen Buchstaben auf einer Tastatur einzeichnete und die Berge anschließend in Bits verwandelte… Ein sehr harter Brocken für uns!

 

Das Silberfund-Rätsel

Hier konnten wir schnell die Bedeutung der Formel ermitteln – brauchten dann aber noch ewig bis wir das Lösungswort in der richtigen Schreibweise eingegeben hatten…

 

Bei den Rätseln waren meiner Meinung nach ein paar echt harte Brocken dabei:

  • Bei dem Rätsel “So steht es geschrieben” war ein verschlüsselter Text gegeben worden ohne jeglichen Hinweis (oder wir haben ihn zumindest nicht entdeckt) auf die richtige Chiffre oder das Schlüsselwort.
  • Das Rätsel “Sagengestalt” beschäftigte sich mit der Hildesheimer Sage “Huckup”: Viel Text, wenig Ideen – auch hier kamen wir nicht weiter… (OK, inzwischen habe ich gehört – es war doch nicht so schwer und ich ärgere mich, dass wir so auf dem Schlauch gestanden haben).
  • Bei “Belesen” gab es zunächst ein mathematisches Rätsel, was für uns schnell zu lösen war und zu dem Text “13 : 61105 S 53” führte – auch hier war dann Endstation für uns.
  • “Hin und Herr”, das 1-Punkt-Einstiegsrätsel verhinderte, dass wir uns weitere Rätsel dieses Stranges anschauen konnten. (Auch wenn ich nun gehört habe, wie es gehen soll, frage ich mich, wie man darauf kommen soll?)
  • Ein Rätsel mit einem großen Bild namens “PC-Wette” brachte uns auch nicht weiter. Hier bin ich mal gespannt, ob irgendwann noch die Lösung präsentiert wird?

 

Gleiche Rätsel für alle?

Ein kleiner Erfahrungsaustausch mit anderen Teams nach der Qualifikation zeigte, dass nicht alle Teams die gleichen Rätsel an der gleichen Stelle gestellt bekamen. Da keiner alle Rätsel gelöst oder auch nur gesehen hat, lässt sich derzeit nicht sagen, ob nur die Reihenfolge verändert wurde oder insgesamt mehr als die genannten 24 Rätsel existierten.

Persönlich finde ich dieses Verfahren etwas unglücklich: Die Schwere des Rätsels ist immer etwas Subjektives und bei Punktgleichstand hat der Zeitpunkt, wann ein Rätsel gelöst wurde, Auswirkungen auf die Platzierung. Daher hätte ich mir die gleichen Rätsel in der gleichen Reihenfolge für alle Teams gewünscht! Um einem Weitergeben von fertigen Lösungen vorzubeugen, hätte es ja genügt, den Lösungsweg beizubehalten und die Lösungsworte zu variieren.

Auf Facebook war auch schon eine Kritik zu diesem Punkt zu lesen.

 

Die Spannung am Ende

In der letzten (und damit zwölften (!) Stunde) der Qualifikation wurde es noch einmal richtig spannend für die Teams, die es bis dahin knapp auf die qualifizierten Plätze geschafft hatten.

Bewegung gegen Ende macht die Quali spannend!

Die rote Linie: der entscheidende Unterschied zwischen Erfolg und Niederlage.

 

Die rote Doppellinie in der Tabelle ist die Grenze: darüber heißt qualifiziert und darunter hat es nicht so ganz gereicht.

In der rechten Spalte seht Ihr den Zeitpunkt der Eingabe der letzten richtigen Lösung – gerechnet ab dem  Beginn der Qualifikation. Fünf Teams haben es noch in der letzten Stunde geschafft eine weitere Aufgabe zu lösen und durch die so hinzugewonnenen Punkte die Tabelle zu verändern. Bedauerlich für die Teams, die “auf den letzten Drücker” noch aus dem qualifizierenden Bereich herausgefallen sind.

 

Mein Fazit

Ich empfand die Rätsel im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt zu schwer! Bei dieser Qualifikation gab es maximal (1+2+3+4)*6=60 Punkte zu verdienen. Das laut inoffiziellem Liveticker bestplatzierte Team “Die Unorthodoxen” hat mit 27 erreichten Punkten noch nicht einmal die Hälfte aller möglichen Punkte geschafft.

Liveticker mit inoffiziellem Endergebnis

Liveticker nach Ende der Qualifikation

 

Unser Team hat sich fast die letzten vier Stunden nur noch erfolglos um Lösungen bemüht und musste mitansehen, wie die anderen Teams immer näher kamen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir in jedem Rätselstrang einen Punkt erreicht, wo wir uns keine neuen Ideen zur Lösung erarbeiten konnten, was zu einer Mischung aus “genervt” und “gelangweilt sein” führte.

Auch habe ich versteckte Hinweise vermisst, die auf den richtigen Lösungsweg hindeuteten.

Vergleiche ich diese Qualifikation mit denen in den Jahren davor, so hat sie mir persönlich nicht so gut gefallen! Es gab einfach im zeitlichen Verlauf zu wenige Erfolgserlebnisse…

Aber natürlich ist unser Team froh, dass wir wahrscheinlich die Qualifikation geschafft haben: Aktuell stehen wir auf dem dritten Platz. Noch erfreulicher ist es, dass auch die beiden anderen saarländischen Teams wieder mit dabei sind!

Die nächste schwere Aufgabe für unser Team wird nun sein noch einen vernünftigen Team-Namen auszusuchen…

Und dann: HILDESHEIM, wir kommen!

Und noch eine Bitte für die kommenden Meisterschaft zum Schluss: Das Ganze ist ein Spiel und das soll allen Teilnehmern Spaß machen – bitte behaltet das beim Design Euer Wettbewerbs-Geocaches im Hinterkopf.

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  6 Antworten zu “Geocaching-Meisterschaft 2015: Die Qualifikation”

  1.  

    was mich ja am meisten geärgert hatte war dass wir mit meinem Telekom-VDSL50 zu 98% der Zeit keinen Zugriff auf die Seite der Quali bekommen haben.
    So musste dann das Handy einer Miträtslerin mit O² einen WLAN HotSpot aufmachen…..damit hats geklappt.
    Leider hab ich auch aufm Schlauch gestanden und kam net auf die Idee einfach mitm TOR Browser über mein VDSL zu surfen oder den Raspberry Pi als TOR Router dazwischen zu schalten….
    Trotzdem war die Erreichbarkeit der Seite irgendwie Murks.

    •  

      Irgendwie ist der Serbver manchmal sehr träge. Ich weiß gar nicht, was wir am Samstag für einen Provider hatten – aber in Dudweiler war es annehmbar.

      Im Forum der Meisterschaft haben sich mehrere über den Server beschwert?!

  2.  

    Beim Lesen dachte ich mir: “Uii, anscheinend war es dieses Jahr knapp”.
    Und dann landet ihr auf dem dritten Platz …
    Ihr solltet den Teamname “Sieg oder Spielabbruch” wählen. :D

    Gruß Tom

  3.  

    Wir haben auch um 18.50 das letzte Rätsel gelöst, danach war nur noch tote Hose.
    Mich würden die Lösungswege sehr interessieren.
    Peak, Huckup, So steht es geschrieben, 1, 2 oder 3, Hin und Her und Teufelshorn waren unsere Endstationen.
    Leider sind wir an der Quali gescheitert. Im nächsten Jahr gehts aber weiter. (Cacherbande)

  4.  

    Danke für den Bericht! So rückblickend finde ich es dann doch nich schlimm, dass das Team Westerwald die Anmeldung zur Quali verpennt hatte…
    Und dass letztes Jahr eine ganze Reihe Teams alles gelöst hatten und diese Jahr keins läßt auch auf die “Qualität” der Rätsel schließen… Wie du sagst: zu schwer macht irgendwann keine Spaß mehr.
    Nur ist es halt wie beim realen Cache auch: hammerschwere Rätsel kann jeder. Schwere Rätsel, die trotzdem lösbar sind, sind die Kunst :-)

    •  

      Hi Linus,

      bei deinem letzten Statement gebe ich Dir zu 100% Recht! Die Kunst ist schwere Rätsel zu bauen, bei denen man sich – wenn man den Lösungsweg gezeigt bekommt – sagt, oh man, hätte man echt drauf kommen können… das war aber bisher nur bei einem der fünf Rätsel, die wir nicht geschafft haben, der Fall!

      Trotzdem – der Versuch macht klug – versucht es doch einfach das nächste Mal wieder!

      Viele Grüße aus dem Saarland,
      Jörg

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