Erfahre in diesem Bericht, warum sich der steile Aufstieg zum Dronketurm lohnt und wie du die Wanderung ideal mit einer abwechslungsreichen Geocaching-Suche verknüpfst.
Die Mischung aus praktischen Tipps zur Routenplanung und ehrlichen Eindrücken zeigt dir genau, was dich bei dieser nominierten Traumtour in der Vulkaneifel erwartet.
Inhaltsverzeichnis
Die HeimatSpur MaareGlück
Ich parke mein Auto in Schalkenmehren und spüre sofort die frische Eifelluft, während ich mich auf den Weg zur Ortsmitte mache, um die „HeimatSpur MaareGlück“ unter meine Wanderschuhe zu nehmen. Dieser Weg ist mir ins Auge gefallen, da er aktuell als eine der Tagestouren für die Publikumswahl zu „Deutschlands Schönster Wanderweg 2026“ nominiert ist und ich mir dieses Highlight keinesfalls entgehen lassen möchte. Laut den offiziellen Angaben des Wegbetreibers erwartet mich eine etwa 11,4 Kilometer lange Runde, bei der insgesamt 327 Höhenmeter zu überwinden sind, was die Tour als mittelschwer einstuft und mit einer reinen Gehzeit von rund 3,5 Stunden beziffert. Die Strecke führt durch das Herz der Vulkaneifel, einer Region, die vor etwa 10.000 Jahren durch gewaltige Wasserdampfexplosionen geformt wurde und heute für ihre kreisrunden, tiefblauen Kraterseen, die Maare, weltbekannt ist. Mein Abenteuer beginnt direkt an der großen Infotafel im Dorfzentrum, wo ich mich kurz orientiere und den Rucksack festzurre.
Die Markierung der Strecke erweist sich von Beginn an als vorbildlich, denn ich folge konsequent dem weißen „MA“ in einer grünen Box, das mir zuverlässig den Weg durch die hügelige Landschaft weist.
Während ich die Karte auf der Infotafel mit meinem GPS-Gerät vergleiche, bemerke ich, dass die dortige Darstellung wohl etwas veraltet ist, da für ein kleines Teilstück inzwischen ein neuer, optimierter Wegverlauf gewählt wurde. Da ich heute jedoch nicht nur wandern, sondern auch den Multi-Geocache „MaareGlück“ absolvieren möchte, entscheide ich mich bewusst dazu, die Runde entgegen der eigentlich empfohlenen Laufrichtung zu beginnen.
Nachdem ich die gesamte Tour hinter mich gebracht habe, bin ich wirklich froh darüber, gegen den Uhrzeigersinn gelaufen zu sein, da sich die absoluten Highlights der Strecke so bis zum krönenden Abschluss aufgespart haben. Der Preis für diese Entscheidung ist ein langer und in Teilen recht steiler Anstieg hinauf zum Dronketurm auf dem Mäuseberg. Ich würde die Wanderung auch beim nächsten Mal definitiv wieder in dieser Richtung angehen, um das Beste zum Schluss zu genießen.
Geocaching auf der HeimatSpur MaareGlück
Auf der gesamten Wanderstrecke befindet sich der thematisch passende Wandermulti „MaareGlück„, der mich über insgesamt 9 Stationen führt, an denen ich jeweils ein Bild identifizieren muss, um die finalen Koordinaten zu ermitteln. Neben diesem Multi gibt es zusätzlich einen Mystery-Bonus und zwei einfache Tradis zu entdecken, wobei alle vier Dosen für mich problemlos und schnell zu finden sind.
Ebenfalls direkt auf der Strecke liegen vier Labcaches, die ich bequem im Vorbeigehen über die App loggen kann. Für alle, die von der Jagd nach Plastikdosen nicht genug bekommen können, sind mit nur kleineren Umwegen sogar noch mehr Funde in der unmittelbaren Umgebung möglich.
Durch Schalkenmehren hinauf zur Landstraße
Meine Vorfreude auf die Wanderung wird leider direkt zu Beginn durch einen kleinen Dämpfer getrübt, denn am kostenlosen Parkplatz neben der Tourist-Information in Schalkenmehren darf ich mein Auto mit Parkscheibe inzwischen nur noch für drei Stunden abstellen, was für die Bewältigung dieser Strecke eindeutig zu wenig Zeit ist. Der große Parkplatz direkt nebenan ist zwar eine Alternative, aber kostenpflichtig und mit einem modernen System zur Nummernschilderkennung ausgestattet. Für die knapp über fünf Stunden, die ich letztlich für die gesamte Wanderung inklusive einer gemütlichen Mittagspause, dem ausgiebigen Fotografieren der Vulkanlandschaft und der spannenden Cachesuche benötige, muss ich am Ende eine Gebühr von acht Euro entrichten.
Dennoch lasse ich mir die Laune nicht verderben und folge den gut sichtbaren Wanderwegweisern in Richtung des Hotels Michels, wo sich die erste Station meines Multis befindet.
Das gesuchte Bild kann ich nach einer kurzen Suche gut identifizieren und setze meinen Weg anschließend an einem hübschen Fachwerkhaus vorbei die Straße hinauf bis zum Waldanfang fort. Genau dort beginnt es leider zu regnen, was die Atmosphäre im tiefen Grün der Eifelwälder jedoch auf ganz eigene Weise mystisch macht.
Ich kämpfe mich über einen mittlerweile recht matschigen Forstweg voran, der glücklicherweise recht eben verläuft.
Am Ende meines aktuellen Wegabschnitts quere ich schließlich die Landstraße L64 und folge ihr auf der gegenüberliegenden Seite ein kleines Stück über die Wiese, bis ich die nächste Einmündung erreiche.
Hinunter zur Mineralquelle
Zunächst folge ich ein ganzes Stück dem befestigten Fahrweg durch eine weite, offene Felder- und Wiesenlandschaft, die mir einen wirklich tollen Ausblick auf die charakteristische Hügellandschaft der Vulkaneifel bietet. Diese Region verdankt ihr markantes Aussehen den feurigen Ausbrüchen längst erloschener Vulkane, deren hiesige Tätigkeit vor etwa 10.000 Jahren endete und heute eine einzigartige Kulisse für Wanderer darstellt.
Dann zeigt mir eine deutliche Wandermarkierung an, dass ich den Fahrweg verlassen soll, um auf einen schmaleren Pfad abzubiegen. Diese Wegführung ist scheinbar noch recht neu, da sie auf der Informationstafel am Anfang meiner Tour in Schalkenmehren noch anders dargestellt wurde. Ich folge dem Forstweg in großen Serpentinen hinunter ins Tal, bis ich einen kleinen, idyllischen Weiher erreiche, der ruhig im Wald eingebettet liegt.
Danach geht es weiter über einen teilweise matschigen Forstweg talabwärts, der mich zu einigen weiteren Angelweihern führt, an denen die Stille der Natur nur vom leisen Plätschern des Wassers unterbrochen wird. Leider liegt eine Station meines Wandermultis auf der alten Wegführung. Deshalb muss ich einen ca. 300 Meter langen Umweg hin und zurück machen.
Es schließt sich eine ebene Strecke an, die mich durch einen besonders schönen Nadelwald führt.
Auf diesem Abschnitt passiere ich eine typische Mineralquelle der Eifel, welche ein Zeugnis der nachvulkanischen Kohlensäure-Ausgasungen in dieser Region ist und oft eisenhaltiges, prickelndes Wasser direkt aus dem Boden zutage fördert.
Der lange Aufstieg zum Dronketurm
Über einen zunächst breiten Forstweg geht es jetzt die nächsten 2,5 Kilometer mal mehr mal weniger steil nach oben, wobei ich die kühle Waldluft tief einsauge und den stetigen Anstieg in den Waden spüre.
Unterwegs werde ich mehrfach von Trailrunnern überholt, die recht fix diesen Anstieg hinauflaufen und mich daran erinnern, dass die Vulkaneifel mit ihren anspruchsvollen Profilen ein wahres Paradies für Bergläufer ist.
Nachdem ich die ersten 1,2 Kilometer geschafft habe, verlasse ich kurz den offiziellen Wanderweg am Kulimaarik Restaurant Café, um direkt am dortigen Denkmal einen Labcache zu spielen. Von dort habe ich einen ersten Blick auf das Gemündener Maar, das tiefste der drei Dauner Maare, welches vor rund 30.000 Jahren durch eine gewaltige Wasserdampfexplosion entstand und heute eingebettet in dichte Buchenwälder in dunklem Blau schimmert.
Der breite Fahrweg geht nun in einen schmalen Wanderpfad über und ich komme an einer Bank vorbei, die wohl schon länger keinen freien Ausblick auf das Maar bieten kann, da die Büsche inzwischen meterhoch in die Höhe ragen und die Sicht versperren.
Stellenweise wird es deutlich steiler und ich komme überraschenderweise an einer Skipiste samt Liftanlage vorbei, wobei ich mich unweigerlich frage, wann hier wohl das letzte Mal bei ausreichend Schnee gefahren wurde. Nach einer scharfen Spitzkehre folgt der finale Schlussanstieg, der mich noch einmal ordentlich fordert.
Oben am Dronketurm auf dem 560 Meter hohen Mäuseberg angekommen, suche ich mir zunächst ein ruhiges Plätzchen für mein wohlverdientes Mittagspicknick. Der Aussichtsturm wurde bereits im Jahr 1902 zu Ehren von Dr. Adolf Dronke, dem Gründer des Eifelvereins, aus dunklem Basaltstein errichtet und ist ein markantes Wahrzeichen der Region. Gut gestärkt laufe ich die engen Stufen im Innern des Turms zur Aussichtsplattform hoch und logge unterwegs ganz nebenbei den dort versteckten Tradi DRONKETURM ca. 572 m ü. NN.
Oben angekommen bin ich völlig überwältigt von der grandiosen Aussicht über die weite Eifellandschaft, die mir zu Füßen liegt.
Auf der anderen Seite ist gut zu sehen, wie mein Weg nun weitergeht, denn er verläuft durch ein weitläufiges Tiergehege hindurch.
Heute sind jedoch keine Schafe zu sehen, die hier normalerweise zur Landschaftspflege auf den wertvollen Magerrasenflächen eingesetzt werden, um die Verbuschung der historischen Kraterlandschaft zu verhindern.
Rund um das Weinfelder Maar
Wieder unten am Fuße des Dronketurms angekommen, setze ich mich erst einmal in aller Ruhe auf eine Bank und berechne mit den gesammelten Hinweisen die Koordinaten für den Mystery-Bonus. Unterwegs mache ich einen kleinen Umweg durch das dichte Grün und kann die Dose dank der präzisen Vorarbeit wirklich gut finden.
Anschließend geht es über einen schmalen, naturbelassenen Wanderpfad den Berg hinunter, wobei ich jeden Schritt auf dem weichen Waldboden genieße.
Unterwegs öffnet sich der Wald und ich bekomme eine wunderschöne Aussicht auf das Weinfelder Maar präsentiert, das auch als Totenmaar bekannt ist und vor etwa 10.500 Jahren durch eine gewaltige phreatomagmatische Explosion entstand.
Mein nächstes Ziel ist die geschichtsträchtige Weinfelder Kapelle, die einsam auf dem Kraterwall thront und heute als letztes Überbleibsel des im 16. Jahrhundert aufgegebenen Dorfes Weinfeld gilt, wo sich zudem eine Labstation befindet, deren Frage ich leicht beantworten kann.
Da ich nun schon einmal direkt vor diesem kulturellen Kleinod stehe, nutze ich die Gelegenheit und schaue mir die schlichte, aber beeindruckende Kirche mit ihren Wandmalereien auch von innen an.
Wieder draußen im Freien zieht es mich zur alten Friedhofsmauer, die die Kapelle umgibt, wo ich prompt den nächsten tollen Blick auf das tiefblaue Wasser des Maars bekomme.
Der weitere Wanderweg führt mich nun ganz dicht am Ufer des Maars vorbei, sodass ich die besondere Stille dieses Naturschutzgebietes, in dem Baden und Wassersport streng untersagt sind, hautnah erleben kann.
Ein Teil des Weges ist dabei ganz besonders idyllisch und führt mich an skurril geformten, herrlich vermoosten Bäumen vorbei, die wie aus einem Märchenwald wirken.
Von dort habe ich aus einer ganz neuen Perspektive auch wieder einen schönen Blick zurück auf die weiße Kapelle, die markant über dem Kraterrand aufragt.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Maars folgt ein kleiner, knackiger Anstieg hoch zu einem exponierten Aussichtspunkt, von wo aus ich das komplette, kreisrunde Maar in seiner vollen Pracht überblicken kann.
Einige Schritte weiter verlasse ich die direkte Uferzone und quere erneut die Landstraße L64, um den letzten Abschnitt meiner Wanderung durch die Vulkaneifel anzutreten.
Hoch über dem Schalkenmehrener Maar
Auf der anderen Seite der Landstraße bietet sich mir endlich der erste weite Blick auf das beeindruckende Schalkenmehrener Doppelmaar, das aus einem wassergefüllten Maarsee und einem östlich gelegenen Trockenmaar besteht. Diese geologische Besonderheit entstand durch gewaltige Eruptionen und prägt heute maßgeblich das Landschaftsbild rund um den Erholungsort Schalkenmehren.
Nach einem kurzen, aber knackigen Anstieg folge ich nun dem Wanderweg, der direkt über den ehemaligen Kraterrand verläuft und dank der offenen, weiten Landschaft traumhafte Ausblicke in alle Himmelsrichtungen bietet.
Am markanten Maarkreuz, das hoch über dem Krater thront und an die bewegte Geschichte dieser Vulkanlandschaft erinnert, setze ich mich kurz auf die Bank und rechne in aller Ruhe die finalen Koordinaten meines Wandermultis aus. Danach folge ich weiter dem geschwungenen Weg über den Kraterrand und genieße die frische Brise.
Das tiefblaue Maar unter mir ist stets gut zu sehen und bildet einen so faszinierenden Kontrast zum saftigen Grün der Wiesen, dass ich gar nicht mehr aufhören kann, es aus jeder neuen Perspektive zu fotografieren.
Etwas weiter auf meinem Pfad komme ich an einer Flugzeughalle vorbei, vor der ein eleganter Segelflieger in der Sonne steht. Die Maschine gehört wohl zum nahen Segelflugplatz Daun-Senheld, der sich auf dem Plateau zwischen den Maaren befindet und als einer der am schönsten gelegenen Flugplätze Deutschlands gilt.
Auch das Final meines Wandermultis kann ich nach kurzer Suche in seinem Versteck gut finden, was den Tag perfekt abrundet, denn genau so macht Geocaching in Kombination mit einer erstklassigen Wanderung richtig Spaß.
Ich folge weiter dem schmalen Weg über die weitläufigen Wiesen, während die Silhouette von Schalkenmehren am Horizont langsam wieder näher rückt.
Danach beginnt der sanfte Abstieg, der mich allmählich vom Kraterrand hinunter und zurück in Richtung meines Ausgangspunktes im Dorf führt.
Der Abstieg zurück nach Schalkenmehren
Der knackige Abstieg hinunter nach Schalkenmehren ist schnell erledigt, wobei ich beim Hinunterschauen bemerke, dass die Wanderer, die mir in diesem Moment schnaufend entgegenkommen, im steilen Aufstieg deutlich mehr zu leisten haben als ich auf meinem Weg zum Ziel.
Unten angekommen folge ich dem nun wieder breiten Forstweg, der auf der einen Seite von einer dichten Hecke begrenzt wird, direkt hinein in den beschaulichen Ort, der als staatlich anerkannter Erholungsort gilt und eng mit der Geschichte der vulkanischen Maare verknüpft ist.
Schnell kommen die ersten Häuser in mein Blickfeld und ich laufe an der markanten katholischen Pfarrkirche St. Martin vorbei, einem neugotischen Bau, der das Ortsbild seit dem späten 19. Jahrhundert prägt und einen Moment der Ruhe ausstrahlt.
Von dort ist es nur noch ein kurzes Stück durch die gepflegten Gassen, bis ich schließlich wieder an meinem Auto ankomme und damit ein wirklich toller Wandertag auf der HeimatSpur MaareGlück mit vielen erfolgreichen Funden für mein Geocaching-Konto zu Ende geht.
Interaktive Karte der Wanderung
Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf meiner Geocaching-Wanderung über die „HeimatSpur MaareGlück“ sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Das Final des Wandermultis und den Weg dahin habe ich natürlich aus dem Track entfernt.
Falls Euch meine Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen. Bei komoot habe ich unsere Wanderung ebenfalls eingestellt.
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Wie hat Euch mein Bericht über die Wanderung gefallen? Kennt Ihr diese Tour und wäre sie etwas für Euch? Was sind Eure Empfehlungen für die Vulkaneifel? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel.








































