Rätselboxen, Event-Caches, riesige Trackables und ein Museum voller Industriegeschichte: Beim Mega in Stolberg gab es viel zu entdecken.
Ein 3D-gedrucktes Füllhorn als Logbuch, rund 50 Labcaches im Museum und ein Workshop, der bis auf den letzten Platz gefüllt war. Im Bericht erfahre ich euch, wie der Tag in Stolberg lief und was sich für Besucher gelohnt hat. Schaut doch mal rein!
Das Mega „GRESSION – eine sagenhafte Stadt“
Am 3. Oktober 2026 verwandelt sich der Zinkhütter Hof im nordrhein-westfälischen Stolberg (Region Aachen–Düren–Jülich) in das Epizentrum der Geocaching-Community: Das Mega-Event „GRESSION – eine sagenhafte Stadt“ lädt Geocaching-Begeisterte aus ganz Europa ein. Das thematische Fundament bildet die faszinierende regionalhistorische Legende um Gression – eine einst unermesslich reiche, wohlhabende Stadt aus dem Raum Aachen, die von Glück, Gier und Schicksal geprägt war. Als zentrales Leitmotiv und Event-Symbol zieht sich das mythologische Füllhorn durch das gesamte Konzept: Es steht für Reichtum und unerschöpfliche Cache-Schätze, mahnt aber zugleich vor Maßlosigkeit.
Die denkmalgeschützte Industriemuseums-Location in Stolberg bildet dafür die perfekte Kulisse, wo Geocacher neben einem kostenfreien Museumsbesuch und abwechslungsreichen Führungen auch spannende Gadget-Challenges, LabCache-Runden sowie reichlich Gelegenheit zum Klönen und Tauschen erwarten.
Eventgelände & Infrastruktur
Für die Anreise haben wir unser Hotel im nahegelegenen Aachen gewählt. Am Morgen steigen wir entspannt in die Bahn, die uns zügig nach Stolberg bringt. Von dort aus zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite, als wir uns auf den Weg machen. Vom Bahnhof aus erwartet uns noch ein kleiner, verhältnismäßig kurzer Fußmarsch von knapp einem Kilometer bis zum Eventgelände. Als wir schließlich dort eintreffen, herrscht bereits ein reges Treiben unter den Geocachern.
Da es sich beim Zinkhütter Hof um ein Museum handelt, sind sanitäre Anlagen in sehr gutem Zustand vorhanden.
Das Hauptgeschehen des Mega-Events verteilt sich hervorragend auf dem historischen Areal. Rechts befinden sich die imposanten Backsteinziegelhallen des Museums, während auf dem weitläufigen Außengelände zwischen den beiden Hallen zahlreiche Stände und Treffpunkte auf die Besucher warten.
Mein erster Weg führt mich direkt zur Registrierung, um Norbert vom Orga-Team zu kontaktieren.
Registrierung & Geocoins
Norbert nimmt mich dort äußerst freundlich in Empfang, was mir sofort ein gutes Gefühl für den weiteren Tag vermittelt. Gemeinsam gehen wir zur Registrierung, an der es glücklicherweise keinerlei Schlangen gibt und alles absolut reibungslos abläuft. Ich bekomme einen kleinen, schwarzen Beutel überreicht, der mit dem offiziellen Logo des Mega-Events bedruckt ist.
In dem Beutel liegen unter anderem die Eintrittsbändchen, die uns den problemlosen Zugang zur Museumshalle ermöglichen.
Ebenfalls im Beutel befindet sich eine spezielle Helfercoin, die mir als Dankeschön für die Durchführung meines eigenen Workshops überreicht wird.
Zusätzlich erhalte ich für meinen Workshop eine limitierte Coin. Dieses Stück gefällt mir persönlich ausgesprochen gut, da die Verarbeitung und das Design extrem hochwertig wirken.
Auch das zentrale Symbol der Veranstaltung, das mythologische Füllhorn, wurde wunderbar als eigenständige Geocoin umgesetzt.
Anschließend nimmt uns Norbert mit in die Halle und führt uns ein wenig auf dem Gelände herum, damit wir einen ersten Überblick bekommen.
Logbuch
Wir gehen weiter in die große Halle. Auf der rechten Seite fällt sofort das Logbuch ins Auge: ein riesiges Füllhorn, das in mehr als 100 Stunden Arbeit von einem 3D-Drucker hergestellt wurde. Die handwerkliche Umsetzung und die Detailtreue dieses Bauwerks haben mich extrem begeistert, da es das Motto des Events perfekt aufgreift.
Um uns im Logbuch einzutragen, nehme ich einen der bereitliegenden Holzchips und schreibe meinen Geocaching-Namen darauf.
Anschließend werfe ich den Chip oben in die Öffnung des Füllhorns, was eine echt originelle und gelungene Idee für das Loggen auf diesem Mega-Event ist.
Danach gehen wir weiter ans hintere Ende der Halle und nehmen die Treppe nach oben, um uns den nächsten Bereich anzuschauen.
Händlermeile
Hinter der großen Halle gibt es eine Zwischenetage, auf der der Shop Geoversand24 seinen Stand aufgebaut hat.
Als ich oben ankomme, begrüße ich erst einmal Melanie direkt am Stand.
Anschließend schaue ich nach links in den angrenzenden Raum. Hier stehen einige riesige 3D-Drucker, die zum Stand von „The 3D Print“ gehören – einem Unternehmen, das aus dem nordöstlich von Aachen gelegenen Eschweiler stammt. Es ist faszinierend zu sehen, wie diese Maschinen live vor Ort arbeiten und präzise Teile herstellen.
Danach gehe ich auf die gegenüberliegende Seite der Etage, wo sich bereits der Vortragsraum befindet, in dem ich später meinen Workshop halten werde.
Ausstellung / In der Halle
Nachdem ich mein Vortragsequipment aufgebaut habe, bleibt mir glücklicherweise noch etwas Zeit, um das Areal weiter zu erkunden. Ich steige in die oberste Etage hinauf und genieße den eindrucksvollen Blick hinunter in die große Halle.
Dort unten sind einige erstaunlich große Spieltische aufgebaut worden, auf denen Kugeln im Kreis laufen und dann mehr oder weniger zufällig in ein Loch fallen. Diese Konstruktion fasziniert mich sofort, da sie mechanisch toll umgesetzt ist und das Event-Thema rund um Glück und Zufall perfekt aufgreift.
Die Tische sind Teil eines großen Gewinnspiels, das für ordentlich Spannung bei den Besuchern sorgt.
Anschließend gehe ich wieder hinunter in die Halle, um mich noch kurz etwas genauer umzusehen. Dabei fallen mir direkt die zum Teil wirklich riesigen Trackables ins Auge, die von den Anwesenden präsentiert werden.
Nach dieser kleinen Runde wird es schließlich Zeit für mich, zurück in meinen Workshop-Raum zu gehen und mich auf den Vortrag vorzubereiten.
Mein Mystery-Wizard-Workshop
Auch dieses Mega-Event unterstütze ich mit einem meiner Workshops. Zu meiner Überraschung füllt sich der Raum bis zum letzten Platz, so dass wir noch ein paar zusätzliche Stühle aufstellen.
Übrigens: Hier könnt ihr euch meine Schulungsfolien anschauen, die ich während des Workshops präsentiert und erklärt habe.
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Falls ihr Interesse habt, dass ich diesen Workshop auch auf eurer Geocaching-Veranstaltung durchführen soll, so sprecht mich bitte an.
Catering
Mittlerweile ist es schon nach Mittag. Wir verlassen die Halle und schauen uns draußen nach dem Essensangebot um. Im Freien steht ein Grillstand, an dem herzhafte Bratwürste zubereitet werden.
Direkt daneben, an einem weiteren Tisch, werden frische Waffeln für die Besucher gebacken.
Für beides benötigt man allerdings Wertmarken, die man vorab an einer zentralen Kasse kaufen muss. Da sich dort bereits eine längere Schlange gebildet hat und wir uns nicht noch einmal anstellen wollen, entscheiden wir uns dagegen. Stattdessen verzehren wir gemütlich unsere mitgebrachten Laugenstangen – eine unkomplizierte Alternative, um gestärkt in den Nachmittag zu starten.
Labcaches
Nach der Stärkung ziehen wir noch einmal los und gehen zurück in die Halle, um nun das Museum Zinkhütter Hof genauer zu erkunden und die vielen dort ausgelegten Labcaches zu spielen. Die Ausstellung begeistert mich sofort: Wir bewundern beeindruckende historische Maschinen, mit denen früher in Stolberg Nadeln in riesigen Stückzahlen produziert wurden.
Im Keller der Ausstellung dreht sich anschließend alles um das sogenannte Stolberger Gold und die Messingverarbeitung. Hier betrachten wir aufwendig gefertigte historische Messingpfannen und -schüsseln, die anschaulich die Handwerkskunst früherer Jahrhunderte demonstrieren.
Ein weiteres faszinierendes Detail im Museum ist das voll funktionsfähige Modell eines wasserkraftgetriebenen Hammers, das die Technik der frühen Industrialisierung eindrucksvoll verdeutlicht.
Gegen Ende unseres Rundgangs werfen wir noch einen genauen Blick auf eine alte, urige Werkbank mit historischen Werkzeugen.
Die einzelnen Stationen der Labcaches sind äußerst abwechslungsreich gestaltet und lassen sich hervorragend beantworten, während man durch die Räume schlendert. So wandern bei dieser Runde in kurzer Zeit rund 50 neue Funde auf unser Geocaching-Konto.
Event-Caches
Rund um den Zinkhütter Hof sind pünktlich zum Event einige wirklich besondere Geocaches erschienen, die das Cacher-Herz höherschlagen lassen. So komme ich an einer besonders kniffligen Konstruktion vorbei: Zunächst gilt es, den eigentlichen Behälter aus einer Halterung herauszunehmen – was durch ein eingebautes Labyrinth alles andere als einfach ist. Hat man diese Hürde gemeistert, muss anschließend noch der Deckel gelöst werden, der mit einer schier endlosen Anzahl an Schrauben gesichert ist.
Als wir dort ankommen, ist die tüftelige Vorarbeit allerdings schon von anderen Geocachern erledigt worden, sodass wir uns direkt ins Logbuch eintragen können. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle dafür!
Während wir danach auf dem Freigelände unterwegs sind und nach den Event-Labcaches schauen, kommen wir noch an einer weiteren, fantastisch gestalteten Rätselbox vorbei. Leider reicht die Zeit vor Ort nicht mehr aus, um uns intensiv mit diesem Schmuckstück auseinanderzusetzen – ein wirklich jammerschade Moment, denn die Box sah nach extrem viel Detailliebe aus.
Signal & Lackeys
Während wir auf dem Außengelände unterwegs sind, komme ich ganz spontan an Signal the Frog und seinem Signalhelfer vorbei. Da lasse ich mich natürlich nicht zweimal bitten und mache schnell ein Foto von dem beliebten Geocaching-Maskottchen.
Lackeys von HQ aus Seattle kann ich an diesem Tag allerdings keine entdecken. Daher gibt es dazu dieses Mal ausnahmsweise nichts von mir zu berichten.
Location
Kurz nach halb zwei verlassen wir das Eventgelände am Zinkhütter Hof und machen uns auf den Weg in Richtung Stadtmitte. Wir laufen die rund 1,4 Kilometer zu Fuß den Berg hinunter in die historische Altstadt von Stolberg, wo wir eine knappe halbe Stunde später ankommen. Besonders die malerischen, engen Kopfsteinpflastergassen mit ihren Fachwerkhäusern und alten Bruchsteinfassaden gefallen mir extrem gut und verleihen dem Spaziergang einen wunderbaren Charme.
Natürlich lassen wir uns auch im Stadtkern von den frisch erschienenen Labcaches leiten. Die Route führt uns unter anderem stetig bergauf zur imposanten Burg Stolberg, die majestätisch über der Altstadt thront und die wir uns natürlich aus der Nähe anschauen.
Oben angekommen, gönnen wir uns eine wohlverdiente Pause mit Kaffee und Kuchen im gemütlichen kleinen Burgcafé direkt im Festungskomplex. Frisch gestärkt schlendern wir im Anschluss weiter durch die verschlungenen Gassen der Stolberger Altstadt.
Die nächsten Lab-Stationen führen uns schließlich hinauf zum historischen Kupfermeisterfriedhof. Von diesem ruhigen Ort aus hat man einen wahrhaft grandiosen Panoramablick hinüber zur Burg Stolberg, der für mich das absolute Fotohighlight des Nachmittags ist.
Nachdem wir die verbleibenden Labcaches erfolgreich abgeschlossen haben, geht es für uns schließlich zur nächsten Haltestelle. Von dort fahren wir entspannt mit Bus und Bahn zurück nach Aachen, wo ein erlebnisreicher und rundum gelungener Geocaching-Tag sein Ende findet.
Übrigens: Da mir die historische Altstadt so ausgesprochen gut gefallen hat, werde ich noch einen eigenen, ausführlichen Bericht zum Thema Labcaching in Stolberg für Euch schreiben!
Die weiteren Events
Neben dem eigentlichen Haupt-Event wartet auf alle Besucher ein bestens geschnürtes Rahmenprogramm aus verschiedenen Side-Events. Bereits am Vorabend startet das Wochenende mit einem gemütlichen Meet & Greet, dem Welcome-Event „Pridie eventum Gression“ (GCBWHJN), auf dem stimmungsvollen Oberen Burghof der Burg Stolberg. Diese Location ist ideal gewählt, da man hier in historischer Kulisse nicht nur erste Kontakte knüpfen, sondern auch entspannt die vorab bestellten Merchandise-Artikel abholen oder spontan noch Tickets erwerben kann. Am Sonntag geht es dann mit dem Frühstücks-Event „Ientaculum una ad mensam longam“ (GCBWHJ9) weiter, wo an einer langen Tafel gemeinsam geschlemmt und gefachsimpelt wird. Direkt im Anschluss schließt das gewohnte Aufräumen die Event-Tage ab: Beim CITO „Gression cleans up – CiTo“ (GCBY7ZA) packen noch einmal alle gemeinsam an, um der Gastgeberstadt etwas Gutes zurückzugeben – ein rundum gelungener Ausklang für ein ereignisreiches Geocaching-Wochenende!
Da wir ein Hotel in Aachen gebucht hatten, verzichten wir auf die weiteren Events.
Mein Fazit
Das Mega „GRESSION – eine sagenhafte Stadt“ war für mich ein rundum gelungenes Wochenende, das mir noch lange in guter Erinnerung bleiben wird. Besonders gefreut haben mich die tollen Vortragsbedingungen: Der Workshop-Raum war bestens ausgestattet, der Aufbau verlief völlig unkompliziert, und dass sich der Raum bis auf den letzten Platz füllte, hat mich sehr gefreut. Dafür ein großes Dankeschön an Norbert, der mich vom ersten Moment an super betreut hat. So macht das Halten eines Workshops richtig Spaß!
Auch die Geocaches rund um den Zinkhütter Hof haben mir gut gefallen. Die kreativ gestalteten Event-Caches und Rätselboxen zeigen, wie viel Liebe zum Detail in diesem Mega steckt. Die Labcaches im Museum waren angenehm einfach gehalten und ließen sich entspannt beim Schlendern durch die Ausstellung lösen. Nebenbei lernt man viel über die Geschichte Stolbergs, und die Funde auf dem Konto sammeln sich fast von allein.
Ein weiteres Highlight waren die vielen netten Gespräche mit befreundeten Geocachern, die man sonst nicht alle Tage sieht. Genau das macht für mich den besonderen Reiz eines Mega-Events aus: das Wiedersehen, das Klönen und der Austausch über unser gemeinsames Hobby.
Und nicht zuletzt war die Kulisse in Stolberg einfach wunderbar. Die malerische Altstadt mit ihren Kopfsteinpflastergassen und Fachwerkhäusern sowie die imposante Burg Stolberg gehören für mich zu den schönsten Ecken in Nordrhein-Westfalen, die ich bei einem Geocaching-Event besuchen durfte.
Ein herzliches Dankeschön an das gesamte Orga-Team für dieses schöne Mega! Ihr habt tolle Arbeit geleistet, und es hat wieder richtig Spaß gemacht.
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Habt Ihr auch „GRESSION – eine sagenhafte Stadt“ besucht? Wie hat es Euch dort gefallen? Oder warum habt Ihr euch entschieden, nicht dorthin zu fahren? Wie immer freue ich mich auf eure Kommentare unter diesem Artikel!
Ihr interessiert Euch für weitere Geocaching-Veranstaltungen? Dann werft doch mal einen Blick in den großen Geocaching-Eventkalender.































