WERBUNG – Die Route verbindet ruhige Waldpfade, offene Panoramawege und ein Stück Weinbaugeschichte auf eine Art, die man so kaum erwartet – der vollständige Bericht liefert alle praktischen Infos, die man für eine eigene Tour braucht.
Wer das Ruwertal und den Stadtrand von Trier noch nicht zu Fuß erkundet hat, bekommt hier einen guten Grund, das nachzuholen.
Inhaltsverzeichnis
- Die 27. Etappe von Kasel nach Trier
- Auftakt an der Tourist-Information in Kasel
- Der lange Anstieg hinauf auf den Heidenkopf
- Die kleine Rast mit Weinprobe
- Über Panorama-Wege zur Weinbaudomäne
- Die Weinbaudomäne Gut Avelsbach
- Hinunter durch das Avelertal
- Durch den Kürenzer Schlosspark
- Was Ihr sonst noch in Trier erleben könnt
- Transparenzhinweis & Offenheit
- Interaktive Karte meiner Wanderung
Die 27. Etappe von Kasel nach Trier
Die finale 27. Etappe des Saar-Hunsrück-Steigs führt von Kasel nach Trier und bietet seit Herbst 2025 eine attraktive neue Wegführung.
Auf einer Länge von rund 11 Kilometern und mit etwa 240 Höhenmetern leitet die Route vom Heidenkopf aus über die Höhenlagen bei Tarforst. Diese Streckenänderung ermöglicht Wanderern weite Ausblicke über die offene Feld- und Wiesenlandschaft, bevor der Weg ins idyllische Aveler Tal abfällt. Ein kultureller Höhepunkt der Wanderung ist die Weinbaudomäne Gut Avelsbach, die 1898 als königlich-preußische Musteranstalt für den Weinbau gegründet wurde. Heute lädt das markante Anwesen mit einem Hofladen und einer Terrasse im Hofcafé zur Rast ein, wobei die jeweiligen saisonalen Öffnungszeiten beachtet werden sollten. Die Route führt weiter durch den Kürenzer Schlosspark, eine historische Parkanlage mit altem Baumbestand, bis zum Ziel am Trierer Hauptbahnhof.
Die Wanderung lässt sich logistisch ideal durch den ÖPNV ergänzen. Vom Hauptbahnhof Trier verkehrt die Buslinie 30 im 30-Minuten-Takt und erreicht den Startpunkt an der Tourist-Information in Kasel in etwa einer halben Stunde. Da die Haltestelle direkt am Ausgangspunkt der Tour liegt, ist ein reibungsloser Einstieg in diesen zertifizierten Premiumwanderweg gewährleistet.
Unterwegs gibt es vier Traditional-Caches, die unmittelbar auf der Strecke liegen und ein paar weitere, die mit kleinen Umwegen angegangen werden können.
Auftakt an der Tourist-Information in Kasel
Als ich um 9:45 Uhr an der Tourist-Information in Kasel ankomme, ist dort bereits reges Treiben zu beobachten und die Vorfreude auf den Tag ist förmlich greifbar. Die Tourismusgesellschaften von Ruwer-Hochwald und Trier haben verschiedene Blogger und Influencer zum gemeinsamen Anwandern eingeladen, um die Schönheit der Region und die neue Streckenführung des Saar-Hunsrück-Steigs gebührend zu präsentieren.
Die Veranstaltung beginnt bei bestem Wetter mit einem zünftigen Sektempfang, der perfekt zur traditionsreichen Kulisse des Ruwertals passt. Dr. Carmen von Nell-Breuning, die das renommierte Dominikaner Weingut in der elften Generation führt, stellt uns persönlich den LUDOVICO Riesling Sekt brut vor. Dieses Weingut blickt auf eine beeindruckende Geschichte zurück, die bis in die Zeit der Dominikaner im 13. Jahrhundert reicht, und ich finde den feinperligen Sekt persönlich sehr lecker und erfrischend.
Danach folgen noch eine offizielle Begrüßung und eine motivierende Ansprache vom Bürgermeister sowie einem Vertreter der lokalen Tourismusgesellschaft, die die Bedeutung des Wandertourismus für die älteste Stadt Deutschlands und ihr Umland hervorheben.
Dann ist es endlich soweit und unsere recht große Wandergruppe, bestehend aus den Bloggern, Influencern und vielen Vertretern aus Tourismus und Verwaltung samt deren Familien, setzt sich langsam und gut gelaunt in Bewegung. Wir verlassen den Weinort Kasel, der bereits im Jahr 902 urkundlich erwähnt wurde, und steuern auf die Höhenzüge zu, um die neue Etappenführung hautnah zu erleben.
Der lange Anstieg hinauf auf den Heidenkopf
Ich starte meine Tour direkt an der Tourist-Information in Kasel, umrunde das geschichtsträchtige Gebäude des Dominikaner Weinguts und biege in den dichten Wald ein. Die Strecke ist, wie für einen mit dem Wandersiegel des Deutschen Wanderinstituts ausgezeichneten Premiumwanderweg üblich, hervorragend markiert, sodass ich mich voll und ganz auf die Natur konzentrieren kann.
An einer kleinen Brücke wechseln wir die Seite des Benninger Bachs und folgen dem breiten Forstweg kontinuierlich den Berg hinauf. Von einem Experten der Universität erfahren wir hier ein spannendes Detail zur Regionalgeschichte, denn ganz in der Nähe der Brücke befand sich früher eine römische Wasserleitung, die mittels eines kleinen Aquädukts den Bach gequert hat. Diese beeindruckende Ingenieursleistung der Antike leitete das frische Quellwasser aus dem Ruwertal über viele Kilometer bis hin zum Amphitheater in Trier, das bereits um 100 nach Christus erbaut wurde und heute zum UNESCO-Welterbe gehört.
Der Weg weist eine konstante und damit sehr angenehm zu wandernde Steigung auf, während er fast malerisch parallel zum Benninger Bach verläuft. Auf einer Distanz von etwa 2,7 Kilometern überwinde ich dabei knapp 200 Höhenmeter.
Hinter einer weiteren Brücke ändert sich die Charakteristik der Strecke merklich, als der breite Forstweg in einen schmalen, naturnahen Pfad übergeht. Kurze Zeit später öffnet sich der Wald wie ein Vorhang und ich erreiche eine weite Hochfläche, die mir eine grandiose Aussicht über die rheinland-pfälzische Landschaft bietet.
Hier auf dem Plateau wartet zudem eine gelungene Überraschung auf unsere Wandergruppe, die diesen Moment perfekt abrundet.
Die kleine Rast mit Weinprobe
Als ich auf dem Plateau ankomme, bietet sich mir ein malerisches Bild, denn kleine weiße Stehtische stehen dort inmitten leuchtend gelber Rapsfelder für uns bereit.
Dr. Carmen von Nell-Breuning nimmt uns mit in die Welt des Weinbaus an der Ruwer, einem der kleinsten, aber traditionsreichsten Weinbaugebiete Deutschlands, erklärt uns zwei erlesene Weine und lässt sie uns in dieser besonderen Atmosphäre verkosten. Währenddessen dürfen die Kinder zwei verschiedene Traubensäfte probieren und kommen so ebenfalls in den Genuss der regionalen Erzeugnisse.
Eine solche Weinprobe direkt in der Natur zwischen den blühenden Feldern finde ich eine wirklich tolle Idee, die mir die lokale Weinkultur auf sehr persönliche Weise näher bringt. Während der Probe entwickle ich ein spannendes Gespräch mit einer Mitarbeiterin der Stadt Trier über Geocaching und die Möglichkeiten, die Umgebung spielerisch zu entdecken, wobei mir auffällt, dass leider nur wir Blogger Namensschilder tragen, was das Kennenlernen der anderen Teilnehmer etwas erschwert. Die Zeit unter der Frühlingssonne vergeht wie im Flug und schon bald werden wir von den Organisatoren dazu aufgerufen, unsere Wanderung auf dem Saar-Hunsrück-Steig fortzusetzen.
Über Panorama-Wege zur Weinbaudomäne
Bei herrlich sonnigem Wetter verlassen wir das weite Plateau und folgen dem markierten Weg mit leichtem Gefälle nach unten.
Hier treffen wir auf den Premiumwanderweg Traumschleife Trierer Galgenkopftour, ein zertifizierter Rundwanderweg, der für seine abwechslungsreichen Pfade und die Nähe zur historischen Stadt Trier bekannt ist.
Unser Weg geht nun in einen weichen Wiesenweg über, der sich wunderbar in die natürliche Umgebung einfügt.
Ab und an geben die dichten Sträucher an der Hangseite den Blick tief ins Tal frei und lassen die Vorfreude auf die kommenden Kilometer steigen.
Wir wandern weiter über ausgedehnte Wiesen und vorbei an Feldern, die im Frühjahr in einem satten, kräftigen Grün erstrahlen.
Durch die offene Landschaft bietet sich uns an sehr vielen Stellen ein traumhafter Ausblick in die Ferne, der weit über das Trierer Land hinausreicht.
Die Route führt immer recht eben und geradeaus durch eine saftig grüne Landschaft, während ich aus dem Fotografieren der beeindruckenden Kulisse kaum noch herauskomme.
Dann kreuzen wir einen asphaltierten Weg, über den ein historischer Kreuzweg steil hinauf zur Kapelle verläuft, was einen interessanten kulturellen Akzent in der Natur setzt.
Um diese Jahreszeit blüht schon Einiges am Wegesrand und die bunte Flora bereichert das Wandererlebnis ungemein.
An einer markanten Stelle biegen wir im 90-Grad-Winkel nach links ab auf ein Feld zu.
Ich wandere nun mitten durch ein leuchtend gelbes und wunderbar duftendes Rapsfeld, das die Sinne berauscht.
Etwas weiter erreichen wir die ersten Häuser der Domänensiedlung, die ursprünglich als Wohnort für die Angestellten des Guts Avelsbach errichtet wurde.
Ich betrachte die schönen Häuser, die teils mit charmantem Fachwerk verziert sind und vom Wohlstand der Weinbauregion zur Jahrhundertwende zeugen.
Danach folgt ein recht steiler Abstieg hinunter ins Tal, der meine volle Aufmerksamkeit fordert.
Unterwegs halten wir kurz an einem Aussichtspunkt an, um die Perspektive auf das Avelertal und die umliegenden Weinberge in aller Ruhe zu genießen.
Die Weinbaudomäne Gut Avelsbach
Vom Aussichtspunkt bekomme ich einen ersten Blick auf die Weinbaudomäne Gut Avelsbach, die majestätisch vor den Rebhängen liegt.
Ich wandere den Hang hinunter und folge dem Weg um das Gut, wobei ich diese tolle Perspektive auf die beeindruckenden Gebäude genieße, die als königlich-preußische Weinbaudomäne zwischen 1898 und 1901 errichtet wurden, um den Weinbau an der Mosel durch modernste Anbaumethoden zu revolutionieren.
Im vordersten Gebäude befindet sich das gemütliche Hofcafé, in das wir nun zur wohlverdienten Rast einkehren.
Hier warten tolle Salate, eine deftige Wurstplatte und ein super knackiges Bauernbrot auf mich, das so frisch ist, dass es selbst ohne Belag absolut hammermäßig schmeckt.
Hinter dem Gebäude liegt eine große Terrasse, auf der wir gemeinsam in der Sonne sitzen und gemütlich essen, während wir dazu passenden Grauburgunder und Riesling direkt vom Weingut Avelsbach genießen, wobei mir persönlich der fruchtige Grauburgunder ganz besonders gut schmeckt.
Danach folgt eine spannende Führung durch den modernen Weinkeller mit detaillierten Erklärungen zur Weinherstellung, bei der wir erfahren, dass das Gut von der Traubenernte über die Kelterung bis hin zur Flaschenabfüllung alle Arbeitsschritte mit viel Herzblut selbst durchführt.
Den Abschluss unseres Besuchs bildet ein Abstecher in den gut sortierten Hofladen, in dem die eigenen Weine sowie viele weitere Spezialitäten aus der Region zum Kauf angeboten werden.
Wie gesagt, den vollmundigen Grauburgunder kann ich euch für euren nächsten Besuch nur wärmstens empfehlen.
Die Architektur der gesamten Anlage ist wirklich einzigartig und besonders den markanten Turm finde ich sehr fotogen, auch wenn seine historische Bewandtnis eher düster ist, da er in der Preußenzeit unter anderem dazu diente, die zur Arbeit eingesetzten Zwangsarbeiter zu beaufsichtigen und zu überwachen.
Nach diesen vielen Eindrücken und der kulinarischen Stärkung gehen wir motiviert das letzte Stück der Wanderung in Richtung Trierer Hauptbahnhof an.
Hinunter durch das Avelertal
Ich verlasse die historische Domäne und folge dem breiten Fahrweg, der mich sanft an den steilen Weinbergen vorbei talauswärts führt.
Der Wanderweg verläuft hier parallel zum Avelsbach, einem kleinen Zufluss der Mosel, der dem Tal seinen Namen gibt und heute als schützenswertes Biotop gilt. Unterwegs entdecke ich auf meinem Smartphone einige Traditionalcaches, doch leider bin ich so intensiv in Gespräche mit den anderen Bloggern vertieft, dass ich einige der versteckten Dosen glatt überlaufe und schließlich nur noch den letzten Cache am Wegesrand erfolgreich suchen und loggen kann.
Ein deutlicher Wegweiser der neuen Etappenführung zeigt mir schließlich an, den bequemen Fahrweg zu verlassen und stattdessen über rustikale Trittsteine den munter plätschernden Bach zu queren, was der Wanderung einen abenteuerlichen Touch verleiht.
Am Ende dieses naturnahen Abschnitts mündet der Wanderweg in eine befestigte Straße, der wir nun auf dem Bürgersteig folgen, um das letzte Teilstück in Richtung des Trierer Hauptbahnhofs zurückzulegen.
Durch den Kürenzer Schlosspark
Kurz vor der Einmündung in die Hauptstraße steige ich links die Treppen hoch und folge einem asphaltierten Fußweg, der mich zielstrebig weiter zum Kürenzer Schlosspark führt.
Dort angekommen wandere ich durch die weitläufige Parkanlage, die zum ehemaligen Schloss Kürenz gehört und mich mit ihren beeindruckenden alten und großen Bäumen sofort in ihren Bann zieht. Der Park ist ein bedeutendes Naherholungsgebiet für die Trierer Bevölkerung und bietet eine wunderbare grüne Lunge inmitten des urbanen Raums. Am malerischen See halte ich kurz inne und versuche mit meiner Kamera eine Gans zu fotografieren, was mir jedoch leider nicht gelingt, da sie sich kurzerhand vom Acker macht.

Hinter dem Park überquere ich die Straße zur Bahnunterführung und halte mich danach links, um das letzte Stück weiter zum Trierer Hauptbahnhof zu gehen, der als zentraler Verkehrsknotenpunkt der Region das Ende meiner heutigen Wanderung auf der 27. Etappe des Saar-Hunsrück-Steigs markiert.
Was Ihr sonst noch in Trier erleben könnt
Wo ihr gerade schon im Herzen der Stadt seid: Ich habe euch in meinem Guide „ 2000 Jahre in 48 Stunden: Unterwegs in Deutschlands ältester Stadt“ mal aufgeschrieben, was es dort alles Spannendes zu entdecken gibt. Klickt euch rein und genießt die Zeit vor Ort!
Transparenzhinweis & Offenheit
Hinweis zur Transparenz: Am 18. April 2026 durfte ich am regionalen Blogger-Anwandern auf dem Saar-Hunsrück-Steig teilnehmen. Zu diesem Event wurde ich von den Tourismusgesellschaften Trier und Ruwer-Hochwald eingeladen. Die Kosten für die Verpflegung und das Programm wurden übernommen; meine Anreise habe ich selbst finanziert.
Es war eine tolle Runde mit inspirierenden Kollegen – schaut unbedingt mal bei ihnen vorbei:
- Janina von Wandercroissant
- Sandra & Maik von Wanderratte
- Elfi von TravelMatKanner
- Kasia von PortaFamilia
- Katharina & Romina von Wanderperlen2023
- Lars von ExploreTrier
- … und ich ;-)
Wichtig für euch: Auch wenn ich eingeladen wurde, bleibt meine Meinung davon unberührt. Ich schreibe diesen Bericht für euch so, wie ich die Tour erlebt habe: ehrlich, kritisch und authentisch. Wer mich und meinen Blog kennt, weiß, dass ich meine Objektivität nicht gegen ein Mittagessen eintausche! 😉
Interaktive Karte meiner Wanderung
Damit du die Etappe perfekt planen kannst, habe ich dir meine Runde hier in der interaktiven Karte aufbereitet. Die Strecke führt uns von der Tourist-Information in Kasel direkt hinein in das malerische Avelertal. Ein absolutes Highlight war die Einkehr im Gut Avelsbach, bevor es weiter durch den Kürenzer Schlosspark bis zum Ziel am Trierer Hauptbahnhof ging. Auch die entlang der Tour liegenden Caches habe ich markiert. Ein Klick auf die Marker genügt und du landest direkt beim passenden Listing, wo du dich selbst auf die Schatzsuche machen kannst.
Damit du vor Ort gut navigieren kannst, kannst du dir meine GPX-Datei mit allen Wegpunkten ganz einfach herunterladen. Noch bequemer geht es auf Komoot: Dort habe ich die Tour mit vielen Fotos versehen, die dir einen schönen Vorgeschmack auf das Landschafts-Highlight geben.
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Jetzt interessiert mich eure Meinung: Seid ihr schon einmal rund um Trier auf Schatzsuche gewesen? Welche Ecke im Avelertal hat euch besonders verzaubert oder wo liegt euer Lieblings-Cache in der Region? Schreibt es mir in die Kommentare – ich bin gespannt auf eure Tipps und Geschichten für mein nächstes Abenteuer!







































