Sep 072017
 

Am letzten Wochenende habe ich das Giga-Event Great Moravia 2017 in der Nähe von Brünn besucht. Dieses Mal habe ich eine organisierte Reise gebucht.

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Mein persönliches Highlight waren die Labs, die mir die Schönheiten von einigen Städtchen in Mähren gezeigt haben. Hier nun mein Erfahrungsbericht vom meinem Besuch beim Giga und beim GPS Maze Europe!

 

 

Anreise

Zunächst ist meine Idee selbst aus dem Saarland nach Mähren zu fahren. Da mich jedoch saarzwerg berufsbedingt nicht begleiten kann, sind mir die mehr als 900 Kilometer alleine im Auto doch zu weit. Ich schaue mich nach anderen Möglichkeiten um und werde mal wieder bei cacher-reisen.de fündig: Im Kleinbus ab Worms ist noch ein Platz frei.

Unsere Reise beginnt am Freitag um 7:30 Uhr in Worms an der Autovermietung. Dort werden wir von einem Plakat von Michael und Lore begrüßt, die wohl kurz hier waren und uns allen viel Spaß in Tschechien wünschen. Danke dafür!

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Unsere Fahrt zieht sich. Bei Nürnberg ist Stau und es beginnt zu regnen. Trotzdem sammeln wir unterwegs schon die ein oder andere Dose ein. Das ist das Praktische an einer Cacherreise: betreutes Cachen inklusive!

Nach über neun Stunden Fahrt (natürlich mit Pausen) erreichen wir unser 4-Sterne-Hotel in Brünn. Nach einer kurzen Zeit im Hotel brechen wir nochmal zum gemeinsamen Essen und anschließenden Cachen in Brünn auf . Leider regnet es oft an diesem Abend. Nach dem Essen besuchen wir einige der neuen Virtuals in der Altstadt. Hier ein paar Impressionen von Brünn bei Nacht.

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Trotz des Regens gelingt es unserer Gruppe einen großen Teil der tollen Altstadt von Brünn zu erlaufen und alle neuen Virtuals im Stadtkern zu besuchen. Gegen 23:00 Uhr geht es mit der Straßenbahn wieder zurück in unser Hotel. Ich falle müde ins Bett!

 

Eventgelände & Infrastruktur

Das Giga-Event und das GPS-Maze finden in Plumlov, einem kleinen Ort mit 2300 Einwohnern, statt. Von Brünn nach Plumlov sind es fast 60 Kilometer. Als Eventgelände dient das Schloss von Plumlov und das Gelände um den dahinter liegenden Stausee.

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Im Schloss gibt es sanitäre Anlagen, Sitzgelegenheiten und Essens- und Getränkestände.

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Im Innenbereich des Schlosses ist eine Bühne aufgebaut, wo von Zeit zu Zeit irgendetwas in tschechisch erzählt wird, was ich leider nicht verstehe.

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Heute ist das Wetter zum Glück trocken. Sowohl im Innenbereich vom Schloss als auch beim See gibt es einige Bierbänke als Sitzgelegenheiten. Wenn mir danach war, habe ich immer einen freien Platz gefunden.

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Auf der anderen Seite vom See befindet sich ein Campingplatz, wo viele Geocacher untergebracht sind. Auch dort gibt es sanitäre Anlagen, die ich als sehr sauber empfinde.

 

Registrierung

In einem kleinen Raum im Schloss ist die Registrierung und Ausgabe der vorab bestellten Dinge untergebracht. Sowohl das Giga als auch das Maze sind für Geocacher kostenlos. Ich werfe einen kurzen Blick in die Ausgabe und werde gleich freundlich angesprochen mit der Frage, was ich denn abholen möchte. Als ich erkläre, dass ich nur einen Blogbeitrag über das Event schreiben möchte, stellt sich der Helfer für ein Foto gleich in Pose.

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Hier wird sich aktiv und freundlich gekümmert und es gibt (zumindest als ich dort bin) keine nennenswerten Wartezeiten!

 

Catering

Sowohl im Schloss als auch am See gibt es eine große Auswahl an Essenständen, die Ihre Waren für faire Preise anbieten.

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Leider ist es nicht überall möglich in Euro zu zahlen. Zum Glück habe ich in Brünn mal 20€ in tschechische Kronen getauscht. Ich kaufe mir für umgerechnet 3 Euro ein großes Schnitzelbrot, was echt lecker ist und mich satt macht. An verschiedenen Ständen habe ich noch Crêpes, Kartoffelpuffer und Fleischstücke am Spieß gesehen. Die Auswahl ist groß.

 

Logbuch

Für das Logbuch haben sich die Organisatoren etwas Besonderes ausgedacht: Schreiben wie im Mittelalter mit Tinte und Feder.

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Ich bemühe mich leserlich zu schreiben, was mit der Feder gar nicht so einfach ist.

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Aber letztendlich gelingt es mir doch noch ganz gut – oder was meint Ihr?

 

Händlermeile

Im Innenraum des Schlosses sind einige Stände von Händlern aufgebaut. Sogar ein deutscher Shop war mit von der Partie: Martina und Wolfgang von Cache-Corner sind anwesend.

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Auch ein Händler aus Holland ist hier vertreten.

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Die übrigen Händler kenne ich noch nicht.

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An den Ständen sehe ich nicht wirklich was Neues … mit einer Ausnahme: BlueGEO.

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Hierbei geht es um eine selbst entwickelte Alternative zu dem Chirp. Leider kann ich anschließend im Internet keine weiteren Informationen finden. Laut Händler soll hier die Batterie nur ein halbes Jahr halten. Zu den Kosten kann ich gar nichts sagen. Mal schauen, ob und wo diese Technologie in Zukunft wieder auftaucht?!

 

Auf dem Gelände

Wie bei Megas üblich gibt es auch hier einige Spiele im Angebot. Vor dem Burgeingang kann der Geocacher versuchen mit einer großen Schleuder Dosen umzuschießen.

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Am See gibt es ein Angebot für Kinder …

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… und im Innenraum des Schlosses werden an vielen Stellen WoodCoins getauscht. Gerade bei tschechischen Geocachern sind diese Dinger sehr gefragt.

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Ich gehe auf den Hügel in der Mitte des Schlosses – dort treffe ich auf jukebox75, der auf Geocacher wartet, die seinen 4000er Meilenstein unterschreiben. Eine witzige und vor allem kommunikative Idee, wie ich finde!

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Im Schloss ist der Zugang zum Keller offen. Dort unten befindet sich eine Geocaching-Austellung. Leider sind die Texte auf den Tafeln wieder nur auf tschechisch?! Schade – so überfliege ich nur die Bilder …

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An der Rückwand markiere ich noch schnell meinen Herkunftsort. Es ist erst kurz nach Mittag – trotzdem stecken schon einige Nadeln in der Karte.

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Nicht sehr überraschend für mich – der Schwerpunkt der Teilnehmer kommt aus dem Osten – wobei auch die Geocacher aus den Niederlanden und aus Belgien gut vertreten zu sein scheinen.

 

Labcaches

Insgesamt können bei diesem Event 40 Labcaches gelöst werden. Eine 10er-Serie ist im GPS Maze versteckt. Sie ist genau wie bei den anderen Maze Europes bisher: Dinge in der Ausstellung selbst ausprobieren und so das jeweilige Lösungswort ermitteln.

Die anderen drei Serien des Giga-Events haben Sightseeing-Charakter und sind in Plumlov, Prostějov und Olmütz versteckt.

 

Prostějov

Noch vor dem Giga-Event fahren wir nach Prostějov. Mitten in der Stadt ist ein kleiner Park. Daneben ist einer der neuen Virtuals. Als wir dort ankommen, ist dort schon Einiges los.

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Ich mache auch mein Beweisfoto … apropos Foto … als wir durch die Stadt laufen, kommen wir auch an dieser Wand vorbei. Davon muss ich ein Foto machen.

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Die Labs sind über den kompletten Stadtkern verteilt. Im Park schauen wir noch bei einem Earthcache vorbei … so sammeln sich doch einige Found Logs bei mir an.

 

Plumlov

Wir fahren weiter zum Giga-Event und parken etwas abseits am Dorfrand. Die Serie in Plumlov führt ebenfalls zu einigen interessanten Punkten im Dorf und im Schloss, z.B. zu einem sehr alten Birnenbaum. Hier ist ein Wort von der Informationstafel abzulesen. Die Labs sind alle recht einfach zu lösen und ich benötige zum Glück keine Tschechisch-Kenntnisse dafür, da auch an eine kurze englische Übersetzung gedacht wurde.

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Vor dem Schloss finde ich diese Holztafel, die auf das Tauschen von Czech-Wood-Coins hinweist. Sie beantwortet auch die Frage vom zugehörigen Labcache.

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Spannend finde ich den Weg in den Keller.

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Dort hat die Orga am Ende der Ausstellung einen kleinen Raum hergerichtet, der ebenfalls bei der Beantwortung eines Labcaches hilft.

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Für zwei weitere Labcaches ist etwas Bewegung gefordert – sie befinden sich am anderen Ende des größeren Stausees. Bis dorthin sind es vom Schloss gute zwei Kilometer Fußmarsch.

 

Olmütz

Am Nachmittag fährt unsere Gruppe mit dem Minibus nach Ölmütz. Diese Stadt ist Luftlinie gute 20 Kilometer entfernt. Wegen ihrer historischen Altstadt und der dort platzierten Lab-Serie wollen wir auch dort vorbeischauen! Auch hier gibt es einen der neuen Virtuals.

Hier einige Impressionen von dem Rundgang durch die tolle Altstadt.

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Die Runde durch die Stadt – zum Teil in der Gruppe und zum Teil alleine – macht mir großen Spaß. Obwohl Stadtcaches normalerweise nicht so mein Ding sind, suche ich hier auch zwei Tradis: Den einen kann ich gut alleine finden – bei dem anderen muss ich solange suchen bis der nächste Geocacher vorbei kommt und einfach beherzt zugreift. Danach darf ich auch loggen – danke nochmal dafür an dieser Stelle!

 

Lackeys

Morgens von 10 bis 11 Uhr sind laut dem Programm vier Lackeys auf dem Gelände unterwegs. Ich treffe zufällig auf Annika, mit der ich schon mehrfach Mailkontakt hatte. Schön, dass wir uns nun auch mal persönlich kennenlernen. Ich tausche einen meiner Saarfüchse gegen ihr Lackey-Tag!

Ansonsten sind noch Heather Feather, Annie Love und ein männlicher Lackey zu Besuch gekommen. Also insgesamt vier Lackeys – das ist eine besondere Form der Wertschätzung für dieses Giga!

 

Location

Ich finde die Location sehr gelungen, wenn auch schlecht mit Flugzeug und öffentlichen Verkehrsmitteln aus Deutschland erreichbar. Das Eventgelände um das Schloss und den See gefällt mir sehr gut. Bei der Anreise sind wir durch eine schöne Landschaft gefahren, die ich ohne dieses Event wohl nie besucht hätte. Die in der Nähe liegenden Städte wie Brünn oder Olmütz mit ihren historischen Altstadtkernen laden zu einem Besuch ein. Hier kann ich gut Geocaching mit Sightseeing verbinden.

 

GPS Maze Europe

Auf der anderen Seite des Sees beim Campingplatz befindet sich eine große geteerte Freifläche, auf der das große weiße Zelt für das Maze aufgebaut ist. Kurz nach Mittag treffe ich dort ein. Es hat sich schon eine Schlange gebildet. Die Wartezeit schätze ich auf 30 bis 40 Minuten.

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Hier bin ich wieder in der Gruppe unterwegs. Wir verkürzen uns die Wartezeit mit vielen Gesprächen und mit tschechischem Bier, was das Ganze zu einer kurzweiligen Angelegenheit werden lässt. Ein Blick zurück bestätigt, das die Schlange aktuell immer länger wird.

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Im Eingangsbereich hängen Fahnen mit allen bisherigen GPS Mazes in Europa mit den Attended-Zahlen. Nur bei der aktuellen Fahne stehen an dieser Stelle natürlich drei Fragezeichen.

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Wie auch in den Jahren davor geht es mit dem Tree-of-Caches los, in dem einige Geocaches versteckt sind.

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Auf großen Tafeln ist wieder leider nur in tschechisch alles geschrieben, was es bei Geocaching zu wissen gibt.

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Gegen Ende geht es in die “Dunkelkammer” – dort werden Nachtcaches und UV erklärt.

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Da ich diese Ausstellung nun schon zum vierten Mal besuche, ist mein eigentliches Ziel natürlich das Logbuch. Auch in diesem Jahr kann ich mich erfolgreich ins GPS Maze Logbuch eintragen.

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Damit habe ich mein persönliches Ziel, alle europäischen Giga und GPS Maze zu besuchen, erreicht!

 

Mein Fazit

Mir hat sowohl das Giga als auch das GPS Maze gut gefallen. Ohne diese Veranstaltungen wäre ich wohl nie in diese Ecke von Tschechien gekommen. Die Orga hat zusammen mit den Helfern hier einen tollen Job gemacht. Ich finde es klasse, was die hier kostenlos geboten haben. Daran sollten sich die künftigen Orgas orientieren. Ich frage mich immer noch, warum ich nur für Geocaching-Verkaufsstände eigentlich Eintritt zahlen soll?

Der einzige Verbesserungspunkt, der mir einfällt, ist – wenn ein Mega den Anspruch erhebt ein internationales Event sein zu wollen, dann wünsche ich mir mehr englische Übersetzungen bei den Angeboten, wie z.b. im GPS Maze oder in der Ausstellung im Keller des Schlosses!

Wie gesagt (das war Jammern auf hohem Niveau) – mir hat es hier gut gefallen, ich habe mich wohl gefühlt – Helfer und Orga waren freundlich und bemüht. Die Location mit dem Schloss und dem See hat mir auch gut gefallen. Ich bin froh dort gewesen zu sein!

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Habt Ihr auch “GREAT MORAVIA 2017” besucht? Wie hat es Euch dort gefallen? Oder warum habt Ihr Euch entschieden nicht dorthin zu fahren? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

Ihr interessiert Euch für weitere Geocaching-Veranstaltungen? Dann werft doch mal einen Blick in den großen Geocaching-Eventkalender.

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  4 Antworten zu “GREAT MORAVIA 2017 – Mein Besuch beim Giga!”

  1.  

    Das mit der Zweitsprache ist ein Problem, dass mir bei deutschen Megas sehr oft auffällt, besonders bei Labcaches. Ganz selten wird da was auf englisch übersetzt, und wenn, dann nur das nötigste. Das finde ich immer sehr schade. Wird aber natürlich aus deutscher Sicht oft übersehen, weil man ja das deutsche lesen kann. Erst bei so einem Besuch im Ausland fällt es dann auf, wenn sowas fehlt ;)
    Also eindeutig ein Kritikpunkt, aber einer, der mir häufiger auffällt, als man so denken würde.

  2.  

    Hallo,

    habt ihr eine GPX-Datei zu den LabCache beim Matze gefunden?
    Sonst fand ich es eine gelungene Veranstaltung. Habe kaum unangemessene Situationen gefunden und selbst der Kontakt zur Polizei (hatte ich zwei) waren allesamt harmlos. Ich durfte sogar in eine gesperrte Straße fahren nach dem ich erklärt hatte wo ich hin will/muss. Für mich war es ein gelungenes WE wie ich es erwartet hatte.

    VG Uli

  3.  

    Hallo Saarfuchs,
    Ich bin da absolut bei dir.
    Bei einem Internationalen Event, was ein Giga so mit sich bringt, gehört eine 2. Sprache (englisch) einfach dazu.
    Natürlich ist das in dieser Ecke sehr schwer. Wie oft bin ich mit Englisch gescheitert, was nicht immer unbedingt an meinen Fähigkeiten lag.

    Schade fand ich auch das beim Thema Logbuch wir alle 3 Tage die Tinte mit der Feder
    aufs Papyrus kratzen durften. Für’s Pre-Event fand ich es angemessen, aber fürs Hauptevent hatte ich was anderes erwartet.

    Was sie auch nicht besser gemacht haben als wie bei vielen anderen Großevents ist der Punkt “Verpflegung”. Da hat bisher für mich nur das Maije-Mega mit seinen regionalen Speisen punkten können. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass das die Spitze Böhmischer und Mährischer Küche gewesen sein soll.
    Die Event-Location war aber schon interessant, und die Labcaches waren auch nett gemacht. Hier hat man Gottseidank nicht den Fehler gemacht, verschiedene Labcaches zu basteln an denen sich ewige Schlangen wie beim Maze bilden.

    Durch die Eventlocation, die weit auseinanderliegenden Labs, den Qualitätscaches (Plumsklo &Co) und dem Hanacke Powertrail hat sich das ganze Publikum weit verteilt, so daß man nicht das Gefühl hatte bei einem Giga-Event zu Gast zu sein. Es war auch generell nicht so kommerziell wir bei den bisherigen GIGA’s wobei Deutschland auch ein ganz anderer Markt ist. Mehr Nerds, mehr Shops!! Aber da ist ja eh immer das gleiche.

    Mein kurzes Fazit:
    Für mich war es ein nettes kleines MEGA-EVENT MIT 40 Labcaches, einem MAZE-Statistikpunkt mehr, und vielen besonders netten und hilfsbereiten Helfern.

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