Dez 122013
 

Ich freue mich über Euer Interesse an dieser kleinen Interview-Serie. Mir gibt sie die Möglichkeit auch saarländische Cacher kennenzulernen, zu denen ich bisher noch keinen Kontakt hatte, wie zum Beispiel MaceM85, der mich spontan angeschrieben und mir seinen ausgefüllten Interviewfragebogen zugeschickt hat…

Der Geocacher "MaceM85", den ich hier im Interview habe

MaceM85, wie lange bist Du schon Geocacher?

Meinen ersten Cache habe ich am 28.04.2010 gefunden, ein kleiner Tradi am Philosophencafé an der Uni.

Wie bist Du zum Geocaching gekommen?

Das passt auch zur Uni: Ich habe Englisch studiert und dafür einen Kurs besucht, der die Aussprache verbessern sollte und in dem man ein halbstündiges Referat über irgendein Thema halten sollte. Als Beispiel dafür, dass man auch über nichtakademische Themen reden kann, hat sie von einem Studenten erzählt, der über ein Spiel geredet hat, bei dem man im Wald nach verborgenen Schätzen sucht. Damit war mein Interesse geweckt.

Wie viele Caches hast Du bisher gefunden?

Nach derzeitigem Stand (19.11.2013) 2644.

Was ist Deine Homezone?

Hauptsächlich Saarlouis und ca. 10km Umkreis. Da ich in Saarbrücken studiert habe und derzeit noch arbeite, habe ich auch da relativ viel gefunden. Demnächst wird Leer in Niedersachsen meine neue Homezone, weil ich beruflich dorthin ziehen werde.

Welches ist Dein aktueller Lieblingscache? Warum ist er es?

Da gibt es keine klare Nummer eins, in meinem Kopf streiten sich gerade Marios Stoneworld und Leonie da Vinci, wobei Leonie wegen des gigantischen Finals wohl die Nase knapp vorne hat. Ganz vorne mit dabei sind auch Lost und Funkloch #2.

Welches ist der Cache, der Dir bisher am wenigsten gefallen hat und warum?

Auch da gibt es keinen eindeutigen Gewinner, man findet leider einfach zu viele schlecht gewartete, nasse Filmdosen, die an irgendwelchen Ecken in die Pampa geworfen wurden.

Welches war Dein verrücktestes Erlebnis beim Geocachen?

Das war wohl die Nacht, in der wir die Sekte in St. Ingbert gefunden haben. Ursprünglich hatten wir uns mit fünf Mann verabredet, aber da wir das im Internet gemacht hatten, kamen auf einmal immer mehr Autos zum Parkplatz. An dem Abend waren bestimmt 30, 40 Cacher in dem Wald, aber zum Glück in mehreren Gruppen. Trotzdem habe ich kaum was vom Cache mitbekommen. Generell sind Nachtcaches immer für Verrücktheiten gut, allein bei manchen Geräuschen kann man sich kaum ausmalen, was das sein soll. Beim Hechenblainer at Night sind wir kilometerlang den falschen Reflektoren gefolgt und waren Stunden umsonst unterwegs.

Das, was Muggels wohl am Verücktesten finden, war die Deutschlandchallenge dieses Jahr, als ich mit Freunden in 24 Stunden in jedem Bundesland einen Cache gefunden habe.

Das mag ich am Geocachen:

Die Verbindung von Natur, Abenteuer und Technik ist einfach genial. Zudem mag ich es, wenn man merkt, dass Owner sich wirklich Mühe bei einem Rätsel oder dem Outdoorteil gemacht haben.

Das mag ich am Geocachen weniger:

Lieblos hingeworfene Dosen, endlose Powertrails (ab 30 wird’s anstrengend), gemuggelte Caches…

Das darf in meiner Cacherausrüstung nicht fehlen:

In meinem „Batgürtel“ habe ich immer mein GPS, Ersatzbatterien, eine Taschenlampe und eine Pinzette (wegen der Nanologbücher).

Hast Du eine eigene Webseite oder bist Du in den sozialen Medien unterwegs um über Dein Geocaching zu berichten?

Ich bin in einigen Geocachinggruppen bei Facebook und in der grünen Hölle unterwegs, poste aber nicht furchtbar viel. Einen Blog habe ich nicht, es gibt schon sehr viele gute. Unter anderem dieser. :-)

Hast Du einen Linktipp für uns? Eine Geocaching-Webseite, die man kennen sollte?

Außer Geocaching.com, der grünen Hölle, diesem Blog und dem cachewiki besuche ich keine Geocachingseiten regelmäßig.

Wieviele Geocoins besitzt Du und welches ist Deine Lieblingscoin?

Ich habe vier Geocoins, von denen aber nur eine unterwegs ist, die anderen nehme ich mit von Event zu Event, weil ich nicht möchte, dass sie gestohlen werden. Meine Lieblingscoin ist die Erinnerungscoin an mein erstes Event, die ich von 19Steve83 und mairy geschenkt bekommen habe.

GPS-Gerät oder Smartphone?

Eindeutig GPS, ich komme mit dem Smartphone cachingmäßig nicht klar.

Tradi oder Mystery?

Vom Gefühl her schwierig, aber meine Statistik sagt eindeutig Tradi. :-)

Travelbugs – mitnehmen oder liegen lassen?

Das entscheide ich spontan. Ich nehme sie regelmäßig mit, bin aber auch immer wieder froh, die Verantwortung wieder loszuwerden.

Wie wichtig sind Dir Meilensteine und weißt Du schon, welchen Cache Du an Deinem nächsten machen willst?

Ich versuche schon, zu meinen Tausendern schöne Caches zu machen. Beim ersten ist es gelungen, beim zweiten nicht. Ich setze mich aber auch nicht furchtbar unter Druck dabei.

Dein Tip für Leute, die mit dem Geocaching anfangen wollen?

Erstmal mit dem Smartphone, dem Navi oder einem billigen GPS (wer hat nicht mit dem eTrex H angefangen?) die ersten Caches finden und schauen, ob es überhaupt was für einen ist. Dann Anschluss an erfahrene Cacher suchen, die einem die Dos und Don’ts ein bisschen näherbringen können. Und mit dem Auslegen erster eigener Caches warten, bis man ein paar mehr gefunden hat.

* * *

Allgemeine Informationen und eine Übersicht über alle bisher geführten Interviews findet Ihr auf der Seite der Interview-Serie. Dort könnt Ihr auch nachlesen, was zu tun ist, falls auch Ihr Euch als Cacher des Saarlandes vorstellen möchtet!

 

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