Letterbox-Wanderung: Die Nohener-Nahe-Schleife

Am letzten Samstag bin ich mit saarzwerg den knapp 12 Kilometer langen Premiumwanderweg “Nohener-Nahe-Schleife” gelaufen. Über die komplette Streckt führt eine Letterbox. Unterwegs können sechs weitere Tradis gesucht werden.

Und hat diese kurzweilige und abwechslungsreiche Wanderung durch den schönen Herbstwald sehr gut gefallen. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung über die Nohener-Nahe-Schleife …

 

 

Die Nohener-Nahe-Schleife

Nach einigen verregneten Wochenenden war für den letzten Samstag endlich mal wieder schönes Wetter vorausgesagt. Grund genug für uns unsere Rucksäcke zu packen und die Wanderschuhe anzuziehen. Seit Längerem liebäugele ich schon mit dem Premiumwanderweg Nohener-Nahe-Schleife, der vom Deutschen Wanderinstitut im Jahr 2018 mit beachtlichen 92 Erlebnispunkten ausgezeichnet wurde. Laut der Betreiberwebseite hat dieser Wanderweg eine Länge von 11,8 Kilometern und 400 Höhenmetern. Die Schwierigkeit wird mit mittel und die reine Gehzeit mit vier Stunden angegeben.

saarzwerg und ich waren mit zwei Pausen, Fotografieren und Geocaching insgesamt fünfeinviertel Stunden unterwegs. Am Ende unserer Tour hatte ich 12,8 Kilometer und 460 Höhenmeter auf meinem GPS. Diese Angabe beinhaltet jedoch auch den Weg vom Parkplatz zum Startpunkt und den Weg vom Endpunkt zurück zum Parkplatz.

Apropos Parkplatz: Der Parkplatz ist riesig und als wir gegen 10 Uhr  dort ankommen, sind wir das erste Auto auf dem Platz.

An der Einfahrt des Parkplatzes befindet sich eine große Informationstafel, die den Verlauf der Nohener-Nahe-Schleife und die Verteilung der Höhenmeter zeigt.

Dieser Premiumwanderweg gehört zu den Traumschleifen in dieser Region. Wie alle Wanderwege mit dieser Bezeichnung sind auch bei diesem unterwegs Kilometermarkierungen zu finden.

Wem die Strecke zu weit ist, der hat nach sechs und nach neun Kilometern jeweils die Möglichkeit eine Abkürzung zu nehmen. In dem Fall fehlen jedoch Ablesestationen für die Letterbox Nohener Poschd-Bocks. Diese Letterbox verläuft über die komplette Strecke der Nohener-Nahe-Schleife. Unterwegs sind an verschiedenen Stellen Informationen abzulesen oder zu bestimmen. Ihr solltet auf jeden Fall ein Maßband mitnehmen. Wir konnten alle Informationen gut finden, aber nicht immer eindeutig bestimmen. Das war aber kein Problem, denn die gefundenen Zahlen werden nur addiert und ergeben am Ende die Kombination für ein Zahlenschloss. Gleich unser zweiter Eingabeversuch öffnete die Finalbox mit dem Logbuch. Neben dieser Letterbox liegen derzeit noch sechs weitere Tradis unmittelbar an der Wanderroute.

 

Durch den Ort zum Startpunkt

Wir starten kurz vor zehn Uhr am Parkplatz. Aktuell ist es noch recht kühl und neblig. Zunächst laufen wir parallel zur Straße durch den kleinen Ort Nohen. Unser Weg ist mit den üblichen Aufklebern markiert und gut zu finden. Wir kommen an der Kirche vorbei.

Kurze Zeit später überqueren wir das erste Mal die Nahe. Die Sonne beginnt gerade den Nebel zu “vertreiben”.

Wir biegen nach links ab und folgen kurze Zeit weiter der Straße. Dann stehen wir vor dem Eingangsportal der Nohener-Nahe-Schleife.

 

Hinauf zum Denkmal auf dem “Burefels”

Hinter dem Portal geht es über viele Treppenstufen den Berg hinauf.

Oben angekommen, sehen wir das Denkmal, welches an die Gefallenen der Weltkriege erinnert.

Wir gehen vor bis zum Aussichtspunkt. Von dort können wir die erste Frage für unsere Letterbox beantworten.

Das Denkmal thront auf einer Felsklippe über Nohen. Von dort oben haben wir einen schönen Blick auf die Nahe und das Dorf. Die Sonne ist gerade dabei den Nebel aufzulösen, was dem Ganzen eine recht mystische Stimmung verleiht.

In der Nähe des Denkmal suchen wir den Tradi Denkmal Noh(en), den wir schnell finden können.

 

Weiter den Berg hinauf

Vom Denkmal wandern wir zunächst über den Bergrücken nach oben und biegen dann in einen Wanderpfad ein, der durch den Hang nach unten zum Bach führt. Diesem folgen wir nun nach oben.

Nach einiger Zeit kommen wir zu einem Hohlweg …

… und kurz danach zu einer Brücke, wo wir zur anderen Bachseite hinüber wechseln.

Kurze Zeit später verlassen wir den Wald und wandern über eine Wiese am Waldsaum entlang.

Einige Zeit später piepst mein GPS, wie haben den Tradi Erster Anstieg … geschafft ! erreicht, der das Ende des ersten Aufstiegs markiert. Wir sind oben angekommen! Bei der Dose handelt es sich um eine kleine Bastelarbeit, die wir zum Glück schnell finden konnten.

 

Vorbei an tollen Aussichtspunkten

Ab jetzt geht es für die nächste Zeit nur noch abwärts. Wir wandern über eine große Wiese und verschwinden wieder im Wald.

Nach kurzer Zeit erreichen wir den Aussichtspunkt über der Bruchwiesenschleife. Dort stehen Bänke und Tische.

Am Geländer fällt mir eine große Holzbox ins Auge. Neugierig, wie ich bin, schaue ich hinein. Zu meiner Überraschung befindet sich darin eine Waldapotheke mit 1. Hilfe-Material.

Das Besondere an diesem Rastplatz ist sicherlich der große und gut gefüllte Weinschrank.

saarzwerg und ich entscheiden uns für den Rosé-Wein “Portugieser”, den wir für 2,50€ kaufen. Wir packen die Flasche in den Rucksack und genießen noch etwas die Aussicht über das Nahetal, bevor wir unsere Wanderung fortsetzen. Dabei vergessen wir nach dem Tradi Aussichtspunkt Bruchwiesenschleife zu suchen.

Wenige Minuten später erreichen wir den nächsten Aussichtspunkt an der “Felsklipp”. Hier steht eine Sinnenbank, die gerade vollständig in der Sonne liegt. Obwohl es erst halb zwölf Uhr ist, knurrt uns schon der Magen. Wir beschließen an dieser schönen Stelle unsere Mittagspause zu verbringen und packen unsere belegten Baguettes und die gerade gekaufte kleine Flasche Wein aus. In der Sonne lassen wir es uns bei einer tollen Aussicht gut gehen.

Eine gute halbe Stunde bleiben wir hier bevor wir weiterwandern.

Über einen schönen Wanderpfad geht es hinunter zur Nahe.

 

Entlang der Nahe

Wir erreichen die Nahe, die an dieser Stelle von einer Eisenbahnbrücke überspannt wird. Wir laufen unter ihr hindurch. Dahinter loggen wir den Tradi The Trainbridge.

Auf der anderen Seite folgt unser Wanderweg der Nahe stromaufwärts über eine Wiese.

Nach einiger Zeit erreichen wir eine Fußgängerbrücke, die wir aber noch nicht überqueren. Vorher machen wir einen kleinen Abstecher zum Tradi Die Bruchwiesenschleife, der ca. 50 Meter neben der Brücke liegt. Nach etwas Suchen können wir ihn finden. Danach überqueren wir die Nahe.

Auf der anderen Seite läuft der Wanderweg in einem großen Bogen um die Nahe-Halbinsel (Schleife) herum und dann stromabwärts zurück. Von dort kann ich die Felsklippe mit dem Aussichtspunkt sehen, wo wir unsere Mittagspause verbracht haben.

Dann steigt unserer Wanderpfad leicht an. Wir kommen an einem verlassenem “Beton-Etwas” vorbei. Dort loggen wir den Tradi Watt iss datt dann ???.

Anschließend steigt der Wanderweg für ein kurzes Stück wieder ordentlich an. Oben angekommen biegen wir in einen Pfad ein und folgen dem Bergrücken zu einem kleinen Aussichtspunkt. Über einen mit dicken Seilen gesicherten Steig wadern wir wieder nach unten.

An Ende des Steigs lädt eine Schutzhütte zum Verweilen ein.

 

Durch ein wildromantisches Tal nach oben

An der Schutzhütte besteht die Möglichkeit den Wanderweg abzukürzen. Wir folgen jedoch den Markierungen der Nohener-Nahe-Schleife. Der Wanderweg folgt dem Bachlauf kontinuierlich nach oben. auf einer Stecke von knapp einem Kilometer werden hier 100 Höhenmeter überwunden.

Nach einiger Zeit teilt sich der Bach und spannt zwei Täler auf. Wir laufen über eine Brücke und steigen zwischen den beiden Bächen weiter nach oben.

Gegen Ende des Aufstiegs wird der Pfad steiler und leitet uns durch einen dunklen Tannenwald.

Noch etwas später erreichen wir einen großen Platz mit einem Bienenhotel.

An dieser Stelle ist der Aufstieg überwunden.

 

Über die Höhe mit tollen Ausblicken

Nach dem Aufstieg folgt eine recht flache Wegstrecke. Über einen breiten Forstweg wandern wir durch den Wald, der sich langsam öffnet.

Wir kommen zum Panoramablick, bei dem eine Sinnenbank zum Rasten einlädt. Das lässt sich saarzwerg nicht zweimal sagen und genießt die Sonne.

Nach einer kurzen Rast setzen wir unsere Wanderung fort. Wir sind nun schon 9 Kilometer auf der Nohener-Nahe-Schleife gewandert.

Über einen besonderen Steig,nach dessen Name in der Letterbox gefragt wird, wandern wir bergab. Unterwegs gibt es allerlei Überraschungen zu bestaunen wie diese schöne Schnitzarbeit.

An einem Xylophon beweist saarzwerg ihre künstlerische Ader.

Auch diverse Schaukeln sind unterwegs zu finden. Gegen Ende steigt der Wanderweg wieder an und die Höhenmeter, die wir in der letzten halben Stunde abgestiegen sind,  wollen nun wieder hinauf gewandert werden.

Bei einer Kuhweide verlassen wir den Wald und haben den letzten Aufstieg auf dieser Wanderung hinter uns gebracht.

 

Am Final

Wir wandern am Waldrand entlang und kommen nach kurzer Zeit zum Nahe-Wiese-Blick. Von hier oben schauen wir ins Nahetal hinein.

Am Aussichtspunkt gibt es ein Gästebuch, in das uns saarzwerg mit einem Reim einträgt. Etwas weiter finden wir dann auch das Final der Letterbox. Das Zahlenschloss lässt sich beim zweiten Versuch öffnen und wir tragen uns in Logbuch ein. Mit dem Stempel, der in der Box liegt, signiere ich mein Aufgabenblatt.

Danach packen wir wieder alles ordnungsgemäß weg und wandern weiter.

 

Zurück zum Parkplatz

An der Elf-Kilometer-Markierung machen wir noch schnell ein Selfie von uns und folgen dann weiter dem Wanderpfad.

Obwohl es nur noch einen knappen Kilometer zurück bis nach Nohen ist, kommen wir noch an einem weiteren Aussichtspunkt mit einem schönen Blick über das Nahetal vorbei.

Danach verlassen wir den Wald und laufen über eine Wiese zum Ortsrand, wo wir das Ende der Nohener-Nahe-Schleife erreichen, welches mit einem weiteren Portal angezeigt wird.

Von dort sind es nur noch wenige hundert Meter leicht bergauf bis zu unserem Parkplatz.

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über den Premiumwanderweg Nohener Naheschleife sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Das Final der Letterbox und den Weg dahin habe ich natürlich aus der Trackaufzeichnung entfernt.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Hochwald unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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