Mrz 092015
 

Heute möchte ich Euch einen Geocacher aus Rheinland-Pfalz vorstellen, mit dem ich schon persönlich auf Tour war: Michael, der als MickeyBlueEyes Dosen sucht. Besonders gefreut hat mich, dass er sich bei der Beantwortung meiner Interviewfragen viel Mühe gegeben hat.

Der Geocacher "MickeyBlueEyes", den ich hier im Interview habe...

Werft doch mal einen Blick in sein Interview – vielleicht ist ja auch für Euch noch eine passende Geocache-Empfehlung mit dabei!

MickeyBlueEyes, wie lange bist Du schon Geocacher?

Angemeldet bin ich seit Mai 2009, aber wirklich angefangen habe(n) ich/wir nach dem Besuch eines Events ein paar Monate später, wo man mal durch Erfahrungsberichte von “älteren” Cachern einen ersten echten Überblick bekommen hat, wie interessant man Geocaching gestalten kann.

Wie bist Du zum Geocaching gekommen?

Im Prinzip durch meine Freundin,die einen Fernsehbericht gesehen hat und wenig später durch einen neuen Arbeitskollegen mehr übers Cachen erfahren hat.

Wie viele Caches hast Du bisher gefunden?

Hab eben extra nachgeschaut : Stand 4.2.2015 sind es 4361 ( und ja, auch wenn es für manchen unvorstellbar ist, ich musste nachschauen, weil mich die Fundzahl eigentlich nicht (mehr) interessiert).

Was ist Deine Homezone?

Ist schwer zu sagen: Den Großraum des Naturparks Saar-Hunsrück könnte man als Homezone bezeichnen. Generell treiben wir uns meist im Landstrich zwischen Trier und Saarbrücken rum inkl. angrenzendem Luxemburg.

Welches ist Dein aktueller Lieblingscache? Warum ist er es?

Einen wirklichen Lieblingscache habe ich so in der Art nicht, es gibt einige, die mir aus unterschiedlichen Gründen viel Spaß bereitet haben.
Um mal ein paar zu nennen :

24 in Frankfurt (GC1AGHB) : hohes Maß an Koordination und Geschwindigkeit erforderlich, von A bis Z eine Herausforderung für alle Beteiligten.

Marios Stoneworld (GC3HCC3): tolle Ideen super umgesetzt und noch dazu in einer traumhaften Landschaft.

Leonie da Vinci (GC33HXE) : klasse gebastelte Stationen mit viel Abwechslung

Die schwarz-weissen Jahre (GC4W8C7) : von der Story und den Aufgaben an den Stationen her der für mich bisher am besten auf eine wahre Geschichte abgestimmte Cache überhaupt.

Nibelungen Caches bei Worms (z.B. GC11JM6) : einfach nur klasse gemacht,sehr aufwendige Technikspielereien oder Handwerkerarbeiten.

Der Geheimbund der Treverer 5 – Die Offenbarung (GC2JKGH) : ein Maacher “Mystery” der gewohnten Art, kann Einen unzählige Stunden/Tage/Wochen beschäftigen, aber wenn sich dann mal das Gesamtbild hinter dem Rätsel zusammengefügt hat und man sieht, was da an Vorabrecherche etc. dahinter steckt und wie der Owner es geschafft hat, das alles in stimmiger Perfektion zu kombinieren, kann man hier nur den Hut vor ziehen !

Es gibt noch viele weitere Caches, zum Beispiel fast alle Werke des Owners ET06 in der Ecke Hasborn-Dautweiler, die jede Menge Freude bereitet haben, aber im Prinzip kann man es auf 3 Punkte zusammenfassen, was für mich einen guten Cache ausmacht:
1) Schöne Location
2) Eine stimmige Story (egal ob Multi,Mystery,Letterbox oder Wherigo) oder ein durchdachtes Rätsel
3) eine oder mehrere schöne und individuell gestaltete Stationen/Finalbox.

Welches ist der Cache, der Dir bisher am wenigsten gefallen hat und warum?

Siehe oben: Trifft keiner der 3 Punkte zu, wird der Cache auch nicht in Erinnerung bleiben. Nachdem ich/wir ja nun ein paar Jahre dabei sind, selektieren wir auch recht stark bei der Auswahl der Caches, die wir für Touren einplanen (ein nichtssagender Tradi wird trotzdem geloggt, sofern uns unser Weg genau dran vorbeiführt).

Welches war Dein verrücktestes Erlebnis beim Geocachen?

So was richtig Verrücktes hat es eigentlich noch nicht gegeben, aber dafür eine riesige Anzahl schöner Erinnerungen an Cache-Touren mit befreundeten Cachern.
Das einzig verrückte (oder sollte ich sagen: bescheuerte), was mir so auf Anhieb einfällt, war der “200 Caches am Tag” Trip, würde ich heute so in der Art nicht mehr machen (zumindest fällt mir momentan kein plausibler Grund dafür ein).

Das mag ich am Geocachen:

Unterwegs mit Freunden in der Natur zu sein und unbekannte Ecken zu sehen.

Das mag ich am Geocachen weniger:

Das ganze Drumherum bzw. wie es sich momentan entwickelt : Viele vergessen, dass es ein Hobby / Spiel ist.

Das darf in meiner Cacherausrüstung nicht fehlen:

Na, die Dinge,die zum Absolvieren eines geplanten Caches benötigt werden (ja, ich weiß, Listing lesen wird überbewertet).
Aber ich bin meist schon froh, wenn ich dran gedacht habe, einen Kuli mitzunehmen :-)

Hast Du eine eigene Webseite oder bist Du in den sozialen Medien unterwegs um über Dein Geocaching zu berichten?

Nein, nichts dergleichen. Webseiten und Blogs gibt’s genügend, ich könnte da auch nur wiederholen (wenn auch in leicht anderen Worten), was Andere schon geschrieben haben.
Und schöne Erinnerungen teile ich direkt mit Freunden anstatt in sozialen Netzwerken.

Hast Du einen Linktipp für uns? Eine Geocaching-Webseite, die man kennen sollte?

Es gibt, wie schon geschrieben, viele Blogs, die ich mir von Zeit zu Zeit mal anschaue  (unter anderem eben auch deinen…).
Für Cacher im Umkreis Trier gibt’s das Forum-Treverorum.de, wo sich regionale Cacher austauschen.

Wie viele Geocoins besitzt Du und welches ist Deine Lieblingscoin?

Es müssten so etwa 20 sein, aber einen Liebling kann ich da nicht nennen.
Da fast alle Coins Geschenke waren von Freunden/Geocachern/Reviewern, gehört zu jeder Coin, die ich besitze, eine schöne Geschichte.
Vom Design her gefällt mir die “Illuminati” Geocoin am besten, die wie im Buch von Dan Brown beschrieben mit dem Ambigramm Earth,Wind, Fire und Air gestaltet ist.

GPS-Gerät oder Smartphone?

Fast ausschließlich GPS ( Oregon 300) . Das Smartphone wird höchstens mal unterwegs bei Problemen gezückt, um ein vergessenes Spoilerbild zu schauen oder ältere Logs zu lesen oder wenn man mal unerwartet irgendwo ist und ein wenig Zeit überbrücken muss: Da wird dann schon mal geschaut, ob evtl. ein Tradi in der Nähe ist.

Tradi oder Mystery?

Kann man so pauschal nicht sagen..
Ich löse gerne Mysteries, aber das erfordert dann ein wenig mehr Zeit und Planung. Für spontane Spaziergänge mit dem Cachedog suchen wir uns meistens Tradirunden aus (sofern kein Multi in der Nähe ist..)

Travelbugs – mitnehmen oder liegen lassen?

Zu Beginn unserer “Karriere” haben wir uns immer die Mühe gemacht, zu schauen,welche TBs in einem Cache sind und ob diese eine Mission haben, wo wir ein Stück weiterhelfen können.
Da sich aber die Fälle immer mehr häufen, dass die angeblich gelisteten TBs nicht mehr im Cache sind, lassen wir das und schauen von Fall zu Fall, ob wir einen mitnehmen oder nicht.

Wie wichtig sind Dir Meilensteine und weißt Du schon, welchen Cache Du an Deinem nächsten machen willst?

Sollte eine Tour anstehen, wo abzusehen ist, dass ich irgendeine Meilensteingrenze erreiche, schau ich zumindest, ob man den (vermeintlich) interessantesten eben als Meilenstein loggen kann. Aber so wirklich wird für den nächsten Meilenstein nicht mehr geplant, was vor allem daran liegt,dass Statistikseiten (wie zum Beispiel Project-GC) anders zählen als die Geocaching.com Seite selbst (Labcaches…) und somit dort unterschiedliche Caches für zum Beispiel den 4000. Cache angezeigt werden. Von daher achte ich nicht mehr wirklich drauf.

Dein Tipp für Leute, die mit dem Geocaching anfangen wollen?

So das übliche: mal ein Event besuchen und sich ein bisschen mit anderen (erfahreneren?!?) Cachern austauschen.
Und vor allem nicht direkt einen Cache legen wollen und dann zu erwarten, dass die Cachergemeinde genau auf diesen einen neuen Tradi nun gewartet hat und dann beleidigt sein, wenn es eben nicht so ankommt.
Hier könnte man nochmal die 3 Punkte von oben nennen: wenn Nichts der Drei zutrifft , vielleicht lieber noch keinen Cache legen.

* * *

Allgemeine Informationen und eine Übersicht über alle bisher geführten Interviews findet Ihr auf der Seite der Interview-Serie. Dort könnt Ihr auch nachlesen, was zu tun ist, falls auch Ihr Euch als Cacher von Rheinland-Pfalz vorstellen möchtet!

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