Feb 162017
 

Im letzten Teil meiner kleinen Malta-Serie stelle ich Euch Gozo vor: Auf zwei Tagestouren werden wir einige Geocaches an sehr interessanten Orten besuchen und auch Sightseeing kommt nicht zu kurz.

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Gemeinsam schauen wir uns unter anderem das Blaue Fenster, den Dwejra-Inlandsee, eine kleine Höhle mit traumhafter Aussicht, eine Wallfahrtskirche, eine Zitadelle und eine ganz besondere Bucht an! Kommt mit auf diese virtuelle Reise nach Gozo!

 

 

Die Fähre nach Gozo

Um nach Gozo zu gelangen, muss man den Gozo-Kanal, eine 4,4 bis 6,5 Kilometer breite Meerenge zwischen den Inseln Malta und Gozo, überqueren. Die Überfahrt mit der Fähre dauert etwa eine halbe Stunde und kostet für zwei Personen und einen Mietwagen 20 € für den Hin- und Rückweg. Bezahlt wird auf der Rückfahrt von Gozo. Es gibt keine Reservierungsmöglichkeit – die Abfertigung erfolgt in der Reihenfolge der Ankuft in der Warteschlange des Fährterminals. Ich empfehle Euch auf jeden Fall vor neun Uhr morgens am Terminal einzutreffen, um keine zu lange Wartezeit zu haben.

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Die drei Fähren, die zur Zeit unterwegs sind, wurden alle zwischen 2000 und 2001 gebaut. Pro Fahrt können zwischen 72 und 138 Fahrzeuge mitgenommen werden.

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Es lohnt sich für die halbstündige Überfahrt das Fahrzeug zu verlassen und an Deck die Landschaft zu genießen.

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Auf dem Weg nach Gozo kommt man an der kleinen Insel Comino vorbei, über die ein großer Turm wacht. Mit Ausnahme des Winters gibt es auch eine Fährverbindung zu dieser Insel, die neben einigen Geocaches auch ein Hotel zu bieten hat.

 

Das Blaue Fenster

Unser erstes Ziel auf Gozo ist wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit von ganz Malta: das Blaue Fenster (“Azure Window”), eine imposante Felsenbrücke, die ins Meer ragt. Hier ist immer viel los – ein Foto ohne Touristen ist kaum möglich.

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Dort gibt es den gleichnamigen Earthcache “Azure Window“, vor dem wir unser Logfoto machen.

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Anschließend legen wir eine kleine Kletterpartie ein und folgen den in den Fels gehauenen Stufen zum Meer. Dort klettern wir um eine Felsnase herum, um von unten diesen tollen Ausblick auf die Felsbrücke zu haben.

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Weiter oben gibt es noch einen Tradi, der gut versteckt vor den neugierigen Augen der Muggels in einer kleinen Felssenke liegt. Den “Azura Coast” können wir gut finden.

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Vor vielen Jahren waren saarzwerg und ich schon mal auf Malta und haben damals auch das Blaue Fenster besucht. Bei diesem Besuch durfte ich noch auf die Felsbrücke. Leider ist das mittlerweile verboten, da in den letzten Jahren immer mehr Fels an der Brücke abgebrochen ist und man sich um die Stabilität derselben sorgt.

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Ich hoffe, dass der Bogen noch recht lange erhalten bleibt …

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… damit Ihr auch in Zukunft noch dieses Postkarten-Foto machen könnt!

 

Der Dwejra Inlandsee

Nur wenige Schritte vom Blauen Fenster entfernt liegt ein kleiner See, der durch eine Felsbarriere vom Meer getrennt ist. Doch diese Barriere hat ein Loch: Durch einen kleinen natürlichen Tunnel ist der See mit dem Meer verbunden und die Fischer nutzen die geschütze “Bucht” als Hafen.

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Auch an diesem besonderen Ort gibt es einen Earthcache: Für den “The DWEJRA – GOZO” nehmen wir das folgenden Beweisfoto auf.

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Am See warten einige Fischer mit ihren Booten, um die Touristen durch die Höhle aufs Meer hinaus zu fahren. Gegen eine geringe Gebühr dürfen auch wir ins Boot einsteigen. Bevor es losgeht, müssen alle eine Schwimmweste anlegen. Dann fährt uns der Fischer durch die kleine Öffnung …

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… hinaus aufs Meer.

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Wir fahren bis zum Azure Window, wo wir wieder umdrehen.

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Anschließend geht es wieder zum Tunnel und hindurch bis zum Inlandssee.

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Dort suchen wir am Ufer noch die Stelle, an der wir durch den Tunnel hindurch schauen können, um ein letztes Bild aufzunehmen. Dann spazieren wir wieder zum Parkplatz zurück.

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Dort können wir lesen, dass der Turm besichtigt werden kann und immer dann offen ist, wenn davor die Fahne weht. OK – heute ist er also nicht geöffnet.

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So spazieren wir nur noch etwas an der Küste entlang bis zum Tradi “Azure Park“, in dessen Logbuch wir uns recht schnell eintragen können.

 

Die Salinen an der Nordküste

Als Nächstes fahren wir nun von der Westküste über Zebbug und eine sehr abenteuerliche und steil abwärts führende Straße an die Nordküste zu den “Salt Pans”, also den Salzpfannen.

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Seit über 350 Jahren wird hier im Sommer auf traditionelle Weise Salz gewonnen, indem das Meerwasser in in den Fels gehauene Becken geleitet und anschließend verdunsten gelassen wird. Danach bleibt das Salz in den “Pfannen” zurück.

Auf der anderen Seite der Bucht befindet sich ein seltsam aussehender Kegel.

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Auch dazu gibt es einen Earthcache: den “Qolla I-Bajda – or – the end of a mountain” – auch er ist schnell gelöst.

 

Die Zitadelle von Victoria

Den Abschluss von unserem ersten Tag auf Gozo machen wir in der alten Zitadelle der Inselhauptstadt Victoria.

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Zunächst schauen wir uns im Besucherzentrum einen kostenlosen Film über die Geschichte der Zitadelle an. Danach spazieren wir etwas über die vorgelagerte Festungsmauer und durch den Graben.

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Hier wurden mächtige Mauern zum Schutz errichtet.

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Vom Graben führt der Weg nach oben in die Zitadelle über eine lange Treppe , die dezent beleuchtet ist, was dem Ganzen eine besondere Atmosphäre verleiht.

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Es ist schon spät und so wir haben nur noch Zeit für eine der Sehenswürdigkeiten, bevor diese schließen. Wir entscheiden uns für die Kathedrale und zahlen den Eintritt. Dafür dürfen wir auch ins Kirchenmuseum, was uns aber nicht wirklich gut gefällt.

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Dann gehen wir in die Kirche hinein. Am Eingang kontrolliert eine total gelangweilte Angestellte unser Ticket. Wir haben sie wohl gerade in ihrem Skype-Video-Chat gestört?!

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Die Kirche ist prunkvoll geschmückt. Nach einer kurzen Runde gehen wir wieder hinaus auf den Vorplatz.

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Laut unserem Reiseführer lohnt sich ein Rundgang über die innere Festungsmauer – und wirklich, das ist ein guter Tipp gewesen.Von hier oben hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt und kommt an allen interessanten Punkten in der Zitadelle vorbei.

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Insgesamt halten wir uns knapp 90 Minuten in der Festung auf.

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Als die Sonne untergeht, treten wir den Rückweg zu unserem Auto an.

 

Die Rückfahrt mit der Fähre

Wir fahren zurück zum Fährterminal, um nach Malta überzusetzen. Schon im Ort stehen wir im Stau. Vor den drei Kassenhäuschen hat sich eine längere Schlange gebildet.

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Hier zahlen wir die 20,30 € für ein Auto samt Fahrer und eine zweite Person.

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Nach dem Zahlen müssen wir noch eine weitere halbe Stunde auf dem Warteplatz verbringen, bevor wir endlich in auf eine der Fähren fahren dürfen.

 

Nochmal Gozo

Da uns Gozo landschaftlich sehr gut gefallen hat, beschließen saarzwerg und ich noch einen zweiten Tag auf der Insel zu verbringen.

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Vom Fährterminal geht es zunächst den Berg hinauf. An der ersten Abzweigung links fällt mir der Tradi “Photo Time” auf. Wir halt dort und finden einen überdimensionalen Bilderrahmen vor, an dem ich sofort eine Fotosession veranstalte. Ich passe doch gut in diesen Rahmen, oder?

 

Die Ramla-Bucht

Weiter geht es in den Norden der Insel. Als wir durch den Ort Nadur kommen, haben wir Gelegenheit einen weiteren Tradi zu suchen. Wir finden den “Ta Miranda” recht schnell.

Anschließend geht es weiter über die Strasse nach unten zum Meer. Um diese Jahreszeit gibt es in der unmittelbaren Nähe vom Strand genügend Parkplätze.

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Hier gibt es einen sehr schönen goldgelben Sandstrand. Wir spazieren am Meer entlang bis der Strand in eine Felsenküste übergeht. Dort suchen und finden wir den Tradi “Ramla Bay“. Nur wenige 100 Meter weiter gibt es noch einen Tradi. Allerdings liegt er ein gutes Stück höher in einer Höhle.

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Aber da gerade schönes Wetter ist, nutzen wir dieses für eine kleine Wanderung.

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Nach einiger Zeit erreichen wir über einen schmalen Bergpfad den großen überdachten Raum.

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Von hier oben haben wir eine tolle Aussicht auf die Bucht.

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In der Höhle müssen wir zunächst etwas suchen und das Listing und den Hint genau studieren. Nach einiger Zeit können wir den “Mixta Cavern” finden.

 

Die Grotte der Kalypso

Der griechische Seefahrer Odysseus wurde von Kalypso sieben Jahre festgehalten. So ist es zumindest in Homers Odyssee nachzulesen. Kalypso soll in einer Grotte gewohnt haben, die sich hier auf Gozo befindet. Diese liegt auf einem Hügel neben der Ramla Bucht.

Als wir mit unserem Mietwagen ankommen, parkt dort schon ein Sightseeing-Bus. Wir folgen den vielen Touristen zur Grotte.

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Sie darf jedoch nicht mehr betreten werden – so können wir nur den Eingang sehen. Dafür können wir dort aber noch einen Geocache suchen: den Tradi “Calypso Cave“, den wir nur mit Hilfe des Spoilerfotos finden können.

Von hier oben haben wir einen sehr schönen Blick auf den Sandstrand und die Höhle, die wir erwandert haben.

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Wir verlassen diesen Sightseeing-Hotspot durch eine kleine Straße im Ort, wo wir uns noch ins Logbuch des “Vestru” eintragen können. Eine recht große Dose für so einen kleinen Ort.

 

Die Basilika Ta’ Pinu

Als Nächstes fahren wir zu einer Wallfahrtskirche in der Mitte der Insel. Sie war uns schon am ersten Tag aufgefallen. Gerne hätten wir die Kirche auch Innen angesehen und laut der Informationstafel vor Ort sollte sie um diese Zeit auch offen sein – war sie aber nicht?!

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Entschädigt haben wir uns dafür mit einem Geocache: dem Tradi “Altared Images“, den wir recht schnell finden können.

 

Die Xlendi Bucht

In unserem Reiseführer habe ich gelesen, dass die Xlendi Bucht besonders zur Sonnenuntergangszeit sehr schön sein soll. So fahren wir in den Ort an der Südküste. Da wir noch etwas Zeit haben, schauen wir uns zunächst die kleine Grotte an.

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Dorthin führt ein kleiner Steig über viele Treppenstufen. Oben angekommen, werden wir mit der Suche nach dem Tradi “Stairway to Xlendi” belohnt. Naja, hier müssem wir dann doch wieder etwas länger suchen, bis wir ihn endlich finden können.

Danach folgen wir dem kleinen Pfad in eine kleine Grotte, in der um diese Zeit die Wände in ein warmes Licht eintauchen.

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Auf dem Rückweg werfen wir von dem Abstieg noch einen Blick in die Bucht dieses kleinen Örtchens.

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Dann parken wir um und fahren an den Ausgang des Orts. Dort führt ein kleiner Pfad mit einer Brücke und ein paar Stufen zu einem Turm.

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Und der ist mittlerweile auch von der untergehenden Sonne ganz gelb angestrahlt.

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Daneben suchen wir schnell noch den Tradi “Xlendi Tower“, bevor wir zu den Felsen ans Meer hinabsteigen. Dort gib es einige sehr schöne Formen und Formationen.

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Leider geht die Sonne um diese Jahreszeit zu schnell unter, so dass wir die restlichen Felsen hier nur noch ohne diese tolle Beleuchtung bestaunen können.

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Es macht uns einen riesigen Spaß sich hier umzuschauen. Überall gibt es toll geformten Felsen zu entdecken. Und das Alles wurde so von der Natur geschaffen!

 

Unser Abschied von Gozo

Nun wird es für uns wieder Zeit den Rückweg nach Malta anzutreten. Unterwegs machen wir noch das ein oder andere Mal halt, um ein Foto zu machen.

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Einmal von der Kirche mit der Riesenkuppel.

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Und ein weiteres Mal, um die beleuchtete Zitadelle von Victoria abzulichten. Von allen Touren auf Malta haben mir unsere beiden Touren über die Insel Gozo am Besten gefallen. Hier kann man die vielfältige Landschaft noch erleben und dabei zusätzlich die ein oder andere Dose finden!

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Falls Ihr mehr Bilder von dieser Tour sehen möchtet, so werft doch bitte einen Blick in mein Webalbum.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie von Reiseberichten über unseren Geocaching- und Sightseeing-Urlaub auf Malta. Eine Auflistung aller unserer Touren samt praktischen Tipps und Empfehlungen zu einer Maltareise findet Ihr in meinem Blogbeitrag “Geocaching auf Malta: Praktische Tipps und Tourempfehlungen“.

Wie hat Euch diese virtuelle Reise gefallen? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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  2 Antworten zu “Geocaching auf Malta: Gozo”

  1.  

    Heute Morgen habe ich dann deinen Gozo-Bericht gelesen. Ja, auch uns gefällt Gozo noch besser als Malta, obwohl wir auf Malta ja auch noch nicht alles gesehen haben, was auf unserem Plan steht. Das Azure Window und Xlendi haben wir auch besucht und ein bisschen Victoria.
    Wir sind “öffentlich” gefahren, was recht gut funktioniert (die 7-Tages-Karte kostet 21 €) aber auch etwas länger dauert, da die Busse an wirklich JEDEM Briefkasten auf dem Weg anhalten. Ob wir die nächsten Tage nochmal rüber fahren? Mal schauen…..
    Vielen Dank für Deine sehr interessanten Berichte
    Die Tupperseeker

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