13. Bloggerwandern: Mein Kultur- und Wandererlebnis im Westerwald

Vom Fachwerk in Montabaur über das Kloster Marienstatt bis zum Besucherbergwerk Bindweide: Der Westerwald bietet mehr Abwechslung, als ich erwartet hatte.

Der Marktbrunnen auf dem Marktplatz in Hachenburg mit der vergoldeten Löwenstatue

Wer Wandern mit Industriegeschichte verbinden möchte, findet hier einige lohnende Ziele. Schau doch mal rein!

 

 

Bloggerwandern – Transparenzhinweis

Das „Bloggerwandern“ findet regelmäßig statt und ging in diesem Jahr bereits in die dreizehnte Runde. Ausgerichtet wurde es diesmal von der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH gemeinsam mit dem Westerwald Touristik-Service. Die Veranstaltung soll ausgewählten Bloggern einen Einblick in die Region und ihre Besonderheiten geben. Bereits im Frühjahr lief dafür ein Bewerbungsverfahren, aus dem zehn Blogger ausgewählt und zur Teilnahme eingeladen wurden. Unterkunft und sämtliche Programmpunkte werden von den Veranstaltern finanziert.

Unterstützt wurde das Bloggerwandern zudem vom Medienpartner Outdoor-Magazin sowie weiteren Sponsoren wie Maier Sports, Sebamed, Wrightsock und mehreren touristischen Leistungsträgern, wie Hotels, Restaurants und Sightseeing-Angeboten. Die Blogger durften sich während der Veranstaltung kostenlos von der Qualität der Angebote überzeugen.

Ich selbst war dieses Mal bereits zum vierten Mal beim Bloggerwandern dabei – herzlichen Dank für die Einladung!

Dieses Mal waren mit dabei:

Im Folgenden stelle ich euch den Westerwald und einige Orte und Sightseeing-Spots vor, die wir im Rahmen des Bloggerwanderns besucht haben. Wer mich kennt, weiß, dass eine solche Einladung meine Objektivität nicht beeinflusst.

 

Informationen zum Westerwald

Der Westerwald liegt im Westen Deutschlands und erstreckt sich über die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die Mittelgebirgsregion wird von Rhein, Lahn und Sieg eingerahmt und besticht durch sanfte Hügel, ausgedehnte Wälder und weite Wiesenlandschaften. Geprägt vom vulkanischen Ursprung, finden sich hier zahlreiche Basaltkuppen – die Fuchskaute gilt mit rund 657 Metern als höchste Erhebung. Bekannt ist die Region zudem als „Kannenbäckerland“ für ihre Tonvorkommen und Töpfertradition. Auch die Industriekultur hat im Westerwald ihre Spuren hinterlassen: Schaubergwerke und alte Steinbrüche erzählen von der langen Bergbau- und Abbautradition der Region und laden dazu ein, die geologische Geschichte hautnah zu erleben. Daher stand das 13. Bloggerwandern auch unter dem Motto „Geo Vibes Westerwald – Wandern durch die Erdgeschichte“.

Ein dichtes Netz an Wanderwegen macht den Westerwald zu einem echten Geheimtipp für Naturliebhaber. In diesem Jahr wurde der Druidensteig zu Deutschlands schönstem Wanderweg gewählt – ein weiterer Beleg für die Qualität der Wanderwege in der Region.

 

Montabaur

Montabaur besitzt eine sehenswerte Altstadt mit malerischen Fachwerkhäusern und einem historischen Marktplatz, die von der langen Geschichte der einstigen Residenzstadt zeugen.

Spaziergang durch die Altstadt

Ich stelle mein Auto auf dem Großparkplatz Festplatz Eichwiese ab. Das Parken ist hier völlig kostenlos und ich lasse mein Auto die kompletten drei Tage während des Bloggerwanderns hier stehen. Schon vom Parkplatz aus habe ich einen wunderbaren Blick auf den darüberliegenden Hügel mit den historischen Fachwerkhäusern der Altstadt.

Blick vom Parkplatz Eichwiese auf den Hügel mit der historischen Altstadt von Montabaur

Nach wenigen Minuten Fußweg stehe ich mitten in der Fußgängerzone direkt vor dem imposanten Alten Rathaus Montabaur, dem sogenannten „Roten Löwen“.

Das historische neugotische Alte Rathaus Roter Löwe in der Fußgängerzone von Montabaur

Das historische Gebäude mit seiner markanten Fassade ist der perfekte Ausgangspunkt für meine erste Geocaching-Runde des Tages. Ich aktiviere meine Apps und gönne mir einen ausgiebigen Kombinationstour-Spaziergang aus Labcaches und klassischen Geocaches durch die verwinkelten Gassen der Altstadt.

Treffpunkt im Café Mühlenbäcker

Von der Altstadt bis zum Café Mühlenbäcker liegt ein gemütlicher Spaziergang vor mir. Dort treffe ich mich mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Bloggerwanderns. Das belegte Brötchen, das ich mir dort zum Mittagessen gönne, schmeckt richtig lecker und überrascht mit einem kreativen Pfiff im Belag. Frisch gestärkt steigen wir anschließend ins Taxi und fahren gemeinsam zum Stöffel-Park.

 

Rundgang durch den Stöffelpark

Der Stöffel-Park ist ein Erlebnispark in einem alten Basaltsteinbruch, der Geologie und Industriekultur vereint. Mein Besuch beginnt mit einem kurzen Museumsrundgang.

Ausstellungsraum im Museum des Stöffel-Parks mit historischen Exponaten

Danach wandern wir zum Aussichtspunkt und genießen den Blick auf den kleinen See im Steinbruch.

Panorama-Blick vom Aussichtspunkt im Stöffel-Park auf den See im ehemaligen Steinbruch

Der Rückweg führt an alten Brecheranlagen und Silos vorbei, die die harte Arbeit vergangener Tage zeigen.

Historische Industriegebäude und Förderbänder aus dem Basaltabbau

Zum Schluss bewundere ich im Museum die Fossilien – allen voran die berühmte Stöffelmaus.

 

Hachenburg

Hachenburg, geprägt vom markanten gelben Barockschloss über der historischen Altstadt, war über Jahrhunderte Residenzstadt der Grafen zu Sayn-Hachenburg und blickt auf eine mehr als 800-jährige Geschichte zurück.

Spaziergang durch die Altstadt

Vom Busbahnhof schlendere ich durch die Gassen der Altstadt bis zum Marktplatz.

Durch die Fußgängerzone zum Marktplatz in Hachenburg mit Fachwerkhäusern

Dort bewundere ich die wunderschön restaurierten Fachwerkhäuser und den Marktbrunnen mit dem vergoldeten Nassauer Löwen.

Der Marktbrunnen auf dem Marktplatz in Hachenburg mit der vergoldeten Löwenstatue

Danach gehen wir kurz in die Tourist-Information am unteren Ende des Marktplatzes, bevor wir direkt unsere Wanderung starten.

Wanderung von Hachenburg zum Kloster Marienstatt

Unsere Wanderung führt uns auf einem Teilstück des Druidensteigs sowie der 9. Etappe des Westerwaldsteigs von Hachenburg hinab zum Kloster Marienstatt. Die Strecke verläuft überwiegend absteigend und führt durch eine abwechslungsreiche Wald- und Wiesenlandschaft, gekrönt von einem idyllischen Abstieg entlang eines plätschernden Bachtals.

Weitblick auf abwechslungsreiche Wald- und Wiesenlandschaft vom Westerwaldsteig

Nach gut 6 Kilometern erreichen wir am späten Nachmittag schließlich das historische Kloster Marienstatt.

 

Das Kloster Marienstatt

Das Kloster Marienstatt wurde 1212 als Zisterzienserabtei gegründet und blickt auf eine über 800-jährige bewegte Geschichte zurück, die von Blütezeiten, der Säkularisation 1802 und der Wiederbesiedelung 1888 geprägt ist. Heute ist die Abtei mit ihrer berühmten gotischen Kirche, der barocken Klosteranlage, dem Gymnasium, dem Gästehaus sowie dem Brauhaus ein lebendiges spirituelles und kulturelles Zentrum des Westerwalds.

Abendessen im Marienstatter Brauhaus

Am Abend kehren wir in das Marienstatter Brauhaus ein, das unmittelbar vor der Klosterpforte liegt.

Außenansicht des urigen Marienstatter Brauhauses direkt vor der Klosterpforte

Zunächst erklärt uns im Gewölbekeller ein ehemaliger Braumeister humorvoll und anschaulich, wie das Marienstatter Klosterbier heute noch handwerklich gebraut wird.

Braukessel im Keller des Brauhauses

Danach folgt ein richtig leckeres Dreigangmenü mit einem echten Klassiker als Hauptspeise: regionalem Dibbekuche.

Frisch gebackener, knuspriger Westerwälder Dibbekuche in einer Servierschale

Dieser traditionelle Westerwälder Topfkuchen aus geriebenen Kartoffeln, Magerfleisch, Zwiebeln und Gewürzen wird im dicken Gusseisentopf gebacken, bis er eine wunderbar knusprige Kruste entwickelt – herzhaft, deftig und extrem köstlich!

Übernachtung im Kloster Marienstatt

Die Nacht verbringen wir im Gästehaus des Klosters Marienstatt.

Außenansicht der historischen Abtei Marienstatt

Unsere Zimmer verteilen sich auf mehrere Gebäude der Klosteranlage. Mein Apartment liegt ruhig auf der Rückseite, ist einfach, aber absolut funktionell eingerichtet und punktet mit einem eigenen Bad sowie jeweils einem separaten Wohn- und Schlafzimmer.

Einfach und zweckmäßig eingerichtetes Appartement im Gästehaus des Klosters Marienstatt

Bei der Ankunft überziehe ich mein Bett schnell selbst – eine Kleinigkeit, die ich aus einfachen Herbergen ohnehin gewohnt bin.

Führung durch die Abtei

Am nächsten Morgen überrascht uns das Gästehaus mit einem erstaunlich vielseitigen Frühstücksbuffet. Gut gestärkt erhalten wir im Anschluss vom Prior persönlich eine exklusive Führung durch die Abtei. Absoluter Höhepunkt ist für mich die riesige, geschichtsträchtige Bibliothek mit ihren zahllosen historischen Bänden – ein wirklich beeindruckender Ort voller Ruhe und Atmosphäre.

Die imposante Bibliothek der Abtei Marienstatt mit langen Holzregalen voller historischer Bücher

Nach diesem faszinierenden Einblick in das Klosterleben packen wir unsere Rucksäcke und machen uns startklar für die anstehende Wanderung.

 

Wanderung vom Kloster Marienstatt zur Grube Bindweide

Christoph Eul vom Geopark Westerwald-Lahn-Taunus übernimmt heute die Führung. Er leitet uns über Abschnitte der 7. Etappe des Druidensteigs, die wir clever mit Passagen der Wällertour „Bachgeflüster“ und des Westerwaldsteigs kombinieren.

Dachschiefergrube Assberg

Unterwegs kommen wir an der ehemaligen Dachschiefergrube Assberg vorbei und nutzen die Chance, tief in den historischen Abbauraum unter Tage hinabzusteigen.

Blick in den beleuchteten unterirdischen Abbauraum der Schiefergrube Assberg

Zu meiner Überraschung erfahre ich vor Ort, dass dieser beeindruckende Einblick in die Bergbaugeschichte für Besucher das ganze Jahr über ohne Führung komplett kostenlos zugänglich ist.

Aussichtsturm „Barbaraturm“

Gegen Mittag erreichen wir den imponierenden Barbaraturm oberhalb der Ortschaft Malberg. Als Aussichtsturm dient hier nachhaltig umgenutzt ein ehemaliges Fördergerüst aus dem Bergbau.

Der historische Barbaraturm aus Stahlfachwerk oberhalb von Malberg im Westerwald

Die Aussicht vom Turm auf die sanft geschwungenen, bewaldeten Hügel des Westerwalds ist absolut grandios.

Weitblick von der Aussichtsplattform des Barbaraturms über die hügelige Landschaft des Westerwalds

Ich kann fast nicht mehr aufhören, Fotos vom Panoramablick in alle Himmelsrichtungen zu schießen – dieser Rundumblick oben auf der Plattform begeistert mich schlichtweg total.

Mittagsimbiss im Malbergblick

Gleich daneben befindet sich das Restaurant Malbergblick mit einem tollen Biergarten.

Gemütlicher Biergarten des Restaurants Malbergblick direkt neben dem Barbaraturm

Dort verbringen wir unsere wohlverdiente Mittagspause. Zunächst wird uns eine köstliche Suppe serviert, gefolgt von einer reichhaltigen Platte mit regionaler Wurst, Käse und frisch gebackenem, knusprigem Brot.

Herzhaft angerichtete Wurst- und Käseplatte mit knusprigem Brot im Restaurant Malbergblick

Auch diese Mahlzeit ist pfiffig zubereitet und schmeckt mir richtig gut – genau die richtige Stärkung für die zweite Tageshälfte!

Führung durch das Besucherbergwerk Bindweide

Anschließend wandern wir weiter bis zum Besucherbergwerk Bindweide. Im kleinen Museum erhalten wir von Christoph eine kurze Einführung zur Kohle- und Erzentstehung. Danach ziehen wir Bergmannsjacke sowie Helm an und steigen hinab zum Grubenbahnhof im Keller.

Der unterirdische Grubenbahnhof im Besucherbergwerk Bindweide mit bereitstehender Grubenbahn

Die Besucherbahn fährt uns knapp einen Kilometer tief in den Berg. Auf einem Rundweg führt uns Christoph durch die Stollen und berichtet vom harten Alltag der Bergleute. Das Gestein zeigt sich dabei unterschiedlich fest: Am Grubenbahnhof ist die Decke mit massiven Eisenträgern abgestützt.

Schmaler Stollen im Besucherbergwerk Bindweide mit abgestütztem Felsgestein am Grubenbahnhof

Etwas weiter trägt die Felsdecke von selbst und das Deckgestein ist gut zu sehen.

Nach einer knappen Dreiviertelstunde unter Tage geht es schließlich wieder ans Tageslicht.

Schau-Schmiede am Bergwerk

Direkt an der Grube Bindweide erwartet uns noch ein echtes Handwerks-Highlight: der Besuch in der historischen Schau-Schmiede. Dort zeigt man uns eindrucksvoll, wie aus glühendem Eisen mit gezielten Hammerschlägen ein kleines Hufeisen geformt wird.

Ein Schmied formt glühendes Eisen auf dem Amboss in der Schau-Schmiede Bindweide

Anschließend dürfen alle Bloggerinnen und Blogger, die Lust dazu haben, selbst den Hammer schwingen und sich im Schmieden ausprobieren.

Blogger versuchen sich unter Anleitung selbst am Schmieden von glühendem Metall

Zum gemütlichen Abschluss gibt es vor Ort noch leckeren Kuchen und frischen Kaffee – eine rundum gelungene Stärkung nach den unterirdischen Eindrücken. Danach fahren wir weiter nach Bad Marienberg zum Wildparkhotel.

 

Bad Marienberg

Im Herzen des Westerwalds gelegen, blickt das rund 6.000 Einwohner zählende Bad Marienberg auf eine bis ins Jahr 1258 zurückreichende Geschichte zurück. Als Kneipp-Heilbad bietet die Stadt zudem einen Wildpark und den Basaltpark – einen ehemaligen Steinbruch, der heute mit seinem Kratersee Einblicke in die Vulkantätigkeit der Region vor rund 25 Millionen Jahren gewährt.

Abendessen im 360°-Drehrestaurant mit Aussicht

Dieses Mal bleiben wir für unser Abendessen im Hotel – ein absolutes Highlight, denn im obersten Stockwerk befindet sich ein rundum verglastes 360°-Drehrestaurant.

Rundum verglastes 360-Grad-Drehrestaurant im obersten Stockwerk des Hotels mit Blick über den Westerwald

Die Aussicht von hier oben ist wirklich grandios und bietet ein spektakuläres Panorama.

Spektakuläres Panorama im 360°-Drehrestaurant des Wildparkhotels

Uns erwartet ein extrem abwechslungsreiches Buffet mit vielseitigen Vorspeisen, verschiedenen Fisch- und Fleischgerichten samt unterschiedlichsten Beilagen sowie köstlichen Desserts. Selbst eine feine Käseplatte steht bereit. Alles schmeckt einfach hervorragend!

Übernachtung im Wildparkhotel

Ich bekomme im Wildparkhotel ein modern eingerichtetes Einzelzimmer, das genügend Platz bietet, um meinen Koffer bequem auszubreiten. Selbst ein praktischer Schreibtisch samt Stuhl findet hier locker Raum.

Modern eingerichtetes Einzelzimmer im Hotel mit Schreibtisch und Ablagefläche für den Koffer

Das funktionelle Badezimmer mit Dusche ist ebenfalls ausreichend groß bemessen. Ein echtes Highlight ist mein großer Balkon, der eine fantastische Aussicht über die Umgebung bietet.

Blick vom großzügigen Hotelbalkon auf die umliegende Landschaft des Westerwalds

Am nächsten Morgen sitzen wir in einem wirklich beeindruckenden Speisesaal.

Reichhaltiges Frühstücksbuffet im eleganten Speisesaal des Hotels

Uns wird ein extrem reichhaltiges und abwechslungsreiches Frühstücksbuffet geboten – selbst Rollmöpse, die ich ja absolut liebe, stehen bereit!

Der Wildpark

Der Wildpark Bad Marienberg geht auf eine Initiative in den 1960er-Jahren zurück und hat sich über die Jahrzehnte von einem einfachen Gehege zu einem beliebten, kostenfrei zugänglichen Ausflugsziel mit artenreichem Heimattierbestand entwickelt.

Zum Beginn unserer Wanderung schlendern wir gemütlich durch das Gelände. Ein neugieriges Lama kommt direkt an den Zaun und prüft aufmerksam, ob wir nicht etwas Futter für es dabeihaben.

Ein neugieriges Lama blickt im Wildpark Bad Marienberg über den Holzzaun

Im Gehege gleich nebenan stellen sich die Ziegen absolut fotogen vor ihren kleinen Holzhäuschen in Positur.

Ziegen stehen fotogen vor ihren Unterständen im Gehege des Wildparks

Unser Weg führt uns vorbei an den verschiedenen Tiergehegen weiter zum Kletterpark, wo unsere Wanderung schließlich richtig losgeht.

Rundwanderung über die „Kleine Wäller Wolfsteine“

Nach einem kurzen Stück durch den schattigen Wald erreichen wir den Kleinen Wolfstein, eine erste markante Felsformation am Wegesrand.

Die markante Felsformation des Kleinen Wolfsteins mitten im Wald

Nach ein paar Fotos wandern wir zügig weiter und stehen kurz darauf vor dem wesentlich imposanteren Großen Wolfstein.

Der mächtige Basaltfelsen des Großen Wolfsteins bei Bad Marienberg

Danach führt unsere Route über abwechslungsreiche, überwiegend offene Landschaften und sanfte Waldpassagen hinab an den Ortsrand von Bad Marienberg und direkt weiter in Richtung Basaltpark.

Basaltpark – ein ehemaliger Basaltsteinbruch

Der Basaltpark Bad Marienberg liegt auf dem Gelände eines ehemaligen Steinbruchs, in dem bis in die 1970er-Jahre hinein intensiv Basalt abgebaut wurde, und dient heute als freizugängliches Freilichtmuseum sowie als beeindruckendes Geotop für Natur- und Erdgeschichte.

Nach einer letzten Kurve bietet sich uns plötzlich ein atemberaubender Blick auf den türkisblauen See, der sich mitten im tiefen Kessel des einstigen Steinbruchs gebildet hat.

Blick von oben auf den leuchtend türkisblauen See im steil abfallenden Basaltpark Bad Marienberg

Unten angekommen, gehen wir zunächst in das kleine, kostenlose Museum, das mit historischen Werkzeugen und Fotodokumenten sehr anschaulich zeigt, wie hart hier früher gearbeitet wurde.

Ausstellungsraum im kostenlosen Museum des Basaltparks mit historischen Abbauwerkzeugen

Danach umrunden wir den See auf dem Lehrpfad und treffen unterwegs immer wieder auf imposante Ausstellungsstücke, Loren und Informationstafeln. Selbst an seltenen, beim Vulkanausbruch erkalteten Lavakugeln kommen wir direkt vorbei.

Lehrpfad im Basaltpark entlang des Seeufers mit Infotafeln und erkalteten Lavakugeln

Zum Abschluss erklimmen wir eine wirklich steile Rampe, die uns aus dem Steinbruch herausführt, bis wir schließlich ganz in der Nähe unseres Hotels wieder aus dem Wald treten.

Mittagsimbiss in der Steig-Alm

Von hier aus laufen wir weiter in Richtung Steig-Alm. Unterwegs legen wir am Hedwigsturm noch eine kurze Pause ein, steigen die Stufen hinauf und genießen noch einmal ausgiebig die fantastische Aussicht über den Wildpark und die Umgebung.

Danach geht es direkt weiter zur Steig-Alm, wo bereits unser Mittagsimbiss auf uns wartet.

Frontansicht der Steigalm in Bad Marienberg

Zur Begrüßung wird uns ein leckerer Aperitif serviert – für mich natürlich in der alkoholfreien Variante, da nachher schließlich noch die Heimfahrt mit dem Auto ansteht. Als Hauptgang bekomme ich eine dampfende Ofenkartoffel mit frischem Sauerrahm und einem knackigen, großen Salat. Alles schmeckt richtig lecker und ist genial gewählt: sättigend, aber genau richtig portioniert, um mittags nicht zu schwer im Magen zu liegen.

Köstliche Ofenkartoffel mit Sauerrahm und frischem Beilagensalat auf der Steigalm

Mit diesem gemütlichen Ausklang geht unser diesjähriges Bloggerwandern im Westerwald leider auch schon zu Ende. Ein Bus bringt uns schließlich entspannt zurück zum Ausgangspunkt am Parkplatz in Montabaur, von wo aus wir die Heimreise antreten.

 

Meine interaktive Karte

Auf der folgenden Karte habe ich euch die Orte markiert, die wir während des Bloggerwanderns im Westerwald besucht haben. Auch drei Wanderungen und den Rundgang durch den Stöffelpark habe ich euch eingezeichnet. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken, um weitere Informationen zu bekommen.

Falls euch diese Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen. Falls du Komoot benutzt, dann findest du dort auch unsere Touren in der Collection, die ich eigens für das 13. Bloggerwandern angelegt habe.

 

Geocaching im Westerwald

Obwohl ich in der Gruppe unterwegs war und kaum Zeit zum Suchen oder zum Beantworten von Fragen hatte, sind in den drei Tagen im Westerwald doch immerhin 25 Funde zusammengekommen.

Der überwiegende Teil davon waren spontan absolvierte Adventure Labs entlang unserer Route. Besondere Highlights unter den Geocaches gab es diesmal zwar keine zu erwähnen, aber als nette Beifänge haben die Caches das Programm prima abgerundet.

 

Mein Fazit

Was für ein rundum gelungenes Bloggerwandern! Der Westerwald hat mich mit seiner Vielseitigkeit begeistert: abwechslungsreiche Wanderungen durch Wälder, Wiesen und Bachtäler, spannende Einblicke in Bergwerks- und Basaltgeschichte, die besondere Atmosphäre im Kloster Marienstatt und dazu durchweg hervorragende Restaurants.

Ob Panoramablick vom Barbaraturm, die Untertagefahrt in Bindweide oder der türkisblaue See im Basaltpark – jeder Moment war ein Erlebnis. Ich komme ganz sicher bald wieder in den Westerwald!

Vielleicht magst du ja auch selbst erleben, wie vielseitig diese Region ist?

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Wie hat euch diese Vorstellung meines Kultur- und Wandererlebnis im Westerwald gefallen? Seid ihr selbst schon einmal dort gewesen? Was sind eure Tipps für diese Region? Wie immer freue ich mich auf eure Kommentare unter diesem Beitrag!

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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