Cacheempfehlung: Booom! bei Mannheim

Am letzten sehr regnerischen Wochenende habe ich mal meine Mystery-Lösungen aufgeräumt und dabei ist mir das Listing von „Booom!“ bei Mannheim in die Hände gefallen. Diesen sehr besonderen und meiner Meinung nach viel zu selten besuchten Geocache möchte ich Euch heute vorstellen.

Der Mystery besteht aus einem sehr knackigen Indoor-Rätsel und einem tollen Technik-Outdoor-Teil. Schaut doch mal in den Beitrag, ob dieser Cache etwas für Euch wäre?

 

 

Der Mystery Booom!

Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich diesen Mystery gespielt habe. Damals schrieb mich ein Geocacher an, ob ich ihm beim Rätsel helfen könne. Bis dahin hatte ich diesen Geocache, obwohl er nur etwa eine Stunde von uns entfernt liegt, nicht auf dem Schirm. Durch diesen Kontakt wurde mein Ehrgeiz geweckt und wir kämpften uns gemeinsam durch die verschiedenen Aufgaben, was viele Tage in Anspruch nahm. Der Mystery Booom! ist mit D5 und T2,5 bewertet und spielt in der Nähe des Großkraftwerks Mannheim. Das D5 ist in diesem Fall mehr als gerechtfertigt!

Im Spiel geht es darum, die Zündung einer schmutzigen Bombe im Kraftwerk zu verhindern. Der Cache besteht aus einem mehrstufigen Eingangsrätsel und einem Vorort-Teil mit mehreren Stationen.

Dieser Geocache kommt komplett ohne eine besondere Location oder gar einen Lostplace aus, was dem Spiel aber keinen Abbruch tut. Für mich ist der Booom! definitiv einer der besten und interessanten Geocaches, die ich bisher spielen durfte. Obwohl dieser Cache schon seit März 2012 spielbar ist, wurde er noch keine 400 Mal geloggt, was ich auf das sehr schwierige Einstiegsrätsel zurückführe. Denen, die Boom! schon gespielt haben, hat er sehr gut gefallen – er hat eine Favoritenquote von derzeit 87%, was ich persönlich eigentlich noch als zu wenig für diesen besonderen Cache empfinde!

Übrigens kommt dieser Mystery ganz ohne Kalender aus, was sicher auch dem schweren Einstiegsrätsel geschuldet ist. Wenn es jedoch extrem blöd läuft, kommt ihr an Station 1 an und die Box ist leer. Dann habt Ihr den „Sechser im Lotto gezogen“ und Ihr müsst warten, bis das Team vor Euch den Cache durchgespielt hat.

 

Der Indoor-Teil mit stimmigem Rätsel

Das Listing besteht nur aus einem einzigen Bild. Mit einem Klick auf dieses Bild gelangt Ihr auf die Webseite des Owners und müsst Euch dort durch die Geschichte mit den Rätseln arbeiten.

Das Rätsel besteht aus insgesamt vier Abschnitten, an deren Ende Ihr jeweils die von Euch ermittelte Lösung eingeben müsst. An dieser Stelle möchte ich Euch noch einmal daran erinnern, dass dieser Cache mit D5 bewertet ist, was sich meiner Meinung nach auf den Indoor-Teil bezieht. Um bei diesem Mystery erfolgreich zu ein, solltet Ihr Euch mit Drucken und Linux-Rechnern auskennen und schon mal  die Kommandozeile eines solchen Rechners bedient haben. Ihr müsst mit Hexadezimalzahlen umgehen können und solltet diese schon mal verändert und in Texte umgewandelt haben.

Ich habe mir für diesen Beitrag meine alten Aufzeichnung hervorgeholt und konnte die einzelnen Aufgaben immer noch erfolgreich durchspielen. Seit meinem Besuch in 2012 hat sich scheinbar nichts verändert. Dieses Durchspielen hat mir erneut Spaß bereitet und dabei sind mir wieder neue Details ins Auge gefallen, wo der Owner überall einen kleinen Hinweis hinterlassen hat, der bei der Lösung der einzelnen Aufgaben helfen kann. Die Rätsel sind sehr stimmig und passen sehr gut in die Geschichte. Ihr solltet also sehr wachsam spielen …

Das „Durchspielen“ des Indoor-Teils ist nichts, was auf die Schnelle machbar ist. Manchmal müsst Ihr einfach auf etwas Bestimmtes warten oder gar zu einer bestimmten Uhrzeit weiterspielen. Damit will ich ausdrücken: Erst einen Tag bevor Ihr nach Mannheim fahren wollt, mit dem Rätsel anzufangen, ist eine schlechte Idee!

 

Der Outdoor-Teil mit toller Technik

Am 10. Mai 2013 war es dann soweit: Zusammen mit saarzwerg bin ich nach Mannheim gefahren. Wir stellen unser Auto etwa 200 Meter von der ersten Station entfernt auf dem Parkstreifen neben einer Straße ab. Die erste Station ist schnell gefunden und wir haben Glück: Die Dose ist nicht leer. Wir nehmen die Bombe heraus und nehmen sie mit zu den einzelnen Stationen, die wir nun spielen.

Der Owner hat hier wirklich etwas Tolles gebastelt und dabei an Alles gedacht. Die Box hat sogar einen Trageriemen, mit dem ich sie mir bequem um den Hals hängen kann. Damit laufen wir nun durch Mannheim. Keine Ahnung, was sich die Passanten denken, die an uns vorbeilaufen. Die einzelnen Stationen sind technisch sehr gut umgesetzt und machen Spaß. Auf der Box klebt die Telefonnummer des Owners. Falls es also unerwartete Schwierigkeiten mit der Technik geben sollte, so kann hier schnell geholfen werden.

Insgesamt sind wir zweieinhalb Stunden unterwegs gewesen. Mehr möchte ich nun aber nicht verraten – außer: Es hat uns einen Riesenspaß bereitet und am Ende waren wir sogar erfolgreich!

 

Die Fortsetzung

Beim Schreiben dieses Beitrags ist mir aufgefallen, dass der Owner dll_floppes im November 2015 wohl eine Fortsetzung samt Bonus veröffentlicht hat. Diese habe ich bisher noch nicht besucht und kann Euch darüber also auch nicht erzählen. Aber auch die Fortsetzung hat derzeit eine Favoritenquote von 87%. Mal schauen, ob ich mit dem Rätsel zurecht komme?

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Wir hat Euch diese Cacheempfehlung gefallen? Wäre dieser Mystery etwas für Euch? Oder habt Ihr in gar schon gespielt? Wie hat er Euch gefallen? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

 

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

3 Kommentare:

  1. Hallo Jörg,
    lese Deinen Blog immer gerne, da ich hierdurch immer wieder Anregungen bekomme. An den Boooms knabbere ich auch schon eine Zeit herum. Wenn Du magst können wir uns bei Booom2 gemeinsam rantasten. Die erste Einstiegshürde habe ich, aber ich bekomme eine Zahlensequenz die mich verzweifeln läßt. Gruß, Veit aus Monnem.

  2. Hallo Jörg,
    gerade momentan hat man Zeit sich mal mit Mysteries zu beschäftigen, die ein langes Indoorrätsel aufweisen. Insofern danke für die Empfehlung!
    Bernhard

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