Naht das Ende der Mysteries?

Facebookgruppen, Webseiten und Datenbanken, in denen Mystery-Lösungen gesammelt und getauscht werden, gibt es ja schon lange.

Seit März 2019 hat dieses Betrügen nun eine neue Dimension erreicht: Ein Userscript, welches ermittelt, ob ein Mystery schon gelöst wurde und auf Knopfdruck die heruntergeladene Lösung bei den eigenen „korrigierten Koordinaten“ einträgt …

 

 

Woher kommt das Script?

Dieses Userscript wurde offenbar von dem Betreiber einer einschlägigen niederländischen Webseite geschrieben um die Zugriffe auf die in seiner Datenbank gesammelten Mysterylösungen besser und auch komfortabler gestalten zu können.

Auf seiner Webseite existiert ein Foto von ihm, auf dem er ein T-Shirt mit der Aufschrift „The Banned One“ trägt, woraus ich schließe, dass er im HQ bekannt ist und auch schon von geocaching.com ausgeschlossen wurde.

Laut der Webseite, wo das Script heruntergeladen werden kann, wurde es schon mehr als 2000 Mal installiert. Natürlich werde ich hier nicht erläutern, wie Ihr an das Script kommt, da ich der Meinung bin, dass das die Motivation der Owner schöne und aufwendige Mysteries zu erstellen, nachhaltig negativ beeinflussen wird.

 

Wie funktioniert das Ganze?

Ein Userscript ist eine in Javascript geschriebene Erweiterung, die in einem Browser läuft. Dazu wird im Browser ein sogenannter Scriptmanager (Tampermonkey, Greasemonkey, …) installiert und das Script anschließend in diesen geladen. Im Script sind Webadressen hinterlegt, auf welche das Script reagiert. Das erwähnte Script arbeitet nicht nur auf Mysteries, sondern auf allen Geocache-Typen. So können auch die Finals von Multis, Letterboxen und Wherigos erschwindelt werden.

Öffnet man nun (mit installiertem Script) ein Listing bei geocaching.com, so wird vor den Koordinaten ein Knopf mit einem blauen Fragezeichen angezeigt. Ein Klick auf diesen Knopf ermittelt, ob für diesen Geocache schon eine Lösung vorhanden ist. In diesem Fall wird der Knopf durch einen Knopf mit einem grünen Harken ersetzt. Ein Klick auf diesen Knopf lädt nun die Lösung herunter und speichert sie in den eigenen „korrigierten Koordinaten“ ab.

Das Beängstigende dabei: Ich habe mit diesem Script Stichproben bei Mysteries in meiner Region durchgeführt und schätze, dass bei 80 bis 90 Prozent der wahllos ausgewählten Mysteries die Lösung von den Geocheckern akzeptiert wurde.

 

Was passiert wirklich bei Nutzung des Scriptes?

Bei diesem Script habe ich eine technische Analyse durchgeführt. Dazu habe ich den lesbaren Quelltext genau durchgesehen, eine modifizierte Version mit vielen Logausgaben erstellt und damit weitere Tests durchgeführt.

Folgendes konnte ich dabei herausfinden:

  • Nach dem Öffnen eines Listings wird Eure UserID und Euer Geocaching-Name ermittelt
  • Anschließend wird im Browser ein sogenanntes Zugriffs-Token (OAuth) für Euch erzeugt
  • Dann wird überprüft, ob schon korrigierte Koordinaten in Eurem Listing extistieren und, wenn dies der Fall ist, Eure UserID, das Zugriffs-Token, der GC-Code und die persönliche Notiz des geöffneten Geocaches an den Script-Server übertragen.
  • Existieren noch keine korrigierten Koordinaten, so werden die Knöpfe wie oben beschrieben angezeigt.
  • Beim Lesen der Koordinaten vom Script-Server werden entweder die in der Datenbank gespeicherten Koordinaten oder eine Wartezeit zurückgegeben. Die Wartezeit soll wohl verhindern, dass zu viele Lösungen abgegriffen werden.
  • Ich vermute, dass sich die jeweiligen Wartezeiten durch das Hochladen eigener Lösungen verkürzen
  • Der Script-Server akzeptiert nur UserIDs und Zugriffstokens, die zusammengehören. Offensichtlich wird vom Script-Server mit dem Token ein Zugriff auf den geocaching.com Server durchgeführt.
  • Zum Speichern der heruntergeladenen Lösung in den „korrigierten Koordinaten“ des Listings wird ein anderes Zugriffstoken (nämlich das aus der geöffneten Webseite)  verwendet.

Um es für die Nicht-Techniker unter Euch klar und deutlich zu sagen: Mit der Nutzung dieses Scriptes gebt Ihr dem Betreiber des Script-Servers vollen Zugriff auf Euer Geocaching.com-Konto.

Nach meiner Einschätzung verstößt dieses Script auch gegen die geltende EU-Datenschutz-Grundverordnung, da hier ohne das Wissen des Nutzers personenbezogene Daten (UserID, persönliche Cache-Notiz, persönlicher Zugriffs-Token) auf einen fremden Server hochgeladen werden.

Jedoch befürchte ich, dass dies Geocacher, die den schnellen Cache wollen, nicht davon abhalten wird, das Script zu Nutzen und sich so die Finalkoordinaten von Mysteries, Multis, Letterboxen und Wherigos sehr schnell verbreiten werden.

 

Was kann ich als Owner dagegen tun?

Ich fürchte: leider nicht viel. Eine Möglichkeit wäre, den Cache zu verlegen. Ich glaube jedoch, dass auch die geänderten Koordinaten schnell die Runde machen werden. Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht das Logbuch mit einem Zahlenschloss zu versehen und die Kombination über den Lösungsweg mitzuteilen. Das ist jedoch mit Aufwand und Kosten verbunden.

 

Was kann das HQ dagegen unternehmen?

Nach meiner Einschätzung könnte das HQ über einige technische Maßnahmen das Funktionieren des Scriptes verhindern. Da dieses Script scheinbar die Gültigkeit des Zugriffstokens überprüft, könnte eine Maßnahme sein, den Zugriff des Script-Servers auf geocaching.com zu blockieren. Ein weiterer Schritt könnte sein, dass diese Zugriffs-Tokens nur noch bei den Netzwerkverbindungen gültig sind, über die sie ausgestellt wurden. So würde das Hochladen des Zugriffs-Token nutzlos werden.

Wie auch immer, mal schauen, ob und was das HQ dagegen unternehmen wird?!

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Wie ist Eure Meinung zu dem ergaunern von Geocache-Lösungen und Finalkoordinaten? Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

20 Kommentare:

  1. Ich glaube, du bist mit deinem Beitrag etwas über das Ziel hinausgeschossen.
    Ich sehe es ähnlich wie Nancy, jeder sollte das Spiel spielen wie es ihm gefällt. Natürlich gibt es Regeln an die es sich zu halten gilt.
    Leider tun das aber auch manche reviewer nicht wirklich. Als owner werden dann Regeln zitiert und wenn man dann die gleiche gegenüber stellt ist diese veraltet.
    Nunja, willkommen im Leben.

    Eins ist jetzt sicher, durch deinen Beitrag werden jetzt noch mehr Cacher versuchen an das Script zu kommen.
    Den Beitrag deshalb rausnehmen??
    Gute Frage

  2. Ich hör immer nur Mimimi…
    Wer rätseln will, der rätselt. Wer es nicht will, besorgt sich die Lösungen. Mein Hobby nennt sich Geocaching und ist m.M.n. ein Outdoor-Hobby, wo man sich draußen bewegt :)

    Ich löse gerne Mysteries! Ja wirklich. Aber ich nehme auch gerne Lösungen an.

    Es gibt ein paar schöne Mysterie-Runden, mit abwechslungsreichen Rätseln, unterschiedlichen Schwierigkeiten und ich mag das Gefühl, wenn der Checker endlich grün wird und man durchaus dabei auch mal was neues lernt. Leider sind solche Runden immer rarer :/ Weshalb ich mich beim rätseln auch eher auf einzelne Mysteries verschiedener Owner konzentriere.

    Immer öfter erscheinen Mysterie-Runden mit 30x dem selben Rätsel. 30x ewiges Googlesuchen, 30x das selbe Bilderrätsel, 30x ein jigidi Puzzle. Gähn! Gerade bei den Puzzlen… z.B. Am Steinhuder Meer. Fast 100 Puzzle, die der Owner in 1, höchstens 2h erstellt hat und ich soll dann wochenlang puzzlen? Sorry! Aber nach 15 Puzzlen hatte ich keine Lust mehr und war sehr dankbar über die Lösungen, zumal mich vorort doch eh nur 97 einfache Petlinge erwarten. Eine Tradirunde um den See hätte da genausoviel Sinn gemacht!!! Aber nee, WIGs sind ja geiler für die Statistik .oO Von den dümmlichen Angelrunden will ich gar nicht erst anfangen ;)

    Meiner Meinung nach fördern Owner solcher Mysterie-Runden die Lösungsweitergabe. Warum soll ich stunden- oder wochenlang rätseln, wenn der Owner so einfallslos ist und mit Müh und Not 30x das selbe Rätsel erdenkt? Und Owner vereinzelter schöner und wirklich aufwändiger Mysteries, haben darunter dann zu leiden, weil vereinzelte Rätsel dann leider als „Beifang“ mit reinrutschen :(

    Oft frage ich mich bei vielen Non-Tradi-Runden, WARUM konnte das jetzt keine Tradi-Runde sein?!

    Genauso oft fragte ich mich aber leider auch am Start einer Letterbox, wenn ich erst vorort das Rätsel sehe, warum das jetzt ne Letterbox ist!? :(

    Klar, ich könnte die ungelösten Mysteries auch einfach ignorieren. Aber was hab ich als Alternative? Neue (schöne) Tradirunden werden immer weniger :( Viele Tradi-Owner wollen auch ihre Dosen durch ein Rätsel von (Newbie-)Vandalismus schützen und wählen dann lieber den Myserie. Kann ich durchaus verstehen…

    Für mich sieht es so aus:

    Ich möchte am WE eine schöne Runde laufen, mich in der Natur bewegen. Also guck ich auf die Karte… die nächste Tradirunde ist über 2h Autofahrt entfernt :( Aber direkt vor der Haustür liegen 5 ungelöste Mysterierunden :( Wenn ich dann die Möglichkeit habe, die Lösungen dieser Mysteries zu bekommen, dann nehme ich diese gerne an und kann dann am WE das machen, was ich gerne mache: Geocachen! Draußen! In der Natur. An der frischen Luft. OHNE vorher stundenlang am PC zu hängen. Denn ich z.b. arbeite den ganzen Tag am PC und bin froh, wenn ich am WE mal keinen PC sehen muss ;)

    Naht das Ende der Mysteries? Nein! Naht das Ende der Tradis? Ja! Denn der ganze Statistikwahn ist Schuld daran.

    Tradis sind doof! Multis/WIGs sind besser in der Statistik. Viele D5er fetzen – machen wir halt 20 Angelrunden. Und Mysteries sind das auch noch, geil. Viele T5er fetzen – suchen wir Angelrunden, die als T5 gepublisht sind oder Leiter-T5er. Boar sind wir geil!
    All die Challenges…
    30x Multis an einem Tag? Klar, kein Problem! Start-Peilung-Final. Kann man daheim berechnen. Gelbe Tradis: cool!
    30x WIGs an einem Tag? Klar! Reverse-Solver macht das schon. Blaue Tradis: cool!
    Letterboxen an den Listing-KOOs oder mit ach und krach ne Peilung noch…
    Ein Tradi mit nem Kinderstempel ist KEINE Letterbox, aber der Statistik isses egal.
    Gelöste Matrixrunden machen wir halt im Team, 10 Mann sind 5 Teams a 2 Mann, macht 20 Dosen für jedes Team, sind wir in 3h durch… alles für die Statistik!
    Fund-Matrix zum 40x gefüllt. Yeah wir sind die geilsten! :D

    (sicherheitshalber möchte ich anmerken, dass obiger Absatz Spuren von Erdnüssen und Sarkasmus enthalten kann ;))

    Die Statistik und den Fundzähler abschaffen und schon könnten alle einfach das machen, was wir am liebsten machen: rausgehen und Dosen suchen :)

    (und die Non-Tradi-Schwemme würde dann auch wieder nachlassen)

  3. Nach den Hacks vor ein paar Jahren war es nur eine Frage der Zeit, bis jemand solch einen „Service“ anbietet. Ärgerlich, dass Groundspeak nicht reagiert. Vielleicht haben sie aber auch überhaupt kein Interesse daran. Es sorgt ja für mehr Funde und darauf zielen ja auch die ganzen Souvenir Aktionen ab.

    Die Statistiken anderer haben mich noch nie interessiert und somit war es mir schon immer egal, ob jemand auf seiner „Deutschlandtouer“ an zig Orten gleichzeitig an einem Tag loggt oder nicht. Wenn ich aber solch einen Log auf einen eigenen Cache bekomme, sinkt die Motivation weitere Caches auszulegen und so wird es vermutlich vielen Ownern gehen.

    Aber die Idee mit den Fake Koordinaten klingt gut. Wenn genug mit machen, ist die Datenbank recht schnell wertlos. Man könnte dafür ja auch ein Browser Skript erstellen.

    In jedem Fall vielen Dank für den Hinweis und den ausführlichen Bericht über den technischen Hintergrund.

  4. Pingback:CF180 - Schwaebisch fuer Anfaenger - CacHeFreQueNz

  5. Es ist doch immer wieder faszinierend wie sich Geocacher ihre Welt schönreden.

    Auf jeder großen Spieleplattform werden Cheater gebannt und gesperrt. nur bei Geocaching nicht. Obwohl das ja auch „nur“ ein Spiel ist, folgt man der angeblichen Meinung der Masse.

    Das GC HQ täte gut daran mal hart durchzugreifen, Gründe gäbe es genug, u. a. massive Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen der Plattform. Ich erspar es mir darauf näher einzugehen, ist den meisten hier sowieso egal, genauso wie die Guidelines auch kaum jemanden interessieren.

    Gibt’s halt irgendwann nur noch Drecks- und Siffdosen, wen juckt’s. Der Masse scheint eh alles egal zu sein, jedenfalls wenn den Leuten glaubt, die behaupten die Masse zu sein. Solange es Powerstrails für das schnelle pimpen der eigenen Leistungsbilanz, Souvenirs und Länderpunkte gibt, ist doch alles in Ordnung.

  6. Wieviele aktive Geocacher gibt es eigentlich aktuell? 2 Millionen vielleicht? Dann wären 2000 Nutzer des Scriptes 0,1 %….Die anderen 99,9 % lösen Ihre Mysteries ohne das Script….finde ich jetzt ehrlich gesagt nicht so dramatisch….Das Ende der Mysteries damit anzukündigen, das finde ich dramatisch

  7. In Tschechien wird so eine Datenbank von einem Reviewer betrieben, da juckt es keine Sau. In den Niederlande gibt es eine (fast) Öffentliche DB, auch hier juckt es keine Sau. Nur wir kleinkarierten Deutschen müssen jedesmal ein Fass aufmachen.

  8. Hauptsache der deutsche, selbsternannte Mustercacher and Cachepolizist kann sich über andere das Maul zerreißen. Das ist hier bemitleidenswert und armselig! Ihr geht sicher auch durch die Strassen und meldet Falschparker.
    Lasst doch einfach jeden cachen wie er will.

    • Fakt ist: Wir gewinnen im Gegensatz zu Euch die WM.“ Da melde ich doch auch gerne mal ’nen Falschparker. Am liebsten einen mit gelbem Nummerschild.

      Armseelig ist:
      – Wer so eine DB für andere zur Verfügung stellt.
      – Wer diese DB nutzt um dann wie ’ne Heuschrecke Caches abzufahren und mit einem „Schnell gefunden.“ seine Dankbarkeit dem Mysteryausleger gegenüber loggt.

  9. Genau das Denke ich auch. Mich hat es schon immer gewundert wie einige das, obwohl sie tagtäglich Arbeiten gehen, auf solche Funde kommen.
    Auch das Loggen von Caches obwohl derjenige gar nicht Vorort geschweige den im Logbuch steht , nur um ein Souvenier zu bekommen hat mich schon öfters gewundert und habe es bei Cachekontrollen meiner Caches auch schon erlebt.

  10. Ich kann über diesen „Artikel“ nur schmunzeln.
    Die Leute reden sich ihr „Mysteriedasein“ aber wirklich schön, fehlt nur noch der sonntägliche Kirchenbesuch.
    Wo bitte ist der moralische Unterschied, wenn in Dänemark die nächste 100er Runde in Form eines Kleeblattes rauskommt und sich sofort riesige Gruppen bilden, um bloß schnell an die Koordinaten zu kommen?
    Solche Leute sind „Arschl****“ etc? Tja, der Eine geht mit „geklauten“ Koordinaten geocachen, respektiert die Dose und hat seinen Spaß, der Andere verlegt seinen Urlaub nach Dänemark, hat 3 Rätsel gemacht, um dann mit 1000 Filmdosen wieder nach Hause zu fahren.
    „Ich mach‘ mir die Welt – widdewidde wie sie mir gefällt …“
    Wer hier der Geocacher war?
    Mal ganz ehrlich:
    Warum nehmen denn dien Owner überhaupt Fragezeichen, oder mittlerweile WherIGos, Multis, oder Letterboxen in riesigen Runden?
    Weil es keine Ideen mehr gibt und sie genau wissen, was zieht und sie Log und FP geil sind!
    Diese Owner interessiert es im übrigen nicht die Bohne, wenn ihre Koordinaten weitergegeben werden, im Gegenteil! Je mehr Leute kommen, umso besser!

    Machen wir uns nichts vor, die Leute sind des Mysteries überdrüssig.
    Sie haben alles gesehen. Sind virtuell durch Häuser gelaufen, fanden vielleicht die ersten 10 jigsaws noch lustig und sind stolz wie Bolle, wenn sie auf einem Event dem Neuling erzählen können, wie der oder jener Mysterie geht.

    Vielleicht sollten die Leute mal aufhören, diesen Massenownern hinterher zu laufen und es zu machen, wie es viele im europ. Ausland machen: Tradis!
    Kommt natürlich im subjektiv zu vermittelnden Eindruck, er wäre der Mysteriekönig schlechthin, nicht so gut.

    Eine Gemeinschaft, die alles getan hat, um Geocachen zur Massenveranstaltung zu machen, sollte sich nicht wundern, wenn die Caches auch irgendwann so behandelt werden.
    Das vielleicht ein oder zwei von zehn Owner/Sucher aus dem Muster herausfallen, ist bitter für sie, aber wohl unvermeidlich.

  11. Musste mal gesagt werden

    Der Betrug ist ein Tatbestand des deutschen Strafrechts. Er zählt zu den Vermögensdelikten und ist in § 263 StGB geregelt. Die Strafnorm bezweckt den Schutz des Vermögens. Sie erfasst Verhaltensweisen, mit denen jemand einen anderen durch Tücke dazu bewegt, sich selbst in seinem Vermögen zugunsten des Täters oder eines Dritten zu schädigen.

    Für den Betrug kann eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe verhängt werden. Die Zahl der gemeldeten Fälle liegt seit vielen Jahren im oberen sechsstelligen Bereich. 2017 wurden 910.352 Betrugstaten angezeigt, womit der Betrug das am häufigsten gemeldete Vergehen nach dem Diebstahl (§ 242 StGB) darstellt. Von besonders großer Bedeutung ist der Betrug gemeinsam mit dem Tatbestand der Untreue (§ 266 StGB) im Wirtschaftsstrafrecht.

    Das es hier immer noch um ein Hobby geht habt Ihr aber schon verstanden oder?

    Ich habe selbst ein große Mysterieserie, die nur wenige Stunden nach Veröffentlichung bereits bei Barney zu finden war. Ist dadurch ein Ansturm auf meine Caches gewesen? Definitiv Nein. Was viel schlimmer gewichtet ist, das viele Online geloggt haben, die gar nicht im Logbuch stehen. Unter anderem solch bekannte Größen wie ErikSi und Zanderhenry. Auch der hochgelobte Geocacheteddybär aus Köln gehört zu dieser Gattung. Mir geht das ganze ehrlich gesagt am A…. vorbei. Es ist ein Hobby und das kann jeder so gestalten wie er möchte. Noch ein Beispiel gefällig ? In der Süddeutschen Ecke treibt sich ein Cacher rum, der seine Statistik pimpt, indem er mit einer Sockenpuppe Caches auslegt und dann mit seinem „richtigen“ Account seine eigenen Dosen loggt. Wenn Ihr mich fragt, ohne diesen ganzen Statistik – und Challenge Wahn, würde es das ganze Theater gar nicht geben. Leben und leben lassen…. Das sollten sich ein paar von Euch militanten, Menschen beleidigenden, Negativmenschen mal gehörig hinter die Ohren schreiben. In diesem SInne…. Happy Caching

  12. Pingback:DSM 2 1/2 Folge 004 – Geocaching ohne Hose | d-buddi.de

  13. Sowas passiert wenn man von der dunklen Seite der Macht angezogen wird…. was geht in solchen Menschen vor? Machtgefühl? Trotziges Verhalten weil er nicht mehr mitspielen darf oder ist es primitives Profitdenken und er verdient viel Geld damit? = Bemitleidenswert…
    Auf der anderen Seite die Möchtegerncacher, die betrügen und sowas nutzen: Was sind das für arme Geschöpfe, denen jedes Mittel recht ist um eine hohe Statistik vorzuweisen… was hat man davon? Geht denen dabei einer ab? Haben die noch Spass an dem Hobby? Ebenfalls Bemitleidenswert…
    Ich bin Cacher aus Leidenschaft und Owner von Caches. Ich mach mir keine Sorgen und bin überzeugt, dass die Mehrheit sowas nicht macht. Mag naiv klingen, aber ich lass mir von ein paar Idioten nicht den Spass nehmen.

  14. Vielen Dank für deinen interessanten Beitrag.
    Früher hätte ich mich vielleicht noch darüber aufgeregt, dass es einige armselige Gestalten gibt, die damit was auch immer befriedigen.
    Aber das ist die Mühe nicht wert.
    Wer nur Punkte haben will, soll auch nur Punkte bekommen.
    Mit Geocaching hat dieses Verhalten nichts zu tun und daher sollten wir keine weiteren Gedanken daran verschwenden.

  15. Der Programmierer dieses Skripts ist sicher diese Art Kind gewesen, das jedes Spielzeug bei der ersten Benutzung kaputt gemacht hat.

  16. Thomas aka tower27

    Danke, Joerg, für deine Mühen und sehr guten Erklärungen. Ich kann nicht verstehen, warum jemand ein schönes Spiel (nichts anderes ist GC für mich) so kaputt macht.
    Echt mies….

  17. Traurig, der verantwortliche Geocacher gehört zu den Urgesteinen der niederländischen Geocacherszene und hatte selber einen der ältesten und bekanntesten Geocaches der Niederlande.
    Da er seit Mitte 2016 nicht mehr auf sein altes Profil zugegriffen hat und es gesperrt ist, wird er zu diesem Zeitpunkt schon gebannt worden sein.
    Vor seinem „tollen“ Script hat er eine Webseite betrieben, über die die Lösungen sichtbar waren.
    Da ja jetzt mit dem Script nicht nur Lösungen abgegriffen werden können, sondern auch in seine Datenbank hochgeladen werden, füllt sich diese natürlich rasant.
    Es gäbe da schon eine Gegenmaßnahme, die es ihm zumindest schwerer machen würde. Über Sockenpuppen massiv falsche Koordinaten in seine Datenbank übertragen. Aber wer will sich schon diese Arbeit machen und vermutlich würde da ein Account nicht reichen, sondern es müssten mehrere mit den gleichen falschen Daten sein um plausibel zu wirken.
    Ich persönlich kann es nicht nachvollziehen. Wenn ich ein Rätsel nicht lösen kann, dann bleibt es liegen oder wenn es mir so wichtig ist, frage ich den Owner nach einer Hilfe. Ich habe noch keinen Owner erlebt, der nicht hilft, wenn man interessiert nachfragt.

  18. Und genau wegen sowas kann ich Cacher mit fünfstelligen Fundzahlen, zweistelligem Tagesdurchschnitt und versteckten Statistiken nicht mehr ernstnehmen.

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