Apr 032014
 

Im an das Saarland angrenzenden Frankreich wurden während des Zweiten Weltkrieges die sogenannten U-Verlagerungen gebaut. Sie dienten zur Produktion kriegswichtiger Güter. Durch die Verlagerung unter Tage waren sie vor Luftangriffen geschützt. Oft wurden dazu ehemalige Bergwerke genutzt. Eine dieser Anlagen möchte ich Euch heute anhand von Bildern vorstellen: die U-Verlagerung Saar.

Eine Raum in der U-Verlagerung Saar

Ich wünsche Euch viel Spaß bei dieser virtuellen Tour…

Dem ein oder anderen von Euch dürfte vielleicht noch der Geocache “COMMANDO DANTES INFERNO” bekannt sein? Dieser Mystery führte den Geocacher bis vor den Eingang der U-Verlagerung Saar. Inzwischen ist dieser Cache archiviert.

Leider ist die Anlage inzwischen recht vermüllt.

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In vielen Räumen wurde Schrott abgestellt. Viele der Autowracks sind ausgebrannt und verrostet.

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Natürlich gibt es auch das ein oder andere Kuriose dort zu sehen wie zum Beispiel dieses Bettgestell…

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An einigen Stellen staut sich mittlerweile Wasser. Gummistiefel sind zum Glück noch nicht nötig!

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Da in der U-Verlagerung Saar Wasser und Kalkstein vorhanden sind, kommt es an einer Stelle zur Bildung von Stalaktiten und Stalagmiten.

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Die ganze Anlange scheint elektrifiziert gewesen zu sein – in den Hauptgängen findet man noch die verrosteten Befestigungen für die Stromkabel.

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Im hinteren Bereich gibt es noch Reste eines Wassermanagements -aus den Rohren dort fließt noch einiges.

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In diesem Bereich war wohl nach dem Krieg noch eine Pilzzucht beheimat. Die eingezogenen Wände scheinen neueren Datums zu sein.

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Aber auch in dieser “hinteren Ecke” ist noch Einiges an Müll zu finden. Hier eine alte Ölkanne…

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Leider haben auch die Sprayer den Weg in die U-Verlagerung Saar gefunden. Viele der dort reichlich vorhandenen Wände wurden von ihnen “verziert”,…

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… wenigstens scheinen sie die richtige Gesinnung gehabt zu haben!

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Immer wieder findet man zugemauerte Abzweigungen – hier wurde ein Labyrinth aus Räumen und Gängen geschaffen.

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Leider gibt es kaum eine Stelle, wo kein Müll abgelagert wurde. Hier sind es alte Ölfässer.

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An manchen Stellen scheinen in der Vergangenheit auch Parties gefeiert worden zu sein – hier noch eine alte Bierflasche. Auch Teelichter findet man des Öfteren…

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Auch ein totes Tier – oder vielmehr die Überreste eines Kadavers sind noch zu sehen. Aufgrund der Größe würde ich hier ein Schaf oder ein Kalb vermuten. Wenn Jemand die Knochen zweifelsfrei identifizieren kann, würde ich mich über eine kurze Nachricht freuen.

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Und immer wieder diese Ölfässer – zum Glück ohne Inhalt.

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Das Highlight ist jedoch ein Oldtimer – leider auch nicht mehr gut in Schuss.

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Der ist natürlich recht fotogen und wird oft fotografiert…

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Kurz vor dem Ausgang befindet sich noch eine Abzweigung, die in einen anderen Bereich dieser U-Verlagerung führt. Hier wären dann auch Gummistiefel angebracht!

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In diesem Bereich der U-Verlagerung Saar befinden sich wieder mehr Mauern – hier wurde gebaut.

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Damit ist die virtuelle Reise durch die U-Verlagerung in einem ehemaligen Bergwerk zu Ende. Ich hoffe Euch haben die Bilder gefallen. Leider ist im Internet kaum Etwas über die Geschichte dieser U-Verlagerung zu finden und auch Nichts über die Nutzung nach dem Zweiten Weltkrieg. Falls Ihr mehr Informationen darüber habt, würde ich mich über Eure Mails und Kommentare freuen!

 

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  5 Antworten zu “U-Verlagerung Saar – Ein Lostplace tief im Berg!”

  1.  

    Hallo

    Ich wollte mal Fragen wo das ist ?

    kann mir da jemand Bitte Auskunft geben Danke

    Lg

  2.  

    Servus Jörg,
    der Name verwundert mich auch etwas zumindest im Zusammenhang mit den anderen.
    In einer Liste der Uverlagerungen wird sie als Saar geführt hab aber auch schon gehört das es nicht sicher wäre das es sich hierbei um die UV Saar handelt.
    Mir fehlt da selber der Background bin da aber dran.

    Ihr schreibt immer von Gummistiefeln bzw Wathose für den unteren Bereich.
    Hier frage ich mich ob ihr den unteren Zugang nicht kennt und deshalb über den Waaserkanal nach unten geht.
    Oder reden wir hier aneinander vorbei und es gibt noch eine weitere Ebene?

    Mir sind aktuell 3 Ebenen bekannt bzw 2,5.
    -Die untere, wo der Motorradclub drin war wo die Decken total im Arsch sind.
    (Zugang durch den Wald)
    -Die obere wo das Pony liegt. (Zugang Scheune)
    -Die Ebene ganz oben in der Gerade 2 Gänge gegraben werden. (Zugang über die obere Ebene)

    Sollte jemand wissen wonach hier gegraben wird möge er mich informieren.
    Ich kann mir keinen Reim drauf machen aber irgendetwas muss ja hier gesucht werden sonst würde man nicht soviel Material bewegen.

  3.  

    Um in den zweiten Abschnitt zu kommen, sind Gummistiefel grenzwertig. Wir sind damals mit Wathosen angerückt. Die Info von Oli mit den instabilen Decken kann ich bestäigen. Ein Helm hilft bei der Größenordnung auch nicht mehr, wenn´s passiert. In dem zweiten Abschnitt ist das ehemaligen Clubheim eines MC White Lions ganz interessant anzuschauen. Dass dort unten jemand Schießübungen veranstaltet hat, kann man eigentlich nur unter “lebensmüde” verbuchen. :-)

    Greetz,
    Tom

  4.  

    Danke für den Bericht und die Bilder. Ich war gestern nochmal kurz drin den aktuellen Wasserstand begutachten da vor 3Wochen richtig böse Land unter war. Einen verstopften Abfluss konnten wir wieder öffnen.

    Bei dem Tier handelt es sich um ein Pony was ich von mehreren Leuten mit Ahnung bestätigt bekommen habe.

    Was die UV Saar wirklich war konnte ich nicht erfahren aber konnte schon mehrfach hören das diese UV im Gegensatz zur benachbarten UV Katz nie fertig wurde. Allerdings ist das nichts 100%tiges.

    Möchte auch hier drauf hinweisen das man die untere Etage aktuell meiden sollte. Hier kommen zur Zeit sehr viele Deckenzüge runter und es ist abzusehen das hier in der nächsten Zeit noch richtig was runter kommt.

    •  

      Hi Oli,

      danke für die Info!

      Was mich hier auch gewundert hat, ist der Name “Saar” – nach der Nomenklatur der U-Verlagerungen sollte sie doch einen Mineralnamen haben? Vielleicht hängt das ja auch damit zusammen, dass sie nie fertig wurde???

      VG,
      Jörg

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