Apr 282014
 

Nachdem nun schon einige Cacher, die ich hier in dieser Interview-Serie befragt hatte, den Geocache “Die verschlüsselte Botschaft” als einen der besten Caches überhaupt genannt hatten, wollte ich diesen Cache natürlich auch einmal angehen. Als dann noch eine Mail des Owners dieses Caches bei mir eintraf mit dem Hinweis, dass der Cache nun wieder enabled sei, gab es für saarzwerg und mich kein Halten mehr. Um so mehr haben wir uns gefreut, dass der Owner uns auf dieser Runde begleitet hat- so haben wir das Team gringoalemao_ kennengelernt!

Das Geocacherteam "gringoalemao_", das ich hier im Interview habe...

Besonders hilfreich finde ich seine Ansicht, was einen guten Cache ausmacht! Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen seines Interviews…

gringoalemao_, wie lange bist Du schon Geocacher?

Am 03. April 2013 hab ich die erste Dose gefunden. Ein paar Tage später wurde ich zum Premium-Member. Ab dann gab es kein Zurück mehr…

Wie bist Du zum Geocaching gekommen?

Wie das passiert ist, weiß ich gar nicht mehr so genau. Beim Suchen auf einer Website nach Outdoor-Ausrüstung hab ich unter anderem bei den GPS- Geräten rumgestöbert. Und ich glaube mich zu erinnern dort was über Geocaching gelesen zu haben.

Bereits 2008 kam ich in den Genuss mir ein GARMIN EDGE 705 leisten zu können. Das wurde damals angeschafft um auf unseren Radreisen die Routenplanung etwas zu vereinfachen. Aber damals war Geocaching noch kein Thema…

Wie viele Caches hast Du bisher gefunden?

Bis jetzt sind es 662. Aber es werden täglich mehr… ;-)

Was ist Deine Homezone?

Meine Homezone liegt rund um Illingen. Und die Gegend um Wellesweiler und Bexbach würde ich aufgrund meiner Arbeit auch schon fast dazu zählen. Wobei ich mich aber auch nicht scheue weitere Anreisen in Kauf zu nehmen…

Welches ist Dein aktueller Lieblingscache? Warum ist er es?

Ich würde mich da ungern auf einen festlegen. Für mich gibt es mittlerweile verschiedene Kriterien, die einen „guten Cache“ ausmachen.

Zuerst mal finde ich es interessant, wenn sich ein Owner etwas Mühe gibt und einen Cache „ausarbeitet“. Wenn ich ein Listing vor mir habe, das mich auf Anhieb anspricht, dann sind meine Interessen schon geweckt.

Des Weiteren finde ich es gut, wenn Stationen ( oder auch Tradi´s ) mit etwas handwerklichem Aufwand gestaltet sind.

Zuletzt spielt die Location auch noch ‘ne Rolle. Ob es ein mysteriöser Wald ist oder ein verlassenes Gebäude ist. Wenn es zum Cache passt, finde ich das schon sehr ansprechend.

Den ersten, den ich hier nennen will, der alle meine Anforderungen erfüllt, ist „LOST“ von –KXH-

Angefangen von dem knackigen Eingangsrätsel über das perfekt ausgearbeitete Missions-Briefing bis hin zu den einzelnen Stationen in einer tollen Umgebung. Der hat bei mir echt Maßstäbe gesetzt.

Das Gleiche gilt für „Auf den Schwingen des Adlers“ . Knackiges Eingangsrätsel, perfekte Story, geile Location und ein Final, das seinesgleichen sucht.

Ein weiterer meiner Favoriten ist „Petit Ouvrage de Welschhof“ . In dieser Hammer-Location fehlten mir echt stellenweise die Worte…

Noch ein ganz besonderer Cache ist „Der Schlüssel“ . Das ist der Mystery, an dem ich vor Ort an der einen Station die längste und spannendste Zeit verbrachte. Außerdem wurden wir vom freundlichen Owner mit lecker Kaffee versorgt.(… dafür nochmal herzlichen Dank ) Den muss man einfach gemacht haben.

Und zuletzt gehört auch noch „TIKI TOTEM“zu meinen Favoriten. Ich habe mich auch schon versuchsweise mit dieser Art der “handwerkwerklichen Beschäftigung“ befasst und weiß, was dieser Tradi für einen Arbeitsaufwand bedeutet.

Welches ist der Cache, der Dir bisher am wenigsten gefallen hat und warum?

Eingesammelt wird grundsätzlich Alles, was “rumliegt“. Es gibt natürlich immer wieder Behälter, die es nicht würdig sind, „Cache“ genannt zu werden. Wenn ich eine Dose finde, die noch halb voll mit irgendeiner vor sich hin faulenden Körpercreme ist, und ich nach dem Loggen das Gefühl habe duschen zu müssen, dann würde ich behaupten, der Cache gefällt mir nicht!

Welches war Dein verrücktestes Erlebnis beim Geocachen?

Sowas richtig Verrücktes ist mir eigentlich noch nicht passiert. Aber das kann ja noch kommen…

Das mag ich am Geocachen:

Draußen unterwegs zu sein und was „Sinnvolles“ tun.

Wenn man einen Hund hat, der viel vor die Tür will (oder soll) finde ich es eine gute Sache, immer wieder neue Gegenden in Angriff zu nehmen. Täglich im gleichen Wald unterwegs zu sein ist für Hund und Herrchen auf die Dauer langweilig.

Das mag ich am Geocachen weniger:

Da gibt es so Einiges…

Wie schon oben geschrieben, gibt es Dosen, die, sagen wir mal, lieblos in die Walachei „geworfen“ werden. Wenn man sich auf ‘ne Cache-Tour freut und findet solche Dinger, das gefällt mir dann schon weniger…

Was ich gar nicht verstehen kann ist wenn in einem Listing ausführlich Wegpunkte angegeben sind, mit der Bitte diese aus z.B. Naturschutzgründen zu benutzen und dann doch ganze Cacher-Rudel quer durch eine Schonung oder über ein bepflanztes Feld stapfen, nur weil sie zu faul sind „außen rum zu gehen“. Meiner Meinung nach bringt das nur Ärger und wirft ein schlechtes Licht auf die Geocaching-Gemeinschaft.

Was mich auch schon mehrfach genervt hat, ist der Umstand, daß viele TB´s noch in Listings stehen, real aber schon lange wieder unterwegs sind. Oder umgekehrt: Sie liegen in einem Cache, sind aber „offiziell“ noch nicht dort angekommen. Meiner Meinung nach sind wir es jedem TB-Owner schuldig, alle Reisenden zeitnah zu loggen. Wenn ICH keine Lust habe (oder keine Zeit…) umgehend zu loggen, dann lass ich den Kleinen dort liegen, wo er ist.

Das darf in meiner Cacherausrüstung nicht fehlen:

Definitiv sollte man immer ein Snickers dabei haben. Wenn´s mal wieder etwas länger dauert…

Es gibt bestimmt auch andere Gelegenheiten wo solch ein Schokoriegel (…und es muss ein original Snickers sein… ) immens wichtig ist. ;-)

Hast Du eine eigene Webseite oder bist Du in den sozialen Medien unterwegs um über Dein Geocaching zu berichten?

Ich hatte „früher“ mal nen FACEBOOK-Account. Aber da ich mittlerweile eh schon den ganzen Tag am Rechner sitze, hab ich schon vor längerer Zeit das Profil gelöscht. Wenn ich von „sozialen Netzwerken“ mal was wissen will, schau ich bei Freunden rein.

Hast Du einen Linktipp für uns? Eine Geocaching-Webseite, die man kennen sollte?

Beim Saarfuchs-Blog hab ich schon Einiges erfahren und lernen können. Die Seiten, auf denen ich recherchiere um Mystery´s zu lösen sind z.B. Crypttool oder der Kryptographiespielplatz. Und natürlich bei den Saarfuchs Mysteryhilfen. Was ich auch noch als sehr nützlich empfinde ist der The World Coordinate Converter. Und alles was man unterwegs braucht finde ich bei Unterwegs- der Outdoorshop.

Wieviele Geocoins besitzt Du und welches ist Deine Lieblingscoin?

Ich habe fünf TB´s und zwei Coins unterwegs. Zwei weitere, unaktivierte hab ich noch zuhause liegen. Die werden bei einem bestimmten Meilenstein ins Leben gerufen.

GPS-Gerät oder Smartphone?

Auf richtiger Tour definitiv GPS-Gerät. Aber für mal zwischendurch und spontan geht´s auch mit´m Smartphone.

Tradi oder Mystery?

Tradi´s lass ich definitiv nicht liegen. Aber viel mehr Spaß machen eindeutig Mystery´s. Es gibt von einem gewissen Herrn c. in der Gegend um Holz jede Menge knackige Teile, bei denen man immer wieder was lernen kann. Und schön gemachte Multis werden natürlich auch gemacht.

Travelbugs – mitnehmen oder liegen lassen?

Normal hab ich den ein oder anderen TB in meiner „Ausrüstung“. Wenn ich einen mitnehme, dann nur mit fairem Tausch. Discovert wird aber auf jeden Fall.

Wie wichtig sind Dir Meilensteine und weißt Du schon, welchen Cache Du an Deinem nächsten machen willst?

Anfangs war es mir egal. Doch jetzt lege ich schon etwas Wert darauf „gute“ Caches als Meilensteine zu loggen. Das ist mein kleiner Anteil von Anerkennung für die Owner. Denn wenn ein Cache in einer Meilenstein-Liste auftaucht wird das Listing vielleicht (aus Zufall) häufiger gefunden. Das ist eben ein klein wenig Werbung.

Dein Tipp für Leute, die mit dem Geocaching anfangen wollen?

Einfach mal raus in den Wald und nach „einfachen“ Dosen suchen. Wenn man mal richtig infiziert ist, gibt es kein Zurück mehr…

* * *

Allgemeine Informationen und eine Übersicht über alle bisher geführten Interviews findet Ihr auf der Seite der Interview-Serie. Dort könnt Ihr auch nachlesen, was zu tun ist, falls auch Ihr Euch als Cacher des Saarlandes vorstellen möchtet!

 

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