Wandermulti: Felsenland Pfalz Wanderung

Heute möchte ich Euch von einem tollen Wandermulti bei Hinterweidenthal im Pfälzerwald berichten, den ich am letzten Wochenende gewandert bin.

Neben tollen Felsen, schönen Aussichtspunkten, einer interessanten Burg und einer PWV-Hütte gibt es ein paar Geocaches zu besuchen. Kommt mit auf diese virtuelle Wanderung!

 

 

Der Multi Felsenland Pfalz Wanderung

Verkehrstechnisch günstig gelegen befindet sich der Wanderparkplatz Wieslauter in unmittelbarer Nähe zur Abfahrt Salzwoog/Hinterweidenthal an der B10. Dort startet der Multi Felsenland Pfalz Wanderung, der mit 24 Kilometern und 700 Höhenmetern angegeben ist. Im Listing sind sechs Stationen und jede Menge Referenzpunkte als Wegbeschreibung angegegeben. Zu jeder Station gibt es einen Spoiler.

Der Multi ist sehr gut zu spielen – am Ende hatte ich auf meinem GPS 21 Kilometer und gute 800 Höhenmeter. Meine genaue Wanderroute findet Ihr in der interaktiven Karte am Ende dieses Beitrages. Mit Pausen, Fotografieren, einer Mittagspause an der PWV-Hütte und Geocaching habe ich sechseinviertel Stunden benötigt.

Und es hat mir einen Riesenspaß gemacht!

 

Hinauf zur Burg Gräfenstein

Gegen viertel vor neun Uhr starte ich meine Wanderung am Informationspavillon. Hier befindet sich die erste Station des Wandermultis. Die benötigte Information finde ich schnell.

Anschließend wandere ich auf der gegenüberliegenden Talseite einen breiten Forstweg entlang. Mein Weg ist überwiegend eben. Ich komme schnell voran. Für die ersten drei Kilometer benötige ich gerade mal 31 Minuten. Es geht immer an der Wieslauter entlang.

Bei der Vorbereitung dieser Tour ist mir der Mystery Midde in de Palz aufgefallen, der hier gelistet ist.  Als Saarländer hatte ich so meine Mühe damit den Mystery zu lösen. Am Ende ist es mir aber doch gelungen und ich habe Glück – die Finalkoordinaten liegen auf der Wanderroute.

Ich wechsele die Talseite und etwa bei Kilometer 4 biege ich in einen schmalen Wanderpfad ab, der sich sehr moderat den Berg hinauf zieht.

Einen Kilometer weiter komme ich zu einer großen Kreuzung, an der der Weg zur Burg abzweigt. Nun geht es etwas steiler den Berg hinauf. Die Burgen in der Pfalz befinden sich ja immer oben auf dem Berg ;-)

Unterwegs sehe ich zum ersten Mal den mächtigen Turm der Burg.

 

Die Burg Gräfenstein

Kurz vor 10 Uhr erreiche ich den Eingang zur Burgruine Gräfenstein.

Zunächst passiere ich zwei kleine Türmchen, um wenige Meter weiter zu einem weiteren Tor zu kommen.

Noch etwas weiter sehe ich zum ersten Mal das ehemalige Haupthaus, welches hinter einem weiteren Tor liegt. Ich bin nun ein gutes Stück um die Burg gelaufen, um zu diesem Eingang zu kommen.

Noch bin ich nicht im Inneren der Burg, sondern nur im äußeren Ring, dem ich jetzt auf die andere Seite der inneren Burg folge, welche auf einem Felsen thront.

Auf der anderen Seite finde ich dann endlich den Eingang zum inneren Burghof. Es geht die Treppe hinauf.

Dort finde ich links das Haupthaus und rechts den restaurierten Bergfried, auf dem sich heute ein Aussichtspunkt befindet. Dort oben ist die nächste Station des Wandermultis.

Der untere Teil der Wendeltreppe ist recht dunkel, ich mache meine Handylampe an. Nach einigen Umdrehungen erreiche ich die Spitze des Turms. Von dort blicke ich hinunter auf das Hauptgebäude, bei dem das Dach und die Böden fehlen.

Von hier oben schaue ich weit in den Pfälzerwald hinein. Heute ist echt schönes Wetter mit Sonnenbrandgefahr!

Nachdem ich mir diese Burg ausgiebig angeschaut habe, folge ich dem Wanderweg hinunter zum Parkplatz unterhalb der Burg. Bis hierhin können „Lauffaule“ mit dem Auto fahren.

Bevor ich nun zum Winschertfels weiter wandere, mache ich noch einen kleinen Umweg zum Tradi Natur pur. Macht hier nicht den gleichen Fehler wie ich und folgt nicht dem breiten Forstweg, bis ihr fast die Koordinaten erreicht habt, sondern folgt dem kleinen Pfad, der direkt am Parkplatz bergab geht. Dann erspart Ihr Euch einen Abstieg durch einen kleinen Steilhang. Mit etwas Intuition ist die Dose gut zu finden!

 

Weiter zum Winschertfels

Anschließend setze ich meine Wanderung fort und folge dem kleinen Wanderpfad leicht bergauf in Richtung Winschertfels.

Unterwegs fällt mir dieses kleine Steinmännchen ins Auge – es muss noch etwas wachsen!

Der Pfad verläuft durch den Hang. Am Ende kommt ein kurzer, aber knackiger Aufstieg über enge Serpentinen auf den Rücken dieses Hügels. Oben angekommen geht es zunächst idyllisch durch eine Wiese, bevor der Weg in einen breiten Forstweg übergeht, dem ich bis kurz vor den Winschertfels nun folge.

Kurz vor dem Fels zweigt wieder ein schmaler Pfad ab, der zum Felsen hinaufführt.

An der Seite befindet sich eine – wie ich finde – etwas überdimensionierte Leiter, die einen einfachen Zugang zur Aussichtsplattform auf dem Felsen bietet.

Oben gibt es eine kleine Bank zum Ausruhen.

Rechts auf der Plattform finde ich eine kleine Informationstafel, die die Richtungen und Entfernungen zu bestimmten Orten in der Umgebung zeigt.

Auch die Burg Gräfenstein, die ich vorher besucht habe, ist von hier oben gut zu erkennen. Ich mache eine kleine Pause am Aussichtspunkt und lese noch die Buchstaben der dritten Station ab.

 

Hinunter zur Gräfenstein-Hütte

Um Viertel nach Elf mache ich mich wieder auf den Weg nach unten. Bevor es weiter geht, schaue ich mich noch etwas am Winschertfelsen um.

Etwas entfernt davon suche ich noch schnell den Tradi Felsenland Pfalz: 20. Winschertfels, den ich dank der Cacherautobahn davor schnell finden und loggen kann.

Ein letzter Blick zurück zum Winschertfels …

… bevor ich wieder im Wand verschwinde und den steilen Abstieg zu meinem nächsten Ziel beginne. In meiner Vorbereitung habe ich mir hier einen etwas anderen Weg ausgesucht und folge ein paar schmalen Pfaden nach unten. An zwei Stellen laufe ich jeweils knapp 50 Meter querfeldein, um einen weiteren Pfad zu erreichen, der parallel zur Straße verläuft.

Für das letzte Stück bis zur Hütte folge ich wenige Hundert Meter einer Straße, wo aber nicht viel los ist, da sie nur bis zum Burgparkplatz führt.

Gegen Viertel vor Zwölf erreiche ich die Wanderhütte – also fast pünktlich zum Mittagessen, denn im Saarland wird „um zwölf gess!“.

Mit Mundschutz gehe ich in die Hütte und bestelle mir ein Radler und eine Portion Wurstsalat mit Pommes. Ist echt lecker!

Ich gönne mir eine halbe Stunde Mittagspause und bevor ich weiter wandere lese ich noch die Station an der Hütte ab.

 

Weiter zum Bauwalder Fels

Nach dem Radler und dem Essen sind meine Beine doch etwas schwer geworden. Zunächst geht es durch eine kleine Rinne zu der großen Kreuzung, wo ich heute morgen schon einmal war. Dann rechts den Berg runter und nochmal rechts in einen schmalen Bergwanderpfad. Dieser schöne kleine Weg läuft nun lange Zeit quer zum Hang und hat nur moderate Steigungen aufzuweisen.

Irgendwann wird der Weg wieder breiter und geht in einen Forstweg über. Ich wandere nun ein Stück über den Münchweiler Höhenweg und biege rechts zum Bauwalder Fels ab.

Diese Strecke werde ich später noch einmal bis zur Abzweigung zurücklaufen müssen, um meinen Weg fortzusetzen. Nur für den Wandermulti bräuchte ich diesen „Umweg“ nicht mehr, da die gesuchte Information inzwischen im Listing angegeben wurde. Jedoch liegt da oben noch ein Tradi, den ich mir nicht entgehen lassen will.

Es geht zunächst leicht und später knackig in Serpentinen nach oben, wo ich an einem mächtigen Felsen ankomme. Dort stehen Bänke und eine Grillstelle wurde eingerichtet. Wer da wohl sonst so seine Freizeit verbringt?

Noch bin ich nicht ganz oben, aber schon fast! Über eine Treppe gelange ich auf ein kleines Plateau, wo ich eher eine bescheidene Aussicht erleben kann. Kurz nach 13 Uhr bin ich auf dem Bauwalderfels.

Jetzt muss ich wirklich bis fast zum höchsten Punkt dieses Felsens laufen, um den Tradi Felsenland Pfalz: Bauwalderfels suchen zu können. Es gibt ein Spoilerbild, was ich gut finden kann. Trotzdem muss ich noch etwas suchen, um mich im Logbuch eintragen zu können. Dieser Statistikpunkt war echt hart verdient!

 

Auf den Rotenstein

Ich laufe nochmal hinunter zur Abzweigung und folge weiter dem Höhenweg. Wenige Hundert Meter weiter komme ich zu einem Picknickplatz an den Wildsaufelsen. Auch hier gibt es eine bescheidene Aussicht auf die umliegenden Hügel.

An der nächsten Abzweigung verlasse ich den breiten Forstweg und folge einem schmalen Wanderpfad, der am Anfang leicht aufsteigend ist und dann in „wellig“übergeht. Nach einer längeren Wanderung erreiche ich fast eben den „Gipfel“ des Rotenstein, auf dem eine kleine vorne offene gemauerte Schutzhütte steht. Davor ist eine Feuerstelle und an den Wänden der Schutzhütte hängen Pfannen und Grillgitter. Mir war gar nicht bewusst, dass im Naturpark Pfälzerwald offenes Feuer erlaubt ist?

Die Spitze dieses Felsens ist mit einem Geländer gesichert. Von hier oben habe ich nach drei Seiten eine tolle Aussicht über den Pfälzerwald.

Ich gehe zunächst zur Schutzhütte und schreibe mir die letzte noch fehlende Information für meinen Wandermulti auf. Dann setze ich mich auf die Bank und rechne die Finalkoordinaten aus. Schaut gut aus – sie liegen in unmittelbarer Nähe zu meinem geplanten GPS-Track dieser Wanderung. Kurz nach 14 Uhr verlasse ich den Rotenstein und steige über den Wanderpfad nach unten ab.

 

Zum Final und zurück zum Parkplatz

Der Wanderpfad zeigt mir den Rotenstein auch von unten. Beim Abstieg fällt mir dieser Steinpilz ins Auge.

Weiter geht es an der mächtigen Buntsandsteinwand des Rotenstein vorbei immer weiter abwärts.

Nach einiger Zeit geht der Pfad in einen Forstweg über und folgt diesem leicht absteigend. Seit dem Gipfel des Rotenstein geht es nur noch abwärts, was meinen Beinen, die nun schon fast 20 Kilometer gelaufen sind, gut tut!

Etwa einen guten Kilometer vor dem Ende geht der Forstweg wieder in einen schönen, sehr schmalen Wanderpfad über, der quer zum steilen Hang verläuft.

Unterwegs komme ich noch an ein paar schönen Felsen vorbei.

Etwa zehn vor Drei erreiche ich wieder mein Auto. Das Final habe ich unterwegs gut finden können. Dieser Wandermulti hat mir sehr gut gefallen, weil er mich durch eine grandiose Landschaft geführt hat und die Stationen des Multis schön einfach gestaltet sind, so dass bei der Wanderung kein Frust aufkommen kann. Dafür gebe ich gerne einen Favoritenpunkt!

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf meiner Geocaching-Tour über den Wandermulti „Felsenland Pfalz Wanderung“ sehen. Gegenüber der in Listing beschriebenen Strecke habe ich nur zwei kleinere Anpassungen vorgenommen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten des Multis und des Mysterys nicht korrigiert.

Falls Euch meine Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Pfälzerwald unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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