Sep 182014
 

Iich freue mich immer, wenn ich ein neues Interview zugeschickt bekomme. Und hier hat sich GeoWillow wirklich Mühe gegeben. Vor allem sein verrücktestes Erlebnis hat mir gut gefallen. Aber lest doch einfach selbst!

Der Geocacher "GeoWillow", den ich hier im Interview habe...

GeoWillow, wie lange bist Du schon Geocacher?

Fast auf den Tag genau 4 Jahre. Mein erster Geocache war in Trier auf dem Petrisberg am Luxemburger Turm.

Wie bist Du zum Geocaching gekommen?

Ich bin ein leidenschaftlicher Hörbuchhörer und da war dann irgendwann das Hoëcker-Buch „Auf den Spuren einen Schnitzeljägers“ bei mir im CD-Fach. Ich hatte vorher noch gar nichts davon gehört, war neugierig und suchte dann das erste Mal.

Wie viele Caches hast Du bisher gefunden?

Rund 3.000, man kann also sagen, dass ich infiziert bin.

Was ist Deine Homezone?

Ich reise und wandere sehr gern. Eine richtige Homezone habe ich deshalb nicht. Natürlich habe ich in meinem Wohnort Trier mehr Caches gefunden als woanders.

Welches ist Dein aktueller Lieblingscache? Warum ist er es?

Der Cache „Marios Stoneworld“ (GC3HCC3) gehört nach 3.000 Funden immer noch zu meinen absoluten Lieblingscaches. Einfach ein unglaublich toll ausgearbeiteter Cache, der mir sehr viel Spaß gemacht hat. Ich tue mir schwer, hier nur einen Cache zu nennen, da es mittlerweile so viele tolle und spannende Caches gibt. Selbst ein Tradi Trail, wie den „Jungle Trail“ in Frankreich, ist durch ein tolles Tageserlebnis mit netten Cacherkollegen positiv in meiner Erinnerung geblieben, obwohl die Stationen größtenteils als eher unspektakulär zu bewerten sind.

Welches ist der Cache, der Dir bisher am wenigsten gefallen hat und warum?

Ich habe mir angewöhnt, Kritik direkt dem Owner mitzuteilen und verzichte grundsätzlich auf eine Abrechnung in einem öffentlichen Log. Die Ausnahme bilden Hinweise, wenn ich der Meinung bin, dass ein Cache vielleicht von der T-Wertung zu niedrig angesetzt ist und beispielsweise Familien mit Kindern Probleme bekommen könnten. Aus diesem Grund werde ich hier keinen Cache nennen.

Welches war Dein verrücktestes Erlebnis beim Geocachen?

Da gibt es einige, aber nur einen „Einsatz“ werde ich nie vergessen. Während einer Geschäftsreise in München suchte ich mir in der Nähe meines Hotels ein paar Tradis raus, die ich am Feierabend noch ablaufen könnte. Darunter war auch ein Tradi einer Brunnnenserie. Auf dem Weg zu diesem Brunnen, der in der Nähe des Personaleingangs der Bayerischen Landesbank – also äußerst belebt- liegt, sah ich den Cachebehälter schon bereits aus 20 Metern Entfernung. Die Taktik war sehr schnell klar: Schnürsenkeltrick und ran an die Dose. Diese war allerdings nicht, wie vermutet, magnetisch angebracht, sondern geschraubt. Nach ein paar Umdrehungen hatte ich dann auch den Cachebehälter in den Händen, dachte mir aber: „Warum ist da kein Lögbuch drin und warum habe ich nasse Füße?“. Ich hatte das Auslaufventils des prallgefüllten Stadtbrunnens geöffnet und versuchte jetzt unter zig Zeugen gegen den Wasserdruck das 5cm Ventil wieder festzuschrauben. Nach einer gefühlten Ewigkeit war der Brunnen wieder dicht und ich gab Fersengeld. Einen zweiten Versuch habe ich dort nie wieder unternommen.

Das mag ich am Geocachen:

Die Bewegung in der Natur und der Ausgleich vom Job. Außerdem ist durch dieses schöne Hobby der persönliche Schweinehund, einen Tag vor dem Fernseher zu verbringen, fast gänzlich verschwunden.

Das mag ich am Geocachen weniger:

Besserwisserei, Kurzlogs und schlecht oder gar nicht gewartete Caches.

Das darf in meiner Cacherausrüstung nicht fehlen:

Meine Cacherausrüstung hat sich in den Jahren sehr erweitert und wird in der Planung zusammengestellt. Ob Wathose, Kletterzeug, Klappfahrrad oder Taschenlampen, wichtig ist es, immer das dabei zu haben, was man braucht. Minimum ist natürlich ein Stift und mein iPhone.

Hast Du eine eigene Webseite oder bist Du in den sozialen Medien unterwegs um über Dein Geocaching zu berichten?

Ich habe einen kleinen Blog auf meiner Website, aber eher für Freunde und Familie und habe die Facebook-Gruppe „GeoCaching Trier“ gegründet.

Hast Du einen Linktipp für uns? Eine Geocaching-Webseite, die man kennen sollte?

http://www.kryptographiespielplatz.de, falls es mal etwas kniffeliger wird.

Wieviele Geocoins besitzt Du und welches ist Deine Lieblingscoin?

25, in erster Linie sind das Event-Coins, von denen mir die 3 des Projekt Eck immer noch am besten gefallen.

GPS-Gerät oder Smartphone?

GPS Oregon 350 UND iPhone 5. Zum Navigieren nutze ich lieber das Oregon, allerdings ist ein Handtelefon meines Erachtens Pflicht, schon aus Sicherheitsgründen.

Tradi oder Mystery?

Logikrätsel finde ich klasse, kranke Kausalketten, denen nur der Owner folgen kann, finde ich nicht so prickelnd. Es gibt allerdings auch schöne Mysteries, bei denen man was lernt. Da ich aber oft im Urlaub auf Dosensuche gehe, konzentriere ich mich dort meistens auf Tradis.

Travelbugs – mitnehmen oder liegen lassen?

Die nehme ich immer mit, bewege sie und lege sie wieder ab. Das ist meines Erachtens der Sinn dieser kleinen Weltreisenden.

Wie wichtig sind Dir Meilensteine und weißt Du schon, welchen Cache Du an Deinem nächsten machen willst?

Überhaupt nicht. Meine nächste größere Sache, wohl eher als Jubiläumscache, wird der Outdoor-Teil einer 5/5-Mystery-Challenge werden. Hierzu muss man als Herausforderung 5 T5er in 5 verschiedenen Ländern gemacht haben und diese müssen sich obendrein noch im Cachetyp unterscheiden. Die Dose hängt an einer Steilwand oberhalb von Oberbillig in der Nähe von Trier.

Dein Tipp für Leute, die mit dem Geocaching anfangen wollen?

Ausprobieren und fragen. Evtl. in den lokalen Foren anmelden und natürlich ruhig mal bei einem Event vorbeischauen.

* * *

Allgemeine Informationen und eine Übersicht über alle bisher geführten Interviews findet Ihr auf der Seite der Interview-Serie. Dort könnt Ihr auch nachlesen, was zu tun ist, falls auch Ihr Euch als Cacher von Rheinland-Pfalz vorstellen möchtet!

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