Cacheempfehlung: die Neuauflage des Tulpentrails (Mietboot-T5er)

Im letzten Jahr war mir aufgefallen, dass es eine Neuauflage der T5-Bootsrunde Tulpentrail in Roelofarendsveen in den Niederlande gibt. Zusammen mit saarzwerg und zwei Freunden sind wir an einem verlängerten Wochenende Anfang Oktober dorthin gereist, um die Runde zu fahren.

In diesem Beitrag schildere ich unsere Erlebnisse, zeige Euch, wo Ihr die Boote mieten könnt und gebe Euch einen Tipp für die Übernachtung. Kommt mit auf die virtuelle Bootstour über den Tulpentrail!

 

 

Unsere Vorbereitung

Im August 2019 sind wir die erste Version des Tulpentrail mit dem Elektroboot gefahren. Damals hatte die Runde 42 Dosen. Ende April 2020 wurde der Trail zunächst wegen Corona deaktiviert und Ende September dann endgültig archiviert. Anfang Mai 2021 war es dann endlich so weit und die neue Version unter dem Namen Boottrail tulpenroute, mit diesem Mal nur 22 Dosen, wurde veröffentlicht.

Bei der Planung stellte ich fest, dass die alte Webseite zum Mieten der Boote nicht mehr existiert. Nach einer Internetrecherche ist mir aufgefallen, dass die Boote nun zu einem Gartencenter De Veense Bukker umgezogen sind und auch dort gemietet werden können. Es ist möglich.ein Boot morgens (10:30 bis 14:00 Uhr) oder nachmittags (14:30 bis 18:00 Uhr) zu buchen. Die Saison beginnt am 1. April und endet am 15. Oktober. Die Strecke hat eine Länge von knapp neun Kilometern und wir waren 2:25 Stunden gemütlich unterwegs.

Wir buchten uns ein sogenanntes Flüsterboot, was ein Elektroboot ist, welches für sechs Personen Platz bietet. Die Kosten für die Miete belaufen sich auf knapp 90 €. Über einen Kalender buchen wir uns unser Boot für sonntags morgens. Da wir an diesem Tag noch die 500 Kilometer zurück ins Saarland fahren wollen, frage ich per Mail an, ob wir auch früher als 10:30 starten können. Recht schnell bekomme ich die Antwort, dass wir ab 9:30 Uhr starten dürfen.

 

Unsere Ankunft

Wir fahren von unserem Hotel bei Lisse knapp 15 Minuten und erreichen das Gartencenter gegen viertel vor zehn Uhr. Dort gibt es genügend Parkplätze. Wir stellen unser Auto ab und ziehen unsere wasser- und winddichten Klamotten an. Hinter dem Parkplatz befindet sich ein Stellplatz für Wohnmobile und gleich gegenüber der Bootsverleihstation ein Container mit Toiletten.  Vor dem Gartencenter gibt es ein paar Gehege mit allerlei Getier, das wir uns noch schnell genauer anschauen.

Besonders dieses neugierige Lama hat es mir angetan. Allerdings ist Vorsicht geboten: Immer wenn es die Ohren nach hinten klappt, folgt kurz danach ein recht feuchter Nieser!

Im Gehege auf der anderen Seite ist dieses Schwein unterwegs.


Nachdem wir alles gesehen haben, gehen wir zu den Booten hinüber.

 

Die Bootsübernahme

Am Boot wartet schon eine Mitarbeiterin des Verleihers auf uns. Ich muss nur meinen Namen sagen – mehr Bürokratie ist hier zum Glück nicht notwendig. Auch die Einweisung fällt recht knapp aus: Der Elektromotor ist immer an, am Drehgriff drehen in die eine Richtung für Vorwärts und die andere für Rückwärts. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Beim Einsteigen fällt uns dieses Plakat ins Auge, welches den Verlauf der Tulpenroute und die „Sehenswürdigkeiten“ auf der Strecke zeigt.

Wir richten uns gemütlich im Boot ein und verlassen die Anlegestelle.

 

Die Tulpenroute

Nachdem wir das Gartencenter verlassen haben, biegen wir rechts in den Hauptarm ab in Richtung der ersten Dose.

Nach etwas Suchen können wir den Tradi Boottrail tulpenroute #1 unter einer Brücke, die eine der Zufahrten zum Gartencenter ist, finden.

Die Tulpenroute ist gut beschildert und an vielen Stellen finden sich Erklärungen zu den Dingen, die man an dieser Stelle sehen kann.

Leider sind die Texte auf den Schildern und sogar im Netz ausschließlich in niederländischer Sprache verfasst. Schade eigentlich!

Wir hangeln uns von Dose zu Dose und fahren dabei zwischen den großen Gewächshäusern vorbei. Manche sind mit großen Fototapeten geschmückt worden.

An wenigen Stellen gibt es sogar noch ein paar blühende Blumen zu sehen.

Die Dosen sind meist nach kurzer Suche gut zu finden und aus dem Boot gut zu erreichen. Da wir zu viert im Boot sind, können wir die Aufgaben gut verteilen: Einer steuert das Boot, einer hält das Boot am Rand in Position, einer greift nach der Dose und der Vierte schreibt ins Logbuch. So geht das ganze recht zügig.

Die Strecke ist sehr schön und abwechslungsreich. Die Bereiche mit den Gewächshäusern wechseln sich mit naturbelassenen Wiesen oder Waldstücken ab.

Ab und zu kreuzt mal ein Schwan unseren Weg.

Nach der siebten Dose fahren wir durch ein Wohngebiet zu einer Schleuse, die den Polder von einem großen See abtrennt.

Nachdem wir dort die Dose geloggt haben, können wir sogar noch einen einzelnen Labcache spielen, der sich ebenfalls dort befindet. Anschließend fahren wir den gleichen Weg bis zum Hauptarm wieder zurück und biegen dann in eine Art Industriegebiet ein.

Das ist aber schnell durchfahren und es folgt eine recht wilde Landschaft mit vielen Bäumen und ein paar Wiesen.

Hier müssen wir etwas mehr suchen, bis wir die jeweiligen Dosen finden können. Mit vier Paar Augen klappt das aber dennoch recht gut!

Danach folgt wieder eine längere Strecke durch Roelofarendsveen.

Kurz danach fahren wir zur wohl niedrigsten Brücke der kompletten Tour. Natürlich liegt auch hier eine Dose. Zwischen Boot und Brücke ist kaum Platz. Aber auch diese Schwierigkeit können wir gut meistern.

In der Ortsmitte legen wir an einem Anleger an. Hier können wir auf der einen Seite einen weiteren Labcache spielen und auf der anderen den Tradi Wie logt FTF ?, der eigentlich nicht zu dieser Runde gehört, loggen.

Nun ist es nicht mehr weit. Hier am Wasser gibt es einige schöne Häuser, die natürlich alle einen Anleger besitzen. Wir schauen uns etwas um und setzen dann unsere Fahrt wieder fort.

Dabei fällt uns auf, dass die Batterieanzeige inzwischen am letzten Strich angekommen ist, was mich dann doch etwas verwundert. In 2019 sind wir auf der alten Strecke fast 15 Kilometer gefahren und dieses Mal sind es noch keine neun? Sollte etwa unser Boot nicht ganz aufgeladen gewesen sein?

Na ja, wir machen uns unnötig Sorgen und kommen ohne Probleme zurück zum Anleger am Gartencenter. Auf dieser Tour waren wir 8,6 Kilometer mit dem Boot in 2:25 Stunden gefahren und haben dabei 22 Tradis und 2 Labcaches loggen können. Das Bootfahren war sehr leicht und die Tour hat uns allen großen Spaß bereitet!

 

Unsere Hotelempfehlung für Roelofarendsveen

Da ich unmittelbar im Ort nichts Passendes finden konnte, habe ich mich für das Hotel Restaurant de Engel (Provisionslink) im knapp acht Kilometer entfernten Lisse entschieden. Das Hotel verfügt über einen großen kostenlosen Parkplatz und über ein gutes Restaurant. Die Zimmer sind groß, modern und geräumig. Das Bad ist ebenfalls modern und groß. Das einzige Minus: In unserem Zimmer hat sich ein Fenster nicht vollständig schließen lassen, da es wohl verzogen ist. Da wir im zweiten Stock untergebracht waren, war das aber kein Problem.

Das Restaurant, in dem auch das Frühstück serviert wird, hat uns sehr gut gefallen. Zum Abendessen habe ich mir als Vorspeise eine Tomatensuppe bestellt, die echt lecker war.

Auch von meiner Hauptspeise, Hähnchenfilet ummantelt mit Schinken, gebratenem Chicorée und Kartoffeln war ich sehr angetan.

Ich würde jederzeit wieder hier übernachten und vor allem essen wollen!

 

Interaktive Karte der beiden Bootstrails

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Bootstour über den neuen Tulpentrail in Roelofarendsveen sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Ein Klick auf den Namen des Geocaches öffnet sein Listing. Bitte beachtet, dass es sich bei den Links zu Unterkünften um Provisionslinks handelt: Ihr bezahlt bei einer Buchung über diesen Link nicht mehr und ich bekomme eine kleine Provision, die mir hilft meine Serverkosten zu decken.

Falls Euch unsere Reiseroute interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch diese Vorstellung dieser Bootstour gefallen? Seid Ihr sie selbst schon gefahren? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag.

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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