GRESSION – eine sagenhafte Stadt: Interview mit dem Orga-Team

Hinter dem Namen „Gression“ steckt eine fast vergessene Sage aus der Region Aachen – und ein Team, das sie mit viel Liebe zum Detail wieder aufleben lässt.

Wer wissen möchte, wie aus einer alten Legende ein ganzes Event-Konzept wurde, findet hier spannende Hintergründe.

 

 

Das Interview

In diesem Jahr habe ich meine Fragen etwas angepasst und strukturiert. So haben die Orgateams es leichter, ihr eigenes Event zu präsentieren.

Vision, Identität & Region

Hier geht es um das „Herzstück“ des Events und die erste Vorstellung.

Name & Vision: Unter welchem Namen kennt man euer Event, und was ist die Kernbotschaft hinter eurem gewählten Motto?

GRESSION – eine sagenhafte Stadt (GCBHZYK)
Seit 2024 kreisen meine Gedanken um die Ausrichtung eines Mega-Events. Anlässlich meiner zehnjährigen „Karriere“ als Geocacher, veranstaltete ich am 17. September 2024 ein Event (GCAT8AG) und stellte der Aachener Community erstmals meine Idee für ein Mega-Event vor.
Um Erfahrungen zu sammeln, besuchte ich im Jahr 2025 verschiedene größere Events. Mein Fazit war zunächst ernüchternd: „Das kann in Aachen nicht funktionieren!“ Allein die große Anzahl an benötigten Helferinnen und Helfern schien kaum realisierbar. Im Herbst 2025 hatte ich den Gedanken an ein eigenes Mega-Event bereits wieder verworfen.
Doch dann stieß ich im Internet auf „Gression“ – eine sagenumwobene Stadt, eine einst unermesslich reiche Metropole, die der Überlieferung nach praktisch vor unserer Haustür gelegen haben soll, im Raum Aachen–Düren–Jülich. Manche vermuten sogar, dass der Name „Gressenich“ (heute ein Stadtteil von Stolberg) auf das legendäre Gression zurückzuführen ist.
In diesem Moment machte es „Klick“ und die Geschichte war geboren.
Doch zurück zu Gression. Nachweislich blickt Gressenich auf eine lange Geschichte zurück. Unter seinem römischen Namen „Crasciniacum“ war es bereits eine bedeutende Siedlung. Auf seinem Gebiet wurde schon zur Römerzeit Galmei abgebaut, verhüttet und zu Messing verarbeitet. Auch die daraus gefertigten Endprodukte wurden hier hergestellt und weit über die Region hinaus gehandelt.
In den überlieferten Sagen rund um Gression begegnen einem immer wieder dieselben Motive: Glück, Gier, Macht, Verschwendung und Zerstörung.
Bei der Suche nach einem Symbol, das all diese Aspekte vereint, stößt man unweigerlich auf das Füllhorn. In der antiken Mythologie steht es für Glück, Fruchtbarkeit, Reichtum und unerschöpflichen Überfluss. Daher bildet das Füllhorn das zentrale Symbol unseres Mega-Events. Es steht für den einstigen Reichtum der Legende, für die Hoffnung auf unzählige Schätze und Entdeckungen, aber zugleich auch als Mahnung vor Gier und Maßlosigkeit. Genau diese Gegensätze machen die Geschichte von Gression so faszinierend und bilden den roten Faden unseres Events.
Also wurde der Gedanke eines großen Events wieder aufgenommen und das Team erweitert.

Die Location: Warum ist genau dieser Ort die perfekte Bühne für ein Mega-Event? Was macht die Atmosphäre dort so einzigartig?

Nachdem die Idee für das Mega-Event festgestanden hatte, musste natürlich auch eine passende Location gefunden werden, idealerweise mit einem starken regionalen Bezug und einer Verbindung zur Geschichte. Mit dem Zinkhütter Hof haben wir genau diesen Ort gefunden, denn er vereint all diese Aspekte auf einzigartige Weise.
Während des Events gibt es die Möglichkeit (und sollte auch unbedingt genutzt werden), das Museum kostenfrei zu besuchen. Der Eintritt ist für alle Eventbesucher frei.
Das Museum dokumentiert nicht nur die Geschichte der Aachener Nadelproduktion, sondern auch die Entwicklung der Werkstoffe Messing und Zink – von der Römerzeit mit dem berühmten Hemmoorer Eimer über die Ära der Kupfermeister bis hin zum Strukturwandel und der Zinkverhüttung im Raum Eschweiler / Stolberg im 19. Jahrhundert.
Der Zinkhütter Hof selbst wird heute als vielseitige Eventlocation genutzt.
Doch auch für Geocacher, die sich zwischendurch lieber auf eigene Entdeckungstour begeben möchten oder nicht an allen Aktivitäten teilnehmen wollen, gibt es im Außenbereich einiges zu sehen. Auf dem Gelände befindet sich unter anderem ein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Stolberg. Es ist in Form eines aus Stacheldraht gestalteten Hakenkreuzes geschaffen worden und erinnert an das nahegelegene Zwangsarbeiterlager der Stolberger Zink, in dem während des Zweiten Weltkriegs 106 Männer auf dem Betriebsgelände der Zinkhütte Münsterbusch untergebracht waren.
Darüber hinaus können weitere Zeugnisse der regionalen Wirtschaftsgeschichte besichtigt werden, darunter ein imposantes Schwungrad sowie ein Werkzeug der VEGLA mit einer Deutz-Lokomotive (Baujahr 1947).

Regionale Einbindung: Wie reagiert die lokale Bevölkerung oder die Stadtverwaltung auf den „Einfall“ von tausenden Cachern? Arbeitet ihr eng mit dem örtlichen Tourismusbüro zusammen?

Als wir den ersten Kontakt zur Stadt Stolberg aufnahmen, wusste man dort noch nicht so viel mit dem Thema anzufangen, allerdings konnten wir durch die guten Kontakte von TurtlesMausbach einige Verantwortliche zur Unterstützung und Mitarbeit am Projekt gewinnen, in Form von Genehmigungen, Nutzungserlaubnissen und Führungen im Rahmen unserer Events.

Sightseeing & Rabatte: Welche Highlights der Region sollten Cacher nicht verpassen? Gibt es für Eventbesucher Ermäßigungen bei lokalen Sehenswürdigkeiten?

Da in Stolberg, wie in fast allen Städten, die Kassen leer sind, gibt es leider keine monetäre Unterstützung, lediglich in Form von Mitarbeit.
Allerdings werden wir im Rahmenprogramm diverse Führungen zur Geschichte Stolbergs und auch zum Thema Jahrhundertflut 2021 zu stark vergünstigten Preisen anbieten.

Programm & Geocaching-Erlebnis

Alles rund um die Dosen, die Technik und den Spaßfaktor.

Highlights: Auf welchen Programmpunkt seid ihr besonders stolz? Was ist euer absolutes „Must-Do“?

Da es in dieser Konstellation unser erstes Event ist, wollten wir den Fokus auf die Eventlocation und den historischen Hintergrund legen. Aber selbstverständlich wird es auch einige Caches geben, die man mit dem Rad oder zu Fuß machen kann.
Außerdem haben wir in unmittelbarer Nähe bereits einige gute Caches und Runden liegen, zum Teil mit hohen Favoritenpunkten, so dass alle Geocacher auf ihre Kosten kommen werden.
Vor Ort sollen aber auch der ein oder andere Cache für einen Aha Effekt sorgen, vielleicht spielt ja auch hier das Füllhorn wieder eine Rolle.
Für alle WoodenCoins Fans wird es einen eigenen Bereich zum Tauschen von Woodies geben und natürlich haben wir auch einige Event Woodies vorbereitet.
Außerdem gibt es eine spezielle Event GeoCoin sowie eine MotivCoin.

Zum Programm werden wir zeitnah weitere Details veröffentlichen, der Plan sieht so aus:

  • Am Freitag wird es für alle Frühanreisenden ein Welcome Event geben.
  • Und natürlich darf auch ein CiTo zum Abschluss am Sonntag nicht fehlen.

Ich denke, es gibt hier nicht den „einen“ besonderen Programmpunkt. Wir möchten, dass sich die Besucher sowohl bei uns auf dem Gelände des Zinkhütter Hofes als auch in der Stadt Stolberg wohlfühlen. Es gibt genug schöne Orte zu besichtigen und für diejenigen, die von weiter anreisen und eventuell sogar ihren Aufenthalt etwas verlängern, lohnt natürlich auch ein Besuch der Kaiserstadt Aachen mit dem historischen Zentrum rund um den Aachener Dom.
Wir haben Gadgets (Challenges) vorbereitet (KEIN ALC!), die die Epochen von Gression „zeigen“: Glück – Wohlstand – Korruption und Zerstörung

Wissen & Technik: Von Lockpicking bis T5 oder neuen Apps – welche Workshops bietet ihr an, um die Skills der Community zu schärfen?

Aktuell sind folgende Punkte geplant:

  • Indoor:
    • Saarfuchs (Mystery Wizard)
    • Gadget-Caches von der Idee zum fertigen Bau
    • Lesung TeddyWB -Kinderbuch Teddy und Muli
    • Geschichte zu Stolberg
    • Diashow zur Jahrhundertflut
  • Outdoor:
    • Angeln leicht gemacht

Dosen-Vielfalt: Worauf dürfen sich Statistiker und Abenteurer freuen? (Lab Caches, Powertrails, neue Event-Caches).

Es wird einige LabCache Runden beim Event geben, diese werden zum bzw. während des Events veröffentlicht.
Wie bereits erwähnt, werden Runden mit anschließendem Bonus dazu kommen und ein Welcome-Event am Vorabend und CiTo am Sonntag.

Nachwuchs & Familie: Wie sieht das perfekte Abenteuer für Familien mit Kindern bei euch aus?

  • Besuch von Signal the Frog
  • Ballonkünstlerin
  • Kinder Geocaching Bingo

Nachhaltigkeit der Dosen: Bleiben nach dem Event einige der gelegten Caches oder Lab-Touren dauerhaft bestehen, um die Region langfristig attraktiv zu halten?

Ja, die Runden rund um das Event werden natürlich langfristig bestehen bleiben.
Bei den Labcaches werden wir auch einige Runden in der Stadt haben, die dort verbleiben.

Logistik, Sicherheit & Besucherservice

Die harten Fakten für einen reibungslosen Ablauf.

Infrastruktur: Welche sanitären Anlagen, Verpflegungsangebote und wettergeschützten Zonen finden die Besucher vor?

Der Zinkhütter Hof bietet als Eventlocation ausreichend sanitäre Anlagen und gute Rahmenbedingungen für unsere Besucherinnen und Besucher.

Damit alle einen entspannten Tag verbringen können und die Kosten überschaubar bleiben, übernehmen wir die Verpflegung selbst. Geplant sind Grillwürste, Kaltgetränke und eine Cafeteria. Natürlich wird es auch vegetarische Angebote geben.

Anreise: Wie sieht es mit Parkgebühren, ÖPNV-Anbindungen und Stellplätzen für Wohnmobile aus?

Tagesgäste, die mit dem PKW anreisen, können verschiedene Parkplätze von nahen nahegelegenen Supermärkten kostenlos nutzen.
Wohnmobilstellplätze gibt es gegen eine geringe Gebühr direkt vor Ort neben dem Eventgelände.
Alle Einzelheiten dazu werden noch veröffentlicht.

Barrierefreiheit: Welche konkreten Maßnahmen (z.B. Behindertenparkplätze) garantieren ein inklusives Erlebnis für alle?

Die Eventlocation ist barrierefrei. Da wir auf dem Gelände allerdings Eventpunkte und Besucher haben werden, ist ein Parken unmittelbar auf dem Gelände nur sehr eingeschränkt möglich. Behindertengerechte Parkplätze wird es mit Voranmeldung geben.

Einlassmanagement: Wie verhindert ihr am Eventmorgen lange Warteschlangen?

Durch den Einsatz zahlreicher Helferinnen und Helfer sowie die Ausgabe der Einlassbändchen bereits am Vortag sind wir gut auf den erwarteten Besucherandrang vorbereitet.

Unser Einlasskonzept ist darauf ausgelegt, einen reibungslosen und zügigen Ablauf zu gewährleisten, Wartezeiten zu minimieren und die Besucherströme gezielt zu lenken.

Sicherheitskonzept: Wie steuert ihr große Menschenmengen an Engpässen oder beim Check-in?

Da der Zinkhütterhof eine viel genutzte Eventlocation ist, liegt bereits ein Sicherheitskonzept vor.
Medizinische Notfälle: Es wird ein Sanitätsteam vor Ort sein.

Wetter-Plan B: Was ist euer Plan für den Fall, dass das Wetter nicht mitspielt? Wie geht ihr mit Dauerregen oder Kälte um?

Ein Geocacher kennt kein schlechtes Wetter. Sollte es wirklich dauerhaft sehr stark regnen, müssen wir uns vor Ort mit den vorhandenen Caches, den Programmpunkten und – am allerwichtigsten – mit den vielen netten Leuten einen schönen Tag machen. Denn auch darum sollte es solch bei einem Event gehen: Nette Leute kennenlernen, die dasselbe Hobby haben und mit denen man sich austauschen kann.

Hinter den Kulissen: Orga-Team & Planung

Ein Blick auf die Menschen und die Arbeit im Hintergrund.

Das Team: Wie hat sich eure Gruppe gefunden? Gibt es einen „Haupttreiber“ oder eine klare Rollenverteilung?

Wie schon eingangs erwähnt war der Ideengeber Atlantis59 und Zug um Zug bildete sich das Team, bestehend aus mtbcacher68, The_Birds_AC, The Waterman, TurtlesMausbach.
Untereinander kennen wir uns größtenteils bereits seit vielen Jahren.

Erfahrungen & Feedback: Inwieweit habt ihr Wünsche oder Kritikpunkte von vergangenen Events (euren eigenen oder anderen) in die aktuelle Planung einfließen lassen?

Natürlich haben wir auch Anregungen und Ideen von unseren letzten Eventbesuchen, aber auch negative Punkte, die wir versuchen zu vermeiden oder besser machen wollen, in unsere Planung mit aufgenommen haben. Ganz wichtig ist aber sicher ein Punkt: nicht größenwahnsinnig zu werden und lieber klein und fein als riesig und nicht mehr stemmbar.
Auch mit einigen Organisatoren von vorangegangenen Mega-Events und Reviewern haben wir uns ausgetauscht und so den ein oder anderen Tipp bekommen. Einige von ihnen werden uns auch als Helfer unterstützen.

Herausforderungen: Was war die größte Hürde (z.B. steigende Kosten) und wie habt ihr sie gelöst? Gibt es noch offene Punkte bis zum Start?

Die Kosten sind immer ein Punkt, da nicht immer bis ins letzte Detail planbar. Um unsere Ausgaben zu decken, müssen wir einen Eintrittspreis erheben. Jeder Euro fließt direkt in die Durchführung des Events, damit wir allen Besucherinnen und Besuchern einen erlebnisreichen und unvergesslichen Tag bieten können.
Bei der Planung eines solchen Events kommen natürlich immer Punkte hinzu, die man zunächst so gar nicht auf dem Schirm hatte.

Freiwillige Helfer: Wo werden noch helfende Hände gebraucht und wie bedankt ihr euch bei eurer Crew?

Wir haben schon viele befreundete Geocacher als Helfer gewinnen können, sind aber für weitere Helfer und Unterstützung dankbar. Wir befinden uns derzeit noch in der Planungsphase für den Helfereinsatz. Da sich einzelne Abläufe und Aufgabenbereiche noch in Abstimmung befinden, können wir den endgültigen Einsatzplan derzeit noch nicht veröffentlichen.

Finanzen, Partner & Marketing

Transparenz und Kommunikation.

Eintritt & Kalkulation: Wie setzt sich der Ticketpreis zusammen? Was kostet der Besuch für eine vierköpfige Familie und was steckt konkret in der Event-Tüte?

  • 9 € für Personen ab 13 Jahre
  • 0 € für Kinder bis einschließlich 12J und für Schwerbehinderte

Sponsoring: Wer unterstützt euch? Gibt es innovative Produkte von Ausstellern, die man vor Ort exklusiv testen kann?

Für unsere Tombola haben wir zum Beispiel von verschiedenen Händlern eine ganze Reihe großartige Preise erhalten. Weitere Sponsoringangebote sind in Arbeit und als Händler haben wir geoversand gewonnen.

Nachhaltigkeit: Wie reduziert ihr den ökologischen Fußabdruck eures Großevents?

Bestehende Infrastruktur nutzen: Das Event findet auf dem Gelände des Zinkhütter Hofs statt. Es müssen keine neuen Flächen versiegelt oder aufgebaut werden.
Regionale Zusammenarbeit: Wir arbeiten möglichst mit regionalen Unternehmen, Vereinen und Dienstleistern zusammen. Das stärkt die Region und vermeidet lange Transportwege.
Wer Dosen sucht, bewegt sich in der Natur. Deshalb möchten wir gleichzeitig für einen respektvollen Umgang mit Umwelt, Wegen und Landschaft sensibilisieren.

Marketing: Welche Werbemaßnahme hat für den größten Sprung bei den Anmeldungen gesorgt? Wie nutzt ihr Social Media oder eine eigene Event-App?

Werbung haben wir lediglich über unsere eigenen Social Media Plattformen und auf anderen Events / Mega-Events in Form von Banner und Visitenkarten gemacht. Einen echten Sprung bei den Anmeldungen hatten wir nicht, die Zahl der Anmeldungen geht sehr gleichmäßig nach oben.

Internationalität: Wie heißt ihr Gäste aus dem Ausland willkommen (Mehrsprachigkeit, besondere Aktionen)?

Da wir uns direkt im Dreiländereck DE-BE-NL befinden, rechnen wir mit einigen Besuchern aus den umliegenden Nachbarländern. Einige unserer Helfer werden zusätzlich mit einem Button mit entsprechender Landesfahne ausgestattet. Wir haben einige Helfer, die niederländisch und französisch sprechen – englisch sollte für den Großteil kein Problem sein.

Persönliches & Abschluss

Zum Ende wird es etwas privater.

Über euch: Wie seid ihr zum Geocaching gekommen und was macht ihr, wenn ihr nicht gerade Dosen sucht oder Events plant?

mtbcacher68: Ich (Hubert) bin langjähriger Geocacher mit reichlich Erfahrung, in der Region besonders bekannt durch meine RST-Events. Nach einer kürzeren Pause bin ich seit einiger Zeit nun wieder im Hobby aktiv.
The_Birds_AC: Zum Geocaching sind wir zufällig gekommen – wir haben abends im Urlaub eine Werbung gesehen, dann haben wir uns direkt angemeldet und am nächsten Morgen in der Nähe den ersten Fund geloggt. Seitdem sind wir regelmäßig mit der Familie zum Geocaching unterwegs. Daneben kam recht bald kam die Idee, eigene Gadget Caches zu bauen und zu verstecken. Wir reisen gerne mit unserem Oldtimer-Wohnmobil und verschönern es Stück für Stück.
The Waterman: Ich (Stefan) habe im Sommer 2008 einen Bericht über eine moderne Form der Schnitzeljagd – das Geocaching – im Fernsehen gesehen und mein Interesse war geweckt. Seit 2011 bin ich auf Gecocaching.com aktiv. Ich besuche gerne (große) Events – wenn sie nicht zu weit weg sind. Neben dem Geocaching gibt es bei mir noch eine Modelleisenbahn und ich fahre viel mit dem E-Bike.
TurtlesMausbach: Ich (Oli) bin der Jüngste im Team und seit Corona dabei. Mich findet man oft auf größeren Events in Belgien aber auch in Deutschland mit Familie (ins besonders mit seinem Sohn Jonah) anzutreffen. Ich bin der einzige echte „Stolberger“ im Orga-Team.
Atlantis59: Ich bin Norbert und der Oldie in unserem Team. Zum Geocaching bin ich 2014 eher zufällig während einer Wanderung gekommen. Anfangs war es nur ein gelegentliches Hobby, doch ab 2017 – vor allem durch berufliche Auslandsaufenthalte – hat mich das Geocaching-Fieber endgültig gepackt. Heute verbinden meine Frau und ich unsere Reisen gerne mit unserem gemeinsamen Hobby. Dabei haben wir bereits in über 50 Ländern Geocaches gesucht. Besonders begeistert mich, dass man Orte entdeckt, an die man ohne Geocaching wahrscheinlich nie gekommen wäre. Vor allem EarthCaches haben es mir angetan, weil sie Natur, Geologie und spannende Hintergrundinformationen auf besondere Weise miteinander verbinden.

Zukunft des Hobbys: Welche Entwicklungen findet ihr spannend und was wünscht ihr euch für die Zukunft des Geocachings?

Geocaching lebt von seiner Vielfalt. Adventure Labs (ALCs) sind eine großartige Ergänzung und ermöglichen es, interessante Orte auf moderne und unkomplizierte Weise zu entdecken. Sie haben ihren festen Platz im Geocaching.
Trotzdem sollten klassische Geocaches niemals an Bedeutung verlieren. Ein traditioneller Cache ist oft weit mehr als nur eine Dose. Dahinter stecken Kreativität, handwerkliches Geschick, spannende Geschichten, raffinierte Rätsel und manchmal jahrelange Pflege durch engagierte Owner.
Gerade diese Kreativität lässt das Geocacher-Herz höherschlagen. Ein liebevoll gestalteter Multi, ein außergewöhnliches Versteck, ein aufwendig gebautes Gadget oder eine spannende Mystery-Runde schaffen Erlebnisse, die weit über das bloße Sammeln von Punkten hinausgehen.
Adventure Labs können klassische Geocaches sinnvoll ergänzen – sie sollten sie jedoch nicht ersetzen. Wenn immer mehr traditionelle Caches verschwinden oder durch digitale Stationen ersetzt werden, ginge ein wichtiger Teil dessen verloren, was Geocaching seit über 25 Jahren so besonders macht.
Unser Wunsch ist deshalb kein entweder – oder, sondern ein Miteinander. Innovationen wie Adventure Labs bereichern unser Hobby, während klassische Geocaches weiterhin den Raum für Kreativität, Überraschungen und echte Abenteuer bieten sollten. Denn genau diese Mischung macht Geocaching einzigartig.

Was fehlt noch? Gibt es etwas, das wir noch nicht besprochen haben, was euch aber am Herzen liegt?

Ein Mega-Event entsteht nicht von allein. Hinter den Kulissen engagieren sich viele Helferinnen und Helfer sowie Unterstützer, die ihre Zeit und Ideen einbringen. Dafür möchten wir schon jetzt herzlich Danke sagen – ohne sie wäre ein solches Event nicht möglich.

Schlusswort: Welchen Satz möchtet ihr den Lesern mit auf den Weg geben?

Es ist unser erstes Mega-Event und es wird sicher nicht alles zu 100% floppen. Aber wir sind enthusiastisch und werden alles dafür tun, damit ihr ein gutes Event bekommt. Bis dahin werden wir noch einiges an Zeit investieren müssen und geben unser Bestes, also: seid nicht zu streng mit uns.
Kommt vorbei, sprecht uns gerne an und habt einen guten Tag oder auch ein schönes Wochenende hier in Stolberg.

 

Impressionen

Das Orga-Team hat mir freundlicherweise die folgenden Bilder zu diesem Event zur Verfügung gestellt:

 

Links

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Ihr interessiert Euch für weitere Geocaching-Veranstaltungen? Dann werft doch mal einen Blick in den großen Geocaching-Eventkalender.

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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