Berlin – Hauptstadt der Spione – Mein Besuch beim Giga!

Am letzten Wochenende besuchten saarzwerg und ich das Giga-Event „Berlin – Hauptstadt der Spione“. Dieses Mal hatte ich keinen Vortrag – wir waren endlich mal nur als „normale“ Besucher unterwegs gewesen.

Wie es uns gefallen hat und was meiner Meinung nach gut oder schlecht war, schildere ich Euch in diesem Beitrag.

 

 

Meet & Greet

Als saarzwerg und ich uns Anfang des Jahres entschieden haben, das Giga in Berlin zu besuchen, war schon klar, dass wir keine Gelegenheit haben werden, das Vorevent zu besuchen: scheinbar wurden nur 1000 kostenlose Tickets für den Besuch des Vorevents angeboten. Als Alternative konnte man von der Tür loggen oder (wer schnell genug war) sich noch ein Ticket für eine Führung durch das Fort kaufen.

Bei der Organisation eines Vorevents für ein Giga-Event finde ich es schade, dass dafür eine Location ausgesucht wird, bei der nicht alle Geocacher teilnehmen können.

 

Eventgelände & Infrastruktur

Am Samstagmorgen gegen neun Uhr verlassen wir unser Hotel. Mein Smartphone berechnet die Fahrzeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Eventgelände  mit knapp einer Stunde. Zunächst fahren wir U-Bahn und anschließend S-Bahn. Auf dem letzten Stück nutzen wir (wie auch viele andere Geocacher) die Straßenbahn …

… was dazu führt, dass diese komplett gefüllt ist!

Das Giga „Berlin – Hauptstadt der Spione“ findet im „Funkhaus Berlin“ statt, wo früher der ehemalige Rundfunk der DDR seinen Sitz hatte.

Als wir gegen 10 Uhr dort ankommen ist es noch angenehm „ruhig“ – zumindest nehme ich kein solches Gedränge wie in Hamburg wahr. Das Eventgelände besteht aus einem großzügigen Außenbereich mit Verkaufsständen für Essen und Trinken und Sitzgelegenheiten.

In der großen Halle befinden sich zwei Ebenen: die Bühne, der Kinderbereich, weitere wettergeschützte Sitzgelegenheiten, eine Bühne, die Händler und weitere Aussteller.

Wir haben großes Glück mit dem Wetter: die Sonne scheint! Saarzwerg und ich genießen es einen Teil unserer Zeit draußen zwischen Halle und Spree zu verbringen.

Am Spree-Ufer sind sogar Liegestühle zum Sonnen aufgestellt worden – eine echt schöne Idee!

Neben der Halle befinden sich einige Container mit Toiletten. Ich finde das Eventgelände für die angemeldete Anzahl an Geocachern sehr passend und schön! Im Vergleich zum Giga in Hamburg verteilen sich die Besucher auf dem Gelände besser.

 

Registrierung

Da habe ich mir im Vorfeld echt Sorgen gemacht! Nach unseren Erfahrungen beim Giga in Hamburg stellen wir uns auf das Schlimmste ein.

Zusammen mit einer „Straßenbahnladung“ anderer Geocacher treffen wir am Funkhaus Berlin ein. Auf dem Weg zum Eventbereich weißt uns ein Schild auf den richtigen Schalter hin.

Leider war das Schild nicht aktuell oder der Schalter nicht richtig beschriftet – was auch immer – nach etwas Durchfragen wurde mir das genaue Vorgehen erklärt. Erst am VIP-Schalter (der wohl auch für die „normalen“ Geocacher wie wir genutzt wird) anstellen und die Rechnung abgeben. Die Rechnungsnummer wird nur einem der wartenden Helfer in die Hand gedrückt und dieser macht sich nun auf die Suche …

Anschließend am Schalter daneben bei Aufruf der eigenen Rechnungsnummer die Tüte abholen und sofort den Inhalt kontrollieren.

Dieses Verfahren hat super funktioniert und nur kurze Zeit später hatten wir schon unsere Tüte mit den Zugangsbändchen und der Coin in der Hand. Vom Eintreffen auf dem Gelände bis zum Abholen der Bestellung sind so kaum 15 Minuten vergangen und das gleich zu Beginn des Events. Vorbildlich! Liebe zukünftige Orga-Teams: daran solltet Ihr Euch orientieren!

 

Catering

Morgens schaue ich mich als erstes bei den Essensangeboten um, da um diese Zeit noch nicht viel los ist. Es gibt Käsespätzle aus den Alpen für 5? die Portion, welche meiner Meinung nach zu klein für den Preis ist.

Ansonsten habe ich gleich zwei Trucks mit Burgern gesehen …

… und einen Verkaufsstand mit Currywurst in Form einer Dose.

Auch einen Stand mit Crêpes habe ich gesehen. Am Spreeufer bei den Sitzgelegenheiten sind zwei Verkaufsstände für Getränke aufgebaut. Einer hat noch zusätzlich Bratwürste und Nudelgerichte verkauft.

saarzwerg und ich sind mit der Auswahl zufrieden. Kurz nach zwölf Uhr gönne ich mir ein Pils und eine Bratwurst – schmeckt! Die meisten Preise finde ich für Berlin angemessen.

 

Logbuch

Als Logbuch werden drei nachgebaute Elemente der ehemaligen Berliner Mauer genutzt.

Schaut nett aus und bietet genügend Platz zum Unterschreiben für die Geocacher.

Auf beiden Seiten sind viele Eding-Stifte vorhanden, damit auch wir beide unsere Signatur hinterlassen können.

Eine wirklich schöne und zum Motto passende Bastelarbeit!

 

Händlermeile

Auf dem Giga in Berlin sind wieder die üblichen „Verdächtigen“ unterwegs. An manchen Stellen der Halle weißt ein Lageplan den Weg zu den jeweiligen Ausstellern. Leider scheint die Realität etwas von der Planung abgewichen zu sein – was soll’s, wir sind ja alle Geocacher und Suchen ist schließlich unser Hobby!

Zuerst besuchen wir Christian mit seinem Geocaching-Magazin im Obergeschoss. Da fällt mir auf, dass ich meinen Kugelschreiber im Hotel vergessen habe und so kaufe ich mir geschwind einen neuen!

Dann gehen wir hinunter zur Mario mit seinem LaserLogoShop. Dort kauft saarzwerg und einige kleine Coin-Aufsteller, die auch bei dicken Münzen funktionieren.

Daneben ist der Stand von Cache-Corner aus Berchtesgaden. Martina und Wolfgang haben gerade Besuch von Signal!

Weiter geht’s zu Melanie mit Ihrem geoversand –  dort kaufe ich mir noch drei kleine Aufsteller für ein paar Coins, die schon lange auf der Vitrine liegen.

Auch Lars mit seinem Geocoin-Shop ist nach Berlin gekommen.

Am Ende unseres Rundganges treffen wir Annette, die Reisen zu Geocaching-Zielen organisiert.

Von Ihr erfahre ich, dass es sogar noch freie Plätze auf ein paar Reisen in 2019 gibt – normalerweise sind diese Reisen immer sofort ausgebucht!

 

Ausstellung / In der Halle

An der Seite der großem Halle ist eine Bühne aufgebaut, auf der, über den ganzen Tag verteilt, Programm stattfindet. Gleich zu Beginn des Giga-Events werden wir vom Orga-Team begrüßt. Gut gefällt mir, dass eine Gebärdensprachdolmetscherin anwesend ist, die für die Gehörlosen übersetzt.

Wir gehen nach oben: natürlich ist auch auf diesem Event Birre mit seinen beliebten Dosen anwesend.

Gleich daneben befindet sich der Stand der Reviewer. Ich komme mit Mummelratz ins Gespräch und wir tauschen uns ausgiebig über ihre ehrenamtliche Tätigkeit aus.

Währenddessen startet ein neuer Programmpunkt auf der Hauptbühne … passend zum Motto interpretiert eine Sängerin Titelsongs aus den James-Bond-007-Filmen.

Am Nachmittag findet die Bühnenshow iCats statt.

Die Anmoderation übernimmt eine gute Bekannte: die nun Berliner Bloggerin Kati – ihr kennt sie vielleicht vom Geocaching-Blog „Die Welt von kati1988„?

In der Show geht es um die iCats – inzwischen wurden in mehreren Regionen Deutschlands Wherigos zu Ihren Abenteuern gelegt. Die Autorin dankt ihr allen Geocachern, die diese Wherigos in ihrer Region betreuen.

Nach der Show gehe ich wieder nach oben und schaue mich ein wenig im Kinderbereich um.

Hier wird den Kindern wesentlich mehr geboten als vor zwei Wochen in Hamburg. Und dabei ist Berlin noch nicht einmal das Project-Event (Auszeichnung für ein familienfreundliches Event).

Im Hinausgehen treffen wir auf den Blogger-Kollegen Schmelli – schnell nutze ich die Gelegenheit und mache ein Foto von ihm und saarzwerg.

Er weißt mich noch auf den Workshop „Basteln mit Birre“ hin – dort werden gerade kreative Caches gebastelt.

Laut Programm gibt es noch weitere Workshops wie z.B. Lockpicking, Wherigo, Kryptologie, …

 

Event-Caches

Im Gegensatz zu Hamburg hat sich hier das Orga-Team wirklich Mühe gegeben und in Berlin mehr als 100 neue Caches ausgelegt. Diese sind in vier Missionen aufgeteilt. Ihr findet sie in der folgenden Suche: Link.

Am Morgen des Giga-Events wurde ein CITO im Plänterwald organisiert, so dass interessierte Geocacher die Gelegenheit hatten etwas für die Umwelt zu tun und dabei sogar noch den Grundstein für die Challenge „12 Icons an einem Tag“ zu legen.

 

Labcaches

Um ehrlich zu sein bin ich von den Adventure Labs, die in Berlin angeboten wurden, enttäuscht. Die Labs in Hamburg haben mir da wesentlich besser gefallen. Warum? Nun alle 30 Labs (also die 10 vom Auftaktevent und die 20 vom Hauptevent) waren nach dem gleichen System gebaut worden: Irgendwo ist ein Agentenhut aus Pappe gut sichtbar aufgehängt und …

… trägt auf der Rückseite eine zum Motto passende Frage. Die richtige Anzahl der Buchstaben des Lösungsworts ist angegeben.

Manche dieser Fragen können wir sofort beantworten, bei anderen müssen wir Tante Google befragen.

Ohne diese Hüte können die Labs nicht gespielt werden, da die Fragen nicht in der Adventure-Lab-App sichtbar sind, sondern nur auf der Rückseite des Hutes. Warum das so umständlich gemacht wurde, erschließt sich mir nicht.

Die zehn Lab-Hüte mit den Fragen vom Vorevent sind in der Halle des Giga-Events ausgestellt. Diese Labs sind noch offen und der Geofence ist so groß gesetzt, dass die Antworten auch im Funkhaus, welches ca. acht Kilometer entfernt vom Fort Hahnenberg liegt, eingegeben werden können. Bei den meisten Fragen benötigen wir – da wir und ja im Funkhaus und nicht im Fort Hahnenberg befinden – Hilfe und kommen so mit anderen Geocachern ins Gespräch. Am Ende gelingt es uns auch bei diesen Labs und die richtigen Antworten zu „erarbeiten“.

 

Signal & Lackeys

Der Signal ist ist bei diesem Event vor Ort und sehr beliebt. Viele Geocacher nutzen die Gelegenheit für ein Selfie.

Das Geocaching-HQ ist mit vier Lackeys vertreten: die bekannteste aus der Runde dürfte Mia sein, die Euch vielleicht unter ihrem Geocaching-Namen „Love“ besser bekannt sein dürfte.

Im Laufe des Morgens stehen alle Lackeys auf der Bühne und Mia spricht ein paar Worte zur Geocaching-Community!

 

Location

Die Motivation für saarzwerg und mich dieses Giga zu besuchen ist sicher die Stadt Berlin gewesen. Obwohl ich nun schon viele Male in unserer Hauptstadt war, ist es uns auch dieses Mal nicht langweilig geworden.

Wir statten einigen neuen Virtual-Rewards einen Besuch ab – wie hier zum Beispiel dem „Die Uhren des / The Clocks of the Europa-Center„, …

… dem Wolkenhain und …

Die Glaskuppel – Virtual Reward!

Zweimal vorbeigehen müssen wir bei dem hoch-favorisierten Multi „Jolle Sein Milljöh (Spandauer Vorstadt Berlin)“ in der Nähe der Hackerschen Höfe: bei unserem ersten Versuch ist der Park schon geschlossen. Bei unserem zweiten Versuch läuft es auch nicht besser, da der Reiseführer ausgegangen ist.

Mit Hilfe der Wegpunkte ermitteln wir die Kombination des Zahlenschlosses und saarzwerg, die diesen Cache schon vor einem Jahr gefunden hatte, erinnert sich zum Glück noch ungefähr, wo sich die Finaldose befindet. Der Owner ist an diesem Tag nicht zu erreichen …

Fazit des Sightseeing- und Geocaching-Prgramms: Für uns ist Berlin immer eine Reise wert!

 

Die Abendveranstaltung

Wir verlassen gegen 15:30 Uhr das Giga-Event um etwas mehr Zeit in der Stadt verbringen zu können. Daher kann ich zu der Abendveranstaltung nichts schreiben. Den Kommentaren auf Facebook entnehme ich aber, dass das Programm überwiegend einen guten Anklang gefunden hat!

 

Abschiedsevents

Auch auf den Besuch eines, der vielen, Abschiedsevents, die vom Orga-Team über die ganze Stadt verteilt wurden, verzichten wir …

 

Mein Fazit

Verglichen mit Hamburg hat mir dieses Giga-Event richtig gut gefallen. Meiner Meinung nach hat das Orga-Team hier einen Bombenjob gemacht. Ich habe gespürt, dass die Orga sich nicht nur das Giga-Schild an ihre Brust heften wollte, sondern vielmehr, dass man hier den Geocachern einen schönen Tag bereiten wollte!

Die Registrierung und Abholung der Bestellungen ist schnell und reibungslos verlaufen. Das Programm und die weiteren Angebote auf dem Gelände haben mir gut gefallen. Das Catering war abwechslungsreich – die Preise angemessen. Das Wetter war GIGAntisch – aber dafür kann die Orga ja nichts. Dennoch war auch für schlechtes Wetter alles vorbereitet. Als einzige Kritikpunkte möchte ich nur die Teilnehmerbegrenzung beim Vorevent und die Labs nennen – da wurde das Potential nicht wirklich ausgeschöpft!

Trotzdem, für mich war das ein richtig schönes Event, bei dem ich viele „alte“ und auch neue Bekannte treffen konnte:  so macht MIR Geocaching Spaß!

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Habt Ihr auch das Giga-Event „Berlin – Hauptstadt der Spione“ besucht? Wie hat es Euch dort gefallen? Oder warum habt Ihr Euch entschieden nicht dorthin zu fahren? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

Ihr interessiert Euch für weitere Geocaching-Veranstaltungen? Dann werft doch mal einen Blick in den großen Geocaching-Eventkalender.

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

6 Kommentare:

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  3. Hallo Saarfuchs,

    wollte mich nur für die kurze Erwähnung (und das Bild) des Gebärdensprachdolmetschers bedanken.

    Jupp – das war ich, die da auf der Bühne einige Male mit ihren Händen „gefuchtelt“ hat. Es ist leider noch unüblich, diese Art von Barrierefreiheit bei solchen großen Events zu haben. Daher finde ich es super, wenn sowas auch nur mal mit einem Satz wenigstens erwähnt wird.

    Immerhin haben es beide GIGAs geschafft, diese Art von Barrierefreiheit anzubieten. Ich hoffe, das wird bei den zukünftigen MEGAs auch mehr zur Regel.

    Es grüßt und dankt

    Zoe
    Gebärdensprachdolmetscherin und Geocacherin ;)

  4. Nur zur Info: „Mia“ heisst eigentlich „Annie“ ;-)

  5. Ein Helferlein

    Wirklich schöner Bericht, der sich größtenteils mit meinen Eindrücken deckt.
    Das Orgateam hatte sich wohl auch bei der BVG gemeldet und angefragt, die Straßenbahn in Doppeltraktion fahren zu lassen, das lehnte die BVG jedoch ab („zu kleines Event“).

    Ich finde auch noch erwähnenswert, dass es nicht nur Geocaching-Shop-Stände gab, sondern auch solche wie den Infostand zum Thema Zecken oder den Sehtest. Daumen hoch dafür!

    Kleine Korrektur noch: Das Fort Hahneberg liegt am anderen Ende der Stadt und ist ganze 25km (statt 8 wie im Beitrag erwähnt) vom Funkhaus in der Nalepastr. entfernt. Da hast du bei der Recherche wohl ein falsches Funkhaus (Haus des Rundfunks?) erwischt ;)

  6. Sensenschwinger

    Zu deiner Anmerkung bzgl der Größe der Location fürs Vorevent, hier hat die Orga ein absolutes Schmankerl herausgesucht, das sicherlich viele Besucher sonst nie kennengelernt hätten. Wie mir gesagt wurde hat das Sicherheitskonzept die Besucherzahl diktiert, so konnte der Besuch überhaupt erst ermöglicht werden. Daher war ich mit der Location sehr zufrieden. Aber ich hatte auch das Glück eine Führung ergattern zu können.

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