Aug 212014
 

Das Geocaching-Team, das ich Euch heute vorstellen möchte, organisiert regelmäßig den Geocaching-Stammtisch in Idar-Oberstein. Vielleicht kennen ja schon Einige von Euch das Team TheGreenTool? Ich habe sie bei meinen Geocaching-Abenteuern schon mehrfach getroffen. Auch auf Mega-Events sind sie immer wieder zu finden.

Das Geocaching-Team "TheGreenTool", die ich hier im Interview habe...

Sie haben sich wirklich Mühe beim Beantworten meiner Fragen gegeben! Ich wünsche Euch viel Spaß bei Lesen ihres Interviews…

TheGreenTool, wie lange bist Du schon Geocacher?

Unseren Geocaching.com-Account haben wir am 11. Januar 2009 angelegt.

Wie bist Du zum Geocaching gekommen?

In einer ruhigen Minute kam ich auf Idee, im Netz ein wenig zu recherchieren, was es mit diesem “Geocaching” auf sich hat, von dem ich hier und da schon einmal gehört hatte. Dabei wurde dann unser Interesse geweckt.
Bis Oktober 2011 war es aber eher eine sporadisch ausgeübte Freizeitbeschäftigung. Als wir dann Ende 2011 verstärkt auf FTF-Jagd gingen, so erstmals mit den einheimischen Cachern persönlich in Kontakt kamen und daraufhin den heutigen GC-Stammtisch Idar-Oberstein gründeten, startete die Dosensuche richtig durch.

Wie viele Caches hast Du bisher gefunden?

3.474 (Stand: 19.08.2014)

Was ist Deine Homezone?

Idar-Oberstein, Kreis Birkenfeld, westlicher Kreis Bad Kreuznach

Welches ist Dein aktueller Lieblingscache? Warum ist er es?

In unserer persönlichen “Hall of Fame” unserer schönsten und außergewöhnlichsten gefundenen Caches listen wir zurzeit 42 Caches auf. Aber DEN schönsten Cache zu benennen fällt schwer.
“Scotland’s First” (GCF0) war für uns etwas ganz Besonderes. Die Mühen, den schottischen Ben More zu bezwingen und trotz aller Selbstzweifel das Ziel als unseren eintausendsten Cache zu erreichen, machten den ersten Cache ganz Großbritanniens zu unserem bis heute prägendsten Geocaching-Erlebnis. Dass dies sogar unser Cachehund Pepper mitmachte und darüber hinaus perfektes Wetter in dieser traumhaften Landschaft herrschte, machte an diesem Tag das Cacherglück vollkommen.

Die tollsten Caches auf Grund von Idee und Umsetzung sind bzw. waren für uns bisher (in chronologischer Reihenfolge):

GC23GRW – Die Nebel von (Gö)Avalon
Da der Cache inzwischen archiviert wurde, spoilere ich nicht, wenn ich verrate, dass sich der Final in einem Bankschließfach eines SB-Kundentresors mit automatisch milchig werdenden Glaswänden befand. Das war ganz großes Kino!

GC1AGHB – 24
Ein Echtzeit-Action-Abenteuer für zwei Außenteams und eine Indoor-Zentrale. Dieser Ausnahmecache war eine siebenstündige Hatz zu Fuß sowie mit Bus und Bahn quer durch Frankfurt. Ingesamt waren 20 Cacher in den drei Teams am Rödeln.

GC2T155 – Starfleet Academy I
Ein klassisches und besonders krasses Beispiel dafür, dass uns Geocaching an Orte führt, an die man sonst niemals kommen würde. In diesem Fall handelt es sich um ein urbanes intaktes Objekt, also kein Lost Place.

GC3HCC3 – Marios Stoneworld
Der bis jetzt schönste Multi. Hierbei kann man ohne Übertreibung sagen, dass es sich um ein ins wirkliche Leben übertragenes Super-Mario-Videospiel mit allem Drum und Dran handelt. Dazu eine superschöne, für ein Jump-and-Run-Game ideale Location mit vielen klasse Ideen und perfekter handwerklicher Umsetzung.

Welches ist der Cache, der dir bisher am wenigsten gefallen hat und warum?

Keine Ahnung, ob’s der schlechteste war, aber er kommt mir spontan ins Gedächtnis: GC3C3JR – Der Hügel der Entscheidung. Eine lieblos in einen wilden Bauschutthaufen an einem Waldrand geworfene Dose mit wirrer Beschreibung, irreführendem Hint und tausenden Versteckmöglichkeiten.

Welches war Dein verrücktestes Erlebnis beim Geocachen?

Neben dem oben erwähnten Erlebnis in einem Banktresor fällt uns noch die 18 km lange und sehr mühselige Wanderung über eine verlassene und teilweise völlig zugewucherte Bahnstrecke in Frankreich ein. Besser bekannt als “Jungle Train“.

Das mag ich am Geocachen:

Wie schon angedeutet, führt dich Geocaching an Orte, wohin du sonst niemals kommen würdest – selbst in deiner Heimat. Dann verdanken wir Geocaching viele neue Bekanntschaften und einige gute neue Freunde. Generell fällt uns die Offenheit und Hilfsbereitschaft von Cachern untereinander sehr positiv auf. Zuletzt hat es Geocaching geschafft, dass wir plötzlich freiwillig größere Strecken wandern, auf Bäume klettern und uns ein Gummiboot gekauft haben.

Das mag ich am Geocachen weniger:

Mich stört der ständige bewusste und geplante Selbstbetrug beim Cachen. Foren, in denen Mystery-Koordinaten ausgetauscht werden, T5er loggen, die man niemals selbst erreichen kann und der Spruch “Trag mich mal mit ein”. Außerdem nervt die ewige Intoleranz gegenüber Cachevorlieben Anderer oder das Schlechtreden von Caches oder Cachearten, die man selbst nicht kann oder mag.

Das darf in meiner Cacherausrüstung nicht fehlen:

Nichts Besonderes: GPS, Smartphone und der richtige Kugelschreiber.

Hast Du eine eigene Webseite oder bist Du in den sozialen Medien unterwegs um über Dein Geocaching zu berichten?

Wir haben seit Kurzem eine Facebook-Seite namens “TheGreenTool – Geocaching” und twittern als @TheGreenTool.

Hast Du einen Linktipp für uns? Eine Geocaching-Webseite, die man kennen sollte?

project-gc.com – eine coole Seite für Statistik-Freaks wie mich

Wieviele Geocoins besitzt Du und welches ist Deine Lieblingscoin?

Nicht so viele. 25 Trackables. Bisher konnten wir uns tapfer dem aufkommenden Sammelverlangen widersetzen. Ich kenne mich. Wenn ich damit anfangen würde, würde das ausarten ;-). Meine Lieblingscoin: The GCX-Files / Akte GCX (TB4C9ZF)

GPS-Gerät oder Smartphone?

Primär, also zur eigentlichen Navigation, für Offline-Hilfsapps und für Notizen das Garmin Monterra, unterstützt durch die Onlinefähigkeiten eines Samsung Galaxy Note 3 Smartphones.

Tradi oder Mystery?

Beides. Als Cacher aber mit deutlich geringerem Verlangen nach Mysteries als wir es als Owner verspüren. Trotzdem lassen wir vielversprechende Rätsel auch als Cacher nicht links liegen.

Travelbugs – mitnehmen oder liegen lassen?

Mitnehmen! Dafür sind sie doch da.

Wie wichtig sind Dir Meilensteine und weißt Du schon, welchen Cache du an Deinem nächsten machen willst?

Volle Tausender oder vierstellige Schnapszahlen werden explizit vorgeplant. Wir finden, besondere Caches krönen das neu erreichte Ziel. Deshalb sind die Wochen vorher oft (positiv) stressig: “Wir fahren in sechs Wochen nach … und brauchen bis dahin noch 400 Caches, um dort den dreitausendsten zu feiern.” So in der Art.
Der nächste ist noch zu weit weg, um sagen zu können, wann und wo wir ihn einplanen könnten.

Dein Tipp für Leute, die mit dem Geocaching anfangen wollen?

Wir führen sehr gerne Interessierte schrittweise und mit aktiver Begleitung ans Geocachen heran. Einfach bei uns melden! Wir haben daran Spaß, wenn die Chemie zwischen uns stimmt. Selbstverständlich wollen nichts dafür haben.

* * *

Allgemeine Informationen und eine Übersicht über alle bisher geführten Interviews findet Ihr auf der Seite der Interview-Serie. Dort könnt Ihr auch nachlesen, was zu tun ist, falls auch Ihr Euch als Cacher von Rheinland-Pfalz vorstellen möchtet!

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