Labcaching in der historischen Altstadt von Besigheim

Ihr mögt Geocaching, Stadtgeschichte oder einfach einen gemütlichen Spaziergang mit Pause im Café? Besigheim ist kompakt genug für einen entspannten Nachmittag und hat trotzdem viel zu bieten: Fachwerkhäuser, Stauferbauten und gleich mehrere schöne Aussichtspunkte.

Mein Rundgang mit fünf Labcaches verbindet das alles zu einer Tour, die sich gut nachlaufen lässt. Route, Karte und GPX-Datei findet ihr im Beitrag. Schaut doch mal rein!

 

 

Besigheim: Wo Neckar und Enz aufeinandertreffen

Besigheim begeistert mit seiner einmaligen Lage auf einem langgezogenen Felssporn direkt am Zusammenfluss von Neckar und Enz. Die reiche Geschichte der Stadt ist auf Schritt und Tritt spürbar: Mächtige mittelalterliche Wehranlagen und fantastisch erhaltene Fachwerkensembles prägen das Stadtbild. Besigheim blickt auf eine jahrhundertealte Weinbautradition zurück – die steilen Terrassenlagen rund um den Ort liefern erstklassige Tropfen und verleihen der Landschaft ihren ganz besonderen Charme.

Bei unserem Besuch haben wir die historische Altstadt erkundet, deren Wahrzeichen wie die Obere Burg, das imposante Steinhaus, die neu errichtete Stauferstele, der belebte Marktplatz mit seinem beeindruckenden Rathaus und der hoch aufragende Waldhornturm Geschichte hautnah erlebbar machen. Ein spannendes LabAdventure führte uns dabei in fünf abwechslungsreichen Labcaches zu den schönsten Ecken der Stadt.

 

Durch die Altstadt zum Fluss

Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, machen wir uns auf den Weg, die Altstadt zu erkunden. Dabei lassen wir uns von dem LabAdventure „Besigheimer Altstadt“ leiten. Zuerst werfen wir einen Blick in die zentrale Kirchgasse, die mitten durch die Altstadt zur Oberen Burg hinaufführt.

Blick in eine zentrale Gasse der historischen Altstadt von Besigheim, die zur Oberen Burg führt

Am Ende der Gasse kann ich den Turm der oberen Burg sehen und davor den Brunnen vom Marktplatz.

Blick auf den Turm der oberen Burg sehen und davor den Brunnen vom Marktplatz

Ich biege rechts in eine Seitengasse und danach laufen wir links den Berg hinunter. Dabei sehen wir hoch über uns die Rückseite des historischen Rathauses.

Blick von unten auf die Rückseite des Rathauses von Besigheim oberhalb der ehemaligen Stadtmauer

Es thront oberhalb der ehemaligen Stadtmauer. Unterwegs kommen wir an wunderschönen Fachwerkhäusern vorbei.

Gut erhaltene historische Fachwerkhäuser am Wegesrand in der Besigheimer Altstadt

Nach einer Rechtskurve erreichen wir schließlich die Enzbrücke.

 

Auf der alten Enzbrücke

Wir gehen auf die Enzbrücke, die einen der historischen Zugänge zur Stadt darstellt. Ursprünglich wurde hier bereits im 16. Jahrhundert, genauer gesagt um 1581, eine mächtige Steinbrücke errichtet. Nachdem diese gegen Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 zerstört worden war, baute man sie in den Nachkriegsjahren 1946/1947 als Balkenbrücke wieder auf. Von dort bekommen wir diesen tollen Blick auf die Altstadt mit dem großen Rathausgebäude, welches die umliegenden Dächer überragt.

Blick von der Enzbrücke auf die Besigheimer Altstadt und das herausragende Rathausgebäude

Auf der anderen Seite schauen wir enzaufwärts.

Aussicht von der Enzbrücke flussaufwärts auf die Enz

Ich gehe weiter über die Brücke und langsam kommt die Obere Burg in Sicht. Das ist doch ein weiteres tolles Panorama der Altstadt.

Panorama der Altstadt von Besigheim mit der Oberen Burg im Hintergrund

Danach drehen wir um und laufen denselben Weg zurück in die Altstadt.

 

Wieder hinauf zum Waldhornturm

Auf dem Weg nach oben fällt mir an der Stadtmauer dieses Kunstwerk mit dem roten Männchen ins Auge. Es handelt sich dabei um die Skulptur „Flossi“ der Künstlerin rosalie, die seit 2008 als Teil des Besigheimer Skulpturenpfads die historische Mauer erklimmt.

Rote Skulptur Flossi von rosalie an der historischen Stadtmauer in Besigheim

Wir folgen dieser Straße weiter bis zum Kelterplatz, an dessen Seite der Waldhornturm in den Himmel ragt.

Blick über den Kelterplatz in Besigheim mit dem imposanten Waldhornturm im Hintergrund

Der um 1220/1230 erbaute Waldhornturm ist einer der beiden mächtigen Staufertürme der ehemaligen Besigheimer Wehranlage. Er ragt stolze 29 Meter empor und verdankt seinen Namen dem direkt angrenzenden Gasthaus Waldhorn, über dessen Obergeschoss sich früher der ursprüngliche Zugang befand. Zu unserem Glück ist der Turm wegen einer Veranstaltung heute geöffnet und sogar ohne Eintritt zu besteigen. Wir gehen die vielen Stufen hinauf.

Blick im Inneren des Waldhornturms beim Treppenaufstieg über mehrere Gewölbeebenen

Oben angekommen, bietet sich uns eine grandiose Aussicht über die Altstadt bis zur Oberen Burg, deren Turm gut zu erkennen ist.

Aussicht vom Waldhornturm über die Dächer der Besigheimer Altstadt bis zur Oberen Burg

Aber auch der Kelterplatz unterhalb des Turms ist gut einzusehen. Das imposante Gebäude der Alten Kelter, die heute teilweise als Stadthalle dient, ist mit ihrer markanten Holztreppe hervorragend zu erkennen.

Blick von oben auf den Kelterplatz und die Stadthalle Alte Kelter mit der charakteristischen Holztreppe

Der Kelterplatz mit den umliegenden Gebäuden wie dem Fruchtkasten bildete einst den Wirtschaftshof der Unteren Burg. Die Alte Kelter wurde Ende des 16. Jahrhunderts errichtet und war über Jahrhunderte das Zentrum der Besigheimer Weinverarbeitung. Nach umfassenden Neugestaltungen Ende der 1980er Jahre wird das eindrucksvolle Fachwerkgebäude heute als moderne Stadthalle und kulturelles Veranstaltungszentrum genutzt.

 

Durch die Altstadt zum Marktplatz

Wir laufen eine kleine Schleife hinter dem Turm vorbei und biegen in die Entengasse ein, die weiter zur zentralen Kirchstraße führt. Auch hier sind wieder viele wunderschöne Fachwerkhäuser zu sehen.

Fachwerkhäuser in der Entengasse in der historischen Altstadt von Besigheim

Kurz bevor die Entengasse in die Kirchstraße mündet, bietet sich uns ein toller Blick durch die enge Gasse auf eine malerische Fachwerkfront.

Blick durch die enge Entengasse auf eine pittoreske Fachwerkfassade in Besigheim

Übrigens: In dem Fachwerkgebäude links serviert unser Hotel morgens das Frühstück. Wir biegen in die Kirchstraße ein und folgen dieser leicht ansteigend. Dabei kommen wir am 49. Breitengrad, auf den ein Schild im Boden hinweist, vorbei.

Ein Schild im Boden weist auf den 49. Breitengrad hin.

Anschließend laufen wir weiter zum Marktplatz mit seinem Marktbrunnen „Jörgle“. Der Marktbrunnen stammt ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert (1545) und trägt die Statue eines bewaffneten Ritters – von den Besigheimern liebevoll „Jörgle“ genannt –, der als Schildhalter das Stadtwappen präsentiert und Symbol der städtischen Rechte ist.

Der historische Marktbrunnen Jörgle auf dem Marktplatz von Besigheim

Von dort blicken wir auf die Vorderseite des historischen Rathauses. Der prachtvolle Fachwerkbau wurde im Jahr 1459 erbaut und dient seitdem als Sitz der städtischen Verwaltung. Besonders eindrucksvoll sind die geschnitzten Verzierungen, die mächtigen Holzgebälk sowie die reich geschmückte Uhr an der Außenfassade.

Vorderseite des prachtvollen historischen Rathauses aus dem Jahr 1459 auf dem Marktplatz von Besigheim

Von dort schlendern wir weiter die Kirchgasse hinauf.

 

Kleine Pause mit Aperol Spritz

Auf unserem Weg zur Oberen Burg kommen wir am Café Anker vorbei, welches mit einem günstigen Aperol Spritz wirbt.

Aperol Spritz im Café Anker in der Altstadt von Besigheim

Da noch viel Zeit bis zum Abendessen ist, kehren wir ein und machen eine gemütliche Pause bei einem Aperitif.

 

Rund um die obere Burg

Wir laufen weiter die Kirchstraße bis zum Ende und steigen anschließend die Treppen zur evangelischen Stadtkirche St. Cyriakus hinauf.

Treppenaufgang zur evangelischen Stadtkirche St. Cyriakus in Besigheim

Natürlich werfen wir auch einen Blick in den Innenraum mit dem toll geschnitzten Altar. Die Stadtkirche St. Cyriakus blickt auf eine jahrhundertealte Baugeschichte zurück und beherbergt wertvolle sakrale Kunstwerke, darunter den prächtigen spätgotischen Schnitzaltar aus dem frühen 16. Jahrhundert mit seinen detailreichen Figurendarstellungen.

Blick in den Innenraum der Stadtkirche St. Cyriakus auf den kunstvoll geschnitzten Altar

Gleich gegenüber befindet sich das Steinhaus. Es zählt zu den bedeutendsten romanischen Profanbauten in Baden-Württemberg und wurde um das Jahr 1200 erbaut.

Das historische Steinhaus in Besigheim gegenüber der Stadtkirche

Es war Teil der Oberen Burg, die von den Staufern als markante Wehranlage auf dem Felssporn errichtet wurde. Zu der Burganlage gehört auch der mächtige Bergfried, der die Silhouette der Stadt maßgeblich prägt.

Der mächtige Turm der Oberen Burg in Besigheim

Vor dem Steinhaus steht eine Stauferstele.

Die Stauferstele vor dem historischen Steinhaus in Besigheim

Diese Stauferstele wurde im Jahr 2015 errichtet und erinnert an die historische Bedeutung der Stauferzeit sowie an Markgraf Hermann V. von Baden, der Besigheim im Jahr 1279 die Stadtrechte verlieh und als wichtiger Förderer der Stadt gilt.

Detailaufnahme der Stauferstele in Besigheim

Es lohnt sich, kurz die Altstadt durch das ehemalige Stadttor zu verlassen.

Blick durch das ehemalige Stadttor nach draußen in Besigheim

Von der Straße unterhalb des Tores bekomme ich diesen schönen Blick auf die Obere Burg. Die im 13. Jahrhundert erbaute Burganlage diente einst der Sicherung des Enzübergangs und der Kontrolle der Handelswege zwischen Neckar und Enz.

Ansicht der Oberen Burg von der Straße unterhalb des Stadttors

Danach drehen wir um und gehen zurück in die Altstadt, wo wir jetzt in die Pfarrgasse einbiegen.

Blick in die malerische Pfarrgasse in der Altstadt von Besigheim

Von unten schauen wir auf das ehemalige Pfarrhaus, ein historisches Fachwerkgebäude aus dem 16. Jahrhundert, das früher als Dienstsitz der geistlichen Würdenträger diente, und den dahinterliegenden Turm der Oberen Burg.

 

Zurück über die Stadtmauer

Wir schlendern die Pfarrgasse hinunter und blicken noch ein letztes Mal zurück.

Rückblick durch die malerische Pfarrgasse in der historischen Altstadt von Besigheim

Dann biegen wir nach links in eine Gasse ein, die uns auf die Stadtmauer führt.

Schmale Gasse, die auf die historische Stadtmauer von Besigheim führt

Von hier oben bekomme ich einen schönen Blick auf die im warmen Abendlicht darunter liegenden Häuser. Danach gehen wir in unser Hotel zurück und genießen den Abend im Biergarten.

 

Meine Hotelempfehlung für Besigheim

Für unsere Übernachtung buchen wir Bernes Altstadthotel & Weinbar (Provisionslink), welches mitten in der historischen Altstadt liegt und aus mehreren, zum Teil wunderschönen Fachwerkhäusern besteht. Das Hotel verfügt über ein eigenes Restaurant, welches auch einen kleinen Biergarten vor dem Gebäude hat.

Außenansicht von Bernes Altstadthotel und Weinbar in der Altstadt von Besigheim

Unsere Fahrräder werden sicher in einem abgeschlossenen Raum untergestellt und die Akkus dürfen wir in unserem Zimmer laden. Unser Zimmer befindet sich im obersten Stockwerk und ist groß und geräumig.

Großes und geräumiges Hotelzimmer im obersten Stockwerk von Bernes Altstadthotel

Das Badezimmer ist ebenfalls geräumig und recht modern.

Geräumiges und modernes Badezimmer im Hotelzimmer

Das Frühstück wird in einem schönen Fachwerkhaus gleich gegenüber in Buffetform angeboten und bietet kalte und warme Speisen. Sollte ich nochmal nach Besigheim kommen, würde ich dieses Hotel jederzeit wieder buchen.

 

Meine Restaurantempfehlung für Besigheim

Auch den Abend verbringen wir in unserem Hotel, im kleinen Biergarten vor dem Gebäude. Ich bestelle mir Maultaschen vom Metzger mit Kartoffelsalat – eine echte regionale Spezialität.

Regionale Spezialität: Maultaschen vom Metzger mit Kartoffelsalat im Biergarten serviert

Dazu genießen wir einen regionalen Wein aus der Nähe. Alles schmeckt sehr lecker zu wirklich fairen Preisen. Uns gefällt es hier ausgesprochen gut!

 

Interaktive Karte meiner Tour durch Besigheim

Auf der folgenden Karte könnt ihr die auf meiner Tour durch die historische Altstadt von Besigheim von mir besuchten Sightseeing-Spots, meine Unterkunft und das Restaurant, in dessen Biergarten ich eingekehrt bin, sehen. Die Labcaches, die ich geloggt habe, habe ich euch ebenfalls in die Karte eingezeichnet. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Lab- und Geocaches öffnet sich das Listing bei einem Klick auf den Cachenamen. Bitte beachtet, dass der Link zur Unterkunft ein sogenannter Provisionslink ist. Bucht ihr über diesen, bekomme ich eine kleine Provision, ohne dass ihr mehr zahlt. Damit unterstützt ihr meinen Blog!

Falls euch meine Tour interessiert, so könnt ihr hier meine gpx-Datei herunterladen. Inzwischen habe ich meine Tour durch Besigheim auch in meinem Komoot eingestellt.

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Diese Tour habe ich im Rahmen meiner Radtour über den Neckartal-Radweg von Tübingen nach Heidelberg unternommen. Meinen Überblicksbeitrag zu dieser Tour findet ihr unter Radfahren & Geocaching: 5 Tage auf dem Neckartal-Radweg.

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Wie hat euch mein Bericht von meinem Besuch in Besigheim gefallen? Seid ihr selbst schon dort gewesen? Was habt ihr in der Stadt unternommen und angeschaut? Wie immer freue ich mich auf eure Kommentare unter diesem Beitrag.

 

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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