Geocaching & Wandern: Zollernburg-Panorama

Während unseres Wanderurlaubs auf der Schwäbischen Alb wanderten wir den Premiumwanderweg “Zollernburg-Panorama”, der viele tolle Aussichtspunkte bietet.

Natürlich haben wir auch ein paar Geocaches eingesammelt und das einzigartige Panorama am Zeller Horn bewundert. Kommt mit auf die virtuelle Tour über diesen Premiumwanderweg!

 

 

Der Traufgang Zollernburg-Panorama

In der Nähe von Bad Albstadt befindet sich der Premiumwanderweg Zollernburg-Panorama, der vom Deutschen Wanderinstitut im Jahr 2019 mit 91 Erlebnispunkten ausgezeichnet wurde, womit er zu den 25 besten Wanderwegen überhaupt gehört. Er hat laut Wegbetreiber eine Länge von 15,6 Kilometern und überwindet dabei 412 Höhenmeter. Seine Schwierigkeit wurde mit “mittel” und seine Dauer mit sechs Stunden angegeben.

Das Zollernburg-Panorama gehört zu den sogenannten Traufgängen, das sind Premiumwanderwege, die rund um Bad Albstadt angelegt wurden. Wikipedia sagt dazu: “Albtrauf bezeichnet den nordwestlich ausgerichteten Steilabfall der in Baden-Württemberg und Bayern gelegenen Schwäbischen Alb.” Auf dieser Wanderung folgt man über längere Strecken diesem Steilabfall und hat tolle Weitblicke in die umliegende Landschaft.

Unterwegs gibt es einige Informationstafeln, die den genauen Verlauf des Zollernburg-Panoramas zeigen.

Wie es sich für einen Premiumwanderweg gehört, ist auch dieser sehr gut markiert – einzig der Wegname fehlt auf den Schildern.

Unterwegs konnten wir auf der Strecke vier Traditional- und einen Earthcache finden. Ein Wandermulti, der über die komplette Strecke verläuft, wurde bisher noch nicht veröffentlicht. Laut meinem GPS haben wir für diese Wanderung mit Pausen, viel Fotografieren und Geocaching insgesamt 6:20 Stunden benötigt und dabei 17,4 Kilometer und 530 Höhenmeter zurückgelegt.

 

Der erste Anstieg

Wir übernachten in Bad Albstadt im Gasthof Linde (Provisionslink), den ich Euch sehr empfehlen kann. Vom Hotel bis zum Parkplatz dieses Wanderwegs sind es nur wenige Minuten mit dem Auto. Fast der komplette Parkplatz ist noch leer. So können wir schon kurz vor neun Uhr in unsere Wanderung starten.

Vom Parkplatz bis zum Start des Rundwanderwegs sind es 220 Meter über einen flachen und breiten Fußweg.

Wir laufen das Zollernburg-Panorama im Uhrzeigersinn und folgen den Markierungen

Die Wiese lassen wir hinter uns und wandern nun bergauf durch einen dichten Wald. Dort fallen mir zwei kleine Vogelhäuser mit Elektronik darin auf – dabei handelt es sich meiner Meinung nach um eine Zähleinrichtung für die Wanderer.

Nach einem knappen Kilometer haben wir den ersten Anstieg hinter uns gebracht.

 

Entlang der Traufe

Wir erreichen die Traufkante und schauen an einer baumfreien Stelle das erste Mal weit in die Landschaft hinaus.

Nun folgt der Wanderweg dieser Abbruchkante und wir kommen immer mal wieder an einer schönen Stelle mit einer tollen Aussicht vorbei. Das folgende Foto ist am Irrenberg Blick aufgenommen.

Wir folgen über schmale Wanderpfade weiter den Markierungen über teils sehr verwurzelte Wege.

Am fast 900 Meter hohen Heiligenkopf suchen wir zunächst den Tradi Heiligenkopf (BW) GERMANY und setzen anschließend unsere Wanderung in nordöstlicher Richtung fort. Immer wieder öffnet sich der Wald und gibt schöne Blicke über Wiesen und Hügel frei.

Mal geht es leicht abwärts und dann wieder etwas – so wie hier – nach oben. Der Weg auf diesem Teilstück ist angenehm zu wandern, da es keine längeren Steigungen gibt.

Kurze Zeit später erreichen wir die Waldweide Blasenberg, wo zwei Bänke zum Picknick einladen. Um viertel vor zehn Uhr ist es uns dafür aber noch zu früh.

Also genießen wir nur etwas den grandiosen Ausblick und wandern dann weiter.

Danach geht es kurz am Waldrand entlang etwas nach unten und anschließend wieder leicht ansteigend weiter.

Wir kommen gut voran: In der ersten Stunde sind wir schon gut drei Kilometer gewandert.

 

Der erste Blick auf die Burg Hohenzollern

Beim Wandern fällt mir plötzlich zwischen den Bäumen etwas ins Auge und ich suche mir eine lichte Stelle: Zum ersten Mal auf dieser Wanderung kann ich die Burg Hohenzollern sehen, die majestätisch auf einem Bergkegel thront.

Wir machen eine kleine Pause und ich fotografiere die Burg unzählige Male.

 

Rund um den Zollersteighof

Im Folgenden kommen wir an weiteren Stellen vorbei, von denen aus ich die Burg gut sehen kann. Wir wandern weiter durch einen dichten Wald, bis …

… sich dieser öffnet und wir zu einer großen Wiese kommen, in deren Mitte ein paar Häuser stehen. Wir folgen den Markierungen über die Wiese und erreichen den Zollersteighof, ein Drei-Sterne-Hotel mit Biergarten, der natürlich um diese Zeit noch geschlossen ist.

Davor befindet sich ein Wanderparkplatz mit einer großen Informationstafel, die wieder auf das Zollernburg-Panorama hinweist. Auch hier könnte man diese Wanderung starten. Kurz vor dem Parkplatz wandern wir wieder in den Wald hinein und folgen dem nun breiten Fahrweg leicht abwärts.

Nach einiger Zeit biegen wir in einen schmalen Wanderpfad, der in kleinen Serpentinen steil den Berg hinauf führt.

 

Am Zeller Horn

Am Ende dieses steilen Wanderpfades erreichen wir den Aussichtspunkt am Zeller Horn. Wow! Hier erleben wir eine wirklich atemberaubende Aussicht auf die Burg Hohenzollern. Um viertel vor elf Uhr morgens haben wir dazu noch die Sonne im Rücken, was das Fotografieren einfach macht!

Wir gönnen uns eine längere Fotopause und ich schraube mein Zoom-Objektiv, welches ich extra für diese Wanderung eingepackt habe, auf meine Kamera. Damit kann ich die Hohenzollernburg ganz nah heran holen.

Natürlich fertigen wir vor dieser tollen Kulisse auch ein Selfie an.

Etwas oberhalb vom Aussichtspunkt gibt es Bänke und Tische, die zu einer Rast einladen. Wir machen eine kleine Trinkpause und beantworten dabei die Fragen des Earthcaches Der Hohenzollern – ein Zeugenberg, was uns recht gut gelingt.

Nach etwa einer halben Stunde setzen wir unsere Wanderung fort.

 

Weiter entlang der Albtraufe

Wir folgen weiter dem Zollernburg-Panorama entlang der Steilkante. Wieder geht es mal auf einen kleinen Hügel hinauf und anschließend wieder etwas hinunter.

Nach einiger Zeit erreichen wir wieder einen Aussichtspunkt, von dem wir weit in die Landschaft blicken können.

Auch von hier aus kann ich wieder die Burg Hohenzollern sehen, nun aus einer leicht anderen Perspektive.

Erneut packe ich mein Zoom aus und fotografiere diese besondere Burg.

Am Aussichtspunkt piepst mein GPS, welches mich auf den Tradi BellaVista Trauffelsen aufmerksam machen will. saarzwerg kann ihn gut und schnell finden. Die Landschaft wird nun etwas felsiger. Wir überqueren auf einer Brücke eine kleine Felspalte und …

… erreichen den Hängenden Stein, von dem wir wieder eine schöne Aussicht in die Landschaft haben.

Dort suchen und loggen wir den Tradi Hang loose! bevor wir unsere Wanderung fortsetzen.

 

Über Wiesen und Weiden

Anschließend verlassen wir die Traufkante und wandern über eine Wiese zu einem breiten Forstweg.

Nachdem wir dem einige Zeit gefolgt sind, biegen wir in eine Wiese ein und folgen dort der frisch gemähten Spur.

Nun wechseln sich breite Fahrwege und schmale Wanderpfade an. Unterwegs loggen wir noch schnell den Tradi Schuhbaum. Als wir anschließend am Waldrand eine Bank erblicken, legen wir endlich unsere Mittagspause ein.

Nach einer knappen halben Stunde setzen wir gut gestärkt unsere Wanderung fort. Die Landschaft bleibt weiterhin offen und ermöglicht uns viele schöne Ausblicke.

Gegen zwanzig nach ein Uhr erreichen wir den nächsten Wanderparkplatz, wo ebenfalls ein Einstieg in diese Tour möglich wäre.

 

Rund um das Nägelehaus

Wir queren eine Teerstarße und wandern kontinuierlich ansteigend in Richtung des höchsten Punktes der gesamten Tour, dem Nägelehaus.

Bisher habe ich das sonnige Wetter heute genossen. In dem Anstieg wäre ich jedoch über ein paar Wolken vor der brennenden Sonne dankbar. Mein Wunsch ans Universum wird jedoch nicht erhört.

Auf der gut eineinhalb Kilometer langen Steigung werden knapp 100 Höhenmeter überwunden. Gegen viertel vor zwei Uhr erreichen wir das Nägelehaus, wo wir im Biergarten hinter dem Haus einkehren wollen. Da nur ein Tisch frei ist, auf dem ein Reserviert-Schild steht, gehe ich hinein und frage, ob wir einen Platz bekommen können. Die Antwort fällt kurz und unmotiviert aus. Noch nie habe ich mich so unwillkommen wie hier gefühlt.

Ich sage mir, “wer nicht will, der hat schon” und wir setzen unsere Wanderung fort. Etwas oberhalb vom Nägelehaus befindet sich ein kleiner Aussichtsturm, von dem ich mir einen schönen Ausblick erhoffe. Da die Tür offen ist, steige ich die vielen Treppen hinauf und schaue mich um.

Naja, um ehrlich zu sein, hätte ich mir diesen Aufstieg ersparen können: Von der Burg Hohenzollern sind von hier oben nur noch die Turmspitzen zu erkennen. Ob die Bäume mal kleiner waren als dieser Turm gebaut wurde?

Ich steige wieder hinunter und wir setzen die Wanderung fort.

 

Hinunter zu Parkplatz

Im Anschluss geht es nur noch bergab. Das Zollernburg-Panorama führt uns zunächst durch einen kleinen Wald und danach über Wiesen oder am Waldrand vorbei.

Bis zum Parkplatz sind noch etwa 3,8 Kilometer zu wandern und wir brauchen dazu eine gute Stunde.

Kurz nach 15 Uhr erreichen wir wieder den Parkplatz mit unserem Auto.

 

Mein Fazit

Eine wirklich sehr schöne Wanderung, für die man etwas Kondition benötigt. Sie bietet viele traumhafte Aus- und Weitblicke. Der Aussichtspunkt am Zeller Horn ist mein persönliches Highlight auf der Tour. Das Einzige, was ich etwas unterwegs vermisst habe, sind die kleinen Wanderer-Tankstellen, die im Schwarzwald und mittlerweile auch bei uns im Hochwald in die Premiumwanderungen eingebaut worden sind, wo sich der Wanderer für kleines Geld mit kühlen Getränken an schön hergerichteten Picknick-Plätzen selbst versorgen kann.

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Wanderung entlang des Zollernburg-Panoramas sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon auf der Schwäbischen Alb unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Ein Kommentar:

  1. Schöner Beitrag und tolle Tour. Ganz bei uns in der Nähe, da sollte ich wohl mal bei schönem Wetter hin

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