Jul 112016
 

Nun ist es schon über eine Woche her, dass ich mit 31 weiteren Geocachern das erste Megaevent in Estland besucht habe.

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Es war mein erstes “kleineres” Mega im Ausland. Wie es mir dort gefallen hat und was ich alles erlebt habe, davon berichte ich Euch heute.

 

 

Das Eventgelände

Estland ist von Deutschland aus am schnellsten mit dem Flugzeug zu erreichen. Der nächste internationale Flughafen zum Eventgelände ist Tallinn, wo wir uns ein schönes Hotel in der Altstadt gesucht haben. Das Mega “GeoJaanipäev Estonia 2016” findet auf dem Gelände eines “Freizeitgeländes” in Vanamõisa statt. Vanamõisa befindet sich knapp 30 km von Tallin entfernt. Sanitäre Anlagen, Zeltplätze und Stellplätze für Wohnmobile sind vorhanden.

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Die Strecke von Tallinn bis zum Gelände kann man für 1,90€ bequem mit dem Zug fahren. Von der Haltestelle “Saue” ist es dann nur noch ein knapper Kilometer zu Fuß.

 

Die Registrierung

Wir erreichen das Megaevent “GeoJaanipäev Estonia 2016” kurz vor 12:00 Uhr. Die Registrierung über den Vornamen geht überraschend schnell, wir müssen kaum warten.

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Die Aussteller

Wie bei vielen Megaevents gibt es auf dem Eventgelände diverse Aussteller, die Geocaching-Utensilien an den Mann oder die Frau bringen wollen. Hier finde ich dann doch noch einige Geocoin-Anbieter, die ich noch nicht von den vielen deutschen Events kenne.

Diese norwegischen Geocoins gefallen mir recht gut.

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Auch eine deutsche Signal-Coin habe ich gefunden.

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Besonders gelungen finde ich das Angebot an schön gestalteten Logbüchern. Die Frage ist nur, wie lange überleben diese in einer Cachedose bevor sie “verloren” gehen?

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Die Geocaches in Laufreichweite

Etwas enttäuscht bin ich von dem Angebot an Geocaches, die es in Laufreichweite des Eventgeländes zu suchen gibt:Es ist gerade mal eine Handvoll.

Einer dieser Caches – einen Traditional – finde ich super gelungen: “MEGA Estonia “.

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Obwohl Tradi ist hier die vierstellige Kombination des Zahlenschlosses herauszufinden. Dazu findet man allerlei Bastelmaterial, mit dessen Hilfe man die Zahlen für vier markierte Schrauben herausfinden muss. Nach einigem Probieren ist es uns auf Anhieb gelungen!

 

Die Labcaches

Auch für diese Megaevent wurden Labcaches angeboten: insgesamt acht Labs konnten gesucht werden. Diese wurden in der Nähe des Eventgeländes und in einem Dorf ein paar Kilometer entfernt platziert. Ich habe das Megaevent mit einer Reisegruppe besucht, weshalb uns ein Reisebus zur Verfügung steht. Morgens beim Frühstück habe ich mir die Koordinaten der Labs auf mein Handy gespielt und unsere Reisegruppe hat auf dem Weg zum Event einen Stopp in Laagri eingelegt. Leider haben wir zu spät gesehen, dass manche Labs erst um 11: Uhr starten.

In diesem Dorf war gerade ein großes Fest: In den Gärten vieler Häuser wurden kleine privaten Cafes eingerichtet.

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… die gut beschildert sind.

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Auf der Suche nach einem Labcache sind wir in diesem gelandet …

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was zwar sehr nett war – leider aber das Falsche – so mussten wir noch etwas weiter suchen…

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So nach und nach gelingt es uns die Labcaches hier draußen zu finden und zu lösen. Ohne unseren Reisebus wären auch diese Labs etwas schwieriger zu erreichen gewesen.

 

Der Poker-Run

Für das Megaevent wurde eine Cacheserie mit, ich glaube es waren zwölf, Caches gelegt, in denen sich kleine farbige Umschläge befinden.

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Ziel ist es fünf verschiedenfarbige Umschläge zu finden und mit den darin befindlichen Spielkarten das beste Poker-Blatt des Tages zu erreichen. Da diese Caches über 30 Kilometer im Umkreis verteilt sind, ist es uns nicht möglich an diesem Programmpunkt teilzunehmen.

Hier hätte ich mir mehr Angebote gewünscht, die sich entweder in der Nähe befinden oder zumindest mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind.

 

Das Catering

Wie gesagt, wir sind so gegen 12:00 Uhr auf das Eventgelände gekommen. Zu diesem Zeitpunkt wirkte irgendwie noch alles wie im Aufbau. Das Angebot an Essen war zu diesem Zeitpunkt noch sehr eingeschränkt. Wir haben die Auswahl zwischen einem Burger und einem Wrap. Dafür gibt es genügend kaltes Bier oder Cider. Die Preise sind fair – für ein großes Bier bezahle ich 2,50€.

 

Logbuch, Karte und Signal

Wie mittlerweile üblich gibt es auch hier ein schön gebasteltes Logbuch.

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Jeder kann es mit einem kleinen Aufkleber loggen. Mich erinnern diese Aufkleber irgendwie an die Pril-Flasche. Kennt Ihr die auch noch, damals gab es zu jeder Flasche Spülmittel einen Aufkleber mit einer kleinen Blume …

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Direkt daneben befindet sich die Weltkarte, wo jeder Geocacher sein Heimatland markieren kann.

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Auch der Signal war auf dem Gelände unterwegs. Ich nutze die Gelegenheit, um ein Bild von Signal und mir machen zu lassen.

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Später habe ich Gelegenheit mich mit der Frau zu unterhalten, die derzeit bei den meisten europäischen Megaevents im Kostüm steckt. Sie macht das wirklich gut – und bei diesem heißen Wetter ist das harte Arbeit!

 

Die Abendveranstaltung

Wegen der mangelnden Angebote zieht es ein Großteil unserer Gruppe vor am frühen Nachmittag mit unserem Bus zurück nach Tallin zu fahren und noch etwas die Stadt zu erkunden.

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Gegen 17:00 Uhr fahren einige von uns mit dem Zug wieder zum Megaevent “GeoJaanipäev Estonia 2016”. Am Abend ist dann schon etwas mehr los. Auch das Essensangebot ist nun viel besser!

Jon-Paul Barr, der dieses Mega initiiert hat, eröffnet das Abendprogramm.

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Signal ist auch dabei. Heather Feather vom HQ aus Seattle gibt zusammen mit Signal und einem Teil des Orga-Teams von der Nacht der Vulkane eine kleine und gelungene Tanzeinlage.

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Anschließend hält Heather eine Rede, in der sie unter Anderem auch erklärt, wie ein Lackey auf ein Megaevent kommt: Es ist ein Groundspeak-internes Berwerbungsverfahren als Belohnung für gute Arbeit.

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Dann geht es an die Verlosung – Signal übergibt die Preise …

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Einen Preis, eine komplette Kletterausrüstung, kann ein Deutscher abräumen: Florian!

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Zum Schluss werden die besten estnischen Geocaches mit Auszeichnungen und einem Pokal geehrt.

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Mein Fazit

Dieses Mega war wesentlich kleiner als die Megas, die ich in diesem Jahr in Deutschland besucht habe. Aber kleiner ist nicht unbedingt schlechter. Das GeoJaanipäev Estonia 2016 hatte eine gemütliche Atmosphäre. Ich kam mit einigen Geocachern nett ins Gespräch. Auch mit Heather aus dem HQ hatte ich ein gutes Gespäch. Die Preise waren fair und günstig.

Lediglich eine größere Auswahl an Eventcaches und eine Platzierung der Programmpunkte so, dass sie zumindest gut für Besucher ohne Auto erreichbar sind, würde ich mir für die Zukunft wünschen.

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Habt Ihr auch das GeoJaanipäev Estonia 2016 in Estland besucht? Wie hat es Euch dort gefallen? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag.

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