Feb 282013
 

Unter den Urbexern schon lange bekannt: die Maison Heinen – ein ehemaliger Milchhof in einem kleinen Dorf in Luxemburg unmittelbar an der belgischen Grenze. Im Innern soll noch recht viel von der Einrichtung erhalten sein und man hört, es wäre “ein echtes Highlight für Fotografen”.


Daher möchte ich Euch mitnehmen auf eine virtuelle Reise durch diese offiziell noch unbedoste Location…

Wir beginnen unseren Rundgang in den Wirtschaftsgebäuden. Hier befinden wir uns in einem ehemaligen Stall. Man erkennt leicht den Einfluß der vielen Fotografen, die schon hier waren – ein Toilettenstuhl wurde hier in Szene gesetzt.


Diese Treppe ins Innere des Hauses ist nicht mehr vertrauenswürdig – sie dient nur noch als Fotomotiv.


Auf der anderen Seite des Hofes befinden sich noch ein weiterer Stall und eine Garage, die auch die Werkstatt enthält.


An der Wand des Stalls finden wir noch eine Tafel, wo 1991 handschriftlich das letzte Mal etwas notiert wurde. Ob der Milchhof danach verlassen wurde?


Nun ist es aber an der Zeit, sich im Wohntrakt umzuschauen. Die meisten Zimmer sind mit bunten Tapeten geschmückt. Leider fallen schon einige davon von der Wand.


Besonders repräsentativ finde ich den Haupteingang. Die untere Hälfte des Flurs ist mit bunten Kacheln verziert. Darüber gibt es schöne Wandgemälde.


In der Küche ist noch der alte Herd vorhanden. Wie damals üblich musste er noch befeuert werden.


Aktuell ist in der Küche ein Buch mit einem Logbuch darin zu finden. Der zugehörige Cache ist jedoch bei geocaching.com nicht zu finden. Ob es da ein Problem mit einem Reviewer gibt oder der Cache einfach nur auf einer anderen Plattform veröffentlicht wurde? Unter dem Logbuch befindet sich ein Verweis auf geocache.lu. Leider kann ich dort nicht nachfragen, da sich der Server seit längerer Zeit im Wartungsmodus befindet.


In der Küche findet man verschiedene Utensilien, die bisher zum Glück noch nicht entwendet wurden – so zum Beispiel diese Pfanne…


Wir verlassen nun die Küche und gehen wieder in den Hauptflur zurück. Leider blättert auch hier schon die Farbe von den Wänden. Er erinnert einen daran, wie vergänglich alles ist.


Die Kacheln im Flur sind sehr bunt – es entspricht wohl dem Geschmack der damaligen Zeit? Darüber kann man hier noch gut den Beginn der Wandgemälde sehen.


Am Ende des Hauptflures befindet sich die Treppe, die schön geschwungen in die obere Etage führt. Die Sprossen des Geländers sind in Kupferoptik gehalten.


Im ersten Stock angekommen, bewundern wir die Wandgemälde. Sie stellen eine schöne Alternative zu Tapeten dar.


In diesem Stockwerk befiindet sich auch das Schlafzimmer. Es ist noch voll eingerichtet mit Bett und Schrank. An der Wand hängen sogar ein Kreuz und einige Gemälde von Heiligenfiguren. Das ganze Zimmer wirkt auf mich, als hätten seine ehemaligen Bewohner es gerade erst verlassen.


An der Wand lehnen weitere Gemälde von Heiligen. Von einem befreundeten Fotografen habe ich erfahren, dass es nicht sicher ist, ob all diese christlichen Relikte auch wirklich den ehemaligen Bewohnern gehört haben – einiges davon könnte auch von den Fotografen mitgebracht worden sein.


In den meisten Zimmern ist auch noch die Lampe vorhanden. Hier ein besonders schönes Exemplar.


An manchen Stellen im Haus kann man durch viele Zimmer hindurch schauen. Hier der Blick in das eben gezeigte Schlafzimmer.


Folgt man der Treppe weiter nach oben, so gelangt man zum Speicher. Dieser hat insgesamt zwei Stockwerke. Er wirkt noch recht aufgeräumt. Man sollte jedoch darauf achten, wo man hintritt – das Haus wird immer baufälliger…


Wir gehen wieder nach unten – dieses Mal bis zum Ende der Treppe in den Keller. Dort befinden sich einige große Vorratsräume. In einem befindet sich ein Fleischwolf auf einem Tisch montiert. Was hier wohl Alles für eine lange Lagerung vorbereitet wurde?


Die anderen Kellergewölbe sind überwiegend leer. Es gibt kaum noch was zu sehen. Wir gehen wieder ins Erdgeschoss zurück…


Beim Rausgehen fällt uns noch ein altes deutsches Romanheft neben ein paar Bildern ins Auge. Noch ein letztes Bild schießen und wir beenden unseren Besuch in der Vergangenheit!


Wie immer gilt, wenn Ihr mehr Bilder von dieser Location sehen möchtet, so werft doch einen Blick in mein Webalbum.

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  3 Antworten zu “LP: Maison Heinen”

  1.  

    Hallo Leute ich bin aus Luxemburg und mache neben dem arbeiten shooting, un muss zwar sagen das haus dort habe ich in meinem leben noch nicht gesehen… Ich wàre euch dankbar wenn Ihr mir sagen würdet per Mail welches dorf es ist. wenn nicht dann ja muss ich gucken wie ich es anders rausfinde.
    :)https://www.saarfuchs.com/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_good.gif

  2.  

    Mal wieder sehr coole Fotos !
    Ist wirklich so als würde man Dich beim fotografieren durch das Haus begleiten ;-))

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