Nov 172015
 

 

Tag 3: Die Block Party und die Stadt Seattle

Ein Gastbeitrag von TheGreenTool

Der Samstag versprach dann erholsamer und gemütlicher zu werden. Unser erstes Ziel war das Geocaching Hauptquartier, an dem die letzte Block Party überhaupt stattfand: „2015 Geocaching Block Party“ (GC5G4X5). Um 11 Uhr wollten wir für das Gruppenfoto dort sein. Allerdings erwies sich die Parkplatzsuche als überaus schwierig. Aber nach einigen Runden im Viertel hatten wir einen freien Parkplatz gefunden, so dass wir noch rechtzeitig zum Eventbeginn eintrafen.

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Das Gruppenfoto auf der Block Party, aufgenommen per Drohne.

 

Es dauerte auch nicht lange, bis wir die ersten bekannten Gesichter und Namen entdeckten. Neben dem rheinland-pfälzischen Reviewer Eulili musste ich bis in die USA reisen, um zum ersten Mal den hessischen Reviewer Dr. Zarkov zu Gesicht zu bekommen. Auch die amerikanischen Cacher, denen wir am GC12 begegnet sind, trafen wir wieder.

Nach dem Gruppenfoto schlenderten wir über das Event, das sich nicht wirklich von den uns bekannten Megas in Deutschland unterschied – außer vielleicht der höheren Dichte an Lackeys und dem eigenen Icon natürlich. Das Logbuch existierte in Form einer überdimensionalen aufblasbaren „15“, die für 15 Jahre Geocaching stand. Darauf verewigte man sich per Filzstift.

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Das Logbuch der Block Party

 

Interessant war auch das kleine Museum im Zelt, das historische Geocaching-Gegenstände ausstellte. Darunter befanden sich auch die allerersten Geocoins. Zwei davon kann man heute noch discovern.

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Die ersten drei Geocoins

 

Außerdem konnte man den „Geocaching Headquarters“ Cache (GCK25B) loggen. Für Statistikcacher ein weiteres Highlight. Auch dieser Cache hat einen eigenen Cachetyp mit einem einmaligen Icon. Normalerweise ist die große Schatztruhe im Gebäude der Zentrale untergebracht. Für die Block Party wurde sie aber vor die Tür gestellt. Zum Loggen war natürlich Anstehen angesagt.

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Der Geocaching Headquarters Cache (GCK25B)

 

Somit konnte ich schon nach kurzem Aufenthalt einige einmalige und im Falle der Block Party sogar ein letztmalig erreichbares statistisches Ziel erfüllen. Obendrein klingelten die drei nächsten Abzeichen in der Souvenirkasse, denn sowohl für die Block Party als auch für den HQ-Cache gab es eigene bunte Erinnerungsbildchen. Außerdem war an diesem Tag noch der „International Geocaching Day“, für den es (natürlich überall auf der Welt) ebenfalls ein Souvenir gab.

Doch auf dem Programm stand noch mehr. Wir drehten anschließend eine Runde durch Fremont, den Stadtteil, in dem Groundspeak beheimatet ist, und absolvierten dabei einige LabCaches sowie einen Teil der HQ-GeoTour. Dank den GeoTour-Caches befindet sich nun auch das bisher noch fehlende Attribut „GeoTour“ in unserer Sammlung. Die LabCaches waren abwechslungsreich gestaltet und für die einzelnen Caches der GeoTour gaben sich die Lackeys ebenfalls viel Mühe. Mein persönlicher Favorit der GeoTour: „HQGT: Chairy Tree“ (GC2AD97). Da die GeoTour auch einen Mystery beinhaltete, konnten wir hier auch den „Geocaching Road Trip 2015“ mit dem Souvenir für den Mystery und dem Gesamt-Souvenir für den vollendeten Road Trip abschließen. Diese beiden Souvenirs hätten wir natürlich auch in Deutschland bekommen können.

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Chairy Tree – der vielleicht schönste Cache der HQ GeoTour (GC2AD79)

 

Das Hauptziel der Runde hatte aber nur indirekt mit Geocaching zu tun. Ich wollte wenigstens zwei NGS Benchmarks finden. Diese Vermessungsmarkierungen, die es nur in den USA gibt, muss man fotografieren und mit einem Log hochladen (wie bei einem Virtual Cache). Benchmarks erhöhen zwar nicht die Gesamtfundzahl, verschönern aber die Liste der gefundenen Cachetypen im Profil mit einem eigenen Icon. Gleich beim ersten, „SEATTLE FREMONT BRIDGE SE TWR“ (SY4173), wunderte mich, dass kaum ein Vorlogger ein Foto des eigentlichen Benchmarks, sondern nur der dazugehörigen Brücke hochlud. Wir erwarteten, dass er schwer zu finden oder gar zerstört sein könnte. Ausgerechnet mein Vater, der mit Geocaching nicht viel am Hut hat, war es dann, der die Markierung im Asphalt entdeckte. Den zweiten Benchmark konnten wir dann sehr schnell finden: „WALLIN“ (SY4175).

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Unser erster NGS Benchmark (SY4173)

 

Nach dem Mittagessen in einem Café neben dem Areal des Headquarters besprach ich mit meinem Vater das Nachmittagsprogramm. Auf dem Plan standen drei alte Caches, die allesamt Lücken in unserer „Funde nach Platzierungs-Monat“-Matrix stopfen sollten. Dementsprechend wollte ich unbedingt alle finden, da Alternativen ein schweres Unterfangen werden würden. „Drei Caches“ klingt nicht viel. Aber sie waren quer übers ganze Stadtgebiet verteilt, so dass wir, zwar ungeplant, aber dennoch zu unserer Freude, einige weitere Ecken von Seattle zu sehen bekamen. Das Beste war natürlich, dass wir alle drei Caches fanden, wenn es auch bei einbrechender Dunkelheit einige Zeit dauerte, bis der letzte in den Büschen des schönen Seward Parks entdeckt werden konnte.

Bei den drei „Uralten“ handelte es sich um: „Kalakala Kid Cache“ (GCE3A, Virtual Cache, versteckt am 21.07.2001), „Forbes Caches“ (GCD29, versteckt am 20.06.2001) und „WASH OUT FOR THAT LAKE!!!“ (GC4EA, versteckt am 18.03.2001).

Und so endete ein weiterer erfolgreicher Tag in Seattle.

 

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Ich hoffe, Ihr hattet beim Lesen des dritten Teils des Gastartikels von TheGreenTool genauso viel Spaß wie ich! Über Kommentare zu dieser Artikelserie würde ich mich sehr freuen.

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  Eine Antwort zu “Tour zur Block-Party aus Sicht eines Statistikcachers (Teil 3)”

  1.  

    Das auf dem Foto sind “natürlich” NICHT die ersten drei Geocoins! Die einfarbige ist zwar die erste, daher auch der recht passende Trackingcode, aber die anderen beiden sind einfach nur die nächsten Coins von Moun10bike, aber nicht die nächsten beiden Coins, da gab es dann jeweils viele andere dazwischen!

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