Geocaching & Wandern: Kleiner Wäller Wolfsteine bei Bad Marienberg

Auf nur gut sieben Kilometern verbindet dieser Rundweg Wildpark, uralte Basaltfelsen, einen türkisfarbenen Steinbruchsee und einen Aussichtsturm.

Im Beitrag zeige ich dir die Highlights der Strecke und wie du sie in etwa zwei Stunden selbst erwanderst. Schau doch mal rein!

 

 

Der Kleine Wäller Wolfsteine

Der Spazierwanderweg „Kleiner Wäller Wolfsteine“ in Bad Marienberg führt auf knapp 7,2 km (ca. 2 Stunden, 128 Höhenmeter, leicht) durch die eindrucksvolle, vulkanisch geprägte Natur des Hohen Westerwalds. Der hervorragend markierte Weg startet am Wildpark Bad Marienberg und verbindet sagenumwobene Naturdenkmäler wie die mächtigen Basaltformationen des Kleinen und Großen Wolfsteins mit dem idyllischen Kurpark inklusive Apothekergarten, dem historischen Basaltpark samt malerischem Basaltsee und dem Hedwigsturm, der fantastische Panoramablicke über die Region gewährt.

Wegmarkierung des Westerwaldsteigs und des kleinen Wällers Wolfsteine.

Ein besonderes Highlight der Runde ist der kostenfrei zugängliche Wildpark: Hier spaziert man direkt vorbei an großzügigen Gehegen mit Rot-, Dam- und Sikawild, aufgeweckten Wildschweinen sowie Alpakas, Zwergziegen und Hochlandrindern, was der Tour einen ganz besonderen Charme verleiht. Auch für Geocaching-Fans ist die Runde ein echter Genuss: Auf meiner Tour konnte ich unterwegs problemlos 6 Labcaches und 2 Geocaches suchen, lösen und erfolgreich loggen.

Durch den Wildpark

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Wildpark Hotel starte ich meine Wanderung direkt mit einem kleinen Spaziergang durch den benachbarten Wildpark. Ich mag es einfach, wenn ich morgens keinen Transfer zum Startpunkt benötige und direkt vom Hotel aus loswandern kann.

Schon nach wenigen Schritten komme ich an den ersten Gehegen vorbei. Auf einer weitläufigen Wiese grasen gemächlich einige Alpakas.

Alpakas grasen auf einer grünen Wiese im Wildpark Bad Marienberg

Als sie unsere Wandergruppe bemerken, werden die Tiere neugierig und kommen langsam an den Zaun heran. Sie hoffen vermutlich darauf, dass bei den Besuchern das eine oder andere Leckerli abzustauben ist.

Neugierige Alpakas stehen am Zaun des Wildgeheges

Im nächsten Gehege posieren einige Ziegen vor ihren hölzernen Hütten. Das sieht wirklich fotogen aus und lädt zu einem kurzen Fotostopp ein.

Ziegen posieren vor kleinen Holzunterständen im Wildpark

Beim entspannten Spaziergang durch die Anlage lassen sich nebenbei ganz leicht die Fragen für den Virtual „Wildpark Bad Marienberg — Virtual Reward 4.0“ beantworten. Ein gelungener Auftakt, so konnte ich bereits nach wenigen Minuten die erste Dose der Tour erfolgreich loggen.

Vorbei am Kletterwald

Beim Verlassen des Wildparks kommen wir direkt an der Hütte des Kletterwalds vorbei. Um diese frühe Uhrzeit ist hier allerdings noch alles geschlossen und ruhig.

Die geschlossene Holzhütte des Kletterwalds am Rande des Wildparks Bad Marienberg

Gleich dahinter lassen wir den Wildpark hinter uns und biegen auf einen breiten Waldweg ein.

Weiter zum kleinen Wolfstein

Leicht ansteigend folgen wir zunächst über einen breiten Forstweg.

Ein breiter Forstweg führt leicht ansteigend durch den Wald

Anschließend zeigt mir ein Wegweiser, dass ich jetzt links in einen kleinen Wanderpfad einbiegen solle, der mich nach wenigen Minuten zum Kleinen Wolfstein bringt.

bizarre Felsformation des kleinen Wolfstein

Bei den Wolfsteinen handelt es sich um eine beeindruckende, verwitterte Basaltformation mitten im Wald. Die mächtigen Felsblöcke sind vor etwa 25 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität entstanden, als feurige Magma an die Erdoberfläche drang und zu festem Basalt erkaltete.

Eine alte Sage erzählt allerdings eine viel mystischere Geschichte: Der Teufel höchstpersönlich soll versucht haben, aus diesen schweren Steinen eine gewaltige Treppe in den Himmel zu bauen – doch das Werk zerbrach und hinterließ die wild aufgetürmten Felsen, die heute als Naturdenkmal geschützt sind.

Danach zum großen Wolfstein

Nachdem wir die Kleinen Wolfsteine hinter uns gelassen haben, geht unser schmaler Wanderpfad wieder in einen breiten Forstweg über. Hier kommen wir zügig voran und genießen die ruhige Waldatmosphäre.

Ein breiter, flacher Forstweg führt durch den lichten Westerwald

Nach einem kurzen, moderaten Anstieg erreichen wir schließlich die Imposanten Großen Wolfsteine.

Die mächtigen Basaltfelsen der Großen Wolfsteine im Wald

Auf der Informationstafel unmittelbar vor den Felsformationen erfahre ich Interessantes über ihre geologische Entstehung vor rund 25 Millionen Jahren sowie über die alte Volkssage mit dem Teufel, der hier einst eine Himmelstreppe oder Turm  bauen wollte.

Die Informationstafel vor den Basaltfelsen der Großen Wolfsteine

Am Großen Wolfstein haben wir auf 565 Metern Höhe auch schon fast den höchsten Punkt unserer Tour erreicht. Nur ein wenig später neigt sich der Weg spürbar und es geht gemütlich hinunter in Richtung Bad Marienberg.

Hinunter nach Bad Marienberg

Nach einer kurzen Passage über einen schmalen Wanderpfad erreichen wir wieder einen breiten Forstweg.

Ein schmaler Wanderpfad führt durch den herbstlichen Wald im Westerwald

Kurze Zeit später kommen wir auf den breiten Rücken eines Hügels, auf dem seit dem letzten Orkan noch kaum Bäume stehen. Die Natur ist hier jedoch bereits fleißig dabei, das offene Gebiet nach und nach wieder zu schließen und neues Grün hervorzubringen.

Freie Waldfläche auf einem Hügel mit Blick auf nachwachsende Natur

Unterwegs wird mir immer wieder eine tolle Weitsicht auf die sanften, umliegenden Hügel des Westerwalds geboten.

Weitblick über die bewaldeten Hügel des Westerwalds

Nach einer angenehmen Wanderung erreichen wir schließlich den Ortsrand von Bad Marienberg und kommen direkt an einem idyllischen Wassertretbecken für Kneippanwendungen vorbei.

Ein gemauertes Wassertretbecken für Kneippanwendungen am Wegesrand

In der unmittelbaren Nähe suchen und loggen wir den Traditional Cache „Das Kneipen ist des Wällers Lust„, bevor es für uns über richtig tolle Wege weiter nach unten geht.

Wir laufen durch ein paar Straßen am Ortsrand und folgen anschließend der Beschilderung zum Basaltpark.

Durch den Basaltpark

Gleich zu Beginn des Basaltparks kommen wir an einer riesigen Lavarosette vorbei, die uns einen eindrucksvollen Eindruck davon vermittelt, welche gewaltigen vulkanischen Ereignisse hier vor Jahrmillionen stattgefunden haben müssen.

Eine riesige fächerförmige Lavarosette aus dunklem Basaltgestein im Basaltpark

Nach der nächsten Kurve bekomme ich diesen tollen Blick auf den leuchtend türkisfarbenen See, der sich im ehemaligen Basaltsteinbruch inzwischen gebildet hat.

Blick auf den leuchtend türkisfarbenen See im ehemaligen Basaltsteinbruch

Der Rand des Sees ist aus Sicherheitsgründen eingezäunt und somit nicht direkt zugänglich. In einem der Gebäude befindet sich jedoch ein kleines, kostenloses Museum.

Das kleine Museumsgebäude am Rande des Basaltparks in Bad Marienberg

Darin wird die Geschichte des Steinbruchs sowie die extrem beschwerliche Arbeit der einstigen Steinbrecher sehr anschaulich dargestellt.

Ausstellungsstücke und Informationstafeln im kostenlosen Museum des Basaltparks

Unser Wanderweg verläuft einmal um den halben See. Unterwegs kommen wir an einer historischen kleinen Eisenbahn vorbei, die hier früher die schweren Steine befördert hat.

Eine historische kleine Feldbahn-Lokomotive auf Schienen im Basaltpark

Etwas weiter entlang des Weges ist noch eine zweite Lokomotive ausgestellt.

Eine zweite alte Eisenbahnlokomotive als Ausstellungsstück am Wegesrand

Auf der gegenüberliegenden Seite des Sees ist an einem schönen Aussichtspunkt ein kleines Denkmal aus vertikal aufgestellten Basaltsteinen zu sehen.

Ein aus Basaltsteinen errichtetes Denkmal an einem Aussichtspunkt über dem See

Auch an dieser Stelle sind eine kleine Lore und weitere Informationstafeln zum ehemaligen Steinbruchbetrieb zu finden.

Eine alte Lore für den Gesteinstransport neben einer Infotafel

Kurz bevor es sehr steil aus dem Steinbruch hinausgeht, sind am Wegesrand noch ein paar beeindruckende Lavaeier – sogenannte vulkanische Bomben – zu bestaunen.

Abgerundete vulkanische Lavaeier und Gesteinsbrocken am Pfadrand

Danach wird es für uns kurz richtig schweißtreibend, als wir den steilen Anstieg aus der Schlucht des Steinbruchs in Angriff nehmen. Im Basaltpark kann ich alle fünf Labcaches des LabAdventures Basaltpark Bad Marienberg komplett spielen und dazu noch einen den Earthcache Geotop Basaltpark Bad Marienberg loggen.

Auf dem Hedwigsturm

Nachdem ich die kurze, aber knackige Steigung erfolgreich überwunden habe, laufe ich entspannt hinüber zum Hedwigsturm.

Der hohe Hedwigsturm mit seiner Wendeltreppe

Die vielen Treppenstufen hinauf auf die Aussichtsplattform sind schnell überwunden, und die Belohnung lässt nicht lange auf sich warten: Die Aussicht von hier oben ist wirklich traumhaft! Direkt unter mir kann ich tief in eines der weitläufigen Gehege des Wildparks blicken.

Blick von der Aussichtsplattform des Hedwigsturms hinab auf ein Gehege

In der Ferne zeichnen sich sanft die umliegenden Hügel des Westerwalds ab – die Sicht ist heute einfach fantastisch und reicht richtig weit über das Land.

Panoramaausblick vom Hedwigsturm über die hügelige Landschaft des Westerwalds

Nachdem ich den herrlichen Weitblick ausgiebig genossen habe, wird es langsam Zeit, weiter zur Steig Alm zu gehen, die wir auch schon nach recht kurzer Zeit erreichen.

 

Meine Restaurant-Empfehlung für Bad Marienberg

Die Steig Alm befindet sich mitten im Wildpark und erinnert von ihrer rustikalen Bauweise sofort an eine typische bayerische Alm.

Die rustikale Steig Alm im Wildpark Bad Marienberg

Drinnen ist es urgemütlich eingerichtet und lädt direkt zum Verweilen ein. Für unsere Gruppe gibt es eine deftige Ofenkartoffel mit frischem Sauerrahm und knackigem Salat – alles wirklich überaus lecker!

Eine dampfende Ofenkartoffel mit Sauerrahm und frischem Beilagensalat

Mit diesem gelungenen, leichten Mittagessen geht unser diesjähriges Bloggerwandern im Westerwald leider auch schon wieder zu Ende. Nach der gestärkten Pause werden wir schließlich mit einem kleinen Bus zurück zum Bahnhof nach Montabaur gefahren, von wo aus es wieder nach Hause geht.

 

Meine Hotel-Empfehlung für Bad Marienberg

Den Abend und die Nacht vor unserer Wanderung verbringen wir im Wildpark Hotel, welches sich oberhalb von Bad Marienberg unmittelbar neben dem Wildpark befindet.

Das moderne Gebäude des Wildpark Hotels oberhalb von Bad Marienberg

Mein Zimmer ist für ein Einzelzimmer recht geräumig geschnitten und verfügt über ein angenehm modernes Badezimmer.

Gemütlich und modern eingerichtetes Einzelzimmer im Wildpark Hotel

Ich habe sogar einen eigenen Balkon mit diesem tollen Ausblick über das Grün der Umgebung.

Blick vom Hotelbalkon auf die umliegende Landschaft

Das Abendessen bekommen wir in Buffetform im spektakulären 360° Drehrestaurant auf dem Dach des Hotels serviert.

Der stilvolle Innenraum des 360-Grad-Drehrestaurants auf dem Hoteldach

In einer knappen Stunde dreht sich unser Tisch einmal komplett um die eigene Achse. Dabei genießen wir zu jeder Zeit eine fantastische Aussicht über die Höhenzüge des Westerwalds.

Panoramablick aus den Panoramafenstern des Drehrestaurants über den Westerwald

Das Buffet ist wirklich sehr lecker und vielseitig; die verschiedenen Platten und Speisen werden vom Service regelmäßig frisch aufgefüllt.

Reiche Auswahl an Speisen am abendlichen Buffet

Nach dem Essen bekommen wir noch einen edlen Hochprozentigen der regionalen Birkenhof Brennerei angeboten. Ich gönne mir einen Haselnuss-Schnaps – wow, der ist geschmacklich echt genial!

Ein Servierbrett mit Digestif-Gläsern und Edelbränden der Birkenhof Brennerei

Am nächsten Morgen nehmen wir unser Frühstück ebenfalls in Buffetform ein, welches bei mir absolut keine Wünsche offen lässt. Dazu sitzen wir in einem besonders stimmungsvoll dekorierten Raum, der mich mit seinen warmen Farben irgendwie sofort an meinen letzten Toskana-Urlaub erinnert.

Mediterran gestalteter Frühstücksraum im Hotel mit reichhaltigem Buffet

Danach checke ich entspannt aus und kann unmittelbar vor der Haustür des Hotels direkt in unsere geplante Wanderung starten.

 

Transparenzhinweis

Diese Wanderung samt Übernachtung im Wildpark Hotel und dem Mittagessen in der Steig Alm habe ich im Rahmen des Bloggerwanderns unternommen. Diese Veranstaltung findet regelmäßig statt und ging in diesem Jahr bereits in die dreizehnte Runde. Ausgerichtet wurde es diesmal von der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH gemeinsam mit dem Westerwald Touristik-Service. Das Bloggerwandern soll ausgewählten Bloggern einen Einblick in die Region und ihre Besonderheiten geben. Unterkunft und sämtliche Programmpunkte werden von den Veranstaltern finanziert.

 

Interaktive Karte meiner Wanderung

Damit du dir meine Runde genau ansehen kannst, habe ich den Weg hier auf der interaktiven Karte eingetragen. Du kannst genau erkennen, wie ich am Wildpark Hotel gestartet bin, durch den Wildpark lief und anschließend in die Wanderung kleiner Wäller Wolfsteine eingebogen bin. Die Tour ist im Vergleich zum Original leicht angepasst. Unterwegs konnte ich einige Lab- und Geocaches loggen. Ein Klick auf die Marker genügt und du landest direkt beim passenden Listing, wo du dich selbst auf die Schatzsuche machen kannst.

Damit du vor Ort gut navigieren kannst, kannst du dir meine GPX-Datei mit allen Wegpunkten ganz einfach herunterladen. Noch bequemer geht es auf Komoot: Dort habe ich die Tour mit vielen Fotos versehen, die dir einen schönen Vorgeschmack auf das Landschafts-Highlight geben.

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Dieser Beitrag gehört zu einer Artikelserie, die ich über das „13. Bloggerwandern im Westerwald“ geschrieben habe. Den zugehörigen Überblicksartikel findet ihr unter 13. Bloggerwandern: Mein Kultur- und Wandererlebnis im Westerwald.

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Wie hat euch diese Wanderempfehlung gefallen? Seid ihr selbst schon im Westerwald unterwegs gewesen? Was sind eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf eure Kommentare unter diesem Beitrag!

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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