Meine Fotoausrüstung

Öfters werde ich gefragt, welche Kamera ich für meine Touren benutze und wie zufrieden ich mit meiner Fotoausrüstung bin. Diese Frage möchte ich heute ausführlich beantworten.

Ich zeige Euch, welche Kamera mit welchen Objektiven ich in welcher Situation benutze und vor allem, warum. Dabei gehe ich auf die Stärken und Schwächen meiner Ausrüstung ein.

 

 

Meine Art zu Fotografieren

Seit über 30 Jahren gehört Fotografieren zu meinen Hobbys. In dieser Zeit habe ich den Umstieg von analogen zu digitalen Kameras mitgemacht. Verbunden mit diesem Umstieg war auch die Möglichkeit fast beliebig viele Fotos machen zu können, ohne länger an die maximal 40 Bilder eines (für Studenten teuren) analogen Films denken zu müssen.

In dieser Zeit habe ich viel über die Technik des Fotografieren und den Blick für den „besten“ Bildausschnitt gelernt. Das hilft mir bei der fotografischen Dokumentation meiner Touren. Beim Fotografieren bin ich ein ungeduldiger Mensch. Ich kann mir nicht vorstellen, eine große Fotoausrüstung mitzuschleppen und minutiös ein bestimmtes Bild vorzubereiten, ein Stativ aufzubauen und dann endlich zu fotografieren. Über die Jahre hat sich meine Vorliebe für die „Landschaftsfotografie aus der Hand“ entwickelt. Da ich kein Stativ nutze, muss ich auf lange Belichtungszeiten verzichten. Dennoch bleiben auf meinen Touren meist noch genügend schöne Motive übrig, die sich gut mit meiner Art und Weise ablichten lassen.

Über diese 30 Jahre haben sich in meinem Fotoarchiv so schon über 75.000 Fotos angesammelt.

 

Meine „große“ Fotoausrüstung

Auf meinen Reisen und bei Besichtigungen, wo das Gewicht der Ausrüstung nur eine untergeordnete Rolle spielt, bevorzuge ich meine „große“ Vollformat-Spiegelreflexkamera, die aus einem Body und mehreren Objektiven besteht. Je nach der Art unseres Reisemittels (eigenes Auto oder Flugzeug) nehme ich mehr oder weniger Objektive mit.

 

Canon EOS 5D Mark IV

Seit Jahren fotografiere ich mit Canon Kameras und nutze zur Zeit eine Canon EOS 5D Mark IV. Sie besitzt einen Vollformat-Sensor mit 30,4 Megapixel. Mit einem Gewicht von 895g (Gehäuse mit Akku) gehört sich zu den schweren Kameras. In den beiden Steckplätzen habe ich eine SD-Karte mit 128GB und eine CF-Karte mit 64GB. Damit kann ich etwa 3400 Bilder im Rawformat aufnehmen und speichern. Das reicht locker für einen vierwöchigen Urlaub. Der Akku ist sehr gut … selbst bei mehreren hundert Fotos über den Tag ist er abends im Hotel meist nur zur Hälfte leer. Sehr angenehm finde ich das eingebaute GPS – so sind die Bilder ohne mein Zutun schon gleich mit dem richtigen Ort versehen.

Aktuell bin ich mit dieser Kamera sehr zufrieden. Die Bildqualität ist toll – der Sensor arbeitet selbst bei größeren Kontrasten sehr gut. Selbst bei schlechten Lichtverhältnissen oder gar in der Nacht kann ich noch ansehnliche Bilder ohne eine zusätzliche Beleuchtung machen. Der Standardbereich dieser Kamera geht von 100 bis 32.000 ISO. Aus der Hand konnte ich so das folgende Foto machen.

Natürlich hängt die Bildqualität auch immer von dem verwendeten Objektiv ab. Ich nutze hauptsächlich vier verschiedene Objektve für die verschiedenen Situationen.

Meine Objektive werde ich Euch nun genauer vorstellen.

 

Canon EF 24-105MM F/4L IS USM

Wenn saarzwerg und ich eine Flugreise nur mit Handgepäck unternehmen, muss ich auf das Gesamtgewicht achten und kann nur ein Objektiv mitnehmen. Zum Glück erlaubt mir die Lufthansa  – auch in der Economy – zusätzlich zum Handgepäck eine weitere kleine Tasche mitzunehmen. Dafür nehme ich eine „Lowe Toploader Zoom 50 AW II“, in die meine Kamera mit angesetztem 24-105mm Objektiv passt.

Ich liebe dieses Objektiv, da es eine tolle Abbildungsqualität besitzt und einen guten Kompromiss zwischen Lichtstärke und Brennweite besitzt. Es hat eine durchgängige Blende von 4, was mir auch gute Bilder bei wenig Licht erlaubt und es hat eine eingebaute Bildstabilisierung.

Sein Gewicht hält sich mit 670g im Rahmen. Zusammen mit der Kamera habe ich damit fast 1,6 Kilo an meinem Gurt hängen, was für eine Sightseeingtour in Ordnung geht, aber leider für eine anspruchsvolle Wanderung doch etwas zuviel ist.

Das Canon EF 24-105MM F/4L IS USM ist meine erste Wahl, wenn ich nur ein Objektiv mitnehmen kann und stellt dann quasi mein „immerdrauf“-Objektiv dar. Meine Objektive verwende ich grundsätzlich immer mit Sonnenblende und UV-Schutzfilter. Damit schütze ich die äußere Linse. Wenn Ihr Euch auf dem obigen Foto die Blende genauer anschaut, werdet Ihr erkennen, dass sie schon ziemlich verkratzt ist. Bei meinen Touren müssen die Kamera und das Objektiv etwas „einstecken“ können – und das ist bei dieser Kombi gegeben. Selbst Fotografieren bei etwas Regen ist damit kein Problem.

Dieses Objektiv nutze ich auch für die Dokumentation der vielen Megaevents, die ich besuche.

 

Tamron 28-300mm F/3.5-6.3 Di VC PZD

Bei Fernreisen mit normalem Gepäck nehme ich in der letzten Zeit zwei Objektive mit: ein Weitwinkel und ein Zoom. Als Zoom habe ich seit einiger Zeit die zweite Version des Tamron 28-300mm dabei. Mit seinen 540g ist es für ein Zoom recht leicht, dafür aber auch nicht so gut gegen Witterungseinflüsse geschützt. Früher hatte ich die Vorgänger-Version dieses Objektives – die machte jedoch seit einem Regenschauer ständig Probleme. Daher habe ich den Nachfolger gekauft.

Eigentlich ein sehr schönes Objektiv. Leider hat es meiner Meinung nach eine deutliche Schwäche in der Abbildungsqualität bei kleinen Brennweiten und geöffneter Blende, weshalb ich es nicht als „immerdrauf“-Objektiv verwende.

Ich nutze dieses Objektiv hauptsächlich für Detailaufnahmen und um eine Bildansicht zu komprimieren. Dieses Zoom eignet sich aber auch, um Bilder aus einem fahrenden Auto oder einem Reisebus zu machen.

Mit einer sehr kurzen Belichtungszeit (hier mit 1/1600) lassen sich so noch gute Fotos machen, ohne jedes Mal anhalten zu müssen.

 

Canon EF 16-35MM F/2.8L II USM

Als Ergänzung zum meinem Zoom nehme ich dieses Weitwinkelobjektiv mit. Es hat eine Brennweite von 16-35mm. Damit kann ich gut in Räumen und dicht vor Gebäuden fotografieren. Mit seiner durchgängigen Blende von 2,8 eignet es sich hervorragend für Nachtaufnahmen. Sein Gewicht liegt bei 600g.

Seine Abbildungsqualität und seine Lichtstärke sind wirklich der Hammer. Ich schätze, dass dies mein teuerstes, aber auch bestes Objektiv in der Anschaffung war. In Schottland habe ich dieses Objektiv bei der Besichtigung eines Schlosses benutzt, um drinnen ohne Blitz und Stativ (was dort auch nicht erlaubt gewesen wäre) zu fotografieren.

Auf meinen letzten beiden Fernreisen (Schottland und Seidenstraße) hatte ich dieses Objektiv zusammen mit dem Zoom dabei.

 

Canon EF 100MM F/2.8 MACRO USM

Ab und an bekomme ich Produkte, die ich testen darf. Meine Testberichte illustriere ich zum besseren Verständnis mit selbst angefertigten Fotos. Dazu nutze ich meist das Canon EF 100MM F/2.8 MACRO USM, eine Festbrennweite mit einer Offenblende von 2.8.

Damit kann ich sehr schön mit Schärfe und Unschärfe spielen und so den Focus auf die wichtigen Details, die ich zeigen möchte, legen.

Von diesem Objektiv gibt es inzwischen eine neue L-Version mit Bildstabilisierung. Da ich es aber nur zuhause meist mit einem Stativ benutze, tut es das „alte“ noch sehr gut!

 

Meine „kleine“ Kamera

Meine fast 1,6 Kilogramm schwere Fotoausrüstung möchte ich nicht für längere Wanderungen, Hochtouren oder gar Klettersteige benutzen. Dafür ist sie mir einfach zu schwer. Für solche Touren habe ich inzwischen eine andere Kamera, mit der ich sehr zufrieden bin.

 

Sony α6000

Sie ist zwar schon etwas älter und hat noch keine Bildstabilisierung im Gehäuse, macht aber trotzdem tolle Fotos und wiegt nur 344g mit Akku und ohne Objektiv: meine Sony α6000.

Sie besitzt einen 24 Megapixel-Sensor im APS-C Format. Diese Kamera bietet einen automatischen ISO-Bereich von 100 bis 51200 und kann damit auch bei wenig Licht noch gute Bilder machen. Natürlich fotografiere ich auch mit dieser Kamera im Raw-Format. Der einzige Wermutstropfen, der mir bisher aufgefallen ist, ist der hohe Akkuverbrauch. Auch bei Tagestouren muss ich immer einen zweiten Akku in der Tasche haben, da je nach Temperatur der Akku schon mal nach 150 bis 200 Fotos leergesaugt ist. Die Kamera hat einen eingebauten Blitz, den ich aber kaum benutze.

Inzwischen gibt es einige neuere Modelle, die zum Teil sehr viel teurer sind, dafür aber auch mehr Akkuleistung und eine eingebaute optische Bildstabilisierung haben.

 

Sony VARIO-TESSAR T* E 16-70 mm F4 ZA OSS

Zu der Sony α6000 nutze ich ein 16-70mm Objektiv mit einer durchgängigen Offenblende von 4 und einer sehr guten Abbildungsqualität. Ich habe es damals als Kitobjektiv zusammen mit dem Body gekauft. Da das Objektiv nur 308g wiegt, komme ich auf ein betriebsbereites Gesamtgewicht von 652g, was für schwierige Touren gerade noch machbar ist.

Das Objektiv verfügt über eine eigene optische Bildstabilisierung. Da ich nur dieses eine Objektiv für die Kamera habe, ist es natürlich auch mein „immerdrauf“-Objektiv. Die Brennweite von 16-70mm bei dem Sony APS-C Sensor entspricht 24-105mm bei einer Vollformatkamera.

Mit dieser Kombination bin ich sehr zufrieden. Auf fast allen meinen Berg- und Hochtouren und meinen Wanderungen durch den Pfälzerwald habe ich diese Kamera dabei.

 

Das Tragesystem

Sowohl für die Sony als auch für meine schwerere Canon nutze ich den Tragegurt von Sun Sniper. bei beiden Kameras schraube ich den Verschluss vom Gurt in das Gewinde der Stativplattenhalterung. Ich nutze einen einzigen Gurt für beide Kameras. Obwohl er nun schon recht alt ist, funktioniert er noch tadellos.

In den Gurt ist unsichtbar ein kleines Stahlseil eingearbeitet, was mich davor schützt, dass ein Dieb den Gurt durchtrennen kann, um mir die Kamera zu stehlen.

Der Verschluss wird nur festgedreht. Die Kamera ist anschließend freibeweglich am Gurt. So habe ich die Kamera immer schnell griffbereit, wenn sich ein interessantes Motiv zeigt.

 

Die Schlechtwetter-Alternative

Falls ich mal spontan oder bei richtig schlechtem Wetter unterwegs bin, nutze ich die Kamera meines iPhone X. Die Kamera hat 12 Megapixel mit je einem umschaltbaren Weitwinkel- und Teleobjektiv. Die Bilder sind bei strahlendem Sonnenschein recht gut – bei schlechtem Wetter sind sie jedoch nicht mit einer Spiegelreflexkamera zu vergleichen. Aber besser so ein Bild als gar keines.

Auch bei dem iPhone habe ich Raw-Aufnahmen ausprobiert. Hier lässt sich in der Nachbearbeitung aber nicht mehr so viel herausholen. Daher fotografiere ich mit dem iPhone überwiegend in Jpg. Gut eignet sich das iPhone für Panoramaaufnahmen, so dass ich es auch zücke, wenn ich eine meiner Spiegelreflexkameras dabei habe.

Zum Schutz meines iPhones nutze ich eine Outdoor-Hülle von spigen. Die hat mir bisher schon gute Dienste geleistet und das iPhone bei einem Sturz gerettet.

 

Transparenzhinweis

Alle hier vorgestellten Produkte habe ich ohne Preisnachlass bei verschiedenen Händlern gekauft. Dieser Artikel beschreibt meine persönlichen Erfahrungen und drückt meine Meinung über die hier vorgestellten Produkte aus!

 

Meine Fotoausrüstung bei Amazon

Falls Euch die Preise für die einzelnen Kameras und Objektive interessieren, so habe ich im Folgenden die Artikel aufgelistet.

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Wie gefallen Euch meine Erläuterungen zum meiner Fotoausrüstung? Welche Kamera benutzt Du auf Deinen Touren? Wie immer freue ich mich auf Deine Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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