Cache Hunters – Die Jagd nach den sieben Siegeln

In 2017 ist im Verlag SCM R.Brockhaus das Kinderbuch „Cache Hunters – Die Jagd nach den sieben Siegeln“ von Marco Rota erschienen. Ich habe den Verlag um ein rezensionsexemplar gebeten und bekommen.

saarzwerg hat für Euch das Buch gelesen und schildert Euch ihre Eindrücke …

Das Buch

Kürzlich hat Sarfuchs mich wieder einmal gebeten ein Geocaching-Buch zu lesen. Die Thematik war eindeutig schon am Titel „Cache Hunters“abzulesen und auf dem Buchcover auch zu sehen – prangt am unteren Rand des Einbands doch deutlich sichtbar ein TB. (Jetzt nicht gierig werden: Ein Code ist auf dem Käferchen nicht abgedruckt!) So poppig bunt wie das Cover daherkam schrie es schon fast nach einem Kinderbuch. Schnell mal nachgelesen und so war es dann auch: Altersempfehlung 10 – 12 Jahre! Und das sollte ich nun lesen! Nun gut, immerhin sollte sich so ein Buch schnell lesen lassen.

Den Autor habe ich, noch bevor ich das Buch gelesen habe, gegoogelt, weil ich die Kurzdarstellung seiner Vita irgendwie interessant fand: So habe Marco Rota bereits mit 16 Jahren sein erstes Kinderbuch veröffentlicht und sei zunächst nach einem Theologiestudium Jugendpfarrer gewesen, habe danach aber Journalismus studiert und arbeite jetzt als Redakteur bei einem Schweizer Radiosender. Und das mit 31 Jahren – da muss er sich bei all seinen Tätigkeiten sehr gesputet haben und das als Schweizer!

Aber Spaß beiseite: Dass Marco Rota als Jugendpfarrer gearbeitet hat, merkt man, weil das Jugendbuch immer mal wieder Bezüge zum „Jungschar“ herstellt und Rota da sicher aus Erfahrung schreiben kann. Gleichzeitig hält er Werte wie Freundschaft hoch ohne den moralischen Zeigefinger zu heben und beschreibt auch die Nöte und Gefühle Zwölfjähriger, die sich mit ihren Eltern, Trennung der Eltern und erster Liebe rumschlagen müssen.

Was hat das jetzt aber mit Geocaching zu tun? Ganz einfach: Die vier Hauptfiguren, die Cache Hunters, sind Geocacher. Bislang  nur zu Zweit unterwegs, stoßen Kabuki und Natu bei der Suche nach einem besonderen Cache zunächst auf Nova und dann auf Atento. Da sich zeigt, dass das Finden eines Caches nur den Startpunkt für die Suche nach dem nächsten Cache darstellt und die Suchen nur gemeinsam erfolgreich abgeschlossen werden können, müssen sich die Vier zusammenraufen und lernen so den Wert von Freundschaft und Loyalität kennen.

Dabei lernt auch der Leser – sofern er noch nichts mit Geocaching zu tun hatte – etwas: Einerseits werden bei dieser Suche verschiedene Cachetypen gesucht, andererseits gibt es am Ende des Buches ein Glossar, in dem alle zum Thema Geocaching gehörenden Begriffe, die im Buch auftauchen, korrekt erklärt werden.

Die Handlung des Buches selbst ist, wie ich glaube, auch wenn ich nicht zur Zielgruppe gehöre, spannend geschrieben und dürfte Kinder eines bestimmten Alters sicherlich in ihren Bann ziehen. Die Spannung bei der „Jagd nach den sieben Siegeln“ wird zudem noch zusätzlich gesteigert, weil sich eine konkurrierende Bande ebenfalls auf die Jagd macht und es dadurch für die Cache Hunters mehr als einmal brenzlig wird.

Amüsiert hat mich, dass im Buch ein Poster erwähnt wird, das in der Handlung aus dem Geocaching-Magazin stammt und das die Hall of Fame, in die nur die besten Cacher gelangen, abbildet. Schöne Idee, die Kinder ansprechen dürfte und bestimmt in manchem erwachsenen Geocacher den Wunsch wecken dürfte, so etwas gäbe es wirklich – ein Pantheon für Geocacher!!

Ich denke, dass das Buch Kindern Lust auf mehr macht und das geht auch: Die Cache-Hunters haben eine eigene Website, auf der man sich über Geocaching informieren kann (wobei man hier nur zum offiziellen Groundspeak-Video auf YouTube weitergeleitet wird). Auf der Website kann man auch die Figuren des Buches anklicken und nochmal eine Kurzinformation über sie bekommen, witziger dürfte aber sein, dass es einige Videos von den Cache Huntern gibt, die ebenfalls auf YouTube zu finden sind und auf die man von der Website aus gelangt.

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Über das Buch

Marco Rota
Cache Hunters – Die Jagd nach den sieben Siegeln
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: SCM R.Brockhaus (13. Januar 2017)
ISBN-13: 978-3417287738

 

Der Preis für „Geocaching in die Vergangenheit“

Das Buch gibt es bei Amazon als Hardcover und als Kindle-eBook.

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Transparenzhinweis

Das Buch wurde mir als Hardcover für diese Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt und ich darf es anschließend behalten. Wer mich kennt, weiß, dass dies meine Objektivität bei diesem Testbericht nicht beeinflusst. Die Besprechung beschreibt die ehrliche Meinung von saarzwerg über diesen Roman.

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Kennt Ihr dieses Buch? Wie ist Eure Meinung darüber? Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

2 Kommentare:

  1. Pingback:CF140 - DerSchrei - CacHeFreQueNz

  2. Das Buch ist Anfang 2017 erschienen und ich konnte damals ein Interview mit dem Autor, auch über seine Hintergründe zum Geocaching, machen. Lieder nur auf „Schweizerdeutsch“:: https://podcast.paravan.ch/?p=4770

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