Aug 082018
 

Am letzten Wochenende besuchten saarzwerg und ich das Geocaching-Megaevent „Project Märchenhaft in Kassel“. Unsere Erwartungen an das diesjährige Project-Mega waren sehr hoch.

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Wir genossen unsere Zeit in Kassel. Das Mega hat uns überwiegend gut gefallen! Hier unser (wie immer reichbebilderter)  Erfahrungsbericht von den drei Tagen …

 

 

Meet & Greet

Am Freitagnachmittag pünktlich um drei Uhr nachmittags fahren wir im Saarland los. Für die 350 Kilometer benötigen wir knappe vier Stunden. Nach dem Einchecken in unserem Hotel fahren wir anschließend zum Vorevent, welches im Brauhaus Knallhütte stattfindet. Im Innenhof ist das „besondere“ Logbuch aufgebaut. Aus der Kiste nehmen wir uns zwei Logbälle und schreiben unsere Namen darauf.

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Anschließend werfen wir den „Logball“ in den Brunnen.

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Ich lege „meinen“ neben den Froschkönig in den Schoß des Denkmals.

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Wir treffen viele Bekannte und kommen ins Gespräch. Inzwischen ist es schon nach acht Uhr und unser Magen meldet „Nachfüllbedarf“ an. Da wir nichts vorbestellt haben, bleibt uns nur der Gang „hinters Haus“, wo einige Stände aufgebaut sind.

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Zum Essen gibt es Brötchen mit Salami, Rostwurst und Eis. Sitzgelegenheiten können wir dort auch keine entdecken. Auf uns wirkt das alles recht ungemütlich. Von unseren Bekannten erfahren wir, dass das Servicepersonal im Biergarten heillos überfordert ist und eine Getränkebestellung ca. eine Stunde, das vorbestellte Essen ca. zwei Stunden dauert. Wir verlieren die Lust und suchen uns ein Restaurant in der Nähe unseres Hotels, wo wir den Abend gemütlich ausklingen lassen …

 

Registrierung

Am nächsten Morgen fahren wir zum Messegelände, wo wir gegen viertel vor Neun noch leicht einen Parkplatz finden. Vor den Kassen bilden sich Schlangen. Eine ist als Tageskasse gekennzeichnet. Scheinbar ist das leicht zu übersehen, da einige Geocacher die schmerzliche Erfahrung machen, dass sie sich dort anstellen, um, wenn sie dann endlich an die Reihe kommen, zu erfahren, dass sie sich an der richtigen Schlange erneut anstellen müssen.

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saarzwerg und ich haben Glück: Als wir an die Reihe kommen, findet der Helfer unsere Namen auf der Referentenliste. Erneut müssen wir warten bis wir abgeholt werden und uns der Vortragsraum gezeigt wird. Da wir bis zum ersten Workshop noch genügend Zeit haben, ist aber alles entspannt!

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Leider dienen die Kassen nur dazu das Zugangsbändchen zu erhalten. In der Messehalle angekommen müssen sich die Geocacher, die etwas bestellt haben, noch ein zweites Mal anstellen, um ihre Bestellungen abzuholen. Der Umstand, dass der Checkin nicht schon am Freitagabend möglich war, verschärft meiner Meinung nach die Situation zusätzlich. Es entstehen um neun Uhr erhebliche Wartezeiten.

 

Eventgelände & Infrastruktur

Nachdem ich die Technik für meine beiden Workshops getestet habe, mache ich mich auf einen ersten Rundgang durch die Halle. Im hinteren Teil bei der Bühne sind viele Biertischgarnituren aufgebaut. Auch zur Mittagsessenszeit finden wir dort leicht einen Sitzplatz.

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Im vorderen Teil der Messehalle sind die Aussteller platziert. Dazwischen befindet sich eine größere ungenutzte Fläche.

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Die Messehallen bieten auch genügend sanitäre Anlagen. Bedingt durch die große Hitze draußen ist es auch in den Hallen warm. Von einem Gewitter bleiben wir aber an diesem Samstag zum Glück verschont.

 

Catering

An beiden Seiten hat der Caterer Verkaufsstände mit Essen und Trinken aufgebaut.

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Die Getränkepreise befinden sich meiner Meinung nach auf dem Niveau von Gaststätten. Wir gönnen uns mittags einen Flammkuchen, dessen Preis ich als angemessen betrachte: Er macht mich mehr als satt. Leider hakt es auch hier etwas am Service – unsere Bestellung wird missverstanden und so haben wir nur die Wahl zwischen noch länger zu warten oder das zu nehmen (und zu bezahlen), was wir eigentlich nicht wollen – wir entscheiden uns für Letzteres …

 

Logbuch

Das Logbuch befindet sich im hinteren Hallenbereich neben der Bühne und ist auf Anhieb zu finden. Hier wurde ein tolles „Hexenhaus“ gebastelt. Davor liegt das große Buch, in das wir uns eintragen.

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Ich empfinde das als sehr gelungen und passend zum Thema!

 

Händlermeile

Im vorderen Hallenbereich befinden sich die Verkaufsstände der Händler. Alle „bekannten“ sind hier – logisch, das „Project Märchenhaft in Kassel“ ist das europäische Geocaching-Event bisher mit den meisten WA-Logs in diesem Jahr.

Ich laufe bei Cache-Corner vorbei,

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… fotografiere den Stand vom Geocaching-Magazin,

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… und bleibe am Stand vom LaserLogoShop hängen.

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Obwohl ich aus dem kleinsten Flächenbundesland, dem Saarland, komme, finde ich doch einen Saugnapf für „uns“!

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Natürlich sind auch der GeoVersand, der Geocoinshop und viele andere auf dem Megaevent. Die Auswahl für die kaufhungrigen Geocacher ist heute riesig!

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Am Ende meiner Runde durch die Aussteller komme ich am Stand von Cacher-Reisen vorbei. Von Annette erfahre ich, dass die 4-Länder-Südamerika-Reise im Frühjahr 2019 (Provisionslink) noch freie Plätze hat. Bei dieser Reise könnt Ihr sogar einen der sehr seltenen APE-Caches mitten im Urwald loggen.

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Neben den kommerziellen Ausstellern präsentieren sich einige der kommenden Megaevents mit ihren Informationsständen. Am Auffälligsten finde ich „Geocaching meets Beethoven“, welches im Frühjahr 2020 in Bonn stattfinden soll.

 

Ausstellung / In der Halle

Als Referent bin ich immer von professioneller Messetechnik begeistert. Auch hier wurde ich sehr angenehm überrascht. Zunächst veranstalte ich meinen c:geo-Workshop und anschließend den Looking4Cache-Workshop. So ist sowohl für die Android- als auch für die iPhone-Geocacher etwas dabei.

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Trotz 58 Anmeldungen füllt sich der Raum um 10:30 Uhr nur recht schleppend. Auch während des Workshops kommen immer mal wieder Teilnehmer recht abgehetzt in den Raum. Scheinbar gab es weitere Probleme beim Checkin an den Kassen, weshalb es einige nicht pünktlich schaffen.

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Beide Workshops machen mir wieder großen Spaß. Am Ende kommen viele Fragen, die ich überwiegend beantworten kann. Bei Looking4Cache verteile ich noch einige Promocodes, die ich vom Programmierer erhalten habe – damit könnt Ihr die Professional-Version der App kostenlos installieren. Die Folien zu den beiden Vorträgen werde ich innerhalb der nächsten beiden Wochen hier im Blog veröffentlichen.

Danach drehe ich gemeinsam mit saarzwerg eine Runde durch die Halle. Zuerst besuchen wir Schmelli, der mit den tollen TB’s von Birre anwesend ist. Er und seine Helfer leisten Geocachern Hilfestellung, die beim Öffnen der speziellen Container zu verzweifeln drohen.

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Im hinteren Bereich gibt es ein Theater.

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Auch die Freunde von Signal kommen nicht zu kurz: Es gibt einen Froschkindergarten, wo Ihr Euren eigenen für die Dauer des Megas abgeben könnt. Als ich am Abend hier vorbei schaue, wirkt er schon recht verlassen.

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Überall in der Halle sind kleine Häuser mit verschiedenen Märchen aufgebaut.

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Eine schöne zum Thema passende Deko!

 

Event-Caches

Solche besonderen Eventcaches, wie ich sie bei Stashes’n’Stones in Idar-Oberstein erlebt habe, habe ich hier nicht gefunden.

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Trotzdem haben sich die Owner der Caches in der Nähe des Messezentrums die Mühe gemacht, ihre Dose „massentauglich“ zu machen. saarzwerg und ich laufen eine längere Runde durch den ehemaligen BuGa-Park, wo wir an einigen Geocaches vorbeikommen und alle loggen können. Gleich zu Beginn treffen wir auf die GöttingerGöttin, die uns bei userer Runde begleitet. Wegen der großen Hitze ist das für uns absolut ausreichend und wir genießen den Nachmittag in der Strandbar bei ein paar Radlern in netter Gesellschaft ;-)

 

Labcaches

Für das Vorevent und für das Mega gibt es insgesamt 20 Labcaches, die thematisch in zwei Gruppen unterteilt sind. Am Mega-Morgen um neun Uhr werden die Labs rund um den BuGa-See und in der Halle veröffentlicht – alle zum Thema Märchen.

So müssen wir bei „Sterntaler“ an einem Baum mitten im Park die Sterne zählen …

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… oder auf dem Weg zurück zur Messe aus den Eiern der „Goldenen Gans“ einen Code ermitteln.

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Am Sonntag kümmern wir uns um die Labrunde, die zum Vorevent herausgekommen ist. Sie ist über das ganze Wochenende spielbar, was mir gut gefällt. Wir beginnen am Weinberg, wo sich die Grimm-Welt-Kassel befindet und erlaufen dort drei Labs.

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Gegen Abend spazieren wir ins Märchenviertel, wo ebenfalls einige Labs uns eine kurzweilige Führung durch die Gassen zwischen den Fachwerkhäusern bereiten.

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Natürlich machen wir für den Virtual „Der Geist der Grimm’schen Märchen„, der sich ebenfalls in der Nähe befindet, ein Beweisfoto.

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Alles in Allem empfinde ich die beiden Labrunden als sehr gelungen – eine führt uns durch das märchenhafte Kassel und die andere bringt uns auf dem Messegelände die Märchengeschichten näher. Das Thema des Megas wurde hier sehr gelungen umgesetzt!

 

Signal & Lackeys

Auf diesem Megaevent habe ich den Signal wiedergetroffen. Trotz der Hitze taucht er mehrmals auf und läßt sich geduldig von den Geocachern fotografieren.

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Zu diesem Mega sind drei Lackeys aus dem HQ angereist. Schon beim Mega an der Grube Zollverein hatte ich Gelegenheit mit Cindy Potter zu plaudern. Die anderen beiden sind mir unbekannt.

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Spannend ist für mich zu hören, dass der eine Lackey akzentfreies Deutsch spricht!

 

Location

Kassel ist als Eventlocation eine gute Wahl. Rund um das Messegelände befindet sich das ehemalige Bundesgartenschaugelände mit Parks und einem großen See.

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Dieser wurde wegen der großen Hitze zum Baden genutzt. Als wir die Brücke über die Fulda überqueren, kommen uns diese Wasserskifahrer entgegen. Toll, was uns heute hier alles geboten wird.

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Den Sonntagmorgen verbringen wir am Weinberg, da wir dort eine Führung durch den Bunker gebucht haben. Die Wartezeit bis zum Beginn nutzen wir für die in der Nähe befindlichen Labs. Über unseren Bunkerbesuch werde ich in den nächsten Wochen noch einen eigenen Bericht verfassen.

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Nach der Führung ist der Weinberg sogar offen und wir nehmen den Weg durch denselben zurück.

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Schnell noch ein Foto von der Grimm-Welt und wir wechseln unser Betätigungsfeld: Am Mittag wollen wir uns die Wasserspiele an der Wilhelmshöhe anschauen. Wir parken unser Auto unten für 7€ auf einem Parkplatz. Wegen der Parkgebühr dürfen wir den Linienbus zum Herkules nutzen, so dass wir den Park von oben nach unten durchlaufen. Zunächst kaufen wir uns an den Herkules-Terrassen eine Leberkäsbrötchen: klein  und teuer – eben gefühlt der übliche Touristennepp wie an den meisten überlaufenen Sightseeing-Spots. Dann loggen wir den Earthcache „Tuffstein am Herkules„.

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Von hier oben hat man eine tolle Aussicht über ganz Kassel. Auf dem Weg nach unten logge ich noch zwei weitere Geocaches.

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Gegen 14:30 Uhr warten wir (wie viele andere Touristen) unten am Neptunbassin auf den Beginn der Wasserspiele. Die Wartezeit verkürzen wir uns mit dem Loggen des Virtuals „Bergpark Wilhelmshöhe Weltkulturerbe„. Dann ist es endlich soweit – das Wasser erreicht die unterste Stufe.

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Zusammen mit den vielen anderen Touristen spazieren wir die verschiedenen Stationen der Wasserspiele ab. Vor jeder Station ist warten angesagt bis das Wasser kommt. Laut Wikipedia laufen hier 1200 Kubikmeter Wasser vom Herkules durch die verschiedenen Stationen bis zum Teich vor dem Schloss.

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Mein persönlicher Favorit ist das Aquädukt: hier fällt das Wasser 43 Meter in die Tiefe!

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Unser Rundgang durch die Wasserspiele endet an dem Teich vor dem Schloß, wo am Ende der Wasserspiele eine bis zu 52 Meter hohe Fontäne in den Himmel steigt. Sie wird ganz ohne Pumpen, nur durch den Druck, der aus dem Niveauunterschied resultiert, erzeugt.

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Den Weg zum Auto legen wir so, dass wir noch an ein paar Geocaches vorbeikommen. Dabei treffen wir immer mal wieder auf Geocacher, mit denen wir nett ins Gespräch kommen.

Gegen Abend spazieren wir durch das Märchenviertel, welches aus vielen Gassen und schönen Fachwerkhäusern besteht.

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Ohne die Labs, die hier platziert wurden, hätten wir sicher nicht hergefunden.

 

Die Abendveranstaltung

Gegen 19:30 Uhr am Samstag kehren wir in die Messehalle zurück. Hier ist gerade die Verlosung zugange. Da wir selbst nicht daran teilnehmen, ist dies recht langweilig für uns – zumal die Moderatorin versucht die Spannung möglichst hoch zu halten und dadurch das Ganze in die Länge zieht.

Dann präsentiert sich das Orga-Team.

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Danach kommt endlich der für mich als Blogger spannende Teil: Das Project-Kommitee verkündet das Project 2019 …

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… and the winner is: Project Hamburg – Im Wandel der Zeit.

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Herzlichen Glückwunsch an die Orga von dieser Stelle!

 

Mein Fazit

So ein Mega ist ja immer eine subjektive Sache. saarzwerg und mir hat dieses recht gut gefallen. Ich ziehe meinen Hut vor der Arbeit, die die Orga hier geleistet hat. Natürlich war auch dieses nicht perfekt – aber welches Event, das von Ehrenamtlern und Enthusiasten veranstaltet wird, ist das schon?

Wir haben uns samstags und sonntags in Kassel gut unterhalten – es war sehr kurzweilig. Und obwohl wir noch den Montag für die Rückreise angehängt hatten, fragten wir uns, wo denn die ganze Zeit am Wochenende hingekommen ist. Selbst für die Altstadt von Kassel war keine mehr übrig.

Auch als Referent habe ich mich hier sehr wohl gefühlt. Die Betreuung war sehr gut. Die Veranstaltungstechnik perfekt. bei der Hitze gab es für uns beide genügend kaltes Wasser – nur einen Ventilator hätte ich mir noch gewünscht! Das ist nun aber wirklich Jammern auf sehr hohem Niveau ;-)

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Habt Ihr auch „Project Märchenhaft in Kassel“ besucht? Wie hat es Euch dort gefallen? Oder warum habt Ihr Euch entschieden nicht dorthin zu fahren? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

Ihr interessiert Euch für weitere Geocaching-Veranstaltungen? Dann werft doch mal einen Blick in den großen Geocaching-Eventkalender.

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  Eine Antwort zu “Project Märchenhaft in Kassel – Viel Licht und ein wenig Schatten!”

  1.  

    Ich hätte mir gewünscht, dass man das Thema „Märchenhaft“ in der Messehalle mehr aufgreift. Die verschiedenen Märchen, welche in der Halle verteilt waren, wirkten sehr lieblos und deplatziert. Für einem Projekt sehr, sehr holprig…

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